Keule mit Knochen
Der Knochen trägt zum kräftigen Geschmack bei, beeinflusst aber die Ausbeute und kann die Messung der Kerntemperatur erschweren. Deshalb an mehreren Stellen messen.
Tandır-BBQ aus Aserbaidschan
Eine ganze Lammkeule wird mit Knoblauch und Gewürzen eingerieben, indirekt bei niedriger Grilltemperatur gegart und anschließend in saftige Fasern zerzupft.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Təndirdə quzu budu ist eine aserbaidschanisch inspirierte Zubereitung für eine ganze Lammkeule. Im Keramikgrill gart das Fleisch langsam über einer Tropfschale, bis es sich mühelos zupfen lässt. Serviert wird es im eigenen Bratensaft mit frischer PetersilieMinze ist ein Sammelbegriff für aromatische Küchenkräuter mit frischer, je nach Art unterschiedlich intensiver Würze. und Minze – nicht als Sandwich oder Wrap.
Außen dunkel gebräunt und würzig, innen weich und faserig. Das Fleisch bleibt durch den aufgefangenen Bratensaft saftig; Knoblauch, Thymian und Lorbeer sorgen für warme, herzhafte Noten, während Petersilie und Minze frisch ausklingen.
Schritt für Schritt
Die Lammkeule mit Küchenpapier trocken tupfen. Mit einem kleinen Messer rundum tiefe Einschnitte setzen und die halbierten Knoblauchzehen hineindrücken.
Salz, Pfeffer, Thymian und Olivenöl in einer kleinen Schüssel verrühren. Die Keule gründlich damit einreiben. Die Lorbeerblätter in die Einschnitte und unter die Keule legen. Das Fleisch abgedeckt 8–12 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.
Wichtig: Die Keule während der Ruhezeit abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren.
Die Lammkeule 45 Minuten vor dem Grillen aus dem Kühlschrank nehmen. Den Keramikgrill für indirekte Hitze vorbereiten und mit Hitzeschild auf 135–150 °C einregeln. Eine Tropfschale unter dem Rost platzieren und das Wasser hineingießen.
Wichtig: Beim Umgang mit Grill, Hitzeschild und Tropfschale hitzefeste Handschuhe verwenden.
Die Keule mit der fetteren Seite nach oben über der Tropfschale auflegen. Den Deckel schließen und die Temperatur stabil halten. Das Fleisch 4 Stunden langsam grillen, ohne es zu wenden.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche soll deutlich gebräunt sein.
Wichtig: Die Tropfschale und das Grillgut nicht mit bloßen Händen berühren.
Sobald die Keule deutlich gebräunt ist und eine Kerntemperatur von etwa 75 °C erreicht hat, sie locker in hitzefeste Folie oder unbeschichtetes Metzgerpapier einschlagen. Weitergaren, bis ein Thermometer an mehreren Stellen 93–96 °C anzeigt und ohne Widerstand in das Fleisch gleitet. Je nach Größe dauert das insgesamt etwa 5–7 Stunden.
Daran erkennst du es: 93–96 °C an mehreren Stellen und ein Thermometer gleitet ohne Widerstand in das Fleisch.
Wichtig: Beim Öffnen des Grills und der Folie auf heißen Dampf achten.
Die Keule vom Grill nehmen und noch 45 Minuten eingeschlagen ruhen lassen. Dabei verteilt sich der Fleischsaft wieder im Inneren.
Knochen und Lorbeerblätter entfernen. Das Fleisch mit zwei Gabeln oder den Fingern in längliche Fasern zupfen. Den aufgefangenen Bratensaft unterheben, bis die Fasern saftig gebunden sind.
Daran erkennst du es: Das Fleisch lässt sich leicht vom Knochen lösen und in Fasern zupfen.
Petersilie und Minze über das zerzupfte Fleisch streuen und sofort servieren. Die Kräuter werden erst am Ende zugegeben, damit ihr frisches Aroma erhalten bleibt.
Gut zu wissen
Der Knochen trägt zum kräftigen Geschmack bei, beeinflusst aber die Ausbeute und kann die Messung der Kerntemperatur erschweren. Deshalb an mehreren Stellen messen.
Petersilie und Minze werden erst nach dem Zerzupfen zugegeben, damit ihr frisches Aroma erhalten bleibt.
Die Lorbeerblätter aromatisieren während der langen Garzeit, werden vor dem Servieren aber vollständig entfernt.
Die Oberfläche bleibt etwas trockener als bei dichter Folie, während die Keule weiterhin geschützt fertig gart.
Die Keule nach der ersten Grillphase locker in unbeschichtetes Metzgerpapier einschlagen und bis zum beschriebenen Garzustand weitergaren.
Das Aroma wird komplexer und weniger klar thymiandominiert.
Nur eine trockene Mischung ohne Salz verwenden, damit die feste Salzmenge des Rezepts unverändert bleibt.
Vor dem Auflegen eine stabile Temperatur zwischen 135 und 150 °C abwarten und den Deckel während der langen Phase möglichst geschlossen halten.
Die Temperatur wieder in den Zielbereich bringen und den Garzustand mit der Kerntemperatur und dem Einstechwiderstand prüfen.
An mehreren Stellen messen und erst bei 93–96 °C sowie geringem Einstechwiderstand fertigstellen.
Die Keule wieder einschlagen und bei stabiler indirekter Hitze weitergaren.
Die eingeschlagene Keule 45 Minuten ruhen lassen.
Den aufgefangenen Bratensaft vollständig unter die Fasern heben.
Hitzeschild verwenden, die Tropfschale unter der Keule platzieren und die Garraumtemperatur kontrollieren.
Die Keule in Folie oder Metzgerpapier einschlagen und die Temperatur in den Zielbereich zurückführen.
Die vorhandene Petersilie-Minze-Garnitur wird großzügiger eingesetzt und erst unmittelbar vor dem Servieren untergehoben.
Die zweite Grillphase erfolgt in unbeschichtetem Metzgerpapier statt in hitzefester Folie.
Die Keule kann nach dem Einreiben abgedeckt 8–12 Stunden im Kühlschrank ruhen. Anschließend 45 Minuten vor dem Grillen herausnehmen und temperieren.
Häufig gefragt
Die gesamte Grillzeit beträgt je nach Größe etwa 5–7 Stunden. Maßgeblich sind eine Kerntemperatur von 93–96 °C an mehreren Stellen und ein Thermometer, das ohne Widerstand in das Fleisch gleitet.
Nein. Sie wird mit der fetteren Seite nach oben über der Tropfschale aufgelegt und bleibt während der ersten langsamen Grillphase unverändert liegen.
Das Einschlagen schützt die bereits gebräunte Oberfläche und unterstützt das saftige Fertiggaren, bis das Fleisch weich genug zum Zerzupfen ist.
Erst ganz am Ende nach dem Zerzupfen und Unterheben des Bratensafts, damit die Kräuter ihr frisches Aroma behalten.
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