Auberginen-Mutabbal vom Grill

Libanesische Mezze

Cremiger libanesischer Mezze-Dip aus direkt gegrillter Aubergine, Tahini, Zitronensaft und Knoblauch.

Zum Rezept
Auberginen-Mutabbal vom Grill
Vorbereitung 20 Minuten
Kochen / Backen 25 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 25 Minuten
Gesamtzeit ca. 70 Minuten
Menge 6 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Dips und Aufstriche
Prägende Zutatenfamilie Gemüse, Nüsse und Samen, Obst
Prägende Zubereitungsverfahren Abtropfen und Entwässern, Grillen
Geprüfte Rezept-Eignung Vegan
Servierrolle Als Beilage vorgesehen
Grill-Hitzeanordnung Direkte Grillzone

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die Auberginen entwickeln über direkter kräftiger Hitze ein intensives Grillaroma.
  • Das Abtropfen konzentriert den Geschmack und verhindert eine zu wässrige Creme.
  • Tahini, Zitrone und Knoblauch verbinden sich mit dem grob zerdrückten Fruchtfleisch zu einer cremigen, leicht strukturierten Konsistenz.

Auberginen-Mutabbal ist ein libanesischer Mezze-Dip aus weich gegrillter Aubergine, Tahini, Zitrone und Knoblauch. Für diese Grillversion garen die Auberginen direkt über kräftiger Glut, bis die Schale dunkel und das Innere weich ist. Durch das Abtropfen bleibt die Creme aromatisch und angenehm streichfähig.

Rauchig-aromatisch, cremig und angenehm streichfähig, mit nussiger Tahini-Note, frischer Zitronensäure und würzigem Knoblauch.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Auberginen grillen und vorbereiten

  1. Direkte Grillzone einrichten

    Richtet im Grill eine direkte Zone mit kräftiger Hitze ein, etwa 230 °C unter geschlossenem Deckel. Bei einem Holzkohlegrill sollten die Kohlen vollständig durchgeglüht sein.

    230 °C
    • Die Auberginen brauchen direkten Kontakt mit der kräftigen Grillhitze.

    Wichtig: Arbeitet mit hitzefesten Grillutensilien und öffnet den Deckel vorsichtig, da heiße Dämpfe entweichen können.

  2. Auberginen vorbereiten

    Wascht die Auberginen und stecht jede Frucht rundherum sechs- bis achtmal mit einem spitzen Messer ein. So kann Dampf entweichen.

    • Die Einstiche rundherum verteilen und nicht zu tief setzen.

    Wichtig: Beim Einstechen die Aubergine auf ein stabiles Brett legen.

  3. Auberginen grillen

    Legt die Auberginen direkt auf den heißen Grillrost. Grillt sie 20–25 Minuten und wendet sie alle 3–4 Minuten. Die Schale darf deutlich dunkel werden; fertig sind die Auberginen, wenn sie rundum eingefallen und auf Druck sehr weich sind.

    25 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Auberginen sind rundum eingefallen und auf Druck sehr weich; die Schale darf deutlich dunkel sein.

    • Durch regelmäßiges Wenden garen die Auberginen gleichmäßiger.
    • Die dunkle Schale sorgt für das typische Grillaroma.

    Wichtig: Die Auberginen werden sehr heiß; beim Wenden hitzefeste Grillzangen verwenden.

  4. Auberginen ruhen lassen

    Nehmt die Auberginen vom Grill, legt sie in eine Schüssel und deckt sie für 10 Minuten ab. Dadurch lässt sich die Schale leichter lösen.

    10 Minuten
    • Die Schüssel dicht abdecken, damit die Wärme und der Dampf im Inneren bleiben.
  5. Schälen und abtropfen lassen

    Halbiert die Auberginen, zieht die verbrannte Schale ab und entfernt die Stielansätze. Legt das weiche Fruchtfleisch in ein Sieb und lasst es 10–15 Minuten abtropfen. Nicht abspülen, damit das Grillaroma erhalten bleibt.

    Daran erkennst du es: Das Fruchtfleisch ist weich und überschüssige Flüssigkeit kann ablaufen.

    • Die Aubergine nicht auswaschen; die gerösteten Aromen sitzen auch an den dunklen Schalenstellen.

    Wichtig: Vor dem Schälen kurz prüfen, ob die Auberginen ausreichend abgekühlt und sicher zu handhaben sind.

Mutabbal anrühren und servieren

  1. Tahini-Creme anrühren

    Verrührt Tahini, Zitronensaft, Knoblauch und Salz in einer Schüssel zu einer glatten, dicken Creme.

