Yakitori Momo vom Grill

Japanische Hähnchenspieße

Saftige Yakitori-Momo-Spieße aus portionierter Hähnchenoberkeule werden direkt über mittlerer Grillhitze gegart und zum Schluss mehrfach mit einer süß-würzigen Tare aus Sojasauce, Mirin, Sake und Zucker glasiert.

Zum Rezept
Yakitori Momo vom Grill
Vorbereitung 30 Minuten
Kochen / Backen 16 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 5 Minuten
Gesamtzeit ca. 60 Minuten
Menge 8 Spieße für 4 Personen
Gerichtsform und Gerichtsart Spießgerichte
Prägende Zutatenfamilie Geflügel
Prägende Zubereitungsverfahren Grillen, Sanftes Köcheln
Würzanwendung Glasieren, Während des Garens bestreichen oder begießen
Grill-Hitzeanordnung Direkte Grillzone

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Hähnchenoberkeule bleibt auf dem Grill saftiger als mageres Brustfleisch und entwickelt mit Haut besonders kräftige Röstaromen.
  • Das flache Ausrichten der Haut verbessert den Kontakt zum Rost und sorgt für eine gleichmäßig gebräunte Oberfläche.
  • Die Tare wird erst kurz vor dem Ende aufgetragen, sodass Zucker und Sojasauce glasieren können, ohne lange direkter Hitze ausgesetzt zu sein.

Yakitori Momo sind japanische Hähnchenspieße aus mundgerechten Stücken der Hähnchenoberkeule. Das saftige Keulenfleisch bleibt bewusst die einzige Fleischsorte und erhält durch direkten Grillkontakt kräftige Röstaromen. Die Tare wird separat eingekocht und erst gegen Ende aufgetragen, damit sie glänzt und karamellisiert, ohne zu früh zu verbrennen.

Außen glänzen die Spieße dunkel und leicht karamellisiert, während die Haut knusprig bräunt. Das Fleisch bleibt saftig und zart; die Tare schmeckt würzig, leicht süßlich und rund, mit einer feinen Reiswein-Note.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Spieße und Hähnchen vorbereiten

    Bambusspieße mindestens 30 Minuten vollständig in Wasser einweichen. Bei Metallspießen entfällt dieser Schritt. Überschüssige Haut- und Fettstücke von den Hähnchenoberkeulen entfernen, das Fleisch trocken tupfen und in etwa 3 cm große Stücke schneiden.

    30 Minuten
    • Das Fleisch vor dem Aufspießen gut trocken tupfen, damit es besser bräunt.

    Wichtig: Rohes Geflügel getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln verarbeiten und Arbeitsflächen anschließend gründlich reinigen.

  2. Tare kochen

    Sojasauce, Mirin, Sake und Zucker in einen kleinen Topf geben. Unter Rühren aufkochen und anschließend 3–4 Minuten leise köcheln lassen, bis sich der Zucker gelöst hat und die Tare leicht sirupartig wird. Den Topf vom Herd nehmen und die Sauce abkühlen lassen.

    4 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Tare ist leicht sirupartig und der Zucker vollständig gelöst.

    • Die Tare vor dem Bestreichen abkühlen lassen, damit sie auf dem Grill nicht sofort verbrennt.
  3. Hähnchen aufspießen

    Jeweils 4–5 Hähnchenstücke dicht, aber nicht gequetscht auf einen Spieß stecken. Die Stücke so ausrichten, dass die Haut möglichst flach liegt und gleichmäßig mit dem Grillrost in Kontakt kommt.

    Daran erkennst du es: Die Stücke sitzen sicher auf den Spießen und liegen nicht übereinander.

    • Zwischen den Fleischstücken nur wenig Abstand lassen, sie aber nicht zu einer kompakten Masse zusammendrücken.
  4. Spieße grillen

    Einen Grill für direkte mittlere Hitze auf etwa 200–220 °C vorheizen. Die Spieße auf den sauberen Rost legen und zunächst 3–4 Minuten grillen. Wenden und weitere 3–4 Minuten garen. Danach regelmäßig wenden, damit die Haut bräunt, ohne dass die Tare zu früh verbrennt. Bei aufflammendem Fett die Spieße kurz an eine kühlere Stelle des direkten Grillbereichs ziehen.

    10 Minuten 210 °C

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist gebräunt und das Fleisch fast durchgegart.

    • Die Spieße regelmäßig wenden, damit die Haut gleichmäßig bräunt und nicht verbrennt.
    • Bei Fettflammen die Spieße kurz aus der heißesten Zone nehmen.

    Wichtig: Rohes Geflügel nicht mit derselben Zange oder auf derselben Fläche wie fertige Spieße handhaben, ohne sie vorher zu reinigen.

  5. Mit Tare glasieren

    Sobald die Oberfläche gebräunt und das Fleisch fast durchgegart ist, die Spieße mit der abgekühlten Tare bestreichen. Noch 1–2 Minuten grillen, wenden und erneut dünn bestreichen. Diesen Vorgang insgesamt zwei- bis dreimal wiederholen. Die Hähnchenstücke sind fertig, wenn sie im Kern mindestens 74 °C erreichen und kein roher Bereich mehr sichtbar ist.

    6 Minuten 210 °C

    Daran erkennst du es: Die Tare haftet glänzend an der Oberfläche, und das Hähnchen erreicht im Kern mindestens 74 °C.

    • Die Tare nur dünn auftragen und zwischen den Schichten kurz anziehen lassen.
    • Die Glasur erst auftragen, wenn das Fleisch fast gar ist.

