Marmoriertes Fleisch verwenden
Eine gute Marmorierung unterstützt beim direkten und indirekten Grillen ein saftiges Ergebnis.
Schwedische Grillküche
Einzelne Entrecôte-Steaks werden direkt angegrillt und anschließend indirekt fertig gegart. Dazu gibt es KartoffelFestkochende Kartoffeln behalten beim warmen Mischen mit der Brühe ihre Form und eignen sich deshalb besonders für den Kartoffelsalat.-Lauch-Päckchen, buntes Gemüse vom Grill und selbst gemachte Rotweinbutter.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Diese schwedische Rezeptvariante verbindet kräftig marmoriertes Rindfleisch mit unkomplizierten Beilagen vom Grill. Die Steaks erhalten zuerst direkte HitzeGrillmethode, bei der das Grillgut unmittelbar über der Hitzequelle liegt und schnell gegart oder gebräunt wird. für eine kräftige KrusteEine Kruste ist die gebräunte Außenschicht eines Lebensmittels und sorgt oft für festen oder knusprigen Biss. und garen anschließend unter dem Deckel in der indirekten Zone bis zur gewünschten rosa KerntemperaturDie Temperatur im Inneren eines Lebensmittels an seiner dicksten Stelle..
Kräftig geröstete, außen herzhafte Entrecôte mit zartem rosa Kern treffen auf cremige, leicht säuerlich-würzige Rotweinbutter. Die Kartoffeln sind weich, der Lauch mild und das übrige Gemüse weich gegart, aber noch bissfest.
Schritt für Schritt
Den Rotwein mit der fein gewürfelten roten Zwiebel in einem kleinen Topf aufkochen. Bei mittlerer Hitze auf etwa 30 ml einkochenEine Sauce köcheln lassen, damit Wasser verdampft und sie konzentrierter wird. lassen. Die ReduktionDurch Einkochen konzentrierte Flüssigkeit, bei der Wasser verdampft und Geschmack sowie Konsistenz stärker werden. durch ein feines Sieb gießen und vollständig abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Die Flüssigkeit ist auf etwa 30 ml reduziert.
Die weiche Butter mit Salz und Pfeffer cremig rühren. Die kalte Rotweinreduktion nach und nach unterarbeiten. Die Butter auf ein Stück Backpapier geben, zu einer Rolle formen und mindestens 45 Minuten kalt stellen.
Daran erkennst du es: Die Butter ist fest genug, um in Scheiben geschnitten zu werden.
Den Grill für zwei Temperaturzonen vorbereiten: eine direkte Zone mit hoher Hitze von etwa 230–250 °C und eine indirekte Zone von etwa 190–200 °C. Bei einem HolzkohlegrillGrillgerät, bei dem Holzkohle die Garhitze und häufig ein rauchiges Aroma liefert. die GlutGut durchgeglühte Holzkohle als Hitzequelle für direktes oder indirektes Grillen. auf einer Seite verteilen; beim Gasgrill nur einen Teil der Brenner voll aufdrehen.
Daran erkennst du es: Zwei klar getrennte Grillzonen sind eingerichtet.
Wichtig: Beim Öffnen des heißen Grills auf austretende Hitze achten.
Kartoffeln schälen oder gründlich waschen und in etwa 5 mm dünne Scheiben schneiden. Den Lauch längs halbieren, gründlich waschen und in feine Ringe schneiden. Kartoffeln und Lauch mit Salz und Pfeffer mischen, auf vier große Folienstücke verteilen und jeweils mit 7,5 g Butter belegen. Die Päckchen dicht verschließen.
Daran erkennst du es: Die Folienpäckchen sind dicht verschlossen und gleichmäßig portioniert.
Möhren längs halbieren und in dünne Stifte schneiden. ChampignonsDie Pilze sollten möglichst trocken in die Pfanne kommen. vierteln, die rote Zwiebel in Spalten schneiden und die Chilischote fein hacken. Mit ZuckerschotenJunge Erbsenschoten, deren zarte Hülse mitgegessen wird und die meist knackig gegart werden., Salz und Pfeffer mischen, auf vier Folienstücke verteilen und jeweils mit 7,5 g Butter belegen. Die Päckchen dicht verschließen.
Daran erkennst du es: Die Gemüsepäckchen sind dicht verschlossen und gleichmäßig portioniert.
Die Kartoffel-Lauch-Päckchen auf die indirekte Grillzone legen, den Deckel schließen und 25–30 Minuten garen. Nach etwa 15 Minuten die Gemüsepäckchen dazulegen und bis zum Ende mitgaren. Die Kartoffeln sollen weich sein, das übrige Gemüse aber noch Biss behalten.
Daran erkennst du es: Die Kartoffeln sind weich; das übrige Gemüse bleibt noch bissfest.
Wichtig: Die Folie und der austretende Dampf sind sehr heiß; Päckchen vorsichtig öffnen.
Die Entrecôte-Steaks 20 Minuten vor dem Grillen aus dem Kühlschrank nehmen, mit Öl bestreichen und rundum salzen und pfeffern. Auf der direkten Zone 3–4 Minuten pro Seite grillen, bis eine kräftige Grillkruste entstanden ist.
