Weizenmehl Type 550
Das Type-550-Mehl bildet die Weizenbasis des Teigs. Zusätzliches Mehl zum Formen nur sparsam verwenden, damit der Lavash weich bleibt.
Dünner armenischer Fladen
Hauchdünnes armenisches Weizenfladenbrot aus Hefeteig, das auf dem Grill über direkter starker Hitze in kurzer Zeit aufgebläht und gebräunt wird.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Armenischer Lavash ist ein hauchdünnes Weizenfladenbrot, das traditionell an den heißen Wänden eines holzbefeuerten Tonirs gebacken wird. In dieser Grillfassung übernimmt direkte, sehr starke Hitze die Aufgabe des Tonirs. Der dünn ausgerollte Teig gart in kurzer Zeit und entwickelt aufgeblähte Stellen sowie goldene Röstblasen.
Warm ist der Lavash weich, elastisch und leicht zäh mit aufgeblähten Stellen und goldbraunen Röstblasen. Er duftet mild nach Weizen und Hefe und lässt sich gut zusammenlegen oder rollen.
Schritt für Schritt
Für den Vorteig 70 g Weizenmehl, 70 ml lauwarmes Wasser und 1 g Instanthefe in einer Schüssel zu einer dicken Paste verrühren. Abdecken und bei Raumtemperatur etwa 1 Stunde stehen lassen, bis die Masse sichtbar lockerer ist und kleine Blasen zeigt.
Daran erkennst du es: Die Masse wirkt lockerer und zeigt kleine Blasen.
240 ml lauwarmes Wasser, 15 ml neutrales ÖlÖl mit möglichst wenig Eigengeschmack für Braten, Backen und Marinaden. und 10 g Salz zum Vorteig geben. Das Mehl nach und nach einarbeiten, bis ein zunächst leicht klebriger Teig entsteht. Den Teig abdecken und 20 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Der Teig ist vollständig verbunden und zunächst leicht klebrig.
Den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche 5 bis 7 Minuten kneten, bis er glatt und elastisch ist. Nur so viel zusätzliches Mehl verwenden, dass der Teig nicht an Händen und Fläche klebt.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt und elastisch.
Den Teig zurück in die Schüssel legen, abdecken und 1 Stunde ruhen lassen. Er muss dabei nicht zwingend sein Volumen verdoppeln, sollte aber deutlich entspannter wirken.
Daran erkennst du es: Der Teig wirkt deutlich entspannter.
Den Teig in 8 gleich große Stücke von jeweils etwa 100 g teilen. Jedes Stück zu einer glatten Kugel schleifen, mit Abstand auf ein leicht bemehltes Blech setzen und abdecken. Weitere 1 Stunde ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Die Teigkugeln sind entspannt und lassen sich gut ausrollen.
Einen Gasgrill auf starke direkte Hitze vorheizen oder einen Holzkohlegrill mit gleichmäßig verteilter Glut vorbereiten. Die Roste gründlich reinigen. Falls ein Deckelthermometer vorhanden ist, sind etwa 250 bis 300 °C am Deckel ein guter Richtwert. Der Grill ist bereit, wenn die Hand über dem Rost nur 3 bis 5 Sekunden in der Hitze bleiben kann.
Daran erkennst du es: Der Grill ist sehr heiß und der Rost sauber.
Wichtig: Vorsicht an Rost, Glut und heißen Grillflächen.
Eine Teigkugel auf der leicht bemehlten Fläche zunächst flach drücken. Mit dem Nudelholz sehr dünn zu einem Oval von etwa 33 × 23 cm ausrollen. Der Rand darf etwas kräftiger bleiben, die Mitte sollte möglichst gleichmäßig dünn sein. Überschüssiges Mehl leicht abstreifen.
Daran erkennst du es: Der Teig ist sehr dünn und gleichmäßig ausgerollt.
Ein flaches Blech dünn mit Öl bestreichen und den ausgerollten Teig darauflegen. Die Oberseite ebenfalls sehr dünn mit Öl bepinseln. Den Teig vorsichtig über den heißen, sauberen Rost legen, den Deckel schließen und 25 Sekunden grillen.