    Wichtig: Geflügel vollständig durchgaren und die Kerntemperatur an der dicksten Stelle prüfen.

  6. Ruhen lassen und servieren

    Die Yakitori Momo vom Grill nehmen und 3–5 Minuten ruhen lassen. Direkt warm servieren.

    5 Minuten
    • Die kurze Ruhezeit verteilt die Säfte im Fleisch und stabilisiert die Glasur.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Metallspieße brauchen kein Einweichen: Bei Metallspießen entfällt die 30-minütige Einweichzeit vollständig.
  • Haut flach auflegen: Die Haut möglichst flach zum Grillrost ausrichten. So entsteht gleichmäßiger Kontakt und eine besser gebräunte Oberfläche.
  • Tare erst spät auftragen: Die Tare enthält Zucker und sollte deshalb erst auf das fast durchgegarte Fleisch kommen. Mehrfaches dünnes Bestreichen erzeugt Glanz, ohne dass die Sauce zu früh verbrennt.
  • Fettflammen kontrollieren: Bei aufflammendem Fett die Spieße kurz an eine kühlere Stelle des direkten Grillbereichs ziehen und anschließend weitergrillen.

Zutatenwissen

Mirin

Mirin ist ein japanischer süßer Reiswein. Er ist häufig in japanischen oder größeren asiatischen Lebensmittelgeschäften sowie teilweise in gut sortierten Supermärkten erhältlich.

Sake

Sake ist trockener japanischer Reiswein und wird meist in Asialäden sowie in gut sortierten Getränke- oder Supermärkten angeboten.

Hähnchenoberkeule

Oberkeulenfleisch bleibt auf dem Grill saftig. Haut möglichst am Fleisch belassen und die Stücke vor dem Aufspießen gründlich trocken tupfen.

Sinnvolle Alternativen

Trockener Reiswein mit zusätzlichem Zucker

Die Tare wird etwas weniger rund und weniger süßlich als mit Mirin.

Den Mirin durch 35 ml trockenen Reiswein ersetzen und zusätzlich 8 g Zucker zur Tare geben.

Trockener Sherry

Die Tare erhält eine leicht nussigere Note.

Den Sake im gleichen Volumen durch trockenen Sherry ersetzen und wie beschrieben mit den übrigen Tare-Zutaten einkochen.

Metallspieße

Das Einweichen entfällt; die Grilldauer und das Ergebnis bleiben grundsätzlich vergleichbar.

Die Bambusspieße durch 8 Metallspieße ersetzen und direkt mit dem Aufspießen beginnen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Tare wird schwarz oder bitter, bevor das Hähnchen gar ist.

Die Spieße zunächst fast vollständig garen und die abgekühlte Tare erst am Ende dünn auftragen.

Verbrannte Stellen vorsichtig entfernen und die restlichen Spieße ohne weitere Tare fertig garen.

Die Haut bleibt blass und wird nicht knusprig.

Das Fleisch trocken tupfen und die Haut beim Aufspießen möglichst flach ausrichten.

Die Spieße nochmals mit der Hautseite nach unten über die direkte Hitze legen und engmaschig kontrollieren.

Das Hähnchen wird trocken und fest.

Bei mittlerer direkter Hitze grillen, regelmäßig wenden und die Kerntemperatur prüfen.

Die Spieße sofort vom Grill nehmen und vor dem Servieren kurz ruhen lassen.

Fett tropft in die Glut und verursacht starke Flammen.

Überschüssiges Fett entfernen und die Spieße bei aufflammendem Fett kurz in eine kühlere Zone ziehen.

Die Spieße sofort aus der Flamme nehmen und erst weitergrillen, wenn die Flammen nachgelassen haben.

Servieren und kombinieren

  • Direkt warm vom Grill: Die Yakitori Momo nach der kurzen Ruhezeit direkt warm servieren, damit die Glasur glänzend bleibt und die Haut ihre Röstaromen behält.

Allergene und Nährwerte

  • Soja: enthält · Die Tare enthält japanische Sojasauce.

Lebensmittelsicherheit

  • Geflügel vollständig durchgaren: Die Hähnchenstücke vollständig durchgaren. Im Rezept ist eine Kerntemperatur von mindestens 74 °C an der dicksten Stelle angegeben; zusätzlich darf kein roher Bereich sichtbar sein.
  • Hygiene bei rohem Geflügel: Rohes Geflügel getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln verarbeiten und Zange, Schneidebrett sowie Arbeitsflächen nach dem Kontakt gründlich reinigen.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich Metallspieße verwenden?

Ja. Bei Metallspießen entfällt das mindestens 30-minütige Einweichen vollständig.

Womit kann ich Mirin ersetzen?

35 ml trockener Reiswein können den Mirin ersetzen. Gib zusätzlich 8 g Zucker zur Tare; sie schmeckt dann etwas weniger rund und weniger süßlich.

Was eignet sich als Ersatz für Sake?

Trockener Sherry kann Sake im gleichen Volumen ersetzen und verleiht der Tare eine leicht nussigere Note.

Wann wird die Tare aufgetragen?

Erst wenn die Hähnchenstücke fast durchgegart und gebräunt sind. Die Tare dünn auftragen und die Spieße anschließend noch mehrfach kurz weitergrillen.

Woran erkenne ich, dass die Yakitori Momo fertig sind?

Die Oberfläche ist gebräunt, die Tare haftet glänzend und das Hähnchen erreicht im Kern mindestens 74 °C. Außerdem darf kein roher Bereich sichtbar sein.

Aus unserer Küche

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