Kashmiri-Chilipulver
Kashmiri-Chilipulver liefert eine kräftige rote Farbe mit milder bis mittlerer Schärfe. Es ist in indischen oder pakistanischen Lebensmittelgeschäften und in gut sortierten Gewürzläden erhältlich.
Pakistan · Tandoori-Grillküche
Ein ganzes, aufgeklapptes Hähnchen wird tief eingeschnitten, in würzigem Joghurt mariniert und über Holzkohle erst direkt, dann indirekt gegrillt.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Tandoori Murgh vom ganzen Hähnchen verbindet eine kräftig gewürzte Joghurtmarinade mit dem rauchigen Aroma des Holzkohlegrills. Das Hähnchen wird aufgeklappt und tief eingeschnitten, damit die Marinade bis ins Fleisch gelangt und sich beim Grillen eine dunkle, würzige Kruste bildet.
Außen zeigt sich eine tiefrote, dunkel geröstete Kruste mit rauchigen Grillnoten. Das Fleisch bleibt saftig und würzig, während Joghurt und Zitronensaft für eine leichte Säure sorgen. Rote Zwiebel, Zitrone und frischer Koriander bringen Frische zum kräftigen Grillaroma.
Schritt für Schritt
Das Hähnchen mit Küchenpapier gründlich trocken tupfen. Mit der Geflügelschere entlang des Rückgrats aufschneiden, das Rückgrat herauslösen und das Hähnchen mit der Brustseite nach oben flach drücken. Die Flügelspitzen bei Bedarf unter die Brust stecken.
Wichtig: Nach dem Kontakt mit rohem Geflügel Hände, Arbeitsfläche und Geräte gründlich reinigen.
An den dicksten Stellen von Brust und Keulen mehrere tiefe Einschnitte bis knapp zum Knochen setzen. So erreicht die Marinade das Fleisch gleichmäßiger.
Joghurt, Ingwer-Knoblauch-Paste, Zitronensaft, 15 ml Öl, Tandoori-Masala, Kashmiri-Chilipulver, Kreuzkümmel, gemahlenen Koriander, Kurkuma, Salz und Pfeffer glatt verrühren.
Das Hähnchen innen und außen vollständig mit der Marinade bedecken und besonders viel davon in die Einschnitte drücken. Abgedeckt mindestens 8 Stunden, besser über Nacht, im Kühlschrank marinieren.
Wichtig: Das marinierte Hähnchen während der gesamten Marinierzeit im Kühlschrank aufbewahren.
Das Hähnchen 45 Minuten vor dem Grillen aus dem Kühlschrank nehmen. Einen Holzkohlegrill für indirektes Grillen mit zwei Zonen vorbereiten. Die Kohlen auf einer Seite verteilen und den Grill mit geschlossenem Deckel auf etwa 200 bis 220 °C am Rost einregeln.
Wichtig: Beim Arbeiten mit Holzkohle für ausreichende Belüftung sorgen und den Grill standsicher aufstellen.
Das Hähnchen mit der Hautseite nach unten über die direkte Hitze legen und 6 bis 8 Minuten grillen, bis sich kräftige Grillspuren bilden. Bei aufflackernden Flammen sofort in den indirekten Bereich ziehen.
Daran erkennst du es: Kräftige Grillspuren auf der Hautseite
Wichtig: Bei Flammen das Hähnchen aus der direkten Hitze bewegen, damit die Oberfläche nicht verbrennt.
Das Hähnchen wenden und weitere 5 bis 6 Minuten direkt grillen. Danach mit der Hautseite nach oben in den indirekten Bereich legen, den Deckel schließen und 25 bis 35 Minuten grillen. Das Hähnchen gelegentlich drehen, damit es gleichmäßig gart. Mit dem restlichen Öl sparsam bestreichen, falls die Oberfläche trocken wirkt.
