Vacío finden
Vacío ist beim deutschen Metzger nicht immer unter diesem Namen vorrätig. Südamerikanische Metzgereien oder gut sortierte Fleischereien können den Zuschnitt häufig als Fleisch für die Parrilla bestellen.
Argentinische Grillküche
Argentinisches Rindervacío wird direkt kräftig angegrillt, anschließend indirekt in dunklem Bier, Gemüse und Gewürzen weich gegart und zum Schluss gezupft im eingekochten Biersud gebunden.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Vacío ist ein in Argentinien verbreiteter Zuschnitt für die Parrilla. In dieser Variante verbindet sich kräftige Grillbräunung mit langsamem, indirektem Garen: Das Fleisch wird weich, lässt sich entlang der Fasern zupfen und nimmt den aromatischen Sud aus dunklem Bier, Zwiebeln, Paprika und Möhren auf.
Zartes, faserig gezupftes Rindfleisch mit kräftiger Grillnote, malzig-würzigem Biersud, weichem Gemüse und einer frischen Säurespitze vom Rotweinessig.
Schritt für Schritt
Bereite den Grill für zwei Zonen vor. Regle die indirekte Zone während der gesamten Garzeit auf 150–160 °C ein. Tupfe das Vacío trocken und würze es rundum mit Salz und Pfeffer.
Erhitze die direkte Zone kräftig. Bestreiche das Fleisch mit dem Öl und grille es je Seite etwa 4 Minuten an, bis eine deutliche Bräunung entstanden ist.
Daran erkennst du es: Deutliche Bräunung auf beiden Seiten.
Wichtig: Beim Wenden auf ausreichend Abstand zur direkten Hitze achten.
Gib Zwiebeln, Paprika, Möhren und Knoblauch in eine stabile, grillfeste Pfanne oder einen kleinen Grillbräter. Lege das angegrillte Fleisch darauf und gieße Bier und Rinderfond an. Streue Oregano und Paprikapulver darüber und gib das Lorbeerblatt dazu.
Decke die Pfanne dicht mit Aluminiumfolie ab und stelle sie in die indirekte Zone. Schließe den Grilldeckel und gare das Vacío 2½–3½ Stunden. Nach 2½ Stunden prüfst du erstmals den Garzustand. Ist das Fleisch noch fest, gare es abgedeckt jeweils weitere 20–30 Minuten.
Daran erkennst du es: Eine Gabel gleitet leicht hinein und die Fasern lassen sich ohne großen Widerstand auseinanderziehen.
Nimm das Fleisch aus der Pfanne und lasse es 20 Minuten abgedeckt ruhen. Entferne anschließend das Lorbeerblatt aus dem Sud.
Stelle die offene Pfanne anschließend für 10–15 Minuten über die direkte Zone, bis der Sud leicht einkocht und das Gemüse weich und kräftig aromatisch ist.
Daran erkennst du es: Der Sud ist leicht eingekocht, das Gemüse weich und das Aroma kräftig.
Wichtig: Die offene Pfanne vorsichtig über die direkte Hitze stellen.
Zupfe das Fleisch mit zwei Gabeln oder sauberen Grillhandschuhen entlang der Fasern auseinander. Entferne dabei grobe Sehnen und harte Fettstücke. Rühre das gezupfte Fleisch unter den eingekochten Gemüse-Biersud.
Daran erkennst du es: Die Fasern sind gleichmäßig zerteilt und mit dem Sud verbunden.
Wichtig: Verwende beim Arbeiten mit dem warmen Fleisch nur saubere, hitzefeste Grillhandschuhe.
Gib den Rotweinessig dazu und mische alles gründlich, bis die Fasern gleichmäßig mit dem Sud gebunden sind. Schmecke erst jetzt ab, weil der eingekochte Sud bereits kräftig gewürzt ist.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist gleichmäßig mit dem Gemüse-Biersud überzogen.
Gut zu wissen
Vacío ist beim deutschen Metzger nicht immer unter diesem Namen vorrätig. Südamerikanische Metzgereien oder gut sortierte Fleischereien können den Zuschnitt häufig als Fleisch für die Parrilla bestellen.
Sie braucht meist länger und schmeckt kräftiger.
Ersetze das Vacío durch Rinderbrust und prüfe den Garzustand nach der angegebenen ersten Kontrolle weiter mit der Gabelprobe. Gare das Stück bei Bedarf länger abgedeckt in der indirekten Zone.
Nach 2½ Stunden erstmals mit der Gabel prüfen und bei festem Fleisch jeweils weitere 20–30 Minuten abgedeckt garen.
Das Fleisch wieder in den abgedeckten Bräter geben und in der indirekten Zone weitergaren, bis eine Gabel leicht hineingleitet.
Erst nach dem Einkochen und nach dem Zugeben des Rotweinessigs abschmecken.
Die Grilltemperatur während der gesamten Garzeit kontrollieren und den Bräter dicht abdecken.
Die Temperatur zurückregeln und das Fleisch abgedeckt weitergaren.
Häufig gefragt
Eine Gabel sollte leicht hineingleiten und die Fasern sollten sich ohne großen Widerstand auseinanderziehen lassen. Ist das Fleisch noch fest, gare es abgedeckt jeweils weitere 20–30 Minuten.
Ja. Rinderbrust eignet sich als Alternative, braucht meist etwas länger und schmeckt kräftiger. Prüfe den Garzustand deshalb mit der Gabelprobe.
Erst nachdem der Sud eingekocht und der Rotweinessig untergemischt wurde. Durch das Einkochen wird der Sud konzentrierter.
Unabhängig von Google Analytics verwenden wir eine cookielose, selbst betriebene Reichweitenstatistik mit Plausible. Sie erhält keine Kontodaten, Suchbegriffe oder URL-Parameter. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.
Aus unserer Küche
Kommentare zum Rezept
Wie hat es dir geschmeckt? Teile deine Erfahrungen oder stelle eine Frage.
Kommentare werden geladen …