Prägende ZubereitungsverfahrenGaren auf heißer Platte
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Was dieses Rezept zuverlässig macht
Der elastische Teig lässt sich dünn ausrollen und entwickelt auf der heißen Plancha goldbraune Stellen.
Squacquerone bringt eine weiche, mild säuerliche Cremigkeit in die Füllung.
Prosciutto crudo ergänzt den milden Käse mit würziger Salzigkeit.
Die Rucola sorgt für Frische und einen leicht pfeffrigen Kontrast.
Das kurze Nachrösten erwärmt die gefüllte Piadina, ohne den Squacquerone vollständig austrocknen zu lassen.
Piadina Romagnola mit Prosciutto, Squacquerone und Rucola. Der dünne Fladen wird auf der heißen Plancha gegart, warm gefüllt und anschließend kurz nachgeröstet. So entsteht ein herzhaftes Brotgericht mit cremiger Käsefüllung, zartem Prosciutto und frischer Rucola.
Die Piadina ist außen leicht gebräunt und weich-elastisch, innen cremig und warm. Der Prosciutto wirkt zart und würzig, während die Rucola frisch, grün und leicht pfeffrig bleibt.
Schritt für Schritt
Zubereitung
Teig vorbereiten und ruhen lassen
1
Teig kneten
Mehl, Salz und Natron in der Rührschüssel vermischen. Das Schweineschmalz dazugeben und mit den Fingern einarbeiten. Nach und nach das lauwarme Wasser zugießen und alles zu einem glatten, elastischen Teig verkneten. Das dauert etwa 8 bis 10 Minuten.
10 Minuten
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt und elastisch.
Das Wasser nach und nach zugießen, damit der Teig kontrolliert bindet.
2
Teig ruhen lassen
Den Teig zu einer Kugel formen, abdecken und 30 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen.
30 Minuten
Daran erkennst du es: Der Teig lässt sich nach der Ruhezeit leichter ausrollen.
Die Teigkugel vollständig abdecken, damit die Oberfläche nicht austrocknet.
Piadine grillen, füllen und servieren
1
Plancha vorheizen und Teig ausrollen
Einen Gas- oder Holzkohlegrill mit aufgelegter Plancha auf etwa 220 bis 240 °C vorheizen. Den Teig in vier gleich große Stücke teilen und zu Kugeln formen. Jede Kugel auf wenig Mehl zu einem runden Fladen von etwa 22 bis 24 cm Durchmesser und 3 bis 4 mm Dicke ausrollen.
10 Minuten230 °C
Daran erkennst du es: Die Fladen sind gleichmäßig dünn und rund ausgerollt.
Die Fladen erst kurz vor dem Grillen ausrollen, damit sie nicht austrocknen.
Wichtig: Beim Vorheizen und Arbeiten an der heißen Plancha hitzefeste Grillhandschuhe verwenden.
2
Fladen grillen
Jeden Fladen direkt auf der heißen Plancha 2 bis 3 Minuten grillen. Sobald sich die Oberfläche leicht wölbt und goldbraune Stellen entstehen, den Fladen wenden und weitere 1 bis 2 Minuten grillen. Größere Blasen bei Bedarf vorsichtig mit einer Gabel einstechen. Die fertigen Piadine übereinanderlegen und mit einem sauberen Tuch abdecken.
15 Minuten230 °C
Daran erkennst du es: Die Oberfläche zeigt leichte Wölbungen und goldbraune Stellen.
Die fertigen Fladen abdecken, damit sie bis zum Füllen weich bleiben.
Wichtig: Die Plancha und die Fladen nur mit geeignetem Grillwerkzeug handhaben.
3
Füllen und zusammenklappen
Die Rucola waschen und gründlich trocknen. Eine warme Piadina mit Squacquerone bestreichen, mit Prosciutto crudo belegen und die Rucola darauf verteilen. Den Fladen zusammenklappen.
5 Minuten
Daran erkennst du es: Die Füllung ist gleichmäßig verteilt und der Fladen lässt sich ohne Reißen zusammenklappen.
Die Rucola gründlich trocknen, damit die Füllung nicht wässrig wird.
4
Kurz nachrösten
Die gefüllte Piadina erneut auf die Plancha legen und 30 bis 45 Sekunden pro Seite nachrösten. Dabei nur leicht andrücken, damit der Squacquerone cremig bleibt und die Rucola nicht vollständig zusammenfällt.
3 Minuten230 °C
Daran erkennst du es: Die Außenseite ist warm und leicht nachgeröstet, der Squacquerone bleibt cremig.
