Mirin
Mirin ist ein japanischer süßer Reiswein. Er ist häufig in japanischen oder größeren asiatischen Lebensmittelgeschäften sowie teilweise in gut sortierten Supermärkten erhältlich.
Japanische Hähnchenspieße
Saftige Yakitori-Momo-Spieße aus portionierter Hähnchenoberkeule werden direkt über mittlerer Grillhitze gegart und zum Schluss mehrfach mit einer süß-würzigen Tare aus Sojasauce, Mirin, Sake und Zucker glasiert.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Yakitori Momo sind japanische Hähnchenspieße aus mundgerechten Stücken der Hähnchenoberkeule. Das saftige Keulenfleisch bleibt bewusst die einzige Fleischsorte und erhält durch direkten Grillkontakt kräftige Röstaromen. Die Tare wird separat eingekocht und erst gegen Ende aufgetragen, damit sie glänzt und karamellisiert, ohne zu früh zu verbrennen.
Außen glänzen die Spieße dunkel und leicht karamellisiert, während die Haut knusprig bräunt. Das Fleisch bleibt saftig und zart; die Tare schmeckt würzig, leicht süßlich und rund, mit einer feinen Reiswein-Note.
Schritt für Schritt
Bambusspieße mindestens 30 Minuten vollständig in Wasser einweichen. Bei Metallspießen entfällt dieser Schritt. Überschüssige Haut- und Fettstücke von den Hähnchenoberkeulen entfernen, das Fleisch trocken tupfen und in etwa 3 cm große Stücke schneiden.
Wichtig: Rohes Geflügel getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln verarbeiten und Arbeitsflächen anschließend gründlich reinigen.
Sojasauce, Mirin, Sake und Zucker in einen kleinen Topf geben. Unter Rühren aufkochen und anschließend 3–4 Minuten leise köcheln lassen, bis sich der Zucker gelöst hat und die Tare leicht sirupartig wird. Den Topf vom Herd nehmen und die Sauce abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Die Tare ist leicht sirupartig und der Zucker vollständig gelöst.
Jeweils 4–5 Hähnchenstücke dicht, aber nicht gequetscht auf einen Spieß stecken. Die Stücke so ausrichten, dass die Haut möglichst flach liegt und gleichmäßig mit dem Grillrost in Kontakt kommt.
Daran erkennst du es: Die Stücke sitzen sicher auf den Spießen und liegen nicht übereinander.
Einen Grill für direkte mittlere Hitze auf etwa 200–220 °C vorheizen. Die Spieße auf den sauberen Rost legen und zunächst 3–4 Minuten grillen. Wenden und weitere 3–4 Minuten garen. Danach regelmäßig wenden, damit die Haut bräunt, ohne dass die Tare zu früh verbrennt. Bei aufflammendem Fett die Spieße kurz an eine kühlere Stelle des direkten Grillbereichs ziehen.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist gebräunt und das Fleisch fast durchgegart.
Wichtig: Rohes Geflügel nicht mit derselben Zange oder auf derselben Fläche wie fertige Spieße handhaben, ohne sie vorher zu reinigen.
Sobald die Oberfläche gebräunt und das Fleisch fast durchgegart ist, die Spieße mit der abgekühlten Tare bestreichen. Noch 1–2 Minuten grillen, wenden und erneut dünn bestreichen. Diesen Vorgang insgesamt zwei- bis dreimal wiederholen. Die Hähnchenstücke sind fertig, wenn sie im Kern mindestens 74 °C erreichen und kein roher Bereich mehr sichtbar ist.
Daran erkennst du es: Die Tare haftet glänzend an der Oberfläche, und das Hähnchen erreicht im Kern mindestens 74 °C.
Wichtig: Geflügel vollständig durchgaren und die Kerntemperatur an der dicksten Stelle prüfen.
Die Yakitori Momo vom Grill nehmen und 3–5 Minuten ruhen lassen. Direkt warm servieren.
Gut zu wissen
Mirin ist ein japanischer süßer Reiswein. Er ist häufig in japanischen oder größeren asiatischen Lebensmittelgeschäften sowie teilweise in gut sortierten Supermärkten erhältlich.
Sake ist trockener japanischer Reiswein und wird meist in Asialäden sowie in gut sortierten Getränke- oder Supermärkten angeboten.
Oberkeulenfleisch bleibt auf dem Grill saftig. Haut möglichst am Fleisch belassen und die Stücke vor dem Aufspießen gründlich trocken tupfen.
Die Tare wird etwas weniger rund und weniger süßlich als mit Mirin.
Den Mirin durch 35 ml trockenen Reiswein ersetzen und zusätzlich 8 g Zucker zur Tare geben.
Die Tare erhält eine leicht nussigere Note.
Den Sake im gleichen Volumen durch trockenen Sherry ersetzen und wie beschrieben mit den übrigen Tare-Zutaten einkochen.
Das Einweichen entfällt; die Grilldauer und das Ergebnis bleiben grundsätzlich vergleichbar.
Die Bambusspieße durch 8 Metallspieße ersetzen und direkt mit dem Aufspießen beginnen.
Die Spieße zunächst fast vollständig garen und die abgekühlte Tare erst am Ende dünn auftragen.
Verbrannte Stellen vorsichtig entfernen und die restlichen Spieße ohne weitere Tare fertig garen.
Das Fleisch trocken tupfen und die Haut beim Aufspießen möglichst flach ausrichten.
Die Spieße nochmals mit der Hautseite nach unten über die direkte Hitze legen und engmaschig kontrollieren.
Bei mittlerer direkter Hitze grillen, regelmäßig wenden und die Kerntemperatur prüfen.
Die Spieße sofort vom Grill nehmen und vor dem Servieren kurz ruhen lassen.
Überschüssiges Fett entfernen und die Spieße bei aufflammendem Fett kurz in eine kühlere Zone ziehen.
Die Spieße sofort aus der Flamme nehmen und erst weitergrillen, wenn die Flammen nachgelassen haben.
Häufig gefragt
Ja. Bei Metallspießen entfällt das mindestens 30-minütige Einweichen vollständig.
35 ml trockener Reiswein können den Mirin ersetzen. Gib zusätzlich 8 g Zucker zur Tare; sie schmeckt dann etwas weniger rund und weniger süßlich.
Trockener Sherry kann Sake im gleichen Volumen ersetzen und verleiht der Tare eine leicht nussigere Note.
Erst wenn die Hähnchenstücke fast durchgegart und gebräunt sind. Die Tare dünn auftragen und die Spieße anschließend noch mehrfach kurz weitergrillen.
Die Oberfläche ist gebräunt, die Tare haftet glänzend und das Hähnchen erreicht im Kern mindestens 74 °C. Außerdem darf kein roher Bereich sichtbar sein.
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