Rechtzeitig beim Metzger bestellen
Ein ganzes küchenfertiges Lamm sollte mehrere Tage vorher bestellt werden. Gewicht, Ausnehmen, Zuschnitt und passende Rückenspange können dabei abgestimmt werden.
Großes Lamm am Drehspieß
Ein küchenfertiges ganzes Lamm wird mit einer würzigen Paprika-Kreuzkümmel-Paste mariniert, auf einem stabilen Drehspieß befestigt und langsam über indirekter Holzkohle gegart. Nach dem Ruhen wird es aufgeschnitten und mit Zitronenspalten serviert.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Dieses ganze Lamm vom Drehspieß ist für große, gesellige Runden gedacht. Das Lamm wird sorgfältig befestigt, zunächst stärker angebräunt und anschließend bei moderater indirekter Hitze langsam gegart. Knoblauch, Zwiebel, Paprika, Kreuzkümmel, RosmarinEin intensiv würziges Küchenkraut mit harzigen, leicht pfeffrigen Noten. und Zitrone geben dem Fleisch eine würzige, frische Richtung, ohne eine bestimmte geschützte Originaltradition zu beanspruchen.
Außen entsteht eine kräftig gebräunte, würzige Kruste mit Paprika- und Röstaromen. Das Fleisch duftet nach Knoblauch, Rosmarin und Zitrone; die saftigen inneren Stücke werden zusammen mit den knusprigen äußeren Partien auf einer großen Platte angerichtet.
Schritt für Schritt
Das Lamm vom Metzger vollständig ausnehmen, sauber zuschneiden und außen trocknen lassen. Lose Haut- oder Fleischlappen entfernen, ohne die schützende Fettschicht unnötig abzuschneiden.
Daran erkennst du es: Das Lamm ist sauber zugeschnitten, vollständig ausgenommen und außen trocken.
Wichtig: Nur auf einer ausreichend großen, sauberen und lebensmittelechten Arbeitsfläche arbeiten.
Salz, Pfeffer, Zwiebelpulver, Knoblauchpulver, Kreuzkümmel und Paprikapulver mischen. Olivenöl, 120 ml Zitronensaft und den zerdrückten Knoblauch einarbeiten, bis eine dicke Würzpaste entsteht.
Daran erkennst du es: Die Paste ist dick, gleichmäßig vermischt und haftet an einem Löffel.
Die Würzpaste innen und außen gründlich auf dem Lamm verteilen. Die geviertelten Zwiebeln und die Hälfte des Rosmarins in die Bauchhöhle legen. Vorder- und Hinterläufe eng am Körper fixieren und lose Bauchlappen anlegen, damit während des Drehens nichts ausschlägt.
Daran erkennst du es: Das Lamm ist innen und außen gewürzt; Läufe und lose Teile liegen eng am Körper an.
Das gewürzte Lamm in eine ausreichend große, saubere Wanne legen, abdecken und 4–12 Stunden im Kühlschrank marinieren. Vor dem Aufspießen etwa 45 Minuten aus dem Kühlschrank nehmen, damit die Oberfläche nicht eiskalt auf den Grill kommt.
Daran erkennst du es: Die Mindestmarinierzeit von 4 Stunden ist erreicht; vor dem Aufspießen steht das Lamm etwa 45 Minuten temperiert bereit.
Wichtig: Das rohe Lamm bis zum Aufspießen gekühlt halten und nicht ungekühlt stehen lassen.
Die Holzkohle entzünden und vollständig durchglühen lassen. Eine große Tropfschale mittig unter dem späteren Drehspieß platzieren und die Kohlen links und rechts davon verteilen. Es darf keine offene Flamme direkt am Fleisch stehen. Den Grill nach Geräteanleitung auf etwa 180–190 °C Garraumtemperatur bringen.
Daran erkennst du es: Die Kohlen glühen gleichmäßig und die indirekte Hitzezone hält etwa 180–190 °C.
Wichtig: Offene Flammen direkt unter dem Fleisch vermeiden; Fett kann sonst Stichflammen auslösen.
Den Spieß mittig durch die Wirbelsäulenlinie führen. Die Rückenspange nach Geräteanleitung durch den Rücken setzen und festziehen. Beide Spießgabeln tief in den festen Fleischpartien verankern, die Flügel oder Vorderläufe zusätzlich anlegen und alle losen Teile mit Metzgerschnur sichern. Den Spieß vor dem Einschalten des Motors von Hand drehen und prüfen, ob das Lamm ausgewogen läuft und nirgendwo anstößt.
Daran erkennst du es: Das Lamm läuft beim manuellen Drehen ausgewogen und stößt an keiner Stelle an.
Wichtig: Die Tragfähigkeit von Spieß, Motor, Gabeln und Rückenhalter muss zum Gewicht des Lamms passen.
Den Spieß einsetzen, die Tropfschale kontrollieren und den Motor einschalten. Das Lamm die ersten 30 Minuten bei etwa 190–200 °C drehen lassen, damit die Oberfläche Farbe bekommt. Danach die Kohlen so nachregeln, dass die Temperatur bei etwa 150–165 °C bleibt. Bei Bedarf portionsweise glühende Kohlen nachlegen, aber weiterhin direkte Flammen vermeiden.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche beginnt gleichmäßig zu bräunen und der Spieß dreht ohne Stocken.
Wichtig: Während des laufenden Motors nicht in die Nähe der rotierenden Spießgabeln greifen.
Für die Baste 100 ml Zitronensaft, Wasser, 100 ml Olivenöl, 10 g Meersalz und den restlichen Rosmarin verrühren. Nach den ersten 45 Minuten das Lamm etwa alle 30 Minuten dünn damit bestreichen. Nicht über die offene Flamme gießen; tropfendes Fett kann sonst Stichflammen auslösen.