Daran erkennst du es: Die erste Seite beginnt sichtbar aufzuplähen und leicht zu bräunen.
Wichtig: Nicht mit den Händen über den heißen Rost greifen.
Den Fladen mit einer Grillzange wenden und ohne Deckel weitere 25 Sekunden grillen, bis er an mehreren Stellen aufgebläht und gleichmäßig gebräunt ist. Für stärkere Röststellen den Fladen noch einmal kurz wenden, aber nicht austrocknen lassen.
Daran erkennst du es: Mehrere aufgeblähte Stellen und eine gleichmäßige Bräunung zeigen, dass der Fladen fertig ist.
Wichtig: Grillzange und Rost sind sehr heiß.
Den fertigen Lavash auf ein sauberes Blech legen und mit einem trockenen Küchentuch abdecken. Die übrigen Teigstücke ebenso ausrollen und nacheinander grillen. Die Hitze zwischen den Durchgängen kontrollieren, damit die dünnen Fladen nicht verbrennen.
Daran erkennst du es: Alle Fladen sind aufgebläht, weich und gleichmäßig gebräunt.
Wichtig: Die Grillhitze zwischen den Durchgängen kontrollieren und Verbrennungen vermeiden.
Lavash am besten warm und weich servieren. Wird ein Fladen beim Abkühlen zu fest, dünn mit Wasser besprühen, unter dem Tuch 20 bis 30 Minuten ruhen lassen und anschließend zusammenlegen oder rollen.
Daran erkennst du es: Der Fladen ist wieder weich und biegsam.
Gut zu wissen
Das Type-550-Mehl bildet die Weizenbasis des Teigs. Zusätzliches Mehl zum Formen nur sparsam verwenden, damit der Lavash weich bleibt.
Die 15 ml im Hauptteig und die separat dosierten 15 ml zum Bestreichen und Einölen des Blechs erfüllen unterschiedliche Aufgaben und sollten nicht zusammengelegt werden.
Die kleine Menge Instanthefe lockert den Vorteig während der einstündigen Ruhezeit sichtbar auf.
Der Geschmack bleibt ähnlich; stark aromatische Öle würden den milden Weizengeschmack stärker verändern.
Das Ersatzöl in derselben Menge verwenden, getrennt für Teig sowie zum Bestreichen und Einölen.
Zusätzliches Mehl nur so sparsam verwenden, dass der Teig nicht klebt.
Den fertigen Fladen unter einem trockenen Tuch ruhen lassen und bei Bedarf dünn mit Wasser besprühen.
Die Mitte möglichst gleichmäßig dünn ausrollen und nur den Rand etwas kräftiger lassen.
Die kurzen Garzeiten einhalten, den Fladen beobachten und die Hitze zwischen den Durchgängen kontrollieren.
Stark verbrannte Stellen entfernen; bei nur kräftiger Röstung den Fladen sofort abdecken, damit er nicht weiter austrocknet.
Fertige Fladen sofort unter dem trockenen Tuch sammeln und die Grillzeit kurz halten.
Den Fladen dünn mit Wasser besprühen und 20 bis 30 Minuten unter dem Tuch ruhen lassen.
Die Grillfassung mit gleichmäßig verteilter Holzkohle statt Gasflamme zubereiten.
Die Fladen nach dem Grillen konsequent abdecken und nicht bis zu starken Röststellen weitergrillen.
Häufig gefragt
Den Grill auf starke direkte Hitze vorheizen. Falls ein Deckelthermometer vorhanden ist, sind etwa 250 bis 300 °C am Deckel ein guter Richtwert. Der Grill ist bereit, wenn die Hand über dem Rost nur 3 bis 5 Sekunden in der Hitze bleiben kann.
Die fertigen Fladen sofort auf ein sauberes Blech legen und mit einem trockenen Küchentuch abdecken. Zu fest gewordene Fladen können dünn mit Wasser besprüht und 20 bis 30 Minuten unter dem Tuch ruhen gelassen werden.
Nein. Nach der einstündigen Ruhezeit sollte der Teig deutlich entspannter wirken, muss sein Volumen aber nicht zwingend verdoppelt haben.
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