Fleischstück auswählen
Für den Rippchenbraten ein möglichst fleischiges Schweinerippenstück am Stück verwenden und die Silberhaut vor dem Marinieren entfernen.
Rippchenbraten, Thüringer Art
Ein fleischiges Schweinerippenstück wird mit Zwiebeln, Knoblauch, Kümmel und Majoran mariniert, zunächst indirekt und anschließend direkt gegrillt. Dazu werden mildes Apfel-Sauerkraut und Petersilienkartoffeln serviert.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Thüringer Rippchenbraten verbindet kräftiges Schweinefleisch mit einer würzigen Marinade aus Apfelsaft, Apfelessig, Kümmel und Majoran. Das Fleisch gart mit geschlossenem Grilldeckel langsam über indirekter Hitze und erhält zum Schluss direkt über der Glut eine kräftig gebräunte Oberfläche. Mildes Sauerkraut und Petersilienkartoffeln machen daraus einen bodenständigen Grillteller.
Außen ist das Fleisch kräftig gebräunt und aromatisch, innen weich und saftig. Die Marinade bringt würzige Kümmel- und Majorannoten mit einer leichten Apfelsäure, während das Sauerkraut mild, weich und fruchtig wirkt. Die Kartoffeln sind mehlig-fest, buttrig und frisch nach Petersilie.
Schritt für Schritt
Apfelsaft, Apfelessig, Rapsöl, Kümmel, Majoran, Salz und Pfeffer verrühren. Zwiebeln und Knoblauch unterheben. Etwa 3 EL der Marinade in einer kleinen, sauberen Schale beiseitestellen. Das Schweinerippenstück mit der übrigen Marinade gründlich einreiben, abdecken und 8–12 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen.
Wichtig: Die Marinade zum späteren Bestreichen von Anfang an in einer separaten sauberen Schale aufbewahren.
Das Fleisch 45 Minuten vor dem Grillen aus dem Kühlschrank nehmen. Einen Grill mit Deckel für indirekte Hitze auf etwa 160 °C einregeln. Beim Holzkohlegrill die Glut auf eine Seite schieben, beim Gasgrill nur die äußeren Brenner einschalten.
Die Zwiebelringe vom Fleisch abnehmen, damit sie während der langen Grillphase nicht verbrennen. Das Rippchenstück mit der Knochenseite nach unten in den indirekten Bereich legen. Den Deckel schließen und etwa 90–105 Minuten grillen. Nach ungefähr 50 Minuten das Fleisch drehen oder die Position wechseln, falls die Hitze nicht gleichmäßig verteilt ist.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist weich und zieht sich an den Knochen sichtbar zurück.
Das Fleisch während der letzten 30 Minuten zweimal mit der zurückbehaltenen Marinade bestreichen. Die Marinade aus der sauberen Schale darf dafür vollständig verwendet werden. Das Rippchenstück ist bereit für die Schlussphase, wenn das Fleisch weich ist und sich an den Knochen sichtbar zurückzieht.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist weich und beginnt, sich sichtbar von den Knochen zurückzuziehen.
Wichtig: Nur die dafür separat aufbewahrte Marinade verwenden.
Die Grilltemperatur auf etwa 220–240 °C erhöhen und das Rippchenstück über direkte Hitze legen. Von jeder Seite 4–6 Minuten grillen, bis die Oberfläche kräftig gebräunt ist. Bei aufflammendem Fett das Fleisch sofort wieder in den indirekten Bereich ziehen. Anschließend 15 Minuten locker abgedeckt ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist auf beiden Seiten kräftig gebräunt.
Wichtig: Bei aufflammendem Fett das Fleisch sofort aus der direkten Hitze nehmen.
Für das Sauerkraut während der Grillzeit Schweineschmalz oder Rapsöl in einem Topf erhitzen. Die gewürfelte Zwiebel 3–4 Minuten glasig braten, den Apfel kurz mitdünsten. Sauerkraut, Lorbeerblatt, Wacholderbeeren, Kümmel, Apfelsaft und Wasser zugeben. Alles aufkochen und bei kleiner Hitze 30–35 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Vor dem Servieren Lorbeerblatt und Wacholderbeeren entfernen.
Daran erkennst du es: Das Sauerkraut ist weich und die Flüssigkeit hat sich mit den Aromen verbunden.
Die Kartoffeln waschen und in Salzwasser 20–25 Minuten gar kochen. Abgießen, kurz ausdampfen lassen und mit Butter und Petersilie vermengen.
Daran erkennst du es: Die Kartoffeln sind gar, wenn sie sich leicht einstechen lassen.
Das ruhende Rippchenstück zwischen den Knochen in Portionen schneiden und mit dem Sauerkraut und den Petersilienkartoffeln servieren.
Gut zu wissen
Für den Rippchenbraten ein möglichst fleischiges Schweinerippenstück am Stück verwenden und die Silberhaut vor dem Marinieren entfernen.
Mildes Sauerkraut hält die Beilage ausgewogen und lässt Apfel, Apfelsaft und Kümmel deutlich hervortreten.
Kleine festkochende Kartoffeln behalten beim Kochen ihre Form und lassen sich nach dem Abgießen mit Butter und Petersilie vermengen.
Etwa 3 EL der Marinade werden vor dem Einreiben des Fleisches separat zurückbehalten und während der letzten 30 Grillminuten vollständig zum Bestreichen verwendet.
Das Sauerkraut bleibt pflanzlich und erhält einen neutraleren Geschmack als mit Schweineschmalz.
Das Schweineschmalz in gleicher Menge durch Rapsöl ersetzen und die gewürfelte Zwiebel darin glasig braten.
Die Zwiebelringe vor dem Auflegen des Rippchenstücks abnehmen.
Verbrannte Zwiebelringe nicht weiterverwenden; das Fleisch ohne sie fertig grillen.
Das Fleisch zunächst indirekt garen und erst für die letzten 4–6 Minuten je Seite direkt über die Glut legen.
Das Fleisch sofort in den indirekten Bereich ziehen und dort bis zum beschriebenen Garzustand weitergrillen.
Etwa 3 EL vor dem Einreiben in einer kleinen sauberen Schale beiseitestellen.
Das Rippchenstück nach der direkten Grillphase 15 Minuten locker abgedeckt ruhen lassen.
Marinade anrühren, etwa 3 EL separat zurückbehalten und das Schweinerippenstück mit der übrigen Marinade abgedeckt bis zu 12 Stunden im Kühlschrank marinieren.
Häufig gefragt
Ja. Beim Holzkohlegrill die Glut auf eine Seite schieben, beim Gasgrill nur die äußeren Brenner einschalten. Entscheidend ist ein Grill mit Deckel und eine indirekte Hitzezone.
Die lange indirekte Grillphase würde die Zwiebelringe verbrennen lassen. Deshalb werden sie vor dem Auflegen des Fleisches entfernt.
Das Fleisch soll weich sein und sich an den Knochen sichtbar zurückziehen. Danach wird es kurz direkt über der Glut gebräunt.
Beide Beilagen können während der Grillzeit parallel zubereitet werden. Das Sauerkraut zieht 30–35 Minuten zugedeckt, die Kartoffeln kochen 20–25 Minuten.
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