Gegrilltes Beiried mit Kräutermarinade

Österreichische Grillküche

Saftige Beiriedsteaks werden mit Knoblauch, Rosmarin und Thymian mariniert, zuerst direkt angegrillt und anschließend in der indirekten Grillzone rosa fertig gegart.

Zum Rezept
Gegrilltes Beiried mit Kräutermarinade
Vorbereitung 25 Minuten
Kochen / Backen 16 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 85 Minuten
Gesamtzeit ca. 101 Minuten
Menge 4 Beiriedsteaks
Gerichtsform und Gerichtsart Gerichte aus intakten Einzel- und Portionsstücken
Prägende Zutatenfamilie Fleisch, Kräuter und Gewürze
Prägende Zubereitungsverfahren Grillen
Würzanwendung Marinieren
Grill-Hitzeanordnung Direkte Grillzone, Indirekte Grillzone

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die direkte Hitze sorgt für eine aromatische Kruste und deutliche Grillspuren.
  • Das Fertiggaren in der indirekten Zone ermöglicht eine gleichmäßige Kerntemperatur.
  • Knoblauch, Rosmarin und Thymian geben dem Rindfleisch eine herzhafte Kräuternote.
  • Die Ruhezeit hält das Fleisch saftig und erleichtert das Schneiden in breite Scheiben.

Gegrilltes Beiried ist eine unkomplizierte österreichische Grillvariante für gutes Rindfleisch. Die etwa 3 cm dicken Steaks erhalten durch die Kräutermarinade feine Würze, durch die direkte Hitze eine kräftige Kruste und bleiben beim anschließenden indirekten Garen im Kern saftig.

Außen kräftig gebräunt und aromatisch, innen zart und rosa. Die Kräutermarinade verbindet frischen Rosmarin und Thymian mit würzigem Knoblauch, während der austretende Fleischsaft die Scheiben saftig abrundet.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Steaks vorbereiten

    Die Beiriedsteaks mit Küchenpapier trocken tupfen. Falls am Rand noch eine sehr dicke Sehne sitzt, diese vorsichtig entfernen. Den Fettdeckel nicht vollständig wegschneiden.

    • Ein dünner Fettdeckel darf am Steak bleiben und trägt zum Aroma bei.
  2. Kräutermarinade anrühren

    Rapsöl, Knoblauch, Rosmarin, Thymian, Salz und Pfeffer in einer Schüssel verrühren. Die Steaks rundum mit der Kräutermarinade bestreichen, abdecken und 60 Minuten im Kühlschrank ziehen lassen. 20 Minuten vor dem Grillen aus dem Kühlschrank nehmen.

    60 Minuten
    • Die Steaks vor dem Grillen temperieren lassen, damit sie gleichmäßiger garen.

    Wichtig: Die marinierenden Steaks bis zum Grillen abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren.

  3. Grillzonen vorbereiten

    Einen Grill mit Deckel für zwei Temperaturzonen vorbereiten. Die direkte Zone auf etwa 230–250 °C bringen und die indirekte Zone auf etwa 160–180 °C einstellen. Den Rost reinigen und leicht mit etwas Marinadenöl bestreichen.

    240 °C
    • Die beiden Zonen vor dem Auflegen der Steaks vollständig vorbereiten.

    Wichtig: Beim Arbeiten am heißen Grill hitzebeständige Grillhandschuhe oder geeignetes Grillbesteck verwenden.

  4. Direkt angrillen

    Die Steaks über direkter Hitze zunächst 2½–3 Minuten grillen. Wenden und die zweite Seite ebenfalls 2½–3 Minuten grillen.

    6 Minuten 240 °C

    Daran erkennst du es: Beide Seiten zeigen eine kräftige Kruste und deutliche Grillspuren.

    • Den Deckel während dieses kurzen direkten Grillens möglichst geschlossen halten.
  5. Indirekt fertig garen

    Die Steaks anschließend in die indirekte Zone legen und den Deckel schließen. 4–7 Minuten weitergaren, bis sie im Kern 54–56 °C erreichen. So bleibt das Fleisch rosa. Für einen stärker durchgegarten Kern die Steaks bis etwa 58–60 °C ziehen lassen.

