Pul biber einkaufen
Türkische Paprikaflocken sind in türkischen Supermärkten, Gewürzläden und gut sortierten Supermärkten erhältlich. Milde Chiliflocken können als Ersatz dienen, schmecken aber möglicherweise schärfer und weniger fruchtig.
Türkei · Ganzes Lamm vom Drehspieß
Ein küchenfertiges ganzes Lamm wird mit Olivenöl, Knoblauch, Thymian, Pul biberTürkische Gewürzzubereitung aus flockig zerkleinerten getrockneten roten Paprikaschoten oder Chilis, oft mit Salz., schwarzem Pfeffer und Salz gewürzt, mehrere Stunden mariniert und anschließend langsam über indirekter Holzkohle- oder Hartholzglut am motorisierten Drehspieß gegart. Zum Schluss wird die Glut näher herangerückt, bis die Oberfläche kräftig gebräunt ist. Nach einer kurzen Ruhezeit wird das Fleisch in Scheiben geschnitten und direkt vom Spieß serviert.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Kuzu çevirme ist eine aufwendige türkische Ganzlamm-Zubereitung für eine große Runde. Das Lamm braucht einen stabilen, ausreichend langen Drehspieß, gleichmäßig verteilte Glut und Geduld. Während es sich langsam dreht, wird es wiederholt mit einer würzigen Mischung aus Olivenöl, Wasser und Salz bestrichen. Nach dem Ruhen wird das Fleisch von Keulen, Schultern und Rückenpartien ausgelöst, quer zur Faser geschnitten und mit dem aufgefangenen Bratensaft serviert.
Außen kräftig gebräunt und würzig, innen saftig und zart mit dem herzhaften Aroma von Lamm, Knoblauch, Thymian und Pul biber. Die Oberfläche erhält durch das wiederholte Bestreichen eine aromatische, leicht pikante Kruste.
Schritt für Schritt
Das Lamm außen und innen mit Küchenpapier gründlich trocknen. An den dicksten Stellen von Keulen und Schultern mehrere flache Einschnitte setzen, damit die Würzmischung besser haftet.
Wichtig: Rohes Lamm getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln bearbeiten und Arbeitsflächen anschließend gründlich reinigen.
200 ml Olivenöl mit Knoblauch, Thymian, Pul biber, schwarzem Pfeffer und 40 g Salz verrühren. Das Lamm innen und außen sorgfältig damit einreiben. Abgedeckt 4–12 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen. Eine Stunde vor dem Grillen aus dem Kühlschrank nehmen.
Wichtig: Das marinierte Lamm während der gesamten Marinierzeit abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren.
Holzkohle oder Hartholz etwa 40–50 Minuten vor dem Auflegen entzünden. Erst weiterarbeiten, wenn eine gleichmäßige, graue Glut ohne offene Flammen entstanden ist. Die Glut zu einem etwa 80–100 cm langen Bett verteilen und den Drehspieß so ausrichten, dass das Lamm zunächst etwa 40–50 cm über der Glut hängt.
Daran erkennst du es: Gleichmäßige graue Glut ohne offene Flammen
Wichtig: Offene Flammen vor dem Auflegen vollständig abklingen lassen und ausreichend Abstand zu brennbaren Gegenständen einhalten.
Das Lamm mit dem Spieß durch die Körperhöhle führen, mittig ausbalancieren und Vorder- sowie Hinterläufe eng am Körper befestigen. Die Befestigungen müssen stabil sitzen, damit beim Drehen kein Teil in die Glut ragt. Eine Auffangschale unter dem Fleisch platzieren.
Daran erkennst du es: Das Lamm sitzt mittig, stabil und ohne lose herabhängende Teile.
Wichtig: Spieß, Befestigungen und Motor vor dem Start auf sicheren Sitz und ausreichende Tragfähigkeit prüfen.
Für die Basting-Mischung 100 ml Olivenöl, 250 ml Wasser und die übrigen 20 g Salz verrühren. Den Motor einschalten und das Lamm langsam mit etwa 2–3 Umdrehungen pro Minute drehen lassen. Die ersten 2½–3 Stunden bei gleichmäßiger, indirekter Glut garen und das Lamm etwa alle 15 Minuten dünn mit der Basting-Mischung bestreichen. Bei Bedarf Glut nachlegen, aber offene Flammen vermeiden.
Daran erkennst du es: Gleichmäßige Drehung und langsam fortschreitende Bräunung ohne offene Flammen
Wichtig: Beim Nachlegen von Brennstoff und beim Bestreichen Abstand zu Glut und rotierenden Teilen halten.
