Steakauswahl
Roastbeef und Entrecôte eignen sich wegen ihrer Dicke und ihres kräftigen Eigengeschmacks gut für direktes Grillen.
Chilenischer Grillklassiker
Chilenisch inspirierter Grillteller mit direkt gegrilltem Rindersteak, doppelt frittierten Pommes, weich geschmorten Zwiebeln und Spiegelei.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Bistec a lo pobre bringt Steak, goldene Pommes, weich geschmorte Zwiebeln und Spiegelei auf einem üppigen Teller zusammen. In dieser Fassung gart das Steak direkt über hoher Grillhitze, während Zwiebeln und Kartoffeln parallel in der Küche zubereitet werden.
Kräftig geröstetes, saftiges Steak trifft auf knusprige goldene Pommes, süßlich-weiche Zwiebeln und ein Spiegelei mit wahlweise flüssigem oder festem Eigelb.
Schritt für Schritt
Kartoffeln schälen, in etwa 1 cm breite Stifte schneiden, gründlich kalt abspülen und vollständig trocken tupfen. Zwiebeln halbieren und in feine Streifen schneiden. Die Steaks trocken tupfen und bis zum Grillen kühl beiseitestellen.
Wichtig: Rohe Steaks bis zur Verwendung gekühlt halten.
30 ml Öl in einer großen Pfanne bei mittlerer bis niedriger Hitze erwärmen. Zwiebeln und ½ TL Salz hineingeben und unter gelegentlichem Rühren 20–25 Minuten weich und goldbraun braten. Bei Bedarf die Hitze reduzieren, damit sie nicht dunkel anbrennen.
Daran erkennst du es: Die Zwiebeln sind weich und goldbraun, aber nicht dunkel verbrannt.
Einen Holzkohle- oder Gasgrill für direktes Grillen bei 250–290 °C vorbereiten und den Rost gründlich vorheizen. Gleichzeitig einen großen Topf oder eine Fritteuse mit dem Öl zum Frittieren auf 150 °C bringen.
Daran erkennst du es: Der Grillrost ist vollständig vorgeheizt und das Frittieröl hat 150 °C erreicht.
Wichtig: Heißes Öl nur in einem ausreichend hohen, standsicheren Gefäß erhitzen und nicht unbeaufsichtigt lassen.
Kartoffeln portionsweise 6–8 Minuten bei 150 °C vorfrittieren, bis sie weich sind, aber noch kaum Farbe haben. Herausheben und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Das Öl anschließend auf 180 °C erhitzen.
Daran erkennst du es: Die Kartoffelstifte sind weich, aber noch blass.
Wichtig: Kartoffeln vorsichtig ins heiße Öl geben und mit dem Schaumlöffel langsam herausheben.
Die Steaks unmittelbar vor dem Grillen mit dem restlichen Salz und dem Pfeffer würzen. Den heißen Rost mit wenig von den übrigen 30 ml Öl einreiben. Steaks über direkter Hitze bei geschlossenem Deckel insgesamt 6–8 Minuten grillen und nach 3–4 Minuten einmal wenden. Für eine sichere Orientierung die Kerntemperatur an der dicksten Stelle messen; vor dem Herunternehmen sollten mindestens 63 °C erreicht sein. Die Steaks anschließend 3 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Die Steaks sind außen kräftig gebräunt und erreichen an der dicksten Stelle mindestens 63 °C.
Wichtig: Die Kerntemperatur an der dicksten Stelle messen und das Thermometer zwischen den Messungen sauber halten.
Während die Steaks ruhen, die vorfrittierten Kartoffeln portionsweise weitere 3–4 Minuten bei 180 °C frittieren, bis sie goldbraun und knusprig sind. Abtropfen lassen und mit 1 TL Salz würzen.
Daran erkennst du es: Die Pommes sind goldbraun und knusprig.
Wichtig: Wasser von Kartoffeln und Arbeitsgeräten fernhalten, damit kein heißes Öl spritzt.
Die restlichen 20 ml Öl in einer sauberen Pfanne erhitzen. Eier einzeln hineinschlagen und braten, bis das Eiweiß vollständig gestockt ist; das Eigelb nach Geschmack weich oder fest garen.
Daran erkennst du es: Das Eiweiß ist vollständig gestockt; das Eigelb hat die gewünschte Festigkeit.
Wichtig: Für vollständig durchgegartes Ei das Eigelb ebenfalls fest werden lassen.
Je ein Steak auf einen Teller geben. Pommes und Zwiebeln daneben anrichten und jeweils ein Spiegelei auf das Steak oder unmittelbar daneben setzen. Sofort servieren.
Gut zu wissen
Roastbeef und Entrecôte eignen sich wegen ihrer Dicke und ihres kräftigen Eigengeschmacks gut für direktes Grillen.
Vorwiegend festkochende Kartoffeln behalten beim Vorfrittieren ihre Form und werden beim zweiten Frittieren knusprig.
Das Frittieröl bleibt als eigene Zutat getrennt vom Öl für Zwiebeln, Grillrost und Eier, damit die unterschiedlichen Verwendungen eindeutig bleiben.
Der Geschmack wird etwas kräftiger und das Fleisch kann magerer sein.
Rumpsteaks mit etwa 2,5 cm Dicke verwenden und die Kerntemperatur wie im Rezept prüfen.
Das Öl ist hitzestabil und kann einen leicht nussigen Eigengeschmack beitragen.
Nur verwenden, wenn keine Erdnussallergie besteht und das Öl für hohe Temperaturen geeignet ist.
Kartoffeln vollständig trocknen, portionsweise frittieren und das Öl vor dem zweiten Durchgang auf 180 °C bringen.
Die Pommes in kleinen Chargen nochmals kurz bei 180 °C frittieren.
Bei mittlerer bis niedriger Hitze braten und bei Bedarf die Temperatur weiter reduzieren.
Falls nur die Oberfläche angebrannt ist, die nicht verbrannten Zwiebeln in eine saubere Pfanne umsetzen und bei niedriger Hitze fertig garen.
Die Kerntemperatur an der dicksten Stelle messen und die Steaks nach dem Grillen 3 Minuten ruhen lassen.
Das Steak dünn aufschneiden und mit den Zwiebeln und dem Eigelb servieren.
Kartoffeln vollständig trocken tupfen und Wasser vom heißen Öl fernhalten.
Hitze reduzieren, Abstand halten und erst weiterarbeiten, wenn sich das Öl beruhigt hat.
Das Ei wird länger gebraten, bis auch das Eigelb fest ist.
Pro Portion wird ein weiteres Ei serviert, sofern mehr Eier vorhanden sind.
Pommes, Spiegelei und gegrilltes Steak können durch Einfrieren deutlich an Textur verlieren.
Häufig gefragt
Bei 2,5 cm Dicke sind insgesamt etwa 6–8 Minuten bei direkter Hitze vorgesehen. Die tatsächliche Zeit hängt von Grill, Ausgangstemperatur und gewünschtem Gargrad ab; die Kerntemperatur sollte an der dicksten Stelle geprüft werden.
Der erste Durchgang gart die Kartoffeln weich, ohne sie stark zu bräunen. Der zweite Durchgang bei 180 °C macht die Oberfläche goldbraun und knusprig.
Ja. Das Eiweiß soll vollständig stocken; das Eigelb kann nach Geschmack weich oder fest gegart werden.
Die Kartoffeln sollten weitgehend vom Öl umgeben sein. Die tatsächlich erforderliche Menge hängt von der Größe des Topfes oder der Fritteuse ab; deshalb portionsweise und mit ausreichender Füllhöhe arbeiten.
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