Kontosouvli-Pita mit Schweinefleisch

Großes griechisches Spießgericht

Große marinierte Schweinefleischstücke werden langsam am horizontalen Drehspieß über Holzkohle gegart, gebräunt aufgeschnitten und mit Tzatziki, Tomate und roter Zwiebel in gegrillter Pita serviert.

Zum Rezept
Kontosouvli-Pita vom Drehspieß
Vorbereitung 50 Minuten
Kochen / Backen 2 Std. 30 Min.
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 12 Std. 10 Min.
Gesamtzeit ca. 15 Stunden
Menge gefüllte Pitas
Gerichtsform und Gerichtsart Fladenbrote, Spießgerichte
Prägende Zutatenfamilie Fleisch, Gemüse, Milchprodukte, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Grillen
Würzanwendung Marinieren
Servierrolle Als Hauptgericht vorgesehen
Grill-Hitzeanordnung Direkte Grillzone, Indirekte Grillzone

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die großen Schweinefleischstücke bleiben durch die lange Marinierzeit und das langsame Garen saftig, während die Außenseiten kräftig bräunen.
  • Tzatziki, Tomate und rote Zwiebel bringen kühle, frische und würzige Kontraste zum herzhaften Grillfleisch.
  • Die direkt erwärmte Pita hält die Füllung zusammen und ergänzt die rauchigen Röstaromen des Drehspießes.

Kontosouvli steht für eine griechische Spießzubereitung mit deutlich größeren Fleischstücken als bei kleinen Souvlaki-Spießen. Für diese Brotversion wird SchweinenackenDurchwachsenes Teilstück vom vorderen Rücken beziehungsweise Hals des Schweins. über mehrere Stunden mariniert, langsam am Drehspieß gegart und anschließend mit frischem Tzatziki und Gemüse in warme Pita gerollt.

Saftiges, herzhaft mariniertes Schweinefleisch mit dunkel gebräunten, knusprigen Kanten trifft auf cremig-kühles Tzatziki, saftige Tomate und knackige rote Zwiebel in einer weichen, leicht angerösteten Pita.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Vorbereiten und marinieren

  1. Tzatziki ansetzen

    Die geriebene Gurke mit dem dafür vorgesehenen Salz vermischen und 10 Minuten stehen lassen. Anschließend kräftig ausdrücken und mit Joghurt, geriebenem Knoblauch, Zitronensaft und Olivenöl verrühren. Bis zum Servieren kalt stellen. Während dieser Zeit kann die Marinade vorbereitet werden.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Gurke ist deutlich entwässert und das Tzatziki cremig verrührt.

    • Die Gurke möglichst kräftig ausdrücken, damit das Tzatziki nicht wässrig wird.
  2. Schweinefleisch marinieren

    Olivenöl, Rotweinessig, Zitronensaft, Knoblauch, Oregano, Paprikapulver, Salz und Pfeffer in einer großen Schüssel verrühren. Das Schweinefleisch gründlich mit der Marinade vermengen, die Schüssel abdecken und das Fleisch 8 bis 12 Stunden im Kühlschrank marinieren.

    8 Stunden 4 °C
    • Die Fleischstücke vollständig mit Marinade benetzen und abgedeckt kalt stellen.

    Wichtig: Das rohe Fleisch bis zum Aufstecken und Grillen gekühlt halten.

  3. Spieß bestücken

    Das Fleisch 30 Minuten vor dem Grillen aus dem Kühlschrank nehmen. Paprika und Gemüsezwiebel vorbereiten. Fleischstücke abwechselnd mit Paprika und Zwiebel auf den stabilen Drehspieß stecken. Die Stücke dicht aneinanderreihen, aber nicht zerdrücken.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Fleisch, Paprika und Zwiebel sitzen stabil und gleichmäßig verteilt auf dem Spieß.

    • Die Stücke möglichst gleichmäßig verteilen, damit der Spieß ausgewogen rotiert.

    Wichtig: Beim Aufstecken auf scharfe Spießenden achten und den Spieß vor dem Einsetzen sicher arretieren.

