Kompakt binden
Die ausgelöste Lammkeule mit der Fettseite nach außen zu einer kompakten Rolle formen und in Abständen von etwa 4–5 cm binden. So bleibt sie beim Drehen stabil.
Internationale Drehspießküche
Eine große, gebundene Lammkeule wird mit Zitrone, Knoblauch, Kräutern und warmen Gewürzen mariniert und über indirekter Grillhitze am Drehspieß gegart. In dünnen Scheiben quer zur Faser serviert, eignet sie sich als eindrucksvolles Hauptgericht für viele Gäste.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Diese würzige Lammkeule verbindet frische Zitrone, Knoblauch und Kräuter mit Kreuzkümmel, Koriander und Paprika. Durch das Binden bleibt das ausgelöste Fleisch kompakt, dreht gleichmäßig über der Tropfschale und erhält rundum eine aromatische Kruste.
Außen entwickelt die Lammkeule eine würzige, leicht gebräunte Kruste. Im Inneren bleibt sie bei 63 °C Kerntemperatur zart und saftig, mit frischer Zitronennote, Knoblauch, Kräutern und warmen Gewürzaromen.
Schritt für Schritt
Olivenöl, Zitronensaft, Knoblauch, Petersilie, Rosmarin, Kreuzkümmel, Koriander, Paprikapulver, Pfeffer und Salz gründlich verrühren. 120 ml der Marinade abnehmen und in einem kleinen Topf einmal vollständig aufkochen. Eine Minute sprudelnd kochen lassen, anschließend abkühlen lassen und abgedeckt kalt stellen. Diese Portion wird später zum Bepinseln verwendet.
Daran erkennst du es: Die abgenommene Marinade hat einmal vollständig aufgekocht und kocht eine Minute sprudelnd.
Falls die Lammkeule in einem elastischen Netz liegt, das Netz entfernen. Die Keule trocken tupfen, mit der Fettseite nach außen zu einer kompakten Rolle formen und mit Küchengarn in Abständen von etwa 4–5 cm binden. Die Fettschicht flach kreuzweise einschneiden, ohne tief in das Fleisch zu schneiden. Die restliche Marinade rundum verteilen, die Keule abdecken und 6–12 Stunden im Kühlschrank marinieren. Nach der Hälfte der Zeit einmal wenden.
Daran erkennst du es: Die Marinade bedeckt die Oberfläche gleichmäßig, die Keule ist kompakt gebunden und durchgehend gekühlt.
Wichtig: Die Lammkeule während der gesamten Marinierzeit im Kühlschrank aufbewahren.
Die Lammkeule etwa 45 Minuten vor dem Grillen aus dem Kühlschrank nehmen. Überschüssige Marinade leicht abstreifen, damit sie beim Garen nicht in die Glut tropft. Die Bindung prüfen und lose Enden erneut festbinden.
Daran erkennst du es: Die Keule ist kompakt gebunden und überschüssige Marinade tropft nicht mehr von der Oberfläche.
Den Grill für indirekte Drehspießhitze auf 180–190 °C vorheizen. Beim Gasgrill die mittleren Brenner ausschalten und die äußeren Brenner so einstellen, dass die Temperatur stabil bleibt. Beim Holzkohlegrill die Glut seitlich aufteilen und unter dem Fleisch eine hitzefeste Tropfschale einsetzen. 250 ml Wasser in die Tropfschale geben. Das Fleisch darf nicht direkt über einer offenen Flamme liegen.
Daran erkennst du es: Die Grilltemperatur bleibt stabil im Bereich von 180–190 °C und unter der Keule steht die Tropfschale.
Wichtig: Das Fleisch nicht über einer offenen Flamme platzieren.
Die Spießstange längs durch die Mitte der Lammkeule führen. Die beiden Gabeln auf gegenüberliegenden Seiten tief in das Fleisch drücken und nach der Anleitung des konkreten Geräts festziehen. Die Keule von Hand drehen und prüfen, ob sie ausbalanciert ist. Den Motor kurz ohne Hitze laufen lassen; erst wenn der Spieß ruhig und gleichmäßig dreht, den Drehspieß einsetzen.
Daran erkennst du es: Die Lammkeule dreht sich ruhig, gleichmäßig und ohne starkes Pendeln.
Wichtig: Den Motor zunächst ohne Hitze prüfen und beim Einsetzen hitzefeste Handschuhe verwenden.
Den Motor einschalten, den Deckel schließen und die Lammkeule bei 180–190 °C indirekt garen. Nach etwa 60 Minuten erstmals die Kerntemperatur im dicksten Teil prüfen. Je nach Gewicht, Form und Grill dauert die Garzeit insgesamt etwa 1 Stunde 45 Minuten bis 2 Stunden 30 Minuten.
