Haut und Knochen
Hauttragende Oberkeulen verzeihen die längere indirekte Grillzeit besser als sehr magere Stücke. Die Haut sollte zunächst direkt gebräunt werden, bevor das Fleisch in die indirekte Zone wechselt.
Gegrillte Hähnchenoberkeulen
Saftige Hähnchenoberkeulen mit Knochen und Haut werden in einer süß-salzigen Ananasmarinade mariniert, zweizonig gegrillt und mit einer glänzend eingekochten Huli-Huli-Glasur bestrichen.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Huli-Huli Chicken mit Hähnchenoberkeulen verbindet kräftig gebräunte Haut, zartes Geflügel und eine karamellisierende Glasur aus Ananassaft, SojasauceEine salzige Würzsauce aus Sojabohnen, häufig ergänzt durch Weizen und traditionell fermentiert., Ketchup, braunem Zucker, Ingwer und Knoblauch. Das Hähnchen gart zunächst über direkter und anschließend über indirekter Hitze, damit die Glasur am Ende haftet und nicht vorzeitig verbrennt.
Die Haut wird dunkelgoldbraun und leicht klebrig, das Fleisch bleibt saftig und zart. Die Glasur schmeckt süß-salzig mit fruchtiger Ananasnote, würzigem Ingwer und einer milden Schärfe von Chiliflocken.
Schritt für Schritt
Ananassaft, Sojasauce, Ketchup, braunen Zucker, Reisessig, Knoblauch, Ingwer, Chiliflocken und schwarzen Pfeffer in der großen Schüssel verrühren. 250 ml der Marinade mit dem Messbecher abmessen und im kleinen Topf beiseitestellen, bevor das rohe Hähnchen dazukommt.
Wichtig: Der zurückbehaltene Teil darf nicht mit rohem Hähnchen oder dessen Flüssigkeit in Kontakt kommen.
Die Hähnchenoberkeulen in die übrige Marinade legen und rundum wenden. Die Schüssel abdecken und das Fleisch 4 Stunden im Kühlschrank marinieren. Nach etwa 2 Stunden einmal wenden.
Wichtig: Das Hähnchen während der gesamten Marinierzeit gekühlt halten.
Einen Grill mit Deckel für zwei Temperaturzonen vorbereiten. Die direkte Zone auf etwa 220 bis 240 °C bringen und die indirekte Zone auf etwa 170 bis 180 °C einregeln. Beim Holzkohlegrill die Glut auf einer Seite sammeln, beim Gasgrill nur die Brenner unter der direkten Zone voll aufdrehen. Den sauberen Rost mit dem neutralen Öl dünn einreiben.
Wichtig: Beim Einreiben des heißen Rosts vorsichtig arbeiten und den Grillpinsel nicht unbeaufsichtigt an der Hitzequelle liegen lassen.
Das Hähnchen aus der Marinade nehmen und gut abtropfen lassen. Die verwendete Marinade entsorgen. Die Oberkeulen mit der Hautseite nach unten über die direkte Hitze legen und 4 bis 5 Minuten grillen, bis die Haut kräftig gebräunt ist. Wenden und weitere 4 Minuten grillen.
Daran erkennst du es: Die Haut ist kräftig gebräunt, aber noch nicht verbrannt.
Wichtig: Die verwendete rohe Marinade vollständig entsorgen und nicht zum Bestreichen verwenden.
Die Oberkeulen mit der Hautseite nach oben in die indirekte Zone legen und den Deckel schließen. Je nach Größe 25 bis 35 Minuten weitergrillen und nach etwa der Hälfte der Zeit einmal drehen. Das Fleisch ist gar, wenn ein Thermometer an der dicksten Stelle, ohne den Knochen zu berühren, mindestens 74 °C anzeigt.
Daran erkennst du es: An der dicksten Stelle ohne Knochenkontakt mindestens 74 °C Kerntemperatur.
Wichtig: Das Hähnchen erst vom Grill nehmen, wenn die Kerntemperatur an der dicksten Stelle mindestens 74 °C erreicht.
Während das Hähnchen gart, die zurückbehaltene Marinade im kleinen Topf aufkochen und 8 bis 10 Minuten offen einkochen lassen, bis sie glänzend und leicht dickflüssig ist. Die Sauce in einen Teil zum Bestreichen und einen Teil zum Servieren aufteilen.
Daran erkennst du es: Die Glasur ist glänzend und leicht dickflüssig.
Wichtig: Nur die vor dem Kontakt mit dem rohen Hähnchen zurückbehaltene Marinade verwenden.
Sobald das Hähnchen fast gar ist, die Oberkeulen rundum mit der eingekochten Sauce bestreichen. Noch 3 bis 4 Minuten bei geschlossenem Deckel grillen, wenden und die zweite Seite bestreichen. In den letzten 8 bis 10 Minuten insgesamt noch ein- bis zweimal glasieren. Bei aufflammendem Fett das Fleisch sofort in die indirekte Zone ziehen.
Daran erkennst du es: Die Glasur haftet glänzend an der Haut, ohne schwarz zu werden.
Wichtig: Bei aufflammendem Fett die Oberkeulen sofort in die indirekte Zone ziehen und den Deckel bei Bedarf kurz schließen.
Die Hähnchenoberkeulen vom Grill nehmen und 10 Minuten ruhen lassen. Mit der restlichen warmen Huli-Huli-Glasur servieren.
Daran erkennst du es: Die Fleischsäfte haben sich nach der Ruhezeit etwas verteilt und die Glasur bleibt warm.
Gut zu wissen
Hauttragende Oberkeulen verzeihen die längere indirekte Grillzeit besser als sehr magere Stücke. Die Haut sollte zunächst direkt gebräunt werden, bevor das Fleisch in die indirekte Zone wechselt.
Ananassaft und brauner Zucker konzentrieren sich beim Einkochen. Die Glasur deshalb offen reduzieren, aber beim Bestreichen gegen Ende vor zu starker direkter Hitze schützen.
Je nach Produkt kann Sojasauce Weizen enthalten. Für eine glutenfreie Variante die Produktkennzeichnung prüfen und eine ausdrücklich glutenfreie Alternative verwenden.
Ähnlich herzhaft und salzig; je nach Produkt etwas kräftiger und dunkler.
Tamari im gleichen Volumen einsetzen und die Produktkennzeichnung auf Glutenfreiheit prüfen.
Die Säure bleibt erhalten, der Geschmack wird etwas fruchtiger und markanter.
Apfelessig im gleichen Volumen verwenden.
Die Glasur wird etwas weniger tief karamellig, bleibt aber süß und glänzend.
Im gleichen Gewicht einsetzen; die Glasur beim Einkochen besonders aufmerksam beobachten.
250 ml vor dem Kontakt mit dem rohen Hähnchen abmessen und separat aufbewahren.
Die kontaminierte Marinade entsorgen und keine Sauce daraus herstellen.
Erst gegen Ende glasieren und das Hähnchen bei aufflammendem Fett in die indirekte Zone ziehen.
Verbrannte Hautstellen entfernen und mit einem nicht verbrannten Teil der Glasur servieren.
Nach dem direkten Anbräunen in die indirekte Zone wechseln und mit dem Thermometer prüfen.
Die Oberkeulen bei geschlossenem Deckel indirