Mol kabob – Rindfleisch-Schaschlik

Rindfleischspieße vom Mangal

Saftige Würfel aus der Rinderhüfte werden mit Zwiebeln, 6-prozentigem Weißweinessig, Zira und Gewürzen mariniert und direkt über glühender Holzkohle gegrillt. Die kräftig gebräunten Rindfleischspieße werden anschließend kurz ruhen gelassen und direkt vom Spieß serviert.

Zum Rezept
Rindfleisch vom Mangal, würzig und rauchig
Vorbereitung 35 Minuten
Kochen / Backen 14 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 5 Minuten
Gesamtzeit ca. 2 Std. 54 Min.
Menge 8 Metallspieße
Gerichtsform und Gerichtsart Spießgerichte
Prägende Zutatenfamilie Essig, Fleisch, Gemüse, Kräuter und Gewürze
Prägende Zubereitungsverfahren Grillen, Mahlen, Zerstoßen und Verreiben
Würzanwendung Marinieren
Grill-Hitzeanordnung Direkte Grillzone

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die Rinderhüfte wird in gleich große Würfel geschnitten, damit die Stücke möglichst gleichmäßig garen.
  • Zwiebeln, 6-prozentiger Weißweinessig, Salz, Pfeffer und Zira geben dem Fleisch ein klares, herzhaftes und würziges Aroma.
  • Das direkte Grillen über vollständig durchgeglühter Holzkohle erzeugt eine kräftige Röstung und ein rauchiges Grillaroma.
  • Das Entfernen lose anhaftender Zwiebelstücke schützt die Marinade vor dem Verbrennen auf der Glut.

Mol kabob ist eine würzige und rauchige Rindfleisch-Schaschlik-Variante für den Mangal oder Holzkohlegrill. Gleichmäßig geschnittene Rinderhüfte, aromatische Zwiebeln und grob zerstoßene Zira prägen die Marinade, während direkte Hitze für eine kräftige Bräunung sorgt.

Außen kräftig gebräunt und leicht rauchig, innen saftig und herzhaft. Die Zwiebel-Essig-Marinade bringt eine pikante Säure, während Zira warm, würzig und leicht erdig duftet.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Vorbereiten und marinieren

  1. Rindfleisch schneiden

    Die Rinderhüfte von groben Sehnen befreien und in gleichmäßige Würfel von etwa 4 cm Kantenlänge schneiden. Gleich große Stücke garen später gleichmäßiger.

    • Die Rinderhüfte am Stück verarbeiten, nicht bereits zugeschnittene Steaks verwenden.
  2. Zwiebel-Essig-Marinade anrühren

    Die Zwiebeln halbieren und in dünne Halbringe schneiden. Mit Salz, schwarzem Pfeffer und Weißweinessig vermengen und kurz mit den Händen durchkneten, bis Zwiebelsaft austritt. Die grob zerstoßene Zira dazugeben.

    • Durch das kurze Durchkneten geben die Zwiebeln Saft und Aroma an die Marinade ab.
  3. Fleisch marinieren

    Fleisch und Zwiebeln lagenweise in die nicht reaktive Schüssel geben und die Zwiebeln rund um das Fleisch verteilen. Die Schüssel abdecken und mindestens 2 Stunden, besser über Nacht, im Kühlschrank marinieren.

    2 Stunden
    • Für ein kräftigeres Aroma die Marinierzeit bis über Nacht verlängern.

    Wichtig: Das Fleisch während der gesamten Marinierzeit im Kühlschrank aufbewahren.

Grill vorbereiten und grillen

  1. Glut vorbereiten

    Die Holzkohle vollständig durchglühen lassen, bis sie von einer grauen Ascheschicht überzogen ist. Die Kohlen gleichmäßig verteilen. Der Grillrost sollte etwa 8 bis 10 cm über der Glut liegen; bei geschlossenem Deckel sind ungefähr 250 bis 280 °C am Rost passend. Offene Flammen dürfen nicht mehr vorhanden sein.

    265 °C

    Daran erkennst du es: Die Kohle ist vollständig durchgeglüht und von grauer Asche überzogen.

    • Den Grill erst verwenden, wenn die Kohle gleichmäßig glüht und keine offenen Flammen mehr vorhanden sind.

    Wichtig: Beim Umgang mit heißer Holzkohle und dem Grillrost vorsichtig arbeiten.

  2. Spieße vorbereiten

    Das Fleisch aus der Marinade nehmen und lose anhaftende Zwiebelstücke entfernen, damit sie auf der Glut nicht verbrennen. Jeweils 4 bis 5 Fleischwürfel mit kleinen Abständen auf einen Metallspieß stecken.

    • Kleine Abstände zwischen den Würfeln fördern eine gleichmäßige Bräunung.
  3. Rindfleisch grillen

    Die Spieße direkt über die heiße Glut legen. Das Fleisch insgesamt etwa 10 bis 14 Minuten grillen und alle 2 bis 3 Minuten wenden. Bei aufflammendem Fett die Spieße sofort an eine etwas kühlere Stelle ziehen. Die Würfel sollen kräftig bräunen, aber nicht in offenen Flammen liegen.