    Daran erkennst du es: Die Mischung ist glatt und dicklich.

    • Erst die Tahini-Creme glatt rühren, bevor das Auberginenfleisch dazukommt.
  2. Auberginenfleisch untermischen

    Gebt das abgetropfte Auberginenfleisch dazu und zerdrückt es mit einer Gabel. Mischt nur so lange, bis eine cremige, leicht strukturierte Masse entsteht; der Mutabbal muss nicht vollkommen glatt werden.

    Daran erkennst du es: Die Masse ist cremig, aber noch leicht strukturiert.

    • Für eine charaktervolle Konsistenz nur mit der Gabel arbeiten und nicht übermixen.
  3. Öl einarbeiten und anrichten

    Rührt die Hälfte des Olivenöls unter. Füllt den Mutabbal in eine flache Schale, zieht mit einem Löffel eine kleine Mulde hinein und verteilt das restliche Olivenöl darüber. Lasst ihn vor dem Servieren 15 Minuten ruhen.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Öl liegt in der Mulde und der Mutabbal ist servierfertig angerichtet.

    • Die flache Schale vergrößert die aromatische Oberfläche und macht die typische Mulde sichtbar.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Grillaroma bewahren: Die Auberginen nach dem Grillen nicht abspülen. So bleibt das kräftige Grillaroma im Fruchtfleisch erhalten.
  • Leicht strukturierte Konsistenz: Der Mutabbal muss nicht vollkommen glatt werden. Das grobe Zerdrücken mit der Gabel sorgt für eine cremige, aber leicht strukturierte Masse.
  • Tahini finden: Tahini, also reine Sesampaste, bekommst du meist bei den internationalen Lebensmitteln in türkischen, arabischen oder gut sortierten Supermärkten.

Zutatenwissen

Reine Sesampaste verwenden

Tahini ist reine Sesampaste. Eine andere reine Sesampaste funktioniert ebenfalls, kann aber bitterer oder weniger cremig ausfallen.

Sinnvolle Alternativen

Andere reine Sesampaste

Die Creme kann bitterer oder weniger cremig ausfallen.

Tahini im gleichen Mengenverhältnis durch eine andere reine Sesampaste ersetzen und wie angegeben mit Zitronensaft, Knoblauch und Salz verrühren.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Auberginen bleiben innen fest und der Mutabbal schmeckt nicht ausreichend rauchig.

Grillt sie, bis sie rundum eingefallen und auf Druck sehr weich sind. Die Schale darf deutlich dunkel werden.

Die geschälten Auberginen bei direkter Hitze weitergrillen, bis das Fruchtfleisch vollständig weich ist.

Der Mutabbal schmeckt flacher und weniger aromatisch.

Nur die verbrannte Schale abziehen und das Fruchtfleisch ungespült abtropfen lassen.

Das Grillaroma lässt sich nach dem Abspülen nicht vollständig zurückholen; mit Tahini, Zitrone und Knoblauch ausgewogen abschmecken.

Die Masse verliert ihre leicht strukturierte, charaktervolle Konsistenz.

Das Fruchtfleisch nur mit der Gabel zerdrücken und kurz untermischen.

Etwas zusätzliches weich gegrilltes Auberginenfleisch grob zerdrücken und unterheben.

Servieren und kombinieren

  • Als Mezze-Dip servieren: Den Mutabbal in einer flachen Schale anrichten, eine kleine Mulde hineinziehen und das restliche Olivenöl darüber verteilen.
  • Zum Grillmenü reichen: Den Mutabbal als eigenständigen Gemüse-Grillbegleiter in einer flachen Schale servieren.

Allergene und Nährwerte

  • Sesam: enthält · Tahini ist reine Sesampaste.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Muss der Mutabbal vollkommen glatt werden?

Nein. Das Auberginenfleisch wird mit der Gabel zerdrückt und nur so lange mit der Tahini-Creme vermischt, bis eine cremige, leicht strukturierte Masse entsteht.

Kann ich eine andere Sesampaste verwenden?

Ja. Eine andere reine Sesampaste funktioniert ebenfalls, kann aber bitterer oder weniger cremig ausfallen.

Warum wird der Mutabbal in einer flachen Schale serviert?

Die flache Schale eignet sich für die Mezze-Präsentation und bietet Platz für die kleine Mulde, in der sich das restliche Olivenöl sammelt.

Aus unserer Küche

Kommentare zum Rezept

Wie hat es dir geschmeckt? Teile deine Erfahrungen oder stelle eine Frage.

Kommentare werden geladen …

Schreib einen Kommentar