Rinderbug oder Paleron
Das Stück sollte groß und kompakt sein, damit es die lange indirekte Garzeit verträgt und sich anschließend in lange Fasern zupfen lässt.
Französische BBQ-Adaption
Zartes, heiß geräuchertes und indirekt gegartes Rindfleisch aus dem Rinderbug mit eingekochter Biersauce, Tomate, Rotweinessig, Honig und Thymian.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Dieses französisch benannte Rindfleischgericht verbindet kräftigen Rauch mit einer langsam eingekochten Sauce aus BierHelles Bier bringt eine malzige, leicht herbe Flüssigkeitsbasis in die Marinade., Tomate und Rotweinessig. Der Rinderbug gart zunächst offen über indirekter Hitze, damit sich eine würzige Kruste bildet. Anschließend wird er abgedeckt in der Sauce weitergegart, bis das Bindegewebe weich ist und sich das Fleisch in lange Fasern zupfen lässt. Die Bezeichnung steht hier für eine moderne BBQ-Adaption, nicht für eine einzige historische Regionaltradition.
Das Fleisch ist weich, saftig und lässt sich in lange Fasern teilen. Die Oberfläche schmeckt rauchig und würzig, während die Sauce malzige, tomatige, leicht säuerliche und honigsüße Noten mit Thymianaroma verbindet.
Schritt für Schritt
Das Rindfleisch mit Küchenpapier trocken tupfen. Salz, Pfeffer, beide Paprikapulver, Knoblauchpulver und Zwiebelpulver in einer Schüssel vermischen. Das Fleisch mit dem Öl einreiben und rundum mit der Gewürzmischung bedecken. 30 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Die Gewürzmischung haftet gleichmäßig am gesamten Fleischstück.
Einen Kugelgrill mit Deckel für indirekte Hitze vorbereiten und auf 120–130 °C einregeln. Die Glut auf eine Seite des Grills schieben, eine Tropfschale unter die fleischfreie Zone stellen und das ApfelholzDas Apfelholz wird für die Rauchentwicklung vorbereitet und nach der Anleitung des verwendeten Smokers eingesetzt. auf die Glut legen.
Wichtig: Beim Öffnen des heißen Grills vorsichtig arbeiten und hitzefeste Handschuhe verwenden.
Das Fleisch über der indirekten Zone auf den Rost setzen. Den Deckel schließen und 3–4 Stunden heiß räuchern, bis sich eine kräftige Kruste gebildet hat und die Kerntemperatur etwa 70–75 °C erreicht. Die Temperatur im Grill möglichst konstant halten; bei Bedarf portionsweise Glut nachlegen.
Daran erkennst du es: Kräftige Kruste und eine Kerntemperatur von etwa 70–75 °C.
Wichtig: Heiße Grillroste, Glut und austretender Rauch können Verbrennungen verursachen.
Schalotten, Knoblauch, Bier, passierte Tomaten, Tomatenmark, Rinderfond, Rotweinessig, Honig, Thymian und Lorbeerblatt in eine hitzefeste Grillpfanne oder Schale geben. Das geräucherte Fleisch hineinlegen und die Pfanne dicht mit Alufolie abdecken.
Daran erkennst du es: Das Fleisch liegt in der Flüssigkeit und die Pfanne ist dicht abgedeckt.
Wichtig: Die Grillpfanne und das Fleisch sind sehr heiß; zum Umsetzen hitzefeste Handschuhe verwenden.
Die abgedeckte Pfanne zurück in die indirekte Grillzone stellen. Die Grilltemperatur auf 145–155 °C erhöhen und das Fleisch weitere 3–5 Stunden garen, bis ein Thermometer 93–96 °C anzeigt und ein Holzspieß ohne Widerstand hineingleitet. Das Fleisch muss vollständig weich sein, damit es sich in Fasern teilen lässt.
Daran erkennst du es: 93–96 °C Kerntemperatur und ein Holzspieß gleitet ohne Widerstand hinein.
Wichtig: Beim Öffnen der Folie entweicht heißer Dampf; die Folie vom Körper weg öffnen.
