Haut und Knochen
Haut und Knochen tragen zur Saftigkeit und zum kräftigen Grillgeschmack bei. Die dicksten Oberkeulen können flacher gedrückt werden, damit die Stücke gleichmäßiger garen.
Pennsylvania Amish-Barbecue
Hähnchenunter- und -oberkeulen werden in einer säuerlich-würzigen Essigmarinade vorgegart, anschließend über direkter und indirekter Grillhitze gegart und mit Barbecue-Sauce glasiert.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Lancaster County Amish Barbecue Chicken ist eine eigenständige Pennsylvania-Variante des amerikanischen Grillklassikers. Hähnchenteile mit Haut und Knochen werden zunächst in einer Mischung aus Apfelessig, Worcestersauce, Butter und Gewürzen vorgegart. Danach sorgen direkte Röstspuren, indirekte Grillhitze und eine abschließende BBQ-Glasur für saftiges Fleisch mit säuerlich-würzigem Geschmack und dunkler, klebriger Oberfläche.
Saftige Hähnchenkeulen mit zarter, würziger Fleischstruktur, deutlicher Essigsäure und pfeffriger Tiefe. Die Oberfläche wird dunkel, glänzend und leicht klebrig; direkte Grillhitze bringt zusätzliche Röstnoten.
Schritt für Schritt
Überschüssige Haut- und Fettlappen von den Hähnchenteilen abschneiden. Die Stücke mit Küchenpapier gründlich trocken tupfen. Die dicksten Stellen der Oberkeulen gegebenenfalls etwas flacher drücken, damit alle Teile ungefähr gleichmäßig garen.
Wasser, Apfelessig, Butter, Salz, Worcestersauce, Pfeffer, Knoblauchpulver und Zwiebelpulver in einen großen Topf geben. Bei mittlerer Hitze erwärmen, bis die Butter geschmolzen ist und die Mischung gleichmäßig dampft.
Daran erkennst du es: Die Butter ist geschmolzen und die Marinade dampft gleichmäßig, ohne stark zu sprudeln.
150 ml der heißen Marinade in eine saubere Schüssel geben und abgedeckt beiseitestellen. Diese Portion wird später zum Bepinseln verwendet und darf nicht mit rohem Geflügel in Kontakt kommen.
Wichtig: Die Schüssel und die zurückbehaltene Marinade von rohem Geflügel fernhalten.
Die Hähnchenteile in die übrige Marinade legen. Die Flüssigkeit nur sanft simmern lassen, nicht sprudelnd kochen. Den Topf abdecken und das Geflügel 15 Minuten vorgaren. Anschließend den Topf vom Herd nehmen und die Stücke weitere 15 Minuten in der heißen Flüssigkeit ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Die Marinade bewegt sich nur sanft; nach der Ruhephase sind die Stücke vollständig von der heißen Flüssigkeit umgeben.
Wichtig: Rohes Geflügel nur mit sauberem Besteck und sauberer Arbeitsfläche weiterverarbeiten.
Während das Hähnchen vorgart und ruht, den Grill für indirekte Zweizonenhitze vorbereiten. Bei einem Holzkohlegrill die Glut auf eine Seite schieben; bei einem Gasgrill nur die Brenner unter einer Hälfte einschalten. Den Grill mit geschlossenem Deckel im indirekten Bereich auf etwa 180–200 °C bringen. Den Rost reinigen und dünn mit dem neutralen Öl bestreichen.
Wichtig: Beim Arbeiten am heißen Grill hitzebeständige Werkzeuge verwenden und den Deckel vorsichtig öffnen.
Die Hähnchenteile aus der Marinade nehmen und kurz abtropfen lassen. Mit der Hautseite nach unten zunächst 2–3 Minuten über der direkten Hitze grillen, bis erste Röstspuren entstehen. Danach auf die indirekte Seite legen, den Deckel schließen und etwa 25–35 Minuten weitergrillen. Alle 8–10 Minuten wenden und mit der zurückbehaltenen Marinade bepinseln.
Daran erkennst du es: Die Haut zeigt erste Röstspuren und die Stücke garen auf der indirekten Seite gleichmäßig weiter.
Wichtig: Nicht dieselbe Marinadeportion für rohes und gegartes Geflügel verwenden.
Sobald die dickste Stelle mindestens 74 °C erreicht hat und die Keulen für eine zarte Textur etwa 82–85 °C messen, die Barbecue-Sauce dünn auf alle Seiten streichen. Das Geflügel noch 5–8 Minuten indirekt grillen und dabei einmal wenden. Für eine dunklere Glasur die Stücke zum Schluss jeweils 30–60 Sekunden über die direkte Hitze legen; aufmerksam bleiben, damit die Sauce nicht verbrennt.
Daran erkennst du es: Mindestens 74 °C Kerntemperatur; für zarte Textur etwa 82–85 °C. Die Glasur ist leicht karamellisiert, aber nicht verbrannt.
Wichtig: Die Kerntemperatur an der dicksten Stelle messen und dabei den Knochen nicht mit der Messspitze berühren.
Die Hähnchenteile vom Grill nehmen und 5–10 Minuten ruhen lassen. Warm servieren, sobald die Glasur leicht angezogen ist.
Daran erkennst du es: Die Glasur ist leicht angezogen und die Stücke lassen sich warm servieren.
Gut zu wissen
Haut und Knochen tragen zur Saftigkeit und zum kräftigen Grillgeschmack bei. Die dicksten Oberkeulen können flacher gedrückt werden, damit die Stücke gleichmäßiger garen.
Die feste Salzmenge von 25 g gehört zur Marinade. Sie ist keine zusätzliche, separate Menge zum späteren Abschmecken.
Ein Teil der erhitzten Marinade wird vorab zurückbehalten und später zum Bepinseln verwendet.
Die Marinade bleibt fettig und rund, schmeckt aber weniger buttrig.
Die Butter in gleicher Menge durch Backmargarine ersetzen und wie im Rezept in der Marinade schmelzen.
Die Glasur wird schärfer und meist kräftiger gewürzt.
Die gleiche Menge verwenden und die Sauce erst in der abschließenden Grillphase auftragen.
Die Hitze reduzieren und den Topf nur sanft simmern lassen.
Die Hitze sofort reduzieren und die weitere Garzeit im indirekten Grillbereich kontrolliert fortsetzen.
Die Sauce erst am Ende dünn auftragen und die direkte Schlussbräunung nur kurz sowie aufmerksam durchführen.
Verbrannte Oberflächen vorsichtig entfernen und die Stücke im indirekten Bereich ohne weitere starke Hitze fertigstellen.
150 ml vor dem Kontakt mit dem rohen Geflügel in eine saubere, abgedeckte Schüssel geben.
Die verunreinigte Portion nicht weiter zum Bepinseln verwenden.
Eine schärfere Barbecue-Sauce ersetzt die milde Sauce und verändert vor allem die Schlussnote.
Häufig gefragt
Das Vorgaren bringt die säuerlich-würzige Marinade früh an das Fleisch und verkürzt die Zeit, die die Stücke anschließend auf dem Grill benötigen.
Erst wenn die dickste Stelle mindestens 74 °C erreicht hat. Danach wird das Geflügel noch kurz indirekt gegrillt, damit die Glasur anzieht.
Direkte Hitze erzeugt Röstspuren; indirekte Hitze ermöglicht das längere, gleichmäßigere Weitergaren mit geschlossenem Deckel.
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