Nach etwa 3 Stunden die Temperatur im dicksten Teil der inneren Keule prüfen. Wenn dort noch deutlich unter 70 °C erreicht werden, das Lamm weiter über der indirekten Glut drehen lassen. Wird die Oberfläche zu dunkel, den Spieß höher setzen oder die Glut seitlich verteilen.
Daran erkennst du es: Bei deutlich unter 70 °C weitergaren; bei zu dunkler Oberfläche den Abstand zur Glut vergrößern.
Wichtig: Beim Messen Motor ausschalten oder nur so weit eingreifen, dass Hände und Thermometer sicher von Spieß und Glut fernbleiben.
Für die Schlussphase die Glut vorsichtig näher unter das Lamm rücken und den Abstand auf etwa 35–40 cm verringern. Weitere 30–60 Minuten drehen, bis die Oberfläche kräftig gebräunt ist. Weiter regelmäßig bestreichen, damit die Kruste nicht austrocknet. Das Lamm ist fertig, wenn die dickste Stelle der inneren Keule 75–80 °C erreicht.
Daran erkennst du es: Kräftig gebräunte Oberfläche und 75–80 °C an der dicksten Stelle der inneren Keule
Wichtig: Die Glut nur vorsichtig verschieben und den rotierenden Spieß nicht unbeaufsichtigt lassen.
Den Motor ausschalten, das Lamm vom Spieß nehmen und 20 Minuten locker ruhen lassen. Anschließend die Keulen, Schultern und Rückenpartien entlang der Knochen auslösen und das Fleisch quer zur Faser in Scheiben schneiden. Saft aus der Auffangschale darübergeben und sofort servieren.
Daran erkennst du es: Das Fleisch lässt sich nach der Ruhezeit sauber entlang der Knochen auslösen und quer zur Faser schneiden.
Wichtig: Vor dem Auslösen prüfen, dass der Motor ausgeschaltet und der Spieß nicht mehr in Bewegung ist.
Gut zu wissen
Türkische Paprikaflocken sind in türkischen Supermärkten, Gewürzläden und gut sortierten Supermärkten erhältlich. Milde Chiliflocken können als Ersatz dienen, schmecken aber möglicherweise schärfer und weniger fruchtig.
Ein küchenfertiges ganzes Lamm sollte mehrere Tage vorher bei einer türkischen Metzgerei oder bei einem Metzger bestellt werden, der Lamm für den Drehspieß vorbereitet.
Kann schärfer und weniger fruchtig schmecken als Pul biber.
Milde Chiliflocken in derselben Menge verwenden und die Schärfe vor dem vollständigen Einreiben prüfen.
Vor dem Auflegen warten, bis keine offenen Flammen mehr vorhanden sind, und bei Bedarf die Glut seitlich verteilen.
Den Spieß höher setzen oder die Glut weiter vom Lamm wegschieben, bis die Flammen erloschen sind.
Vor dem Einschalten des Motors den Sitz des Spießes, die Balance und alle Befestigungen kontrollieren.
Motor ausschalten und das Lamm erst neu ausrichten und befestigen, bevor weitergegart wird.
Während der langen Garphase indirekte Glut verwenden und die Oberfläche regelmäßig kontrollieren.
Den Spieß höher setzen oder die Glut seitlich verteilen und die Kerntemperatur weiter überwachen.
Das Lamm vor dem Auslösen und Schneiden 20 Minuten locker ruhen lassen.
Das Fleisch möglichst rasch mit dem aufgefangenen Saft servieren.
Statt Holzkohle kann gut durchgeglühtes Hartholz als Brennstoff verwendet werden.
Das Lamm kann 4–12 Stunden vor dem Grillen gewürzt und abgedeckt im Kühlschrank mariniert werden. Eine Stunde vor dem Grillen aus dem Kühlschrank nehmen.
Häufig gefragt
Das Rezept ist mit etwa 20–25 Portionen angegeben. Als Basiswert sind 20 Portionen hinterlegt.
Das Lamm sollte abgedeckt 4–12 Stunden im Kühlschrank marinieren. Eine Stunde vor dem Grillen wird es herausgenommen.
Ja. Gut durchgeglühtes Hartholz ist als Brennstoff vorgesehen. Entscheidend ist eine gleichmäßige graue Glut ohne offene Flammen.
Die Oberfläche soll kräftig gebräunt sein. Zusätzlich wird die Temperatur an der dicksten Stelle der inneren Keule geprüft; dort soll das Lamm 75–80 °C erreichen.
Nach 20 Minuten Ruhezeit werden Keulen, Schultern und Rückenpartien ausgelöst, quer zur Faser geschnitten, mit Saft aus der Auffangschale übergossen und sofort serviert.
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