Am Drehspieß grillen

  1. Grill einregeln

    Den Grill für indirekte Hitze vorbereiten und auf etwa 160 bis 170 °C Garraumtemperatur einregeln. Die Holzkohle seitlich anordnen, die Tropfschale unter dem Fleisch platzieren und den Drehspieß einsetzen. Den Motor einschalten, sodass sich das Kontosouvli gleichmäßig über der indirekten Zone dreht.

    20 Minuten 165 °C

    Daran erkennst du es: Der Grill hält die indirekte Temperatur stabil, bevor das Fleisch aufgelegt wird.

    • Die Tropfschale fängt austretendes Fett und Marinade auf.

    Wichtig: Den Drehspieß erst bei ausgeschaltetem Motor einsetzen und anschließend auf sicheren Sitz prüfen.

  2. Langsam garen und bräunen

    Das Fleisch bei geschlossenem Deckel etwa 90 Minuten langsam grillen. Die Temperatur im dicksten Stück kontrollieren und den Spieß bei Bedarf kurz nachjustieren. Sobald das Fleisch mindestens 72 °C Kerntemperatur erreicht hat, die Hitze auf etwa 200 °C erhöhen oder den Spieß näher an die Glut setzen. Weitere 20 bis 30 Minuten grillen, bis die Oberfläche dunkel gebräunt ist und die Kanten knusprig werden.

    2 Stunden 165 °C

    Daran erkennst du es: Das dickste Stück erreicht mindestens 72 °C Kerntemperatur; die Oberfläche ist dunkel gebräunt und die Kanten sind knusprig.

    • Die Temperatur im dicksten Fleischstück messen und die knusprigen Außenkanten möglichst gleichmäßig ausbilden lassen.

    Wichtig: Schweinefleisch vollständig durchgaren und die angegebene Kerntemperatur im dicksten Stück kontrollieren.

  3. Ruhen lassen und schneiden

    Den Drehspieß vom Grill nehmen und das Fleisch 10 Minuten ruhen lassen. Paprika und Zwiebel vom Spieß lösen. Die großen Schweinefleischstücke mit einem scharfen Messer in mundgerechte Stücke schneiden und die gebräunten Außenkanten möglichst an jedem Stück erhalten.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Fleisch lässt sich sauber schneiden und die gebräunten Außenkanten bleiben an den Stücken erhalten.

    • Die Ruhezeit hilft, den Fleischsaft im Fleisch zu halten.

    Wichtig: Heiße Spießteile und austretenden Fleischsaft vorsichtig handhaben.

Pitas erwärmen und füllen

  1. Pitas grillen

    Die Pitas dünn mit Olivenöl bestreichen und auf der direkten Grillzone oder einer heißen Grillplatte 30 bis 45 Sekunden pro Seite erwärmen. Sie sollen weich und biegsam werden und leichte Grillspuren bekommen, aber nicht austrocknen.

    2 Minuten 200 °C

    Daran erkennst du es: Die Pitas sind weich und biegsam, zeigen leichte Grillspuren und bleiben nicht trocken.

    • Die Pitas nur kurz erwärmen, damit sie beim Rollen nicht brechen.

    Wichtig: Pitas und Grillplatte werden sehr heiß; mit einer Zange oder hitzefesten Händen arbeiten.

  2. Pitas füllen und servieren

    Jede warme Pita mit Tzatziki bestreichen. Schweinefleisch, Tomatenscheiben und rote Zwiebel mittig darauf verteilen. Die Pita an den Seiten einschlagen, fest aufrollen und sofort servieren.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Pita ist fest gerollt und die Füllung liegt mittig, ohne herauszufallen.

    • Die Füllung nicht zu dicht an den Rand legen, damit sich die Pita sauber einschlagen lässt.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Marinierzeit einplanen: Die 8 bis 12 Stunden Marinierzeit sind ein fester Bestandteil des Ablaufs. Das Fleisch kann am Vorabend mariniert und am nächsten Tag gegrillt werden.
  • Spieß gleichmäßig beladen: Die Fleischstücke dicht, aber ohne Druck auf den Spieß setzen und das Gewicht möglichst gleichmäßig verteilen. So dreht sich der Spieß stabil und bräunt gleichmäßiger.
  • Pitas nur kurz erwärmen: Die Pitas brauchen nur kurze direkte Hitze. Werden sie zu lange gegrillt, verlieren sie ihre Biegsamkeit und lassen sich schlechter rollen.

