Ganzes Lamm vom Drehspieß

Großes Lamm am Drehspieß

Ein küchenfertiges ganzes Lamm wird mit einer würzigen Paprika-Kreuzkümmel-Paste mariniert, auf einem stabilen Drehspieß befestigt und langsam über indirekter Holzkohle gegart. Nach dem Ruhen wird es aufgeschnitten und mit Zitronenspalten serviert.

Zum Rezept
Ganzes Lamm vom Drehspieß
Vorbereitung 75 Minuten
Kochen / Backen 6 Stunden
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 12 Std. 45 Min.
Gesamtzeit ca. 14 Std. 30 Min.
Menge Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Braten und Schmorbraten
Prägende Zutatenfamilie Fleisch, Kräuter und Gewürze
Prägende Zubereitungsverfahren Grillen
Würzanwendung Marinieren, Während des Garens bestreichen oder begießen
Servierrolle Als Hauptgericht vorgesehen
Grill-Hitzeanordnung Indirekte Grillzone

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die langsame Drehung gart das große Stück gleichmäßig und unterstützt eine rundum gebräunte Oberfläche.
  • Die Würzpaste verbindet trockene Gewürze mit Öl, Zitronensaft und Knoblauch und haftet dadurch gut am Fleisch.
  • Indirekte Holzkohlehitze schützt die Oberfläche vor zu schnellem Verbrennen, während Schulter und Keule Zeit zum Garen bekommen.
  • Das regelmäßige Bestreichen mit Zitronen-Öl-Mischung hält die Oberfläche aromatisch und unterstützt die kräftige Grillnote.

Dieses ganze Lamm vom Drehspieß ist für große, gesellige Runden gedacht. Das Lamm wird sorgfältig befestigt, zunächst stärker angebräunt und anschließend bei moderater indirekter Hitze langsam gegart. Knoblauch, Zwiebel, Paprika, Kreuzkümmel, RosmarinEin intensiv würziges Küchenkraut mit harzigen, leicht pfeffrigen Noten. und Zitrone geben dem Fleisch eine würzige, frische Richtung, ohne eine bestimmte geschützte Originaltradition zu beanspruchen.

Außen entsteht eine kräftig gebräunte, würzige Kruste mit Paprika- und Röstaromen. Das Fleisch duftet nach Knoblauch, Rosmarin und Zitrone; die saftigen inneren Stücke werden zusammen mit den knusprigen äußeren Partien auf einer großen Platte angerichtet.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Lamm vorbereiten und marinieren

  1. Lamm küchenfertig vorbereiten

    Das Lamm vom Metzger vollständig ausnehmen, sauber zuschneiden und außen trocknen lassen. Lose Haut- oder Fleischlappen entfernen, ohne die schützende Fettschicht unnötig abzuschneiden.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Lamm ist sauber zugeschnitten, vollständig ausgenommen und außen trocken.

    • Gewicht, Zuschnitt und passende Rückenspange mehrere Tage vorher mit dem Metzger abstimmen.

    Wichtig: Nur auf einer ausreichend großen, sauberen und lebensmittelechten Arbeitsfläche arbeiten.

  2. Würzpaste anrühren

    Salz, Pfeffer, Zwiebelpulver, Knoblauchpulver, Kreuzkümmel und Paprikapulver mischen. Olivenöl, 120 ml Zitronensaft und den zerdrückten Knoblauch einarbeiten, bis eine dicke Würzpaste entsteht.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Paste ist dick, gleichmäßig vermischt und haftet an einem Löffel.

    • Die trockenen Gewürze zuerst gleichmäßig verteilen, damit sich keine Salz- oder Paprikaklumpen bilden.
  3. Lamm würzen und binden

    Die Würzpaste innen und außen gründlich auf dem Lamm verteilen. Die geviertelten Zwiebeln und die Hälfte des Rosmarins in die Bauchhöhle legen. Vorder- und Hinterläufe eng am Körper fixieren und lose Bauchlappen anlegen, damit während des Drehens nichts ausschlägt.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Lamm ist innen und außen gewürzt; Läufe und lose Teile liegen eng am Körper an.

    • Die Bauchhöhle nicht überfüllen, damit das Lamm stabil bleibt und ausgewogen auf dem Spieß läuft.
  4. Marinieren und temperieren

    Das gewürzte Lamm in eine ausreichend große, saubere Wanne legen, abdecken und 4–12 Stunden im Kühlschrank marinieren. Vor dem Aufspießen etwa 45 Minuten aus dem Kühlschrank nehmen, damit die Oberfläche nicht eiskalt auf den Grill kommt.

