Hähnchenhaut nicht vollständig entfetten
Ein Teil des Fetts ist erwünscht, weil es beim Grillen austritt und den typischen Geschmack von Kawa trägt. Nur grobe Klumpen entfernen.
Japanische Yakitori-Spieße
Knusprige Hähnchenhaut wird blanchiert, gefaltet auf Metallspieße gesteckt und direkt über moderater Grillhitze gegart. Zum Schluss sorgt eine süß-würzige Soja-MirinSüße japanische Würzzutat auf Reisbasis, die Saucen, Glasuren und Marinaden abrundet.-Sake-Tare für Glanz und Aroma.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Yakitori Kawa bringt japanische Grillküche auf den Spieß: Hähnchenhaut wird zunächst blanchiert, offen getrocknet und ziehharmonikaartig aufgereiht. Auf dem Grill tritt das Fett langsam aus, während die Haut rundum goldbraun und knusprig wird. Eine am Ende aufgetragene Tare aus Sojasauce, Mirin, Sake und Zucker ergänzt die Röstaromen.
Außen goldbraun, glänzend und deutlich knusprig, innen saftig und reichhaltig. Die Tare schmeckt salzig-süß mit runder Reisweinnote; Zitrone und Shichimi Togarashi setzen frische und pikante Akzente.
Schritt für Schritt
Die Hähnchenhaut kalt abspülen und mit Küchenpapier gründlich trocknen. Grobe Fettklumpen und verbliebene Federkiele entfernen, die Haut aber nicht vollständig entfetten.
Wichtig: Arbeitsfläche, Messer und Hände nach dem Kontakt mit rohem Geflügel gründlich reinigen.
Das Wasser mit dem Sake zum Blanchieren in einem großen Topf aufkochen. Die Hähnchenhaut hineingeben, erneut aufkochen lassen und 5 Minuten bei kleiner Hitze blanchieren. Abgießen, kalt abspülen und sehr gründlich trocken tupfen. Die Haut 20 Minuten abkühlen und offen nachtrocknen lassen.
Daran erkennst du es: Die Haut ist blanchiert, biegsam und vollständig abgekühlt sowie möglichst trocken.
Wichtig: Beim Abgießen vorsichtig mit heißem Wasser und Dampf umgehen.
Sojasauce, Mirin, Sake für die Tare und Zucker in einen kleinen Topf geben. Aufkochen, dann 5–7 Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen, bis die Flüssigkeit leicht sirupartig wird. Vom Herd nehmen und vollständig abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Die Flüssigkeit wirkt leicht sirupartig und überzieht den Löffel dünn.
Die abgekühlte Haut in etwa 4 × 8 cm große Streifen schneiden. Jeden Streifen ziehharmonikaartig mehrfach falten und eng auf einen Metallspieß stecken. Die Falten sollen dicht aneinanderliegen, aber nicht so fest gepackt sein, dass die Hitze nicht dazwischenkommt. Insgesamt 12 Spieße formen.
Den Grill auf 220–240 °C am Rost vorheizen und den Rost dünn mit neutralem Öl bestreichen.
Wichtig: Beim Ölen eines heißen Rosts Abstand zu Flammen und Glut halten.
Die Spieße über direkter Hitze auflegen. 8–10 Minuten grillen und alle 1–2 Minuten wenden, damit das Fett gleichmäßig austritt und die Haut nicht an einer Stelle verbrennt. Bei aufflammendem Fett die Spieße kurz an den Rand der Glut oder in die indirekte Zone ziehen und anschließend wieder direkt grillen.
Daran erkennst du es: Die Haut ist goldbraun, sichtbar geschrumpft und deutlich knuspriger; sie weist keine rohen, weich-glänzenden Stellen auf.
Wichtig: Bei Fettflammen die Spieße sofort aus der direkten Hitze nehmen und erst nach dem Abklingen wieder auflegen.
