Gochujang finden
Die fermentierte koreanische Chilipaste findest du im koreanischen oder asiatischen Lebensmittelhandel, häufig auch im internationalen Regal größerer Supermärkte.
Südkoreanisch inspirierte BBQ-Küche
Zarte Schweineschulter mit dunkler Grillkruste, fermentierter Gochujang-Schärfe, fruchtigem Gochugaru und einer süß-säuerlichen Sauce. Nach dem indirekten Grillen wird das Fleisch in Folie weich gegart, zerzupft und als Ssam mit Salatblättern und Kimchi serviert.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Dieses Gochujang-Pulled-Pork verbindet südkoreanisch geprägte Würznoten mit der BBQ-Technik des indirekten Grillens. Gochujang bringt fermentierte Schärfe und Umami, Gochugaru eine fruchtige Chiliwürze; Sojasauce, Sesam, Knoblauch, Ingwer und Birne geben der Marinade Tiefe. Die gezupfte Schweineschulter ist eine moderne, international verbreitete Verbindung koreanischer Aromen mit nordamerikanischem Pulled Pork. Auf dem Grill entsteht zuerst eine würzige Kruste, danach wird das Fleisch in Folie weich gegart und in feine Fasern zerlegt.
Die Kruste schmeckt rauchig-würzig und leicht süß, während das Innere saftig, weich und faserig bleibt. Gochujang sorgt für eine fermentierte, tiefe Schärfe, Birne und Honig runden sie ab; Kimchi und knackige Salatblätter setzen säuerliche und frische Akzente.
Schritt für Schritt
Die Schweineschulter trocken tupfen. Salz, braunen Zucker, Gochugaru und schwarzen Pfeffer vermischen und das Fleisch rundherum damit einreiben. Abgedeckt 30 Minuten ruhen lassen.
Gochujang, Sojasauce, Reisessig, Birne, Honig, Sesamöl, Knoblauch, Ingwer, Zwiebel und 120 ml Wasser glatt verrühren. 200 ml davon in ein sauberes Gefäß füllen, abdecken und kalt stellen. Diese unberührte Portion wird später als Finish verwendet.
Wichtig: Das saubere Gefäß und die zurückbehaltene Sauce von der gebrauchten Marinade getrennt halten.
Die übrige Marinade über die Schweineschulter geben und das Fleisch darin wenden. Abgedeckt 8–12 Stunden im Kühlschrank marinieren.
Wichtig: Die Schweineschulter während der gesamten Marinierzeit abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren.
Einen Grill für indirekte Zweizonenhitze auf 135 °C einregeln. Für eine deutliche Rauchnote kannst du ein kleines Stück Apfelholz auf die Glut oder in die Räucherbox geben. Eine Tropfschale unter den indirekten Bereich stellen.
Wichtig: Beim Umgang mit Grill, Glut und Räucherholz hitzebeständige Handschuhe verwenden.
Das Fleisch aus der Marinade nehmen und überschüssige Marinade abtropfen lassen. Die gebrauchte Marinade entsorgen. Die Schweineschulter über der indirekten Hitze platzieren und bei geschlossenem Deckel etwa 3,5–4,5 Stunden grillen, bis sich eine dunkle Kruste gebildet hat und die Kerntemperatur ungefähr 70 °C erreicht.
Daran erkennst du es: Eine dunkle Kruste ist gebildet; die Kerntemperatur liegt ungefähr bei 70 °C.
Wichtig: Die gebrauchte Marinade vollständig entsorgen und nicht als Sauce weiterverwenden.
Die Schweineschulter auf zwei Lagen stabile Alufolie legen. 100 ml Wasser angießen und das Fleisch mit 80 ml der zurückbehaltenen, unberührten Sauce bestreichen. Die Folie dicht verschließen und das Paket wieder über indirekte Hitze legen. Die Grilltemperatur auf 150 °C erhöhen und weitere 1,5–2,5 Stunden garen, bis das Fleisch etwa 93–96 °C erreicht und ein Holzspieß ohne deutlichen Widerstand hineingleitet.
Daran erkennst du es: Das Fleisch erreicht etwa 93–96 °C; ein Holzspieß gleitet ohne deutlichen Widerstand hinein.
Wichtig: Folie und Fleisch sind sehr heiß; das Paket vorsichtig und mit Hitzeschutz bewegen.
Während der Folienphase die übrigen 120 ml saubere Sauce in einem kleinen Topf 5–7 Minuten sanft einkochen lassen. Nicht sprudelnd kochen, damit die Sauce nicht zu stark eindickt.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist leicht eingedickt, bleibt aber noch gut unterhebbar.