    4 Stunden

    Daran erkennst du es: Die Mindestmarinierzeit von 4 Stunden ist erreicht; vor dem Aufspießen steht das Lamm etwa 45 Minuten temperiert bereit.

    • Die Wanne während der gesamten Marinierzeit abgedeckt im Kühlschrank halten.

    Wichtig: Das rohe Lamm bis zum Aufspießen gekühlt halten und nicht ungekühlt stehen lassen.

Grill und Drehspieß vorbereiten

  1. Indirekte Kohlezone einrichten

    Die Holzkohle entzünden und vollständig durchglühen lassen. Eine große Tropfschale mittig unter dem späteren Drehspieß platzieren und die Kohlen links und rechts davon verteilen. Es darf keine offene Flamme direkt am Fleisch stehen. Den Grill nach Geräteanleitung auf etwa 180–190 °C Garraumtemperatur bringen.

    45 Minuten 185 °C

    Daran erkennst du es: Die Kohlen glühen gleichmäßig und die indirekte Hitzezone hält etwa 180–190 °C.

    • Die Tropfschale fängt Fett und austretende Flüssigkeit auf und erleichtert das Nachregeln.

    Wichtig: Offene Flammen direkt unter dem Fleisch vermeiden; Fett kann sonst Stichflammen auslösen.

  2. Lamm auf dem Spieß sichern

    Den Spieß mittig durch die Wirbelsäulenlinie führen. Die Rückenspange nach Geräteanleitung durch den Rücken setzen und festziehen. Beide Spießgabeln tief in den festen Fleischpartien verankern, die Flügel oder Vorderläufe zusätzlich anlegen und alle losen Teile mit Metzgerschnur sichern. Den Spieß vor dem Einschalten des Motors von Hand drehen und prüfen, ob das Lamm ausgewogen läuft und nirgendwo anstößt.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Lamm läuft beim manuellen Drehen ausgewogen und stößt an keiner Stelle an.

    • Die Befestigung vor dem Einsetzen in den Grill vollständig prüfen; nachträgliche Korrekturen über der heißen Kohle vermeiden.

    Wichtig: Die Tragfähigkeit von Spieß, Motor, Gabeln und Rückenhalter muss zum Gewicht des Lamms passen.

Lamm garen und bestreichen

  1. Anbräunen und Temperatur einregeln

    Den Spieß einsetzen, die Tropfschale kontrollieren und den Motor einschalten. Das Lamm die ersten 30 Minuten bei etwa 190–200 °C drehen lassen, damit die Oberfläche Farbe bekommt. Danach die Kohlen so nachregeln, dass die Temperatur bei etwa 150–165 °C bleibt. Bei Bedarf portionsweise glühende Kohlen nachlegen, aber weiterhin direkte Flammen vermeiden.

    30 Minuten 195 °C

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche beginnt gleichmäßig zu bräunen und der Spieß dreht ohne Stocken.

    • Nach den ersten 30 Minuten die Kohlen nach außen schieben und die niedrigere Garraumtemperatur einregeln.

    Wichtig: Während des laufenden Motors nicht in die Nähe der rotierenden Spießgabeln greifen.

  2. Baste anrühren und auftragen

    Für die Baste 100 ml Zitronensaft, Wasser, 100 ml Olivenöl, 10 g Meersalz und den restlichen Rosmarin verrühren. Nach den ersten 45 Minuten das Lamm etwa alle 30 Minuten dünn damit bestreichen. Nicht über die offene Flamme gießen; tropfendes Fett kann sonst Stichflammen auslösen.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Baste ist gleichmäßig vermischt und wird in dünnen Schichten aufgetragen.

    • Nur dünn bestreichen, damit die Oberfläche nicht unnötig durchweicht und keine Flüssigkeit in offene Flammen tropft.

    Wichtig: Die Baste niemals direkt über offene Flammen gießen.

  3. Gargrad prüfen

    Nach etwa 4½ Stunden erstmals die Kerntemperatur prüfen. Das Thermometer an mehreren dicken Stellen von Schulter und Keule einstechen, ohne den Knochen zu berühren. Das Lamm weiterdrehen lassen, bis an den geprüften Stellen mindestens 70 °C erreicht sind. Wenn die Oberfläche schon stark bräunt, die Kohlen weiter nach außen schieben oder die Temperatur etwas senken.