Sobald die Haut goldbraun und knusprig ist, jede Seite dünn mit der Tare bestreichen. Je Seite etwa 45–60 Sekunden weitergrillen, wenden und erneut bestreichen. Diesen Vorgang einmal wiederholen. Die süße Tare erst am Ende auftragen, damit sie nicht verbrennt.
Daran erkennst du es: Die Tare haftet als dünner glänzender Überzug, ohne dunkel oder verbrannt zu sein.
Wichtig: Die Tare enthält Zucker und kann bei zu langer direkter Hitze schnell verbrennen.
Die Spieße vom Grill nehmen, kurz ruhen lassen und sofort mit Zitronenspalten und Shichimi TogarashiShichimi Togarashi ist eine japanische Gewürzmischung aus Chili und weiteren aromatischen Zutaten wie Sansho, Sesam oder Algen. servieren.
Daran erkennst du es: Die Spieße sind heiß, die Oberfläche knusprig und die Tare haftet sichtbar.
Gut zu wissen
Ein Teil des Fetts ist erwünscht, weil es beim Grillen austritt und den typischen Geschmack von Kawa trägt. Nur grobe Klumpen entfernen.
Mirin ist ein süßer japanischer Reiswein und gibt der Tare Süße und runde Würze. Als Ersatz sind 45 ml trockener Sake mit 15 g zusätzlichem Zucker möglich; die Tare schmeckt dann weniger rund.
Die japanische Sieben-Gewürz-Mischung bringt Schärfe und zitrische Würze. Chiliflocken mit etwas Sesam sind möglich, schmecken aber weniger komplex.
Die Tare wird weniger rund und aromatisch, bleibt aber süß und würzig.
Mirin durch 45 ml trockenen Sake ersetzen und zusätzlich 15 g Zucker zur im Rezept genannten Zuckermenge geben.
Der Sherry bringt eine deutlich nussigere und kräftigere Note in die Tare und das Blanchierwasser.
Den Sake zum Blanchieren und in der Tare jeweils im gleichen Volumen durch trockenen Sherry ersetzen.
Die Schärfe bleibt erhalten, die zitrische und komplexe Würze fällt jedoch geringer aus.
Shichimi Togarashi beim Servieren durch eine Mischung aus Chiliflocken und etwas Sesam ersetzen.
Die Haut gründlich trocken tupfen und 20 Minuten offen nachtrocknen lassen.
Die Spieße länger bei moderater direkter Hitze grillen und häufiger wenden, ohne die Tare zu früh aufzutragen.
Erst die knusprige Haut fertig grillen und die Tare nur dünn in kurzen Schichten auftragen.
Verbrannte Stellen vorsichtig entfernen und die übrige Tare erst in der letzten Grillminute dünn verwenden.
Alle 1–2 Minuten wenden und die Spieße bei Flammen kurz in die indirekte Zone ziehen.
Spieße aus der Flamme nehmen, die Hitze beruhigen lassen und anschließend bei moderaterer direkter Hitze fertig grillen.
Die Falten dicht, aber mit kleinen Zwischenräumen aufreihen, damit Hitze dazwischenkommt.
Die Spieße vorsichtig auseinanderziehen und bei indirekter Hitze nachgaren.
Eine schlichtere Variante ohne Tare, bei der der Eigengeschmack der knusprigen Hähnchenhaut im Mittelpunkt steht.
Eine weniger japanisch geprägte Variante mit frischer Zitrusnote und milder Schärfe.
Die knusprige Textur der gegrillten Hähnchenhaut kann durch Einfrieren und Auftauen leiden.
Häufig gefragt
Die Haut nach dem Blanchieren gründlich trocknen und offen 20 Minuten nachtrocknen lassen. Auf dem Grill häufig wenden und die Tare erst ganz am Ende auftragen.
Hähnchenhaut gibt viel Fett ab. Bei Flammen verhindert das kurzzeitige Ausweichen, dass die Oberfläche verbrennt, bevor die Haut gleichmäßig knusprig ist.
Für 60 ml Mirin können 45 ml trockener Sake und 15 g zusätzlicher Zucker verwendet werden. Die Tare wird dadurch weniger rund und aromatisch.
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