Shaoxing-Reiswein
Shaoxing-Reiswein findest du meist in gut sortierten Asialäden oder im Onlinesortiment. Trockener Sherry ist eine brauchbare Alternative, schmeckt aber etwas weniger malzig.
Kantonesisches Bao-Gericht
Weiche, leicht süße Hefeteigtaschen mit würzig-süßem, indirekt gegrilltem Char-Siu-Schweinefleisch und glänzender Glasur.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Gebackene Char-Siu-Bao verbinden weiches, leicht süßes Hefebrot mit würzig-süßem kantonesischem BBQ-Schweinefleisch. Für diese Grillversion wird die Schweineschulter zunächst indirekt gegart, anschließend über direkter Hitze glasiert und danach fein gewürfelt als Füllung verwendet. Die Bao werden im Backofen goldbraun gebacken und warm serviert.
Außen sind die Bao goldbraun und weich, mit einer zarten, leicht süßen Hefekruste. Im Inneren treffen saftige, würzig-süße Schweinefleischstücke auf eine glänzend gebundene Hoisin-Füllung. Honig und brauner Zucker sorgen für karamellisierte Noten, während fermentierter Bohnenquark, Fünf-Gewürze-Pulver und weißer Pfeffer eine herzhafte, warme Würze beisteuern.
Schritt für Schritt
Sojasauce, Hoisinsauce, Shaoxing-Reiswein, Honig, braunen Zucker, Sesamöl, Fünf-Gewürze-Pulver, weißen Pfeffer, Knoblauch und fermentierten Bohnenquark glatt verrühren. 60 g der Marinade in ein sauberes Gefäß geben und abgedeckt kalt stellen. Die Schweineschulter in drei etwa 4 cm dicke Streifen schneiden, mit der übrigen Marinade gründlich vermengen und abgedeckt 8–12 Stunden im Kühlschrank marinieren.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist vollständig mit Marinade überzogen und die Marinade ist glatt verrührt.
Wichtig: Die gebrauchte Marinade nicht für später aufbewahren; sie wird im nächsten Schritt entsorgt.
Am Grill eine Zwei-Zonen-Glut für 150–160 °C indirekte Hitze vorbereiten. Bei einem Gasgrill nur einen Brenner einschalten; bei einem Holzkohlegrill die Kohlen auf eine Seite schieben. Eine Tropfschale unter den indirekten Bereich stellen. Das Schweinefleisch aus der Marinade nehmen und die gebrauchte Marinade entsorgen.
Daran erkennst du es: Die direkte und die indirekte Grillzone sind klar getrennt, und die Tropfschale steht unter dem Fleischbereich.
Wichtig: Die Marinade, die Kontakt mit dem rohen Fleisch hatte, vollständig entsorgen.
Die zurückbehaltene Marinade in einem kleinen Topf mindestens 3 Minuten sprudelnd kochen lassen. Das marinierte Schweinefleisch auf die kühle Grillseite legen, den Deckel schließen und 45–60 Minuten indirekt grillen. Nach etwa 30 Minuten wenden und mit der abgekochten Marinade bestreichen. Weitergaren, bis das Fleisch im dicksten Stück 72–74 °C Kerntemperatur erreicht.
Daran erkennst du es: Das dickste Stück erreicht 72–74 °C Kerntemperatur.
Wichtig: Das Fleisch erst nach Erreichen der angegebenen Kerntemperatur aus der indirekten Grillzone nehmen.
Die direkte Grillzone auf etwa 220–240 °C bringen. Das Fleisch über die direkte Hitze legen und je Seite 1–2 Minuten grillen, dabei nochmals dünn mit der abgekochten Marinade bestreichen. Die Glasur soll glänzen und leicht karamellisieren, aber nicht verbrennen. Das Fleisch 15 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Die Glasur glänzt und ist leicht karamellisiert, ohne zu verbrennen.
Wichtig: Das gegarte Fleisch vor dem Würfeln 15 Minuten ruhen lassen.
Mehl, Instanthefe, Zucker und Salz mischen. Milch und Ei zugeben und 5 Minuten zu einem glatten Teig verkneten. Die weiche Butter portionsweise einarbeiten und weitere 5 Minuten kneten. Den Teig abgedeckt 60–90 Minuten bei Raumtemperatur gehen lassen, bis er sich deutlich vergrößert hat.
Daran erkennst du es: Der Teig hat sich deutlich vergrößert und wirkt weich und elastisch.
