Rauchige Paprika, griechisch serviert

Grill-Meze aus Nordgriechenland

Ganze Florina-Paprika werden direkt gegrillt, gehäutet, entkernt und lauwarm mit Olivenöl, Rotweinessig, Knoblauch und Salz mariniert.

Zum Rezept
Rauchige Paprika, griechisch serviert
Vorbereitung 20 Minuten
Kochen / Backen 18 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 15 Minuten
Gesamtzeit ca. 48 Minuten
Menge als Meze
Prägende Zutatenfamilie Gemüse
Prägende Zubereitungsverfahren Grillen
Geprüfte Rezept-Eignung Vegan
Würzanwendung Marinieren
Grill-Hitzeanordnung Direkte Grillzone

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Direkte starke Grillhitze lässt die Paprikahaut rundum Blasen werfen und sorgt für ausgeprägte Röstaromen.
  • Das Abdecken der heißen Paprika erzeugt Dampf, wodurch sich die Haut leichter ablösen lässt.
  • Die Marinade aus Olivenöl, Rotweinessig, Knoblauch und Salz hebt die natürliche Süße der weichen Paprika hervor.

Psites Piperies Florinis sind ganze, gegrillte Florina-Paprika mit weicher Schale und süßem, rauchigem Fruchtfleisch. Die länglichen roten Paprika stammen aus dem Raum Florina in Westmakedonien und werden in Griechenland gern als einfache Meze serviert. Auf dem Grill bekommen sie ihre typische dunkle Haut, bevor sie gehäutet, entkernt und mit Olivenöl, Knoblauch und Rotweinessig mariniert werden.

Die Paprika sind weich und saftig, mit süßem Fruchtfleisch, dunklen Röstaromen und einer frischen, leicht säuerlichen Marinade. Knoblauch und Olivenöl runden den rauchigen Geschmack ab.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Grill vorbereiten

    Den Grill für direkte, starke Hitze auf etwa 230–250 °C vorbereiten. Bei einem Holzkohlegrill die Paprika erst auflegen, wenn die Glut heiß ist und keine offenen Flammen mehr hochschlagen. Die Paprika waschen und gründlich trocknen.

    240 °C
    • Trockene Paprika bräunen auf dem Grill gleichmäßiger.

    Wichtig: Die Paprika erst bei stabiler Hitze und ohne hochschlagende offene Flammen auflegen.

  2. Paprika grillen

    Die Paprika unzerteilt auf den Grill legen. 12–18 Minuten grillen und alle 2–3 Minuten mit der Grillzange wenden, bis die Haut rundum Blasen wirft und deutlich dunkel bis schwarz gefleckt ist. Das Fruchtfleisch soll weich werden, die Paprika aber noch zusammenhalten.

    18 Minuten 240 °C

    Daran erkennst du es: Die Haut ist rundum blasig und dunkel bis schwarz gefleckt; das Fruchtfleisch ist weich, die Paprika bleibt jedoch zusammen.

    • Die Paprika regelmäßig wenden, damit die Haut gleichmäßig aufplatzt und bräunt.

    Wichtig: Beim Wenden auf heiße Gitterstäbe und austretenden heißen Saft achten.

  3. Paprika abgedeckt ruhen lassen

    Die heißen Paprika in eine Schüssel geben und abdecken. 10 Minuten ruhen lassen. Der entstehende Dampf löst die Haut und macht das Schälen leichter.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Paprika sind weich geworden und die Haut lässt sich leichter lösen.

    • Die Schüssel möglichst dicht abdecken, damit der Dampf erhalten bleibt.

    Wichtig: Die Paprika sind sehr heiß; beim späteren Öffnen vorsichtig mit dem Dampf umgehen.

  4. Paprika häuten und schneiden

    Jede Paprika vorsichtig häuten. Stiel, Kerne und die hellen Innenrippen entfernen. Dabei möglichst viel austretenden Saft auffangen. Die Paprika längs in breite Streifen schneiden und in eine flache Schale legen.

    Daran erkennst du es: Die Paprikastreifen sind von Haut, Stielen, Kernen und hellen Innenrippen befreit.

    • Die Paprika nicht unter Wasser abspülen, damit ihr Saft und die Röstaromen erhalten bleiben.

    Wichtig: Die Paprika vor dem Häuten kurz abkühlen lassen, bis sie sich sicher anfassen lässt.

  5. Marinieren

    Olivenöl, Rotweinessig, Knoblauch und Salz in einer kleinen Schale verrühren. Die Marinade über die noch lauwarmen Paprikastreifen geben und vorsichtig mischen, damit sie nicht zerfallen. Vor dem Servieren 5 Minuten ziehen lassen.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Paprikastreifen sind gleichmäßig mit der Marinade überzogen und bleiben weitgehend intakt.

    • Die Paprika nur vorsichtig wenden, da das weiche Fruchtfleisch leicht zerfällt.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Warum die Abdeckung wichtig ist: Die heißen Paprika entwickeln unter der Abdeckung Dampf. Dadurch löst sich die geröstete Haut leichter vom weichen Fruchtfleisch.
  • Kräftige Röstung erwünscht: Die Haut darf deutlich dunkel bis schwarz gefleckt sein. Diese Röstung bringt die typische rauchige Note hervor, während das Innere weich wird.
  • Lauwarm servieren: Die Paprikastreifen werden noch lauwarm mariniert und nach kurzer Ziehzeit serviert.

Zutatenwissen

Florina-Paprika

Florina-Paprika sind längliche, süße rote Paprika aus Nordgriechenland. Sie sind gelegentlich in gut sortierten Supermärkten, auf Wochenmärkten oder in griechischen Lebensmittelgeschäften erhältlich.

Sinnvolle Alternativen

Rote Spitzpaprika

Die Paprika sind meist etwas dünner und weniger süß als Florina-Paprika, lassen sich aber ebenso grillen und marinieren.

Die roten Spitzpaprika in gleicher Stückzahl verwenden und nach denselben Schritten grillen, häuten, entkernen und marinieren.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Paprikahaut lässt sich schlecht lösen und die Paprika schmecken kaum rauchig.

Die Paprika direkt über starker Hitze grillen und regelmäßig wenden, bis die Haut rundum Blasen wirft und deutlich dunkel gefleckt ist.

Die Paprika erneut kurz auf den heißen Grill legen, bis weitere dunkle Blasen entstehen, und anschließend wieder abdecken.

Die Paprikastreifen zerfallen beim Mischen.

Die Paprika längs in breite Streifen schneiden und die Marinade vorsichtig unterheben.

Zerfallene Stücke trotzdem lauwarm als rustikale Meze servieren.

Servieren und kombinieren

  • Lauwarm als Meze servieren: Die marinierten Paprikastreifen lauwarm als eigenständige griechische Meze servieren.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich Florina-Paprika ersetzen?

Ja. Rote Spitzpaprika eignen sich als Ersatz. Sie sind meist etwas dünner und weniger süß, können aber ebenso gegrillt, gehäutet und mariniert werden.

Wie dunkel darf die Paprikahaut werden?

Die Haut soll rundum Blasen werfen und deutlich dunkel bis schwarz gefleckt sein. Diese kräftige Röstung sorgt für die typische rauchige Note; das Fruchtfleisch darunter soll weich bleiben.

Warum werden die heißen Paprika abgedeckt?

Unter der Abdeckung entsteht Dampf. Er löst die geröstete Haut und erleichtert das spätere Häuten.

Aus unserer Küche

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