Scotch Bonnet
Die fruchtig-scharfe Chilischote ist am ehesten in gut sortierten Supermärkten oder afro-karibischen Lebensmittelgeschäften erhältlich. Habanero ist eine passende Alternative, schmeckt aber etwas anders.
Jamaikanische Jerk-Grillküche
Saftige Schweinefilet-Würfel mit Scotch Bonnet, Piment, Thymian und Limette marinieren, mit Paprika und roter Zwiebel aufspießen und über direkter sowie indirekter Grillhitze garen.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Diese Jerk-Schweinespieße bringen eine kräftige, fruchtig-scharfe Würzpaste auf den Grill. Schweinefilet, Scotch Bonnet, Piment, Thymian, Limette und Frühlingszwiebeln sorgen für ein intensives Aroma, während Paprika und rote Zwiebel direkt mitgrillen. Die Spieße bekommen zunächst Farbe über der direkten Hitze und garen anschließend in der indirekten Zone fertig, damit die Paste nicht verbrennt.
Außen kräftig gebräunt und leicht rauchig, innen zart und saftig. Die Würzung schmeckt pikant, fruchtig und würzig mit warmer Pimentnote, frischem Thymian und einer deutlichen, von Scotch Bonnet getragenen Schärfe.
Schritt für Schritt
Frühlingszwiebeln, Knoblauch, Scotch Bonnet, Thymian, Piment, Ingwer, Zimt, braunen Zucker, Sojasauce, Essig, Limettensaft, Öl, Salz und Pfeffer in einem hohen Gefäß zu einer groben, streichfähigen Paste pürieren. 2 EL davon in eine saubere kleine Schüssel geben und für das spätere Bestreichen beiseitestellen.
Daran erkennst du es: Die Paste ist grob püriert und lässt sich verstreichen.
Wichtig: Die Paste für das spätere Bestreichen in eine saubere, unbenutzte Schüssel geben.
Die Schweinewürfel mit der übrigen Paste gründlich vermengen. Abgedeckt mindestens 4 Stunden, besser über Nacht, im Kühlschrank marinieren. Das Fleisch etwa 30 Minuten vor dem Grillen aus dem Kühlschrank nehmen.
Wichtig: Das marinierte Fleisch abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren.
Den Grill für direkte mittlere bis hohe Hitze auf etwa 220 °C vorbereiten und daneben eine kühlere Zone für indirekte Hitze einrichten. Die eingeweichten Bambusspieße abtropfen lassen.
Wichtig: Beim Umgang mit heißem Grill und Grillrost hitzefestes Grillbesteck verwenden.
Schweinewürfel, Paprika und Zwiebel abwechselnd auf die Spieße stecken. Zwischen den Stücken kleine Abstände lassen, damit die Hitze rundherum an das Fleisch kommt.
Daran erkennst du es: Die Stücke sitzen abwechselnd auf den Spießen und berühren sich nicht dicht an dicht.
Die Spieße über direkter Hitze 10–14 Minuten grillen und alle 2–3 Minuten wenden. In den letzten 2 Minuten mit der zurückbehaltenen Paste bestreichen. Die Spieße nicht mit der Marinade aus der Fleischschüssel bepinseln.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist gebräunt und die Gemüsestücke zeigen Grillfarbe.
Wichtig: Marinade, die mit dem rohen Fleisch in Kontakt war, nicht erneut als Bestreichpaste verwenden.
Die Spieße in die indirekte Zone legen, den Deckel schließen und weitere 3–5 Minuten garen. Die Schweinewürfel sind fertig, sobald sie im Kern mindestens 63 °C erreicht haben. Bei größeren Stücken entsprechend länger garen.
Daran erkennst du es: Die Schweinewürfel erreichen im Kern mindestens 63 °C.
Wichtig: Schweinefleisch vollständig durchgaren und die Kerntemperatur an der dicksten Stelle prüfen.
Die Spieße vom Grill nehmen und 3 Minuten ruhen lassen. Anschließend direkt mit den gegrillten Paprika- und Zwiebelstücken servieren.
Daran erkennst du es: Die Spieße sind kurz abgekühlt und lassen sich direkt servieren.
Gut zu wissen
Die fruchtig-scharfe Chilischote ist am ehesten in gut sortierten Supermärkten oder afro-karibischen Lebensmittelgeschäften erhältlich. Habanero ist eine passende Alternative, schmeckt aber etwas anders.
Gemahlener Piment wird auch als Allspice oder Jamaikapfeffer verkauft und steht meist im Gewürzregal. Ganze Pimentkörner können bei Bedarf frisch gemahlen werden.
Malzessig ist in größeren Supermärkten und britischen Lebensmittelabteilungen erhältlich. Apfelessig funktioniert als mildere Alternative, verändert die Würze aber leicht.
Die Schärfe bleibt deutlich, das Aroma wird etwas anders und meist fruchtiger.
Die Habanero mit entferntem Stiel wie die Scotch-Bonnet-Schote in die Marinade geben.
Die Würze wird milder und leicht anders im Aroma.
Apfelessig im gleichen Mengenverhältnis verwenden.
Alle 2–3 Minuten wenden und die zurückbehaltene Paste erst in den letzten 2 Minuten auftragen.
Die Spieße in die indirekte Zone legen und dort fertig garen. Stark verbrannte Stellen vor dem Servieren vorsichtig entfernen.
Vor dem Marinieren 2 EL in eine saubere Schüssel geben und ausschließlich diese Portion zum Bestreichen verwenden.
Beim Aufstecken kleine Abstände zwischen den Würfeln lassen.
Die Stücke vorsichtig auf dem Spieß auseinanderziehen oder bei Bedarf auf mehrere Spieße verteilen.
Die Stücke möglichst gleichmäßig schneiden und die Kerntemperatur an der dicksten Stelle prüfen.
Die Spieße zurück in die indirekte Zone legen und portionsweise weitergaren.
Scotch Bonnet durch Habanero ersetzen, wenn diese leichter erhältlich ist oder ein etwas anderes fruchtig-scharfes Aroma gewünscht wird.
Das Schweinefilet kann bis zu 12 Stunden vor dem Grillen mit der Jerk-Paste mariniert und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Die 2 EL Paste zum späteren Bestreichen separat und sauber lagern.
Häufig gefragt
Ja. Habanero ist eine passende Alternative, schmeckt aber etwas anders. Eine Schote verwenden und den Stiel entfernen.
Ja. Apfelessig funktioniert als mildere Alternative, verändert die Würze aber leicht. Die Menge bleibt bei 1 EL.
Mindestens 4 Stunden, besser über Nacht. Das marinierte Fleisch abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren und etwa 30 Minuten vor dem Grillen herausnehmen.
Die 2 EL werden für das spätere Bestreichen verwendet. Sie müssen vor dem Kontakt mit dem rohen Fleisch abgenommen werden, damit sie sauber bleiben.
Die direkte Hitze sorgt für Farbe und Röstaromen. In der indirekten Zone garen die Schweinewürfel anschließend mit geschlossenem Deckel fertig, ohne dass die Paste zu schnell verbrennt.
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