Granatapfelmelasse
Granatapfelmelasse bringt fruchtige Säure und leichte Süße in die Marinade. Sie ist in türkischen, arabischen und levantinischen Lebensmittelgeschäften sowie in größeren Supermärkten erhältlich.
Vertikaler Drehspieß
Dünn geschnittenes, mariniertes Rindfleisch wird mit LammfettFettgewebe vom Lamm oder Schaf, das frisch verwendet oder durch Ausschmelzen als Kochfett gewonnen werden kann. zu einem kompakten Kegel auf dem vertikalen Drehspieß geschichtet, langsam gebräunt und portionsweise abgeschnitten. Tahinisauce, eingelegte Gurken und Petersilie ergänzen das würzige Fleisch.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Ägyptische Rindfleisch-Schawarma ist eine in Ägypten verbreitete Ausprägung der international bekannten Schawarma. Dünne, gewürzte Rindfleischscheiben werden mit Fett zu einem kompakten Kegel geschichtet und am vertikalen Drehspieß gegart. Diese Fassung verbindet TahiniTahini sollte für Marinade und Sauce glatt und gut aufgerührt sein., GranatapfelmelasseGranatapfelmelasse ist meist in türkischen, arabischen oder persischen Lebensmittelgeschäften sowie in gut sortierten Supermärkten erhältlich., Essig und warme Gewürze zu einer kräftigen Marinade und serviert das Fleisch mit Tahinisauce, eingelegten Gurken und Petersilie.
Außen entstehen gebräunte, leicht knusprige Fleischränder, während die inneren Scheiben saftig und würzig bleiben. Granatapfelmelasse und Essig bringen fruchtige Säure, die warmen Gewürze eine tiefe aromatische Schärfe ohne dominierende Chili-Note. Die Tahinisauce ist cremig und nussig, Gurken und Petersilie sorgen für Frische.
Schritt für Schritt
Das Rindfleisch gut gekühlt quer zur Faser in möglichst gleichmäßige, 3 bis 4 mm dünne Scheiben schneiden. Dicke Fettstellen entfernen und das Fleisch bis zum Marinieren kalt stellen.
Wichtig: Rohes Rindfleisch getrennt von verzehrfertigen Zutaten bearbeiten und Arbeitsfläche sowie Messer anschließend gründlich reinigen.
Tahini, Granatapfelmelasse, Weißweinessig, Zitronensaft und Öl in einer großen Schüssel glatt rühren. Geriebene Zwiebel, Knoblauch, Salz, Kreuzkümmel, Koriander, Paprika, Zimt, Kardamom, Nelken, Muskatnuss und Pfeffer unterrühren.
Daran erkennst du es: Die Marinade ist glatt und gleichmäßig gewürzt.
Die Rindfleischscheiben portionsweise in die Marinade geben und gründlich vermengen. Abgedeckt 8 bis 12 Stunden im Kühlschrank marinieren. Das Lammfett bis zum Schichten ebenfalls gut gekühlt aufbewahren.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist vollständig mit Marinade überzogen und bleibt bis zum Schichten gekühlt.
Wichtig: Das Fleisch während der gesamten Marinierzeit gekühlt halten.
Einen Grill mit Rotisserie-Aufsatz für indirekte Drehspießhitze vorbereiten. Bei einem Gasgrill sitzen die Brenner seitlich, bei einem Holzkohlegrill wird die Glut links und rechts neben einer Auffangschale verteilt. Den Grill mit geschlossenem Deckel auf etwa 200 bis 220 °C vorheizen. Der Spieß muss laut Geräteanleitung für die Last geeignet sein, frei drehen können und sicher in den Halterungen sitzen.
Daran erkennst du es: Der Grill hat den Zielbereich erreicht und der Spieß kann frei und sicher drehen.
Wichtig: Nur einen für die Last geeigneten Spieß verwenden und die Geräteanleitung beachten.
Eine Zwiebelhälfte mit der Schnittfläche nach unten auf die Spießplatte setzen. Abwechselnd marinierte Rindfleischscheiben und dünne Stücke Lammfett auf den Spieß schichten. Jede Lage kräftig zusammendrücken, damit keine Hohlräume bleiben. Mit der zweiten Zwiebelhälfte abschließen und die Fleischgabeln beziehungsweise Halteklammern nach Geräteanleitung fest anziehen. Der Stapel muss mittig sitzen und darf beim Drehen nicht pendeln.
Daran erkennst du es: Der Fleischstapel sitzt mittig, ist kompakt und pendelt beim vorsichtigen Drehen nicht.
Wichtig: Die Halteklammern sicher befestigen und den Spieß vor dem Einschalten des Motors von Hand auf freien Lauf prüfen.
Den Spieß auf dem vorgeheizten Grill befestigen, den Motor einschalten und den Deckel schließen. Das Fleisch etwa 45 bis 60 Minuten rotieren lassen, bis die Außenseite deutlich gebräunt ist. Die direkte Strahlung soll von der Seite kommen; tropfendes Fett darf nicht in die Glut schlagen.
Daran erkennst du es: Die Außenseite ist deutlich gebräunt und die erste Schicht lässt sich sicher abschneiden.
Wichtig: Nicht in die Nähe des rotierenden Spießes oder tropfenden heißen Fetts greifen.
Sobald die äußere Schicht gebräunt ist und direkt unter der Oberfläche mindestens 70 °C erreicht hat, den Spieß vorsichtig stoppen. Mit einem langen, scharfen Messer 3 bis 5 mm dünne Scheiben senkrecht von der gegarten Außenschicht abschneiden. Das Fleisch in einer sauberen, vorgewärmten Schale auffangen.