Die Pfanne vom Grill nehmen und das Fleisch 30 Minuten abgedeckt ruhen lassen. Thymianzweige und Lorbeerblatt aus dem Sud entfernen. Das Fleisch mit zwei Gabeln oder behandschuhten Händen in lange Fasern zupfen und grobe Fett- oder Bindegewebestücke aussortieren.
Daran erkennst du es: Das Fleisch lässt sich ohne großen Widerstand in lange Fasern teilen.
Wichtig: Vor dem Zupfen prüfen, ob das Fleisch handhabbar heiß ist; bei Bedarf hitzefeste Handschuhe verwenden.
Die Sauce in der offenen Grillpfanne über indirekter Hitze 10–15 Minuten einkochen lassen, bis sie leicht sämig ist. Das gezupfte Rindfleisch wieder unterheben und weitere 5 Minuten auf dem Grill erwärmen, damit die Sauce an den Fasern haftet. Direkt aus der Grillpfanne servieren.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist leicht sämig und haftet sichtbar an den Fleischfasern.
Wichtig: Die Sauce und die Grillpfanne bleiben sehr heiß; beim Servieren vorsichtig hantieren.
Gut zu wissen
Das Stück sollte groß und kompakt sein, damit es die lange indirekte Garzeit verträgt und sich anschließend in lange Fasern zupfen lässt.
Das Bier bringt malzige Flüssigkeit in die Sauce. Bei glutenfreier Zubereitung muss die Produktkennzeichnung geprüft werden.
Apfelholz liefert eine milde, fruchtige Rauchnote, die mit der süß-säuerlichen Biersauce harmoniert.
Die Fasern können etwas kräftiger und die Garzeit ähnlich lang oder länger ausfallen.
Rinderbrust anstelle des Rinderbugs verwenden und weiterhin nach Kruste, Kerntemperatur und Widerstand garen.
Die Sauce bleibt malzig, kann aber etwas weniger tief und weniger bitter schmecken.
Das alkoholfreie Bier im gleichen Volumen einsetzen.
Die Rauchnote wird meist etwas kräftiger und fruchtiger als mit Apfelholz.
Kirschholz anstelle des Apfelholzes auf die Glut legen und das gleiche Rauchregime beibehalten.
Die Glut klar auf eine Seite schieben, die Tropfschale einsetzen und den Grill möglichst konstant im angegebenen Temperaturbereich halten.
Bei zu hoher Hitze das Fleisch in die indirekte Zone verschieben, die Luftzufuhr anpassen und die Temperatur stabilisieren.
Die Pfanne dicht mit Alufolie verschließen und erst zur Garprobe öffnen.
Die Pfanne wieder dicht abdecken und mit ausreichend Sauce weitergaren, bis das Fleisch weich ist.
Nicht nur nach der Zeit entscheiden, sondern Kerntemperatur und Widerstand des Holzspießes prüfen.
Das Fleisch abgedeckt weitergaren, bis der Holzspieß ohne Widerstand hineingleitet.
Die Sauce nach dem Entfernen von Thymian und Lorbeerblatt 10–15 Minuten offen reduzieren.
Die Sauce in der offenen Pfanne weiter einkochen und das Fleisch erst danach wieder unterheben.
Die Sauce wird mit alkoholfreiem hellem Bier zubereitet, ohne das Grundverfahren zu verändern.
Das Apfelholz wird durch Kirschholz ersetzt, um die Rauchnote fruchtiger und etwas kräftiger zu gestalten.
Nach dem Einfrieren und Auftauen kann die Textur des gezupften Fleisches weicher werden.
Häufig gefragt
Zuerst wird der Grill für das indirekte Heißräuchern auf 120–130 °C eingestellt. Für das abgedeckte Garen wird die Temperatur auf 145–155 °C erhöht.
Das Fleisch sollte eine Kerntemperatur von 93–96 °C erreichen. Zusätzlich muss ein Holzspieß ohne Widerstand hineingleiten und das Fleisch sich leicht in Fasern teilen lassen.
Die 30-minütige Ruhezeit hilft, die Säfte im Fleisch zu halten und macht das Zupfen kontrollierter.
Thymianzweige und Lorbeerblatt werden nach der Ruhezeit und vor dem Zupfen aus dem Sud genommen.
Sie soll nach dem offenen Einkochen leicht sämig sein und sichtbar an den gezupften Fleischfasern haften.
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