    7 Minuten 170 °C

    Daran erkennst du es: Rosa bei 54–56 °C Kerntemperatur; stärker durchgegart bei etwa 58–60 °C.

    • Die Kerntemperatur gegen Ende der angegebenen Zeit prüfen, da die Steaks je nach Dicke unterschiedlich schnell garen.
  6. Ruhen lassen und aufschneiden

    Die Steaks vom Grill nehmen und 5 Minuten locker ruhen lassen. Anschließend quer zur Faser in breite Scheiben schneiden und mit dem aufgefangenen Fleischsaft servieren.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Fleisch lässt sich nach der Ruhezeit sauber quer zur Faser aufschneiden.

    • Mit einem scharfen Messer quer zur Faser schneiden.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Warum zwei Grillzonen?: Die direkte Zone sorgt für die Kruste, während die indirekte Zone das Steak kontrolliert bis zur gewünschten Kerntemperatur gart.
  • Fettdeckel nicht vollständig entfernen: Eine dünne Fettschicht darf am Steak bleiben. Sie schützt das Fleisch beim Grillen und unterstützt das Aroma.
  • Kerntemperatur statt Uhrzeit: Die angegebene Grillzeit ist ein Richtwert für etwa 3 cm dicke Steaks. Für den gewünschten Gargrad ist die Kerntemperatur entscheidend.

Zutatenwissen

Dicke der Steaks

Die angegebene Grillzeit bezieht sich auf etwa 3 cm dicke Beiriedsteaks. Dünnere oder dickere Stücke benötigen entsprechend weniger oder mehr Zeit in der indirekten Zone.

Ölauswahl

Für die Marinade kann Rapsöl oder Sonnenblumenöl verwendet werden.

Kräuter und Knoblauch

Knoblauch, Rosmarin und Thymian werden fein vorbereitet und direkt in die Ölmarinade eingerührt.

Sinnvolle Alternativen

Sonnenblumenöl

Der Geschmack bleibt mild und die Marinade erfüllt denselben Zweck.

Das Rapsöl im gleichen Volumen durch Sonnenblumenöl ersetzen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Das Steak wird außen sehr dunkel, bevor der gewünschte Gargrad erreicht ist.

Nach dem beidseitigen Angrillen in die indirekte Zone wechseln und die Kerntemperatur prüfen.

Das Steak in der indirekten Zone fertig garen und vor dem Anschneiden ruhen lassen.

Beim Anschneiden tritt viel Fleischsaft aus und die Scheiben wirken weniger saftig.

Die Steaks vor dem Schneiden 5 Minuten locker ruhen lassen.

Bereits aufgeschnittene Scheiben mit dem ausgetretenen Fleischsaft servieren.

Das Steak lässt sich nicht kontrolliert bis zur gewünschten Kerntemperatur garen.

Vor dem Auflegen der Steaks beide Temperaturzonen einrichten.

Die Hitze reduzieren oder die Steaks an eine weniger heiße Stelle des Grills verschieben.

Varianten

Medium statt rosa

Für einen stärker durchgegarten Kern die Steaks in der indirekten Zone bis etwa 58–60 °C ziehen lassen.

Servieren und kombinieren

  • In breite Scheiben geschnitten servieren: Das ruhende Beiried quer zur Faser in breite Scheiben schneiden und mit dem aufgefangenen Fleischsaft servieren.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Die Steaks können abgedeckt bis zu 1 Stunde in der Kräutermarinade im Kühlschrank ziehen. 20 Minuten vor dem Grillen aus dem Kühlschrank nehmen.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Wie dick sollen die Beiriedsteaks sein?

Die Steaks sollten etwa 3 cm dick sein. Die angegebene Grillzeit bezieht sich auf diese Stärke.

Wie bleibt das Beiried rosa?

Die Steaks zuerst direkt angrillen und anschließend in der indirekten Zone bis zu einer Kerntemperatur von 54–56 °C garen.

Wie gelingt das Beiried medium?

Für einen stärker durchgegarten Kern die Steaks in der indirekten Zone bis etwa 58–60 °C ziehen lassen.

Kann Sonnenblumenöl verwendet werden?

Ja. Das Rapsöl kann im gleichen Volumen durch Sonnenblumenöl ersetzt werden.

Aus unserer Küche

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