    4 Std. 30 Min.

    Daran erkennst du es: An mehreren dicken Stellen von Schulter und Keule werden mindestens 70 °C angezeigt.

    • An mehreren Stellen messen, weil Schulter und Keule unterschiedlich schnell garen können.

    Wichtig: Das Thermometer zwischen den Messungen reinigen und den Knochen beim Messen nicht berühren.

Ruhen, tranchieren und servieren

  1. Lamm abnehmen und ruhen lassen

    Den Motor ausschalten, den Spieß mit zwei Personen und hitzefesten Handschuhen herausheben und das Lamm auf eine große saubere Platte legen. Rückenspange, Gabeln und Schnüre vorsichtig entfernen. Das Fleisch locker abdecken und 30–45 Minuten ruhen lassen.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Lamm hat mindestens 30 Minuten geruht und lässt sich sicher weiterverarbeiten.

    • Das Fleisch nur locker abdecken, damit die Oberfläche möglichst knusprig bleibt.

    Wichtig: Den heißen Spieß immer mit zwei Personen und hitzefesten Handschuhen bewegen.

  2. Tranchieren und anrichten

    Zuerst Keulen und Schultern auslösen, danach das Fleisch quer zur Faser in Scheiben oder grobe Stücke schneiden. Mit den Zitronenspalten servieren und die knusprigen äußeren Stücke gleichmäßig auf der Platte verteilen.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Fleisch ist quer zur Faser geschnitten und mit äußeren knusprigen Stücken sowie Zitronenspalten angerichtet.

    • Schulter und Keule zuerst auslösen, damit die großen Fleischstücke leicht portionierbar sind.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Gewicht bestimmt die Garzeit: Bei einem ganzen Lamm von 14–17 kg können Garzeit und Kohleverbrauch deutlich variieren. Die angegebene Garzeit ist ein Richtwert; der Gargrad wird an mehreren dicken Stellen geprüft.
  • Indirekte Hitze beibehalten: Die Kohlen liegen links und rechts der Tropfschale. Direkte Flammen am Fleisch vermeiden und die Kohlen nach außen schieben, falls die Oberfläche zu schnell bräunt.
  • Balance des Spießes prüfen: Vor dem Einschalten des Motors den beladenen Spieß von Hand drehen. Ein unausgewogen laufendes Lamm belastet Motor und Befestigung und kann beim Drehen anstoßen.
  • Ruhezeit einhalten: Die Ruhezeit erleichtert das sichere Tranchieren und gibt dem Fleisch Zeit, sich vor dem Servieren zu stabilisieren.

Zutatenwissen

Rechtzeitig beim Metzger bestellen

Ein ganzes küchenfertiges Lamm sollte mehrere Tage vorher bestellt werden. Gewicht, Ausnehmen, Zuschnitt und passende Rückenspange können dabei abgestimmt werden.

Zwei Salzverwendungen

Das Salz für die Würzpaste und die 10 g Salz für die Baste bleiben als getrennte Zutatenmengen erhalten.

Rosmarin aufteilen

Die Hälfte des Rosmarins kommt in die Bauchhöhle; der restliche Rosmarin wird in der Baste verwendet.

Sinnvolle Alternativen

Geeignete Grillbriketts

Briketts brennen meist gleichmäßiger und länger; das Aroma kann etwas weniger rauchig ausfallen.

Briketts vollständig durchglühen lassen und wie die Holzkohle links und rechts der Tropfschale verteilen. Die Temperatur weiterhin über die Kohlenmenge und deren Abstand zum Fleisch regeln.

Limettensaft und Limettenspalten

Die Säure wirkt etwas frischer und aromatischer; die Zitrusnote verändert sich gegenüber Zitrone.

Zitronensaft in der Würzpaste und Baste durch Limettensaft ersetzen. Zum Servieren Limettenspalten verwenden.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Oberfläche verbrennt oder es entstehen Stichflammen.

Die Tropfschale mittig platzieren, die Kohlen seitlich verteilen und offene Flammen vermeiden.

Kohlen sofort nach außen schieben, Flammen abklingen lassen und die Temperatur vorübergehend senken.

Der Spieß läuft unruhig oder stößt beim Drehen an.

Rückenspange und Gabeln fest verankern, lose Teile mit Metzgerschnur sichern und den Spieß vor dem Einschalten von Hand prüfen.

