Satay Daging aus Rindfleisch

Malaysische Rindfleischspieße

Würzige malaysische Rindfleischspieße mit Zitronengras, Galgant, Kurkuma und Koriander, direkt gegrillt und mit sämiger Erdnusssauce, Gurke und roter Zwiebel serviert.

Zum Rezept
Satay Daging aus Rindfleisch
Vorbereitung 45 Minuten
Kochen / Backen 37 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 12 Std. 3 Min.
Gesamtzeit ca. 13 Std. 25 Min.
Menge 20 Spieße
Gerichtsform und Gerichtsart Spießgerichte
Prägende Zutatenfamilie Fleisch, Kräuter und Gewürze, Nüsse und Samen
Prägende Zubereitungsverfahren Braten in wenig Fett, Einweichen, Quellenlassen und Wässern, Grillen, Pürieren und Mixen, Sanftes Köcheln
Würzanwendung Marinieren, Während des Garens bestreichen oder begießen
Grill-Hitzeanordnung Direkte Grillzone

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die lange Marinierzeit gibt dem Rindfleisch Zeit, die aromatische Paste aus Zitronengras, Galgant, Ingwer und Gewürzen aufzunehmen.
  • Direkte hohe Grillhitze sorgt für gebräunte Stellen und ein intensives Röstaroma, während das regelmäßige Wenden die kleinen Fleischstücke gleichmäßig gart.
  • Die sämige Erdnusssauce verbindet Süße, Würze und Nussigkeit mit der frischen Knackigkeit von Gurke und roter Zwiebel.

Satay Daging ist eine malaysische Variante kleiner Satay-Spieße: Gleichmäßige Würfel aus Rindfleisch werden mit Zitronengras, Knoblauch, Ingwer, Galgant, Kurkuma und Koriander mariniert und anschließend über direkter Hitze gegrillt. Die würzige Erdnusssauce, knackige Gurke und rote Zwiebel ergänzen die kräftigen Röstaromen. Diese Fassung ist eine Rindfleischvariante innerhalb der vielfältigen Satay-Tradition.

Außen zeigen die Spieße kräftige Röststellen, während das Rindfleisch saftig und würzig bleibt. Zitronengras, Galgant und Koriander wirken aromatisch und leicht pfeffrig, die Erdnusssauce ist sämig, nussig und angenehm süß-salzig. Gurke und rote Zwiebel setzen frische, knackige Kontraste.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Vorbereiten und Marinieren

  1. Spieße wässern und Fleisch schneiden

    Die Bambusspieße mindestens 30 Minuten vollständig mit Wasser bedecken. Währenddessen die Rinderhüfte parieren und in gleichmäßige Würfel von etwa 2 cm schneiden.

    30 Minuten
    • Gleichmäßige Fleischwürfel garen später möglichst gleichzeitig.

    Wichtig: Rohes Rindfleisch getrennt von verzehrfertigen Zutaten verarbeiten und Arbeitsflächen anschließend gründlich reinigen.

  2. Marinade zubereiten

    Zitronengras, Schalotten, Knoblauch, Ingwer, Galgant und Wasser in einem Mixer zu einer möglichst glatten Paste verarbeiten. Kurkuma, Koriander, Palmzucker, Salz und Öl unterrühren.

    10 Minuten
    • Je glatter die Paste ist, desto gleichmäßiger haftet sie an den Fleischwürfeln.
  3. Rindfleisch marinieren und aufspießen

    Die Marinade gründlich mit den Rindfleischwürfeln vermengen. Abgedeckt 6 bis 12 Stunden im Kühlschrank marinieren. Vor dem Aufspießen überschüssige Marinade leicht abstreifen, damit sie auf dem Grill nicht sofort verbrennt. Jeweils 4 bis 5 Fleischstücke eng aneinander auf einen Spieß stecken.

    12 Stunden
    • Die Schüssel während der gesamten Marinierzeit abdecken und kalt stellen.
    • Nicht zu viele Fleischstücke auf einen Spieß stecken, damit die Hitze rundherum zirkulieren kann.

    Wichtig: Das Fleisch während der Marinierzeit durchgehend gekühlt halten. Marinade, die rohes Fleisch berührt hat, nicht ungekocht als Sauce verwenden.

Erdnusssauce kochen

  1. Erdnusssauce zubereiten

    Die eingeweichten Chilischoten abtropfen lassen und mit Schalotten, Knoblauch, Zitronengras, Galgant und etwa 100 ml des Wassers pürieren. Das Öl in einem Topf bei mittlerer Hitze erwärmen, die Paste hineingeben und 5 bis 7 Minuten unter Rühren braten, bis sie duftet und etwas dunkler wird. Erdnüsse, restliches Wasser, Palmzucker und Salz einrühren. Die Sauce 20 bis 25 Minuten sanft köcheln lassen, bis sie sämig ist. Bei Bedarf mit wenig Wasser verdünnen.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Sauce ist sämig und haftet leicht am Löffel.

    • Die Paste regelmäßig umrühren, damit sie am Topfboden nicht ansetzt.
    • Die Sauce erst am Ende mit zusätzlichem Wasser auf die gewünschte Konsistenz bringen.

    Wichtig: Heiße Sauce vorsichtig pürieren und beim Umrühren auf Spritzer achten.

Grillen und Servieren

  1. Satay-Spieße grillen

    Den Grill für direkte hohe Hitze auf etwa 230 bis 250 °C vorheizen. Bei einem Holzkohlegrill die Spieße über vollständig durchgeglühten, gleichmäßig verteilten Kohlen grillen. Das Öl mit dem angedrückten Zitronengras verrühren. Die Spieße 8 bis 12 Minuten grillen, dabei alle 1 bis 2 Minuten wenden und ab dem ersten Wenden sparsam mit dem Zitronengrasöl bestreichen. Bei aufflammendem Fett die Spieße kurz an eine kühlere Stelle ziehen.

