Adjika
Adjika ist eine würzige Paprika-Knoblauch-Paste. Sie liefert der Marinade Schärfe und Tiefe und wird rundum auf dem Huhn verteilt.
Ganzes Geflügel vom Mangal
Ein aufgeklapptes, mariniertes Ganzhuhn vom Mangal: erst indirekt mit geschlossenem Deckel gegart, dann über der direkten Glut knusprig gebräunt und mit gegrillten Tomaten, Paprika und roten Zwiebeln serviert.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Kənd toyuğu kababı ist ein ganzes, aufgeklapptes Huhn vom Mangal. Die aserbaidschanisch inspirierte Grillfassung verbindet Adjika, Zwiebel, Nar ekşisi, Knoblauch, Pfeffer und Sumach mit einer zweizonigen Grillmethode: Das Huhn gart zunächst indirekt und bekommt zum Schluss direkt über der Glut eine knusprige Haut.
Außen duftet das Huhn würzig und rauchig, die Haut wird goldbraun und knusprig. Das Fleisch bleibt saftig, während Adjika für pikante Schärfe, Nar ekşisi für fruchtige Säure und Sumach für eine herbe Frische sorgen. Das gegrillte Gemüse wird weich, leicht verkohlt und aromatisch.
Schritt für Schritt
Beim Holzkohlegrill die Glut auf einer Seite verteilen und auf der anderen Seite eine Tropfschale einsetzen. Den Grill mit geschlossenem Deckel auf etwa 190–210 °C einregeln. Beim Gasgrill eine starke und eine ausgeschaltete Zone einrichten.
Wichtig: Die Tropfschale hilft, herabtropfendes Fett aus der direkten Glut fernzuhalten.
Das Huhn mit der Brustseite nach unten auf ein Brett legen. Mit einer Geflügelschere links und rechts am Rückgrat entlangschneiden und das Rückgrat entfernen. Das Huhn umdrehen und mit kräftigem Druck auf das Brustbein flach drücken. Trocken tupfen.
Daran erkennst du es: Das Huhn liegt flach und gleichmäßig auf dem Brett.
Wichtig: Rohes Geflügel getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln bearbeiten und die Arbeitsfläche anschließend gründlich reinigen.
Geriebene Zwiebel, Adjika, Öl, Nar ekşisi, Knoblauch, Salz, Pfeffer und Sumach verrühren.
Die Marinade rundum auf dem Huhn verteilen und, soweit möglich, auch vorsichtig unter die Haut der Brust streichen. Das Huhn abgedeckt 4–12 Stunden im Kühlschrank marinieren.
Daran erkennst du es: Die Marinade bedeckt das Huhn gleichmäßig.
Wichtig: Das marinierte Huhn während der gesamten Marinierzeit im Kühlschrank aufbewahren.
Das Huhn 30 Minuten vor dem Grillen aus dem Kühlschrank nehmen. Tomaten halbieren, Paprika längs teilen und die rote Zwiebel in dicke Spalten schneiden. Das Gemüse mit 1 EL Öl vermengen.
Das Huhn mit der Hautseite nach oben über die indirekte Zone legen und den Deckel schließen. 40 Minuten grillen. Bei Bedarf das Huhn einmal drehen, damit es gleichmäßig von der heißen Luft umgeben ist.
Daran erkennst du es: Die Brust ist weitgehend gegart und die Haut beginnt sich zu straffen.
Wichtig: Das Huhn zunächst nicht direkt über die Glut legen, damit die Marinade nicht zu früh verbrennt.
Sobald die dickste Stelle der Brust etwa 60–65 °C erreicht, das Gemüse auf die direkte Zone legen. Tomaten mit der Schnittfläche nach unten, Paprika und Zwiebel direkt grillen. Das Gemüse 10–15 Minuten garen und gelegentlich wenden.
Daran erkennst du es: Das Gemüse ist weich und weist deutliche Grillspuren auf.