Nur leicht andrücken und die Piadina nicht zu lange auf der Plancha lassen.
Wichtig: Die gefüllte Piadina wegen der heißen Füllung vorsichtig wenden und servieren.
5
Sofort servieren
Die Piadine sofort warm von der Plancha servieren.
Daran erkennst du es: Die Piadine werden warm serviert.
Gut zu wissen
Hinweise zum Rezept
Für weiche Fladen: Die fertig gegrillten Piadine übereinanderlegen und mit einem sauberen Tuch abdecken. So bleiben sie bis zum Füllen weich und biegsam.
Nachrösten kurz halten: Beim Nachrösten nur leicht andrücken und die Piadina nicht zu lange auf der Plancha lassen, damit der Squacquerone cremig und die Rucola noch frisch bleibt.
Zutatenwissen
Squacquerone verwenden
Squacquerone di Romagna ist sehr weich und lässt sich direkt auf der warmen Piadina verstreichen. Falls er nicht erhältlich ist, kann die Füllung durch 170 g Stracchino ersetzt werden; sie wird dann etwas fester und meist milder.
Rucola gründlich trocknen
Die Rucola nach dem Waschen gründlich trocknen, damit keine zusätzliche Flüssigkeit in die Füllung gelangt.
Sinnvolle Alternativen
Stracchino
Die Füllung wird etwas fester und meist milder.
Den Stracchino in gleicher Menge verwenden und wie den Squacquerone auf der warmen Piadina verstreichen.
Typische Fehler und ihre Lösung
Der Teig bleibt bröselig oder lässt sich nur schwer verbinden.
Das lauwarme Wasser nach und nach zugießen und den Teig ausreichend lange kneten.
Den Teig kurz weiterkneten; falls er weiterhin trocken bleibt, nur sehr wenig zusätzliches Wasser einarbeiten.
Die Piadina wird eher kompakt als dünn und biegsam.
Auf einen Durchmesser von etwa 22 bis 24 cm und eine Dicke von 3 bis 4 mm ausrollen.
Den Fladen vorsichtig noch etwas dünner ausrollen, bevor er auf die Plancha kommt.
Der Squacquerone verliert seine cremige Konsistenz.
Nur 30 bis 45 Sekunden pro Seite nachrösten und dabei leicht andrücken.
Die Piadina sofort servieren; bei der nächsten Piadina die Nachröstzeit verkürzen.
Die Füllung wirkt feucht und der Fladen wird an der Innenseite weich.
Die Rucola nach dem Waschen gründlich abtropfen oder trocknen.
Die feuchtesten Blätter vor dem Füllen erneut trocknen.
Varianten
Weiche Piadina ohne Nachrösten
Die gefüllte Piadina wird direkt nach dem Zusammenklappen warm serviert und bleibt besonders weich.
Variante mit Stracchino
Squacquerone wird durch Stracchino ersetzt. Die Füllung wird etwas fester und meist milder.
Servieren und kombinieren
Sofort warm servieren: Die Piadine direkt nach dem kurzen Nachrösten warm von der Plancha servieren.
Konsistenz wählen: Für eine besonders weiche Piadina das Nachrösten auslassen; für eine leicht geröstete Außenseite die gefüllte Piadina kurz pro Seite nachrösten.
Planen und Reste genießen
Einfrieren
Für die gefüllte Piadina ist keine belastbare Einfrier- und Auftauanleitung angegeben; insbesondere die Konsistenz von Squacquerone und Rucola kann sich verändern.
Allergene und Nährwerte
Gluten (Weizen): enthält · Das Rezept verwendet Weizenmehl.
Milch: enthält · Squacquerone di Romagna ist ein Milchprodukt.
Häufig gefragt
Fragen zum Rezept
Kann ich Squacquerone ersetzen?
Ja. Verwende 170 g Stracchino. Die Füllung wird dadurch etwas fester und meist milder.
Wie bleibt die Piadina weich?
Die fertig gegrillten Fladen übereinanderlegen und mit einem sauberen Tuch abdecken. Für eine besonders weiche Variante die gefüllte Piadina nicht nachrösten.
Bei welcher Temperatur wird die Piadina gegart?
Die Plancha wird auf etwa 220 bis 240 °C vorgeheizt.
Wie lange wird die gefüllte Piadina nachgeröstet?
Die gefüllte Piadina 30 bis 45 Sekunden pro Seite auf der Plancha nachrösten und dabei nur leicht andrücken.
Aus unserer Küche
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