Das Folienpaket vom Grill nehmen und 30–45 Minuten ruhen lassen. Danach vorsichtig öffnen und den aufgefangenen Fleischsaft auffangen.
Wichtig: Beim Öffnen entweicht heißer Dampf; das Paket vom Körper weg öffnen.
Die Schweineschulter mit zwei Gabeln oder Fleischkrallen in feine Fasern zerzupfen. Größere Fettstücke entfernen. Nach und nach Fleischsaft und die restliche Gochujang-Sauce unterheben, bis das Fleisch saftig, aber nicht flüssig ist.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist in feine Fasern zerlegt und saftig, aber nicht flüssig.
Salatblätter mit dem gezupften Fleisch und etwas Kimchi füllen und als Ssam servieren. Übrig gebliebene Sauce separat dazu reichen.
Gut zu wissen
Die fermentierte koreanische Chilipaste findest du im koreanischen oder asiatischen Lebensmittelhandel, häufig auch im internationalen Regal größerer Supermärkte.
Koreanische Chiliflocken stehen meist dort, wo auch Kimchi-Zutaten angeboten werden. Gewöhnliche Chiliflocken sind schärfer und weniger fruchtig.
Eine Nashi ist besonders saftig. Eine Conference-Birne funktioniert ebenfalls und wirkt etwas blumiger. Beide Varianten geben der Marinade Süße und eine weiche Fruchtnote.
Wähle eine nicht zu flüssige Kimchi-Sorte, damit die Salatblätter beim Füllen stabil bleiben.
Die Sauce wird weniger tief und weniger typisch im Geschmack.
Gochujang durch eine Mischung aus milder Chilisauce und etwas Misopaste ersetzen und die Sauce anschließend wie beschrieben anrühren.
Die Würzung wird weniger fruchtig und kann je nach Chiliflocken milder oder schärfer ausfallen.
Gochugaru durch milde Chiliflocken mit etwas edelsüßem Paprikapulver ersetzen und die Mischung mit Salz, Zucker und Pfeffer vermengen.
Die Marinade erhält eine etwas blumigere Fruchtnote.
Die reife Birne fein reiben und in derselben Menge verwenden.
Vor dem Marinieren 200 ml in ein sauberes, abgedecktes Gefäß füllen und ausschließlich diese Portion zurückbehalten.
Die verunreinigte Sauce nicht weiterverwenden. Für das Finish nur eine neue, sauber zubereitete Sauce verwenden.
Die Folie dicht verschließen, das Fleisch anhand von Kerntemperatur und Spießprobe prüfen und den Fleischsaft beim Zerzupfen auffangen.
Nach und nach aufgefangenen Fleischsaft und saubere Gochujang-Sauce unterheben, bis die Fasern wieder saftig sind.
Flüssigkeit portionsweise einarbeiten und nach jeder Zugabe die Konsistenz prüfen.
Das Fleisch kurz offen stehen lassen und nur bei Bedarf weitere feste Fasern oder etwas reduzierte Sauce einarbeiten.
Den Grill vorheizen, die Tropfschale einsetzen und den Deckel während der langen Grillphasen möglichst geschlossen halten.
Die Temperatur wieder auf den angegebenen Bereich einregeln und das Fleisch weitergaren, bis Kruste und Kerntemperatur passen.
Eine zusätzliche fruchtige Rauchnote betont die dunkle Kruste und ergänzt die süß-scharfe Sauce.
Die Schweineschulter kann nach dem Würzen und Marinieren 8–12 Stunden abgedeckt im Kühlschrank ruhen, bevor sie auf den Grill kommt.
Häufig gefragt
Die Schweineschulter mariniert abgedeckt 8–12 Stunden im Kühlschrank.
Die erste Grillphase läuft bei 135 °C indirekter Zweizonenhitze. Für die Folienphase wird auf 150 °C erhöht.
Nach der Krustenphase liegt die Kerntemperatur ungefähr bei 70 °C. In der Folienphase soll das Fleisch etwa 93–96 °C erreichen; ein Holzspieß gleitet dann ohne deutlichen Widerstand hinein.
Milde Chiliflocken mit etwas edelsüßem Paprikapulver eignen sich als Ersatz. Das Ergebnis wird weniger fruchtig und kann je nach Chiliflocken anders scharf ausfallen.
Eine Mischung aus milder Chilisauce und etwas Misopaste ist möglich. Sie schmeckt weniger tief und weniger typisch als Gochujang.
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