Rübenkraut finden
Rheinisches Rübenkraut steht meist bei den Brotaufstrichen im größeren Supermarkt, in regionalen Lebensmittelgeschäften oder ist online erhältlich. Außerhalb des Rheinlands wird es häufig als Zuckerrübensirup bezeichnet.
Würzglasur aus dem Rheinland
Dunkle, süß-malzige Grillglasur aus rheinischem Rübenkraut, naturtrübem Apfelsaft und milder Apfelsäure. Durch langsames Einkochen entsteht eine dickflüssige, haftende Würzschicht für vollständig gegarte Schweinerippchen.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Diese Rübenkraut-Apfel-Glasur verbindet den karamellig-malzigen Geschmack von rheinischem Rübenkraut mit fruchtigem Apfelsaft, Apfelessig und würzigen Aromen. Die moderne deutsche Grillanwendung wird langsam eingekocht, anschließend mit Butter abgerundet und dünn auf indirekt gegrillte Schweinerippchen aufgetragen. Sie ist keine behauptete historische Originalrezeptur und eignet sich auch für Hähnchenflügel oder direkt gegrillte Möhren.
Dunkelbraun, glänzend und streichfähig; süß-malzig mit karamelligen Rübennoten, fruchtigem Apfel, milder Säure und einem warmen Paprika-Pfeffer-Finish.
Schritt für Schritt
Schalotte sehr fein würfeln und die Knoblauchzehe fein reiben. Rübenkraut, Apfelsaft, Apfelessig, Schalotte, Knoblauch, Paprikapulver, Pfeffer und Salz in den kleinen Topf geben.
Die Mischung bei mittlerer Hitze unter Rühren erhitzen, bis sie leise köchelt. Offen 12–15 Minuten einkochen lassen und regelmäßig umrühren. Die Glasur ist fertig, wenn sie dickflüssig vom Löffel läuft und eine aufgetragene Spur kurz sichtbar bleibt.
Daran erkennst du es: Die Glasur läuft dickflüssig vom Löffel und eine aufgetragene Spur bleibt kurz sichtbar.
Wichtig: Die heiße, zuckerreiche Glasur kann spritzen und schnell anbrennen.
Den Topf vom Herd nehmen. Die Butter einrühren, bis sie vollständig geschmolzen ist. Für eine glatte Glasur die Mischung kurz mit dem Stabmixer pürieren.
Daran erkennst du es: Die Butter ist vollständig geschmolzen und die Glasur wirkt gleichmäßig.
Wichtig: Beim Pürieren im Topf vorsichtig arbeiten, da die Glasur noch heiß ist.
Die Glasur etwa 10 Minuten abkühlen lassen. Sie wird dabei noch etwas fester, bleibt aber streichfähig. Erst danach das Grillgut glasieren.
Daran erkennst du es: Die Glasur ist streichfähig und nicht mehr sehr heiß.
1,2 kg bereits vollständig gegarte Schweinerippchen bei indirekter Hitze von etwa 160–180 °C auf den Grill legen. Mit 60–80 ml Glasur dünn bepinseln, den Deckel schließen und 8–10 Minuten weitergrillen, bis die Schicht haftet.
Daran erkennst du es: Die Glasur haftet als dünne, glänzende Schicht am Grillgut.
Wichtig: Beim Öffnen des heißen Grills vorsichtig mit Hitze und Dampf umgehen.
Die Rippchen ein zweites Mal dünn bestreichen und nochmals 3–5 Minuten auf dem Grill lassen. Sobald die Glasur haftet und glänzt, das Grillgut vom Grill nehmen.
Daran erkennst du es: Die zweite dünne Schicht haftet, ohne deutlich dunkel oder verbrannt zu wirken.
Wichtig: Die Glasur kann bei zu langer oder zu heißer Grillzeit schnell verbrennen.
Die übrige Glasur eignet sich als haftende Würzschicht für Hähnchenflügel oder direkt gegrillte Möhren. Sie ist nicht als Tischsauce gedacht.
Gut zu wissen
Rheinisches Rübenkraut steht meist bei den Brotaufstrichen im größeren Supermarkt, in regionalen Lebensmittelgeschäften oder ist online erhältlich. Außerhalb des Rheinlands wird es häufig als Zuckerrübensirup bezeichnet.
Rübenkraut bringt eine dunkle, süß-malzige und karamellige Note in die Glasur.
Naturtrüber Apfelsaft liefert Fruchtigkeit und Körper, während Apfelessig die Süße ausbalanciert.
Die Butter wird nach dem Einkochen eingerührt und macht die Glasur runder und glänzender.
Geschmack und Konsistenz bleiben sehr ähnlich.
Rheinisches Rübenkraut im gleichen Gewicht durch Zuckerrübensirup ersetzen.
Die Glasur wird fruchtiger und weniger malzig.
Rübenkraut im gleichen Gewicht durch Apfelkraut ersetzen und die Glasur wie beschrieben einkochen.
Bei mittlerer Hitze nur leise köcheln lassen und während des Einkochens regelmäßig umrühren.
Wenn sie nur leicht zu dick geworden ist, mit einem kleinen Schluck Apfelsaft vorsichtig glattrühren.
Die Spurprobe abwarten und die Glasur nach dem Abkühlen streichfähig auftragen.
Mit 60–80 ml beginnen und zwei dünne Anstriche statt einer dicken Schicht verwenden.
Verbrannte Stellen entfernen und das Grillgut mit einer dünnen frischen Schicht fertigstellen.
Apfelkraut ersetzt das Rübenkraut und verschiebt das Aromaprofil in eine fruchtigere, weniger malzige Richtung.
Häufig gefragt
Rübenkraut ist ein dunkler Zuckerrübensirup mit süß-malzigem, karamelligem Aroma. Außerhalb des Rheinlands wird er häufig als Zuckerrübensirup bezeichnet.
Ja. Apfelkraut macht die Glasur fruchtiger und weniger malzig. Verwende die gleiche Menge und koche die Glasur wie beschrieben ein.
Nein. Die Glasur ist als haftende Würzschicht für Grillgut vorgesehen und wird während der letzten Grillphase aufgetragen.
Nein. Das Pürieren mit dem Stabmixer ist optional und sorgt für eine glattere Glasur. Ohne Pürieren bleibt sie etwas rustikaler.
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