Daran erkennst du es: Die Steaks haben eine kräftige Grillkruste.
Wichtig: Rohes Fleisch und verwendete Arbeitsflächen getrennt von verzehrfertigen Zutaten halten.
Die Steaks auf die indirekte Zone legen und unter geschlossenem Deckel weitere 2–3 Minuten garen. Mit dem Grillthermometer prüfen und die Steaks bei 52–54 °C Kerntemperatur vom Grill nehmen. Nach der Ruhezeit liegen sie ungefähr bei 55–58 °C und bleiben innen rosa.
Daran erkennst du es: 52–54 °C Kerntemperatur beim Abnehmen; nach der Ruhezeit ungefähr 55–58 °C.
Wichtig: Die angegebene Kerntemperatur beschreibt den gewünschten rosa Gargrad, nicht eine allgemeine Sicherheitsfreigabe.
Die Steaks 5 Minuten locker ruhen lassen. Die Rotweinbutter in Scheiben schneiden. Die Entrecôte mit den geöffneten Gemüse- und Kartoffel-Lauch-Päckchen sowie der Rotweinbutter servieren.
Daran erkennst du es: Die Steaks sind nach der Ruhezeit innen rosa und die Butter lässt sich in Scheiben schneiden.
Gut zu wissen
Eine gute Marmorierung unterstützt beim direkten und indirekten Grillen ein saftiges Ergebnis.
Etwa 5 mm dünne Kartoffelscheiben garen im verschlossenen Päckchen innerhalb der angegebenen Zeit gleichmäßig.
Die Rotwein-Zwiebel-Reduktion muss vor dem Unterarbeiten kalt sein, damit die weiche Butter ihre cremige Struktur behält.
Magerer und meist etwas zarter, aber weniger kräftig marmoriert; die Steaks können schneller die Zieltemperatur erreichen.
Rinderfilet in vier etwa gleich dicke Steaks portionieren und die Kerntemperatur bereits früher prüfen.
Die Butter erhält weiterhin eine fruchtige Rotwein-Note, aber meist weniger Tiefe und weniger konzentrierte Weinaromen.
Die alkoholfreie Variante wie angegeben mit der Zwiebel einkochen und ebenfalls auf etwa 30 ml reduzieren.
Die Rotweinbutter wird pflanzlich, kann aber etwas weicher oder aromatisch anders ausfallen; die Beilagen erhalten weniger Butteraroma.
Eine feste, zum Aufschlagen geeignete pflanzliche Margarine verwenden. Für die Rotweinbutter gut kühlen, damit sie schnittfest wird.
Die Reduktion vollständig abkühlen lassen und erst dann nach und nach unterarbeiten.
Die Masse nochmals kalt stellen und anschließend vorsichtig cremig rühren; bei starker Trennung gelingt die ursprüngliche Struktur möglicherweise nicht vollständig.
Gleichmäßig dünne Scheiben schneiden und die Folie sorgfältig verschließen.
Das Päckchen wieder dicht verschließen und auf der indirekten Zone weitergaren, bis die Kartoffeln weich sind.
Die Temperatur an der dicksten Stelle frühzeitig messen und die Steaks bei 52–54 °C vom Grill nehmen.
Die Steaks sofort ruhen lassen und erst danach aufschneiden; eine zu hohe Kerntemperatur lässt sich nicht zurücknehmen.
Die Päckchen dicht verschließen und nur zur Garprobe am Ende vorsichtig öffnen.
Päckchen wieder verschließen und bei geschlossenem Deckel weitergaren.
Die Rotweinbutter kann mit fein gehackten frischen Kräutern aromatisiert werden, ohne die Grundmethode zu verändern.
Für eine mildere Beilage wird die Chilischote weggelassen. Die übrige Gemüsezusammenstellung bleibt erhalten.
Die Rotweinbutter kann bis zu 24 Stunden vorher hergestellt und gut verpackt gekühlt werden. Kartoffeln und Gemüse können vorab geschnitten und bis zum Verpacken gekühlt aufbewahrt werden.
Übrig gebliebene Steaks, Päckchen und Rotweinbutter getrennt voneinander abkühlen lassen und anschließend abgedeckt im Kühlschrank lagern.
Gegarte Reste nicht längere Zeit ungekühlt stehen lassen.
Das Einfrieren wird wegen möglicher Qualitätsverluste bei gegrilltem Steak, Kartoffeln, Gemüse und der Butter nicht empfohlen.
Häufig gefragt
Die Steaks werden bei 52–54 °C Kerntemperatur vom Grill genommen und erreichen nach 5 Minuten Ruhezeit ungefähr 55–58 °C.
Die direkte Zone sorgt für die Grillkruste. In der indirekten Zone können die Steaks unter dem Deckel kontrolliert bis zur gewünschten Kerntemperatur fertig garen.
Ja. Sie kann bis zu 24 Stunden vorher hergestellt und gut verpackt im Kühlschrank aufbewahrt werden.
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