Zutatenwissen

Schweinenacken für den Drehspieß

Schweinenacken eignet sich wegen seines intramuskulären Fetts für die lange, rotierende Grillzeit und bleibt bei sorgfältiger Temperaturkontrolle saftig.

Gurke ausdrücken

Das kräftige Ausdrücken der geriebenen Gurke verhindert, dass das Tzatziki durch austretendes Wasser dünn wird.

Pita zum Rollen

Weiche, biegsame Pitas lassen sich nach dem kurzen Erwärmen leichter füllen und aufrollen als trockene oder stark geröstete Fladen.

Sinnvolle Alternativen

fester Naturjoghurt

Das Tzatziki wird etwas weniger dick und kann milder schmecken.

Naturjoghurt vor der Verwendung gegebenenfalls in einem Sieb abtropfen lassen, damit die Füllung nicht zu flüssig wird.

großes Weizen-Fladenbrot

Die Form wird möglicherweise größer oder weniger kompakt, die Füllung bleibt jedoch rollbar.

Das Fladenbrot kurz erwärmen und bei Bedarf halbieren oder auf die gewünschte Größe zuschneiden.

Typische Fehler und ihre Lösung

Das Tzatziki ist wässrig und läuft aus der Pita.

Die Gurke nach der 10-minütigen Ruhezeit gründlich ausdrücken, bevor sie mit dem Joghurt verrührt wird.

Das Tzatziki kurz in einem feinen Sieb abtropfen lassen oder etwas zusätzlichen festen Joghurt unterrühren.

Die Pita bricht beim Rollen.

Nur 30 bis 45 Sekunden pro Seite grillen und die Pitas anschließend sofort füllen.

Die Pita kurz mit etwas Feuchtigkeit erwärmen oder eine zweite warme Pita als Hülle verwenden.

Das Fleisch bräunt ungleichmäßig oder der Spieß läuft unrund.

Die Stücke dicht, aber gleichmäßig auf dem Spieß verteilen und den Sitz vor dem Start prüfen.

Den Motor ausschalten, den Spieß vorsichtig neu ausbalancieren und anschließend weitergrillen.

Varianten

Scharfe Variante

Die Marinade wird mit einer zusätzlichen scharfen Paprikakomponente ergänzt.

Kräuter-Tzatziki

Das Tzatziki erhält eine zusätzliche frische Kräuternote.

Servieren und kombinieren

  • Klassisch als gefüllte Pita: Die warme Pita direkt nach dem Rollen servieren, damit das Fleisch heiß bleibt und das Tzatziki kühl-cremig wirkt.
  • Mit frischer Beilage: Ein einfacher Tomaten-Gurken-Salat oder zusätzliches gegrilltes Gemüse ergänzt die Pita mit einer frischen, leichten Komponente.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Das Tzatziki kann vorab zubereitet und gekühlt werden. Das Schweinefleisch kann 8 bis 12 Stunden vor dem Grillen mariniert werden; die Pitas und das Gemüse erst kurz vor dem Servieren vorbereiten.

Einfrieren

Für Pita, Tzatziki und die zusammengerollte Füllung ist keine belastbare Einfrierempfehlung angegeben; die Textur kann deutlich leiden.

Allergene und Nährwerte

  • Milch: enthält · Der griechische Joghurt im Tzatziki ist ein Milchprodukt.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Was unterscheidet Kontosouvli von Souvlaki?

Kontosouvli wird mit deutlich größeren Fleischstücken am Drehspieß zubereitet, während Souvlaki typischerweise aus kleineren Fleischstücken auf kleinen Spießen besteht.

Kann das Fleisch am Vortag mariniert werden?

Ja. Die Marinierzeit beträgt 8 bis 12 Stunden, sodass sich das Fleisch gut am Vorabend vorbereiten lässt.

Warum soll das Fleisch vor dem Schneiden ruhen?

Die zehnminütige Ruhezeit stabilisiert die Fleischsäfte und erleichtert das Schneiden, ohne dass die gebräunten Außenkanten verloren gehen.

Aus unserer Küche

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