Besondere Zutaten
Thailändische Fischsauce, Palmzucker, Tamarindenkonzentrat und geröstetes Klebreispulver findest du meist in gut sortierten Asialäden oder deren Onlineabteilungen.
Thai-Grillgericht mit Hähnchen
Hähnchenunterkeulen mit Haut und Knochen werden in einer würzigen Marinade aus Fischsauce, Sojasauce, Austernsauce, Zitronengras, Knoblauch und Palmzucker mariniert, zunächst indirekt und anschließend direkt gegrillt. Dazu gibt es einen säuerlich-scharfen Tamarinden-Jaew mit Limette, Schalotte, Chiliflocken, geröstetem Klebreispulver und Koriander.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Diese Thai-Grillunterkeulen verbinden langsam gegartes, saftiges Geflügel mit knuspriger Haut und einem eigenständigen Tamarinden-Jaew. Die Unterkeulen garen zuerst über indirekter Hitze und werden zum Schluss direkt nachgeröstet, während der Dip mit Tamarinde, Limette, Chili und geröstetem Klebreispulver seinen säuerlich-scharfen Charakter entwickelt.
Die Unterkeulen duften rauchig-würzig, haben eine gebräunte, leicht klebrige Haut und bleiben im Inneren saftig. Der Tamarinden-Jaew schmeckt säuerlich, salzig, pikant und leicht fruchtig; Schalotte und geröstetes Klebreispulver sorgen für Frische und feinen Biss.
Schritt für Schritt
Die Hähnchenunterkeulen mit Küchenpapier trocken tupfen. An der dicksten Stelle jeweils zwei flache Schnitte bis nahe an den Knochen setzen. So gelangt die Marinade besser an das Fleisch und die Stücke garen gleichmäßiger.
Wichtig: Rohes Geflügel getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln verarbeiten und Hände sowie Arbeitsfläche anschließend gründlich reinigen.
Zitronengras, Knoblauch, Korianderstiele oder alternativ Korianderwurzeln und weißen Pfeffer im Mörser zu einer groben Paste zerreiben. Mit Fischsauce, Sojasauce, Austernsauce, Palmzucker, Öl und Limettensaft verrühren.
Die Marinade gründlich in die Hähnchenunterkeulen einarbeiten. In einer verschlossenen Schüssel oder einem Beutel im Kühlschrank mindestens 4 Stunden, besser über Nacht, marinieren. Vor dem Grillen 20 bis 30 Minuten temperieren lassen.
Wichtig: Das Geflügel während der gesamten Marinierzeit gekühlt und verschlossen aufbewahren.
Für einen Grill mit Deckel eine Zwei-Zonen-Glut vorbereiten. Bei einem Holzkohlegrill die Kohlen auf eine Seite schieben; beim Gasgrill nur einen Brenner einschalten. Die indirekte Zone auf etwa 190 bis 200 °C bringen. Den Rost reinigen und leicht ölen.
Wichtig: Beim Umgang mit heißem Grill, Kohlen und Fett vorsichtig arbeiten.
Die Unterkeulen zunächst mit der Hautseite nach oben über die indirekte Zone legen und den Deckel schließen. Etwa 25 bis 30 Minuten grillen, nach ungefähr 15 Minuten einmal drehen. Die Marinade darf dabei langsam trocknen, soll aber nicht dunkel verbrennen.
Daran erkennst du es: Die Haut ist gebräunt und die Marinade beginnt anzutrocknen, ohne dunkel zu verbrennen.
Die Unterkeulen in die direkte Zone geben und bei mittlerer Hitze insgesamt 4 bis 8 Minuten nachgrillen. Dabei mehrmals wenden und besonders auf die zuckerhaltige Haut achten. Das Fleisch ist fertig, wenn es an der dicksten Stelle mindestens 75 °C erreicht und der austretende Saft klar ist.
Daran erkennst du es: An der dicksten Stelle mindestens 75 °C Kerntemperatur; der austretende Saft ist klar und die Haut knusprig.
Wichtig: Geflügel erst servieren, wenn die beschriebene Kerntemperatur erreicht ist.
Tamarindenkonzentrat, Fischsauce, Limettensaft, Palmzucker und Chiliflocken verrühren. Schalotte, geröstetes Klebreispulver und Korianderblätter unterheben.
Den Tamarinden-Jaew 10 Minuten ziehen lassen und anschließend abschmecken. Währenddessen kann das gegrillte Geflügel ruhen.
Daran erkennst du es: Der Palmzucker ist weitgehend gelöst und die Aromen sind miteinander verbunden.
Das gegrillte Geflügel 10 Minuten ruhen lassen. Mit dem Tamarinden-Jaew servieren.
Daran erkennst du es: Der Fleischsaft verteilt sich nach der Ruhezeit gleichmäßiger im Fleisch.
Gut zu wissen
Thailändische Fischsauce, Palmzucker, Tamarindenkonzentrat und geröstetes Klebreispulver findest du meist in gut sortierten Asialäden oder deren Onlineabteilungen.
Die Fischsauce sollte klar, salzig und nicht künstlich süß schmecken.
Für die Marinade werden entweder 25 g Korianderstiele oder 2 Korianderwurzeln verwendet; beide Varianten nicht gleichzeitig einsetzen.
Das geröstete Klebreispulver gibt dem Jaew eine leicht nussige Note und zusätzliche Struktur.
Der Dip wird heller, frischer und weniger fruchtig.
Das Tamarindenkonzentrat vollständig durch 20 ml Limettensaft und 5 g zusätzlichen Palmzucker ersetzen. Den Dip anschließend erneut abschmecken.
Zuerst über der indirekten Zone garen und die direkte Hitze nur für die letzten 4 bis 8 Minuten verwenden.
Verbrannte Hautstellen vorsichtig entfernen und die Unterkeulen über indirekter Hitze fertig garen.
Mindestens 4 Stunden, besser über Nacht marinieren.
Palmzucker fein hacken, den Dip 10 Minuten ziehen lassen und danach abschmecken.
Mit etwas Limettensaft und, falls gewünscht, weiteren Chiliflocken ausbalancieren.
Die Unterkeulen häufig wenden und besonders in der direkten Zone aufmerksam beobachten.
Die Unterkeulen in die indirekte Zone zurücklegen und stark verbrannte Haut entfernen.
Die Hähnchenunterkeulen können bis zu 12 Stunden im Voraus mariniert und verschlossen im Kühlschrank aufbewahrt werden. Vor dem Grillen 20 bis 30 Minuten temperieren lassen.
Häufig gefragt
Mindestens 4 Stunden, besser über Nacht. Vor dem Grillen sollten sie 20 bis 30 Minuten temperieren.
Die indirekte Zone gart das Geflügel gleichmäßig. Die direkte Zone sorgt am Ende für knusprige Haut und kräftige Röstnoten.
Das Tamarindenkonzentrat kann durch 20 ml Limettensaft und 5 g zusätzlichen Palmzucker ersetzt werden. Der Dip wird dadurch heller, frischer und weniger fruchtig.
Die dickste Stelle sollte mindestens 75 °C erreichen, der austretende Saft klar sein und die Haut knusprig gebräunt aussehen.
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