Daran erkennst du es: Die angeschnittene Außenschicht ist gebräunt und direkt darunter sind mindestens 70 °C erreicht.
Wichtig: Heiße Halterungen, Fett und Messer vorsichtig handhaben; die Temperaturmessung an der dicksten Stelle durchführen.
Den Spieß wieder einsetzen und weitere 20 bis 30 Minuten rotieren lassen. Sobald die nächste Außenschicht gebräunt und durchgegart ist, erneut abschneiden. Diesen Ablauf wiederholen, bis das Fleisch vollständig gegart ist. Im innersten Bereich muss die Temperatur mindestens 70 °C erreichen; mit einem Einstichthermometer an der dicksten Stelle prüfen. Die gesamte Garzeit beträgt je nach Spießhöhe, Grill und Hitze etwa 2½ bis 3½ Stunden.
Daran erkennst du es: Jede angeschnittene Schicht ist gebräunt und durchgegart; der innerste Bereich erreicht mindestens 70 °C.
Wichtig: Das Fleisch vollständig durchgaren und rohe sowie gegarte Scheiben getrennt behandeln.
Tahini, kaltes Wasser und Zitronensaft verrühren. Knoblauch, Kreuzkümmel und Salz einarbeiten. Falls die Sauce zu dick ist, esslöffelweise weiteres Wasser einrühren, bis sie cremig vom Löffel läuft.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist glatt und läuft cremig vom Löffel.
Das frisch abgeschnittene Schawarmafleisch 10 Minuten ruhen lassen. Mit Tahinisauce, eingelegten Gurken und Petersilie servieren. Bereits gegarte Fleischscheiben bis zum Servieren heiß halten; rohe und gegarte Zutaten getrennt behandeln.
Daran erkennst du es: Das Fleisch hat 10 Minuten geruht und wird mit Sauce, Gurken und Petersilie angerichtet.
Wichtig: Gegarte Fleischscheiben bis zum Servieren heiß halten und nicht mit rohen Zutaten oder Marinadenutensilien vermischen.
Gut zu wissen
Granatapfelmelasse bringt fruchtige Säure und leichte Süße in die Marinade. Sie ist in türkischen, arabischen und levantinischen Lebensmittelgeschäften sowie in größeren Supermärkten erhältlich.
Dünn geschnittenes Lammfett ist häufig beim türkischen oder arabischen Metzger erhältlich, oft auf Vorbestellung. Es schmilzt zwischen den Fleischlagen und sorgt für Saftigkeit und Aroma.
Tahini sollte für Marinade und Sauce glatt und gut aufgerührt sein. Sesampaste steht in türkischen, arabischen und vielen gut sortierten Supermärkten.
Die Marinade wird etwas dünnflüssiger und weniger konzentriert; die fruchtige Säure bleibt erhalten.
Die Granatapfelmelasse durch 70 ml Granatapfelsaft und 30 ml zusätzlichen Weißweinessig ersetzen und die Marinade wie beschrieben anrühren.
Das Ergebnis bleibt saftig, schmeckt jedoch etwas neutraler und weniger lambetont.
Festes Rinderfett dünn schneiden und in denselben Schichten wie das Lammfett zwischen das marinierte Rindfleisch legen.
Jede Lage kräftig verdichten, mit einer Zwiebelhälfte abschließen und die Halteklammern nach Geräteanleitung festziehen.
Den Spieß stoppen, die Halterungen neu justieren und lose Bereiche vorsichtig verdichten, sofern dies sicher möglich ist.
Indirekte seitliche Hitze verwenden, den Deckel geschlossen halten und die Temperatur im innersten Bereich kontrollieren.
Die Hitze reduzieren oder nach Geräteanleitung neu verteilen und den Spieß weitergaren, bis der innere Bereich die angegebene Temperatur erreicht.
Ein langes, scharfes Messer verwenden und 3 bis 5 mm dünne Scheiben senkrecht abschneiden.
Die nächsten Schichten dünner schneiden und bereits abgeschnittene Stücke bei Bedarf kurz weiter erhitzen.
Das Wasser langsam und schrittweise unterrühren.
Esslöffelweise weiteres Wasser einarbeiten, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
Eine geschmacklich neutralere Variante mit festem Rinderfett zwischen den Fleischlagen.
Eine etwas dünnflüssigere Marinade ohne Granatapfelmelasse, deren Säure und Fruchtigkeit durch Saft und zusätzlichen Essig erhalten bleiben.
Das Fleisch kann 8 bis 12 Stunden vor dem Grillen mariniert und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Das Lammfett bis zum Schichten ebenfalls gekühlt halten.
Für den vollständigen Spieß und die schichtweise Schnitttechnik ist keine belastbare Einfrieranleitung angegeben.
Häufig gefragt
Rinderoberschale oder Rinderhüfte eignen sich, wenn sie quer zur Faser in möglichst gleichmäßige 3 bis 4 mm dünne Scheiben geschnitten werden.
Das Fleisch sollte abgedeckt 8 bis 12 Stunden im Kühlschrank marinieren.
Das Lammfett schmilzt beim Garen zwischen den Fleischlagen und sorgt für zusätzliche Saftigkeit und ein kräftiges Aroma.
Die Außenschichten sollen deutlich gebräunt und durchgegart sein. Im innersten Bereich muss an der dicksten Stelle mindestens 70 °C erreicht werden.
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