    14 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Fleischwürfel sind rundum kräftig gebräunt und entsprechend der gewünschten Garstufe gegart.

    • Die Spieße regelmäßig wenden, damit die Würfel gleichmäßig bräunen.
    • Bei aufflammendem Fett sofort in eine etwas kühlere Grillzone wechseln.

    Wichtig: Die Fleischwürfel nicht in offenen Flammen grillen.

Ruhen und servieren

  1. Spieße ruhen lassen

    Die fertigen Spieße vom Grill nehmen und 5 Minuten ruhen lassen. Anschließend das Fleisch direkt vom Spieß servieren.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Fleisch hat 5 Minuten geruht und lässt sich direkt vom Spieß servieren.

    • Die kurze Ruhezeit hilft, die Säfte im Fleisch zu halten.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Marinierzeit einplanen: Die Mindest-Marinierzeit beträgt 2 Stunden. Für ein intensiveres Aroma kann das Fleisch über Nacht im Kühlschrank marinieren.
  • Lose Zwiebelstücke entfernen: Lose anhaftende Zwiebelstücke vor dem Aufspießen abnehmen, damit sie auf der heißen Glut nicht verbrennen.
  • Gleichmäßige Würfel schneiden: Eine einheitliche Größe von etwa 4 cm Kantenlänge sorgt dafür, dass die Fleischstücke ähnlicher schnell garen.

Zutatenwissen

Zira ist Kreuzkümmel

Zira wird auch Kreuzkümmel genannt. Sie ist in türkischen, arabischen oder zentralasiatischen Lebensmittelgeschäften sowie in gut sortierten Gewürzabteilungen erhältlich.

Rinderhüfte am Stück verwenden

Die Rinderhüfte wird von groben Sehnen befreit und selbst in Würfel geschnitten. Bereits zugeschnittene Steaks sind dafür nicht vorgesehen.

Zwiebel-Essig-Marinade

Das kurze Durchkneten der Zwiebeln mit Essig und Gewürzen lässt Zwiebelsaft austreten und bildet die aromatische Grundlage der Marinade.

Sinnvolle Alternativen

Gemahlener Kreuzkümmel

Das Aroma wirkt etwas weniger frisch und weniger aromatisch als bei grob zerstoßener Zira.

Gemahlenen Kreuzkümmel anstelle der grob zerstoßenen Zira in die Zwiebel-Essig-Marinade geben.

Typische Fehler und ihre Lösung

Einige Fleischstücke sind bereits trocken, während andere noch nicht ausreichend gegart sind.

Die Rinderhüfte in möglichst gleichmäßige Würfel von etwa 4 cm Kantenlänge schneiden.

Bereits stark gebräunte Spieße an eine kühlere Stelle ziehen und die übrigen Spieße besonders häufig wenden.

Die Zwiebelstücke werden schwarz und bitter.

Vor dem Aufspießen lose Zwiebelstücke entfernen.

Verbrannte Zwiebelstücke abnehmen und die Spieße an eine etwas kühlere Stelle ziehen.

Die Oberfläche verbrennt, bevor das Fleisch gleichmäßig gegart ist.

Erst grillen, wenn die Kohle von grauer Asche überzogen ist, und bei aufflammendem Fett sofort die Grillzone wechseln.

Die Spieße an eine kühlere Stelle ziehen und erst weitergrillen, wenn keine offenen Flammen mehr am Fleisch liegen.

Das Fleisch schmeckt wenig aromatisch.

Die Mindest-Marinierzeit von 2 Stunden einhalten; idealerweise über Nacht marinieren.

Servieren und kombinieren

  • Direkt vom Spieß servieren: Die fertigen Rindfleischwürfel nach der kurzen Ruhezeit direkt vom Metallspieß servieren, damit die kräftige Röstung und das rauchige Aroma unmittelbar zur Geltung kommen.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Wie lange sollte das Rindfleisch marinieren?

Mindestens 2 Stunden im Kühlschrank, idealerweise über Nacht.

Kann ich Zira ersetzen?

Ja. Gemahlener Kreuzkümmel ist eine mögliche Alternative, schmeckt jedoch etwas weniger frisch und aromatisch als grob zerstoßene Zira.

Warum werden die Zwiebelstücke vor dem Grillen entfernt?

Lose anhaftende Zwiebelstücke würden direkt über der Glut schnell verbrennen und bitter werden.

Wie heiß sollte der Mangal sein?

Die Kohle sollte vollständig durchgeglüht und von grauer Asche überzogen sein. Bei geschlossenem Deckel sind am Rost ungefähr 250 bis 280 °C passend; offene Flammen sollen nicht mehr vorhanden sein.

Was mache ich bei aufflammendem Fett?

Die Spieße sofort an eine etwas kühlere Stelle ziehen. Das Fleisch soll kräftig bräunen, aber nicht in offenen Flammen liegen.

Aus unserer Küche

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