    12 Minuten 240 °C

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist gebräunt und das Fleisch erreicht im Kern mindestens 70 °C.

    • Die Spieße häufig wenden, damit die zuckerhaltige Marinade nicht verbrennt.
    • Bei aufflammendem Fett sofort in eine kühlere Grillzone ziehen.

    Wichtig: Heiße Grillroste und Bambusspieße nur mit hitzefesten Werkzeugen handhaben. Die angegebene Kerntemperatur im dicksten Fleischstück prüfen.

  2. Ruhen lassen und servieren

    Die fertigen Spieße 3 Minuten ruhen lassen. Mit warmer Erdnusssauce, Gurke und roter Zwiebel auf einer Servierplatte anrichten.

    3 Minuten
    • Die Erdnusssauce warm halten, aber nicht stark weiterkochen lassen.
    • Gurke und rote Zwiebel erst kurz vor dem Servieren anrichten, damit sie knackig bleiben.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Marinierzeit einplanen: Die Marinierzeit beträgt 6 bis 12 Stunden und muss zusätzlich zur aktiven Zubereitung eingeplant werden.
  • Flammen kontrollieren: Die zuckerhaltige Marinade und das Öl können bei hoher Hitze aufflammen. Die Spieße bei Bedarf kurz in eine kühlere Grillzone ziehen.
  • Sauce ausgleichen: Die Erdnusssauce dickt beim Köcheln ein. Mit wenig Wasser lässt sich die Konsistenz am Ende anpassen.

Zutatenwissen

Galgant einkaufen

Frischer Galgant ist meist im Asia-Laden oder in gut sortierten Supermärkten erhältlich. Er schmeckt pfeffriger und weniger warm als Ingwer.

Palmzucker verwenden

Palmzucker liegt häufig als Block oder kleine Scheibe vor und sollte vor der Verwendung fein gehackt werden. Brauner Zucker ist eine mögliche Alternative mit etwas weniger karamelliger Tiefe.

Schärfe anpassen

Getrocknete rote Chilischoten sind im Asia-Laden und oft im Gewürzregal größerer Supermärkte erhältlich. Je nach Sorte kann die Schärfe deutlich variieren.

Sinnvolle Alternativen

Ingwer

Die Marinade und Sauce schmecken wärmer und weniger pfeffrig als mit Galgant.

Galgant in beiden Zubereitungen durch die gleiche Menge geschälten, grob gehackten Ingwer ersetzen.

Brauner Zucker

Die Süße bleibt erhalten, die karamellige Tiefe fällt etwas geringer aus.

Palmzucker in Marinade und Sauce durch die gleiche Menge braunen Zucker ersetzen und diesen bei Bedarf fein hacken oder zerdrücken.

Frische rote Chilischoten

Die Sauce erhält eine hellere und frischere Schärfe.

Frische rote Chilischoten entstielen, fein schneiden und ohne Einweichen mit den übrigen Saucenzutaten pürieren. Die Menge nach Schärfe der verwendeten Sorte wählen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Außenseite der Spieße verbrennt, bevor das Fleisch gar ist.

Marinade vor dem Aufspießen leicht abstreifen, häufig wenden und bei Flammen kurz in eine kühlere Grillzone ziehen.

Verbrannte Stellen vorsichtig entfernen und die Spieße bei etwas weniger direkter Hitze fertig garen.

Das Rindfleisch wird trocken und fest.

Gleichmäßige Würfel schneiden, die Spieße regelmäßig wenden und die Kerntemperatur im dicksten Stück prüfen.

Die Spieße sofort vom Grill nehmen und mit warmer Erdnusssauce servieren.

Die Erdnusssauce bleibt zu dünn.

Die Sauce 20 bis 25 Minuten sanft köcheln lassen und zusätzliches Wasser nur sparsam einrühren.

Die Sauce ohne Deckel einige Minuten weiterköcheln lassen, bis sie sämiger wird.

Die Erdnusssauce schmeckt rau oder bitter.

Die Paste bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren braten und die Hitze rechtzeitig reduzieren.

Die Sauce in einen sauberen Topf umfüllen, ohne den angesetzten Bodensatz mitzunehmen, und mit etwas Wasser sowie Erdnusssauce aus dem oberen Bereich ausgleichen.

Servieren und kombinieren

  • Klassisch mit Sauce und frischen Beilagen: Die gegrillten Rindfleischspieße warm mit sämiger Erdnusssauce, Gurkenstücken und dünnen Spalten roter Zwiebel servieren.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Das Rindfleisch kann 6 bis 12 Stunden abgedeckt im Kühlschrank mariniert werden. Die Bambusspieße lassen sich ebenfalls vor dem Grillen einweichen.

Allergene und Nährwerte

  • Erdnüsse: enthält · Die Erdnüsse sind Bestandteil der Erdnusssauce.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Warum müssen Bambusspieße eingeweicht werden?

Die Bambusspieße werden mindestens 30 Minuten vollständig mit Wasser bedeckt, damit sie auf dem heißen Grill weniger schnell austrocknen und verkohlen.

Kann ich Galgant ersetzen?

Ja. Ingwer funktioniert in gleicher Menge, schmeckt aber wärmer und weniger pfeffrig als Galgant.

Wie dick sollte die Erdnusssauce sein?

Die Sauce sollte sämig sein und leicht am Löffel haften. Falls sie zu dick wird, mit wenig Wasser verdünnen; falls sie zu dünn bleibt, kurz weiterköcheln lassen.

Aus unserer Küche

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