Motor ausschalten und die Befestigung erst nach vollständigem Stillstand korrigieren.

Beim Schneiden tritt viel Saft aus und die Scheiben lassen sich schlecht portionieren.

Das Fleisch mindestens 30 Minuten locker abgedeckt ruhen lassen.

Das bereits geschnittene Fleisch kurz sammeln und locker abdecken; beim Servieren die knusprigen Stücke zuletzt verteilen.

Der Gargrad wird falsch eingeschätzt.

Schulter und Keule an mehreren dicken Stellen messen und den Knochen vermeiden.

Das Lamm weiterdrehen lassen und die Messung an mehreren Stellen wiederholen.

Varianten

Rosmarinbetonte Variante

Die Grundrichtung bleibt erhalten, während der frische Rosmarinduft stärker hervortritt.

Kräftigere Paprikawürzung

Die Würzpaste erhält eine deutlichere Paprikanote und eine kräftigere rote Oberfläche.

Kleineres ganzes Lamm

Die Zubereitung kann mit einem kleineren ganzen Lamm durchgeführt werden, wenn Spieß und Grill dafür geeignet sind.

Servieren und kombinieren

  • Auf großer Platte servieren: Das tranchierte Fleisch auf einer großen Platte anrichten und knusprige äußere Stücke gleichmäßig zwischen Schulter- und Keulenfleisch verteilen.
  • Mit Zitronenspalten begleiten: Zitronenspalten direkt auf der Platte oder daneben reichen, damit sich die Gäste nach Geschmack frische Säure über das Fleisch geben können.
  • Gemeinsam tranchieren: Das Lamm erst vollständig ruhen lassen und anschließend vor den Gästen in Keulen, Schultern und quer geschnittene Stücke zerlegen.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Das Lamm kann nach dem Würzen abgedeckt 4–12 Stunden im Kühlschrank marinieren. Vor dem Aufspießen etwa 45 Minuten temperieren.

Lebensmittelsicherheit

  • Kühlung des rohen Lamms: Das gewürzte rohe Lamm während der Marinierzeit abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren und erst kurz vor dem Aufspießen herausnehmen.
  • Stichflammen: Keine offene Flamme direkt unter dem Fleisch zulassen und Baste nicht über offene Flammen gießen, weil tropfendes Fett Stichflammen auslösen kann.
  • Heißes und schweres Grillgut: Den heißen Spieß mit zwei Personen und hitzefesten Handschuhen herausheben. Vor dem Einschalten des Motors die Balance und alle Befestigungen kontrollieren.
  • Garprüfung: Die Kerntemperatur an mehreren dicken Stellen von Schulter und Keule messen und den Knochen vermeiden.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Welches Gewicht sollte das Lamm haben?

Die Ausgangsgrundlage sieht ein küchenfertiges ganzes Lamm ohne Innereien mit 14–17 kg vor. Gewicht, Zuschnitt und Spießbefestigung sollten vorher mit dem Metzger abgestimmt werden.

Wie lange muss das ganze Lamm garen?

Die Garzeit liegt laut Ausgangsgrundlage ungefähr bei 4½–6 Stunden. Das tatsächliche Gewicht, das Gerät und die Kohleanordnung beeinflussen die Dauer; entscheidend ist die Prüfung an mehreren dicken Stellen.

Warum wird das Lamm indirekt gegart?

Die Kohlen liegen seitlich und nicht direkt unter dem Fleisch. So kann das große Stück langsam garen, während die Oberfläche weniger schnell verbrennt und Fett nicht unmittelbar in offene Flammen tropft.

Wann wird das Lamm bestrichen?

Nach den ersten 45 Minuten wird das Lamm ungefähr alle 30 Minuten dünn mit der Zitronen-Öl-Baste bestrichen. Die Flüssigkeit darf nicht über offene Flammen gegossen werden.

Wie wird der Gargrad geprüft?

Nach etwa 4½ Stunden wird an mehreren dicken Stellen von Schulter und Keule gemessen, ohne den Knochen zu berühren. Das Lamm bleibt auf dem Spieß, bis an den geprüften Stellen mindestens 70 °C erreicht sind.

Wie wird das Lamm serviert?

Zuerst werden Keulen und Schultern ausgelöst. Danach wird das Fleisch quer zur Faser in Scheiben oder grobe Stücke geschnitten und mit Zitronenspalten auf einer großen Platte angerichtet.

Aus unserer Küche

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