Daran erkennst du es: Gleichmäßig gebräunte Oberfläche und deutlich gegartes Fleisch
Die Kerntemperatur an der dicksten Stelle der Keule und in der Brust prüfen. Das Hähnchen ist fertig, wenn mindestens 74 °C erreicht sind und der austretende Fleischsaft klar ist.
Daran erkennst du es: Mindestens 74 °C und klarer austretender Fleischsaft
Wichtig: Das Hähnchen erst vom Grill nehmen, wenn die Garprobe an den dicken Fleischpartien erfüllt ist.
Für die dunklen Tandoori-Röstaromen das Hähnchen zum Schluss noch 1 bis 2 Minuten pro Seite über die direkte Hitze legen. Dabei aufmerksam bleiben, weil die Joghurtmarinade schnell nachdunkelt.
Daran erkennst du es: Dunkle, kräftige Röstaromen ohne verbrannte Marinade
Das Hähnchen auf ein Schneidebrett legen und 10 Minuten ruhen lassen. Inzwischen die rote Zwiebel in feine Ringe schneiden, die Zitrone in Spalten teilen und den frischen Koriander vorbereiten. Alles zum Hähnchen servieren.
Daran erkennst du es: Der Fleischsaft verteilt sich während der Ruhezeit gleichmäßiger.
Gut zu wissen
Kashmiri-Chilipulver liefert eine kräftige rote Farbe mit milder bis mittlerer Schärfe. Es ist in indischen oder pakistanischen Lebensmittelgeschäften und in gut sortierten Gewürzläden erhältlich.
Tandoori-Masala ist eine südasiatische Gewürzmischung. Je nach Mischung kann die Schärfe deutlich variieren; beim nächsten Zubereiten lassen sich Salz- und Chilimenge daran anpassen.
Vollfetter Joghurt bildet die cremige Grundlage der Marinade und haftet gut an den Einschnitten und der Oberfläche des Hähnchens.
Die Würze lässt sich annähernd ersetzen, die rote Farbe wird jedoch weniger intensiv.
Das Kashmiri-Chilipulver durch mildes Paprikapulver und eine kleine Prise Cayennepfeffer ersetzen. Zunächst sparsam dosieren und die Schärfe der verwendeten Gewürzmischung berücksichtigen.
Das Hähnchen nach den direkten Grillphasen in den indirekten Bereich legen und den Deckel schließen.
Das Hähnchen in den indirekten Bereich zurücklegen und weitergaren, bis die dicksten Stellen die Garprobe erfüllen.
Bei Flammen sofort in die indirekte Zone wechseln und die letzte direkte Phase kurz und aufmerksam durchführen.
Verbrannte Oberflächen vorsichtig entfernen und das Hähnchen in der indirekten Zone fertig garen.
Brust und Keulen tief einschneiden, die Marinade gründlich einarbeiten und mindestens 8 Stunden marinieren.
An Brust und Keule messen und das Hähnchen nach erreichter Garprobe ruhen lassen.
Das Fleisch in Scheiben schneiden und mit Zitronenspalten sowie der würzigen Oberfläche servieren.
Das Hähnchen kann bis zu 24 Stunden vor dem Grillen mariniert werden. Abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren und 45 Minuten vor dem Grillen herausnehmen.
Häufig gefragt
Die Einschnitte führen die Joghurtmarinade in die dicksten Stellen von Brust und Keulen. Dadurch wird das Fleisch gleichmäßiger gewürzt.
Mildes Paprikapulver mit einer kleinen Prise Cayennepfeffer ist ein geeigneter Ersatz. Die Farbe wird dann weniger intensiv, die Schärfe lässt sich nach Geschmack anpassen.
Die direkte Hitze erzeugt Grillspuren und Röstaromen. In der indirekten Zone kann das Hähnchen mit geschlossenem Deckel gleichmäßig fertig garen, ohne dass die Marinade zu schnell verbrennt.
Die Kerntemperatur an der dicksten Stelle von Keule und Brust prüfen. Das Hähnchen ist fertig, wenn mindestens 74 °C erreicht sind und der austretende Fleischsaft klar ist.
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