Wichtig: Das Huhn bleibt während dieser Phase in der indirekten Zone.
Wenn das Huhn fast gar ist, die Hautseite für 2–4 Minuten über die direkte Glut legen. Dabei aufmerksam bleiben, weil die Marinade schnell bräunt und herabtropfendes Fett Flammen auslösen kann. Bei aufflammender Glut das Huhn sofort zurück in die indirekte Zone legen.
Daran erkennst du es: Die Haut ist gebräunt und knusprig, ohne verbrannte Marinadenstellen.
Wichtig: Bei aufflammender Glut das Huhn sofort in die indirekte Zone zurücklegen.
Das Huhn ist fertig, wenn die dickste Stelle der Brust und die dickste Stelle der Keule mindestens 74 °C erreicht haben. Falls nötig, indirekt in 5–10-Minuten-Schritten weitergrillen und erneut messen.
Daran erkennst du es: Brust und Keule erreichen an ihrer jeweils dicksten Stelle mindestens 74 °C.
Wichtig: Das Huhn erst vom Grill nehmen, wenn beide Messstellen die erforderliche Kerntemperatur erreicht haben.
Das Huhn locker abdecken und 10–15 Minuten ruhen lassen. Anschließend in Portionsstücke teilen und mit den gegrillten Tomaten, Paprikaschoten und Zwiebelspalten servieren.
Daran erkennst du es: Das Huhn lässt sich nach der Ruhezeit sauber in Portionsstücke teilen.
Gut zu wissen
Adjika ist eine würzige Paprika-Knoblauch-Paste. Sie liefert der Marinade Schärfe und Tiefe und wird rundum auf dem Huhn verteilt.
Nar ekşisi ist eine dickflüssige Granatapfelzubereitung mit fruchtiger Säure. Sie steht meist bei den orientalischen Lebensmitteln oder im internationalen Regal.
Sumach ergänzt die Marinade mit einer herben, frischen Säurenote.
Die Marinade wird etwas schärfer und weniger fruchtig.
Adjika durch 1 EL Harissa und 1 EL Paprikapaste ersetzen und beide Zutaten mit den übrigen Marinadenzutaten verrühren.
Die Marinade wird meist süßer und milder.
Nar ekşisi durch 1 EL Granatapfelsirup ersetzen und wie vorgesehen in die Marinade einrühren.
Das Huhn zunächst indirekt garen und die Haut erst am Ende 2–4 Minuten direkt bräunen.
Das Huhn sofort in die indirekte Zone legen und dort bis zur erforderlichen Kerntemperatur weitergrillen.
Eine Tropfschale verwenden und beim direkten Bräunen aufmerksam bleiben.
Das Huhn sofort zurück in die indirekte Zone legen.
Das Huhn locker abdecken und 10–15 Minuten ruhen lassen.
Die Stücke mit dem ausgetretenen Fleischsaft servieren.
Die dickste Stelle der Brust und der Keule mit dem Einstichthermometer prüfen.
Das Huhn in 5–10-Minuten-Schritten indirekt weitergrillen und erneut messen.
Das Huhn lässt sich ebenso auf einem Gasgrill mit einer starken und einer ausgeschalteten Zone zubereiten.
Das Huhn kann 4–12 Stunden vor dem Grillen mariniert und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden.
Häufig gefragt
Ja. Richte eine starke und eine ausgeschaltete Zone ein. Das Huhn gart zunächst über der ausgeschalteten Zone und wird am Ende kurz über der starken Zone gebräunt.
Die Marinierzeit beträgt 4–12 Stunden im Kühlschrank. Das Huhn sollte dabei abgedeckt bleiben.
Prüfe die dickste Stelle der Brust und der Keule mit einem Einstichthermometer. Beide Stellen müssen mindestens 74 °C erreichen.
Lege das Huhn sofort zurück in die indirekte Zone. Die Marinade bräunt schnell und herabtropfendes Fett kann Flammen auslösen.
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