Daran erkennst du es: Die Baste ist gleichmäßig vermischt und wird in dünnen Schichten aufgetragen.
Wichtig: Die Baste niemals direkt über offene Flammen gießen.
Nach etwa 4½ Stunden erstmals die Kerntemperatur prüfen. Das Thermometer an mehreren dicken Stellen von Schulter und Keule einstechen, ohne den Knochen zu berühren. Das Lamm weiterdrehen lassen, bis an den geprüften Stellen mindestens 70 °C erreicht sind. Wenn die Oberfläche schon stark bräunt, die Kohlen weiter nach außen schieben oder die Temperatur etwas senken.
Daran erkennst du es: An mehreren dicken Stellen von Schulter und Keule werden mindestens 70 °C angezeigt.
Wichtig: Das Thermometer zwischen den Messungen reinigen und den Knochen beim Messen nicht berühren.
Den Motor ausschalten, den Spieß mit zwei Personen und hitzefesten Handschuhen herausheben und das Lamm auf eine große saubere Platte legen. Rückenspange, Gabeln und Schnüre vorsichtig entfernen. Das Fleisch locker abdecken und 30–45 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Das Lamm hat mindestens 30 Minuten geruht und lässt sich sicher weiterverarbeiten.
Wichtig: Den heißen Spieß immer mit zwei Personen und hitzefesten Handschuhen bewegen.
Zuerst Keulen und Schultern auslösen, danach das Fleisch quer zur Faser in Scheiben oder grobe Stücke schneiden. Mit den Zitronenspalten servieren und die knusprigen äußeren Stücke gleichmäßig auf der Platte verteilen.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist quer zur Faser geschnitten und mit äußeren knusprigen Stücken sowie Zitronenspalten angerichtet.
Gut zu wissen
Ein ganzes küchenfertiges Lamm sollte mehrere Tage vorher bestellt werden. Gewicht, Ausnehmen, Zuschnitt und passende Rückenspange können dabei abgestimmt werden.
Das Salz für die Würzpaste und die 10 g Salz für die Baste bleiben als getrennte Zutatenmengen erhalten.
Die Hälfte des Rosmarins kommt in die Bauchhöhle; der restliche Rosmarin wird in der Baste verwendet.
Briketts brennen meist gleichmäßiger und länger; das Aroma kann etwas weniger rauchig ausfallen.
Briketts vollständig durchglühen lassen und wie die Holzkohle links und rechts der Tropfschale verteilen. Die Temperatur weiterhin über die Kohlenmenge und deren Abstand zum Fleisch regeln.
Die Säure wirkt etwas frischer und aromatischer; die Zitrusnote verändert sich gegenüber Zitrone.
Zitronensaft in der Würzpaste und Baste durch Limettensaft ersetzen. Zum Servieren Limettenspalten verwenden.
Die Tropfschale mittig platzieren, die Kohlen seitlich verteilen und offene Flammen vermeiden.
Kohlen sofort nach außen schieben, Flammen abklingen lassen und die Temperatur vorübergehend senken.
Rückenspange und Gabeln fest verankern, lose Teile mit Metzgerschnur sichern und den Spieß vor dem Einschalten von Hand prüfen.
Motor ausschalten und die Befestigung erst nach vollständigem Stillstand korrigieren.
Das Fleisch mindestens 30 Minuten locker abgedeckt ruhen lassen.
Das bereits geschnittene Fleisch kurz sammeln und locker abdecken; beim Servieren die knusprigen Stücke zuletzt verteilen.
Schulter und Keule an mehreren dicken Stellen messen und den Knochen vermeiden.
Das Lamm weiterdrehen lassen und die Messung an mehreren Stellen wiederholen.
Die Grundrichtung bleibt erhalten, während der frische Rosmarinduft stärker hervortritt.
Die Würzpaste erhält eine deutlichere Paprikanote und eine kräftigere rote Oberfläche.
Die Zubereitung kann mit einem kleineren ganzen Lamm durchgeführt werden, wenn Spieß und Grill dafür geeignet sind.
Das Lamm kann nach dem Würzen abgedeckt 4–12 Stunden im Kühlschrank marinieren. Vor dem Aufspießen etwa 45 Minuten temperieren.
Häufig gefragt
Die Ausgangsgrundlage sieht ein küchenfertiges ganzes Lamm ohne Innereien mit 14–17 kg vor. Gewicht, Zuschnitt und Spießbefestigung sollten vorher mit dem Metzger abgestimmt werden.
Die Garzeit liegt laut Ausgangsgrundlage ungefähr bei 4½–6 Stunden. Das tatsächliche Gewicht, das Gerät und die Kohleanordnung beeinflussen die Dauer; entscheidend ist die Prüfung an mehreren dicken Stellen.
Die Kohlen liegen seitlich und nicht direkt unter dem Fleisch. So kann das große Stück langsam garen, während die Oberfläche weniger schnell verbrennt und Fett nicht unmittelbar in offene Flammen tropft.
Nach den ersten 45 Minuten wird das Lamm ungefähr alle 30 Minuten dünn mit der Zitronen-Öl-Baste bestrichen. Die Flüssigkeit darf nicht über offene Flammen gegossen werden.
Nach etwa 4½ Stunden wird an mehreren dicken Stellen von Schulter und Keule gemessen, ohne den Knochen zu berühren. Das Lamm bleibt auf dem Spieß, bis an den geprüften Stellen mindestens 70 °C erreicht sind.
Zuerst werden Keulen und Schultern ausgelöst. Danach wird das Fleisch quer zur Faser in Scheiben oder grobe Stücke geschnitten und mit Zitronenspalten auf einer großen Platte angerichtet.
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