Daran erkennst du es: Die Lammkeule gart gleichmäßig, dreht ruhig und die Kerntemperatur steigt im dicksten Teil kontinuierlich an.
Wichtig: Die Kerntemperatur im dicksten Teil kontrollieren, bevor das Fleisch vom Grill genommen wird.
Während der letzten 30 Minuten zweimal mit der abgekochten Marinade bepinseln. Wird die Oberfläche zu dunkel, die Temperatur auf etwa 170–180 °C reduzieren oder die dünnen Enden locker mit Aluminiumfolie schützen. Die Folie darf nicht in den Drehmechanismus gelangen.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist gleichmäßig würzig gebräunt, ohne zu dunkel zu werden.
Wichtig: Aluminiumfolie darf nicht in den Drehmechanismus gelangen.
Die Lammkeule vom Grill nehmen, sobald im dicksten Teil 63 °C erreicht sind. Den Motor ausschalten, den Spieß mit hitzefesten Handschuhen aus dem Grill nehmen und das Fleisch vorsichtig von der Stange lösen. Die Keule locker mit Folie abdecken und 20 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Die Lammkeule hat im dicksten Teil 63 °C erreicht und ruht locker abgedeckt.
Wichtig: Beim Herausnehmen des heißen Spießes hitzefeste Handschuhe verwenden.
Küchengarn entfernen und die Lammkeule quer zur Faser in dünne Scheiben schneiden. Sofort servieren und den Bratensaft aus der Ruhephase über die Scheiben geben.
Daran erkennst du es: Die Scheiben sind dünn, quer zur Faser geschnitten und mit Bratensaft benetzt.
Gut zu wissen
Die ausgelöste Lammkeule mit der Fettseite nach außen zu einer kompakten Rolle formen und in Abständen von etwa 4–5 cm binden. So bleibt sie beim Drehen stabil.
Der Zitronensaft bringt Frische und eine leichte Säurenote in die Marinade. Die angegebene Menge wird vollständig mit Öl, Kräutern und Gewürzen verrührt.
Das Salz wird mit den übrigen Marinadenzutaten verrührt und ist als feste Menge von 24 g vorgesehen. Zusätzliches Salz zum Abschmecken ist nicht vorgesehen.
Die Hitze seitlich anordnen, eine Tropfschale einsetzen und die Keule indirekt bei 180–190 °C garen.
Die Keule in den indirekten Bereich umsetzen und die Temperatur vorübergehend auf etwa 170–180 °C reduzieren.
Die Keule vor dem Einsetzen von Hand drehen, die Gabeln gegenüberliegend tief eindrücken und den Motor zunächst ohne Hitze prüfen.
Motor ausschalten, die Keule neu positionieren und die Befestigung nachziehen.
Die Keule vor dem Aufspießen leicht abstreifen und die Tropfschale unter dem Fleisch platzieren.
Die Keule vorübergehend aus dem direkten Rauch- oder Flammenbereich nehmen und die Hitze stabilisieren.
Das Fleisch nach dem Grillen locker abdecken und die Ruhezeit einhalten.
Die geschnittenen Scheiben mit dem aufgefangenen Bratensaft servieren.
Die Lammkeule kann gebunden, mit der restlichen Marinade eingerieben und bis zu 12 Stunden abgedeckt im Kühlschrank mariniert werden. Die zum Bepinseln bestimmte Marinade separat aufkochen, abkühlen lassen und ebenfalls kalt stellen.
Häufig gefragt
Ja. Beim Gasgrill werden die mittleren Brenner ausgeschaltet und die äußeren Brenner reguliert. Beim Holzkohlegrill wird die Glut seitlich aufgeteilt. In beiden Fällen gart die Keule indirekt über einer Tropfschale.
Die Garzeit beträgt je nach Gewicht, Form und Grill etwa 1 Stunde 45 Minuten bis 2 Stunden 30 Minuten. Nach etwa 60 Minuten erstmals die Kerntemperatur im dicksten Teil prüfen.
Die Anleitung sieht vor, die Lammkeule bei 63 °C im dicksten Teil vom Grill zu nehmen. Anschließend ruht sie locker abgedeckt 20 Minuten.
Zum Bepinseln wird die zu Beginn abgenommene Marinade verwendet. Sie wird vorher einmal vollständig aufgekocht, eine Minute sprudelnd gekocht, abgekühlt und bis zur Verwendung kalt gestellt.
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