Das Öl in einem kleinen Topf erhitzen. Zwiebel 3–4 Minuten glasig braten, Knoblauch 30 Sekunden mitbraten. Hoisinsauce, Sojasauce, Shaoxing-Reiswein, Zucker und Wasser einrühren. Die angerührte Speisestärke zugeben und 1–2 Minuten köcheln lassen, bis die Sauce dickflüssig ist. Das geruhte Char-Siu-Schweinefleisch fein würfeln, unterheben und die Füllung mindestens 20 Minuten abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist dickflüssig und die Füllung so weit abgekühlt, dass sie den Teig nicht aufweicht.
Den Teig in 10 gleich große Stücke teilen und zu Kugeln formen. Jede Kugel zu einem etwa 12 cm großen Kreis ausrollen. Jeweils etwa 60 g Füllung in die Mitte geben, den Teigrand rundum nach oben ziehen und gut zusammendrücken. Die Naht nach unten auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen und 25–30 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Die Naht ist geschlossen, die Füllung vollständig umhüllt und die Bao haben nochmals sichtbar entspannt.
Eigelb mit Wasser verrühren. Die Bao damit bestreichen und mit Sesam bestreuen. Im vorgeheizten Backofen bei 190 °C Ober-/Unterhitze 15–18 Minuten backen, bis die Hülle goldbraun ist. 5 Minuten abkühlen lassen und warm servieren.
Daran erkennst du es: Die Hülle ist goldbraun; nach dem Backen 5 Minuten abkühlen lassen.
Wichtig: Das heiße Backblech vorsichtig handhaben und die Bao vor dem Servieren kurz abkühlen lassen.
Gut zu wissen
Shaoxing-Reiswein findest du meist in gut sortierten Asialäden oder im Onlinesortiment. Trockener Sherry ist eine brauchbare Alternative, schmeckt aber etwas weniger malzig.
Roter fermentierter Bohnenquark, auch Nam Yue genannt, steht in chinesischen Lebensmittelgeschäften meist im Kühl- oder Saucenregal. Er sorgt für eine würzige, leicht fermentierte Note.
Sesam erscheint sowohl als aromatisierendes Öl in der Marinade als auch als knuspriges Topping auf der Oberfläche.
Die Füllung und Marinade schmecken etwas weniger malzig als mit Shaoxing-Reiswein.
Shaoxing-Reiswein in beiden Zubereitungen durch trockenen Sherry ersetzen.
Die fermentierte Würze bleibt erhalten, die typische rote Bohnenquark-Note fällt jedoch etwas milder aus.
Den roten fermentierten Bohnenquark durch die angegebene Menge helle Misopaste und eine kleine zusätzliche Prise Salz ersetzen.
Das Fleisch je Seite nur 1–2 Minuten direkt grillen und die abgekochte Marinade dünn auftragen.
Verbrannte äußere Stellen dünn abschneiden, sofern das Fleisch darunter noch genießbar ist.
Die Sauce mit Speisestärke binden und die Füllung mindestens 20 Minuten abkühlen lassen.
Die Füllung weiter abkühlen lassen und den Teig beim Verschließen leicht mit Mehl bestäuben.
Schon beim Anrühren 60 g in ein sauberes Gefäß geben und die gebrauchte Marinade nach dem Marinieren entsorgen.
Den Teig 60–90 Minuten gehen lassen und die geformten Bao weitere 25–30 Minuten ruhen lassen.
Bei noch ungebackenen Bao die Ruhezeit verlängern, bis der Teig sichtbar entspannter ist.
Das Schweinefleisch kann für 8–12 Stunden abgedeckt im Kühlschrank mariniert werden. Die 60 g zurückbehaltene Marinade getrennt kalt stellen und vor dem Bestreichen mindestens 3 Minuten sprudelnd kochen.
Häufig gefragt
60 g werden vor dem Marinieren in ein sauberes Gefäß gegeben. Diese Portion wird später mindestens 3 Minuten gekocht und zum Bestreichen des Grillfleischs verwendet; die gebrauchte Marinade wird entsorgt.
Das Schweinefleisch gart zunächst schonend auf der indirekten Seite. Zum Schluss kommt es kurz über die direkte Hitze, damit die zuckerhaltige Glasur glänzt und leicht karamellisiert.
Trockener Sherry ist eine brauchbare Alternative. Die Marinade und Füllung schmecken dann etwas weniger malzig.
Verwende 1 TL helle Misopaste und eine kleine Prise zusätzliches Salz. Die fermentierte Würze bleibt erhalten, die typische rote Bohnenquark-Note wird jedoch milder.
Eine mindestens 20 Minuten abgekühlte Füllung bleibt kompakter und weicht den Hefeteig beim Verschließen nicht unnötig auf.
Das dickste Stück soll 72–74 °C Kerntemperatur erreichen. Für die anschließende Glasur wird es nur kurz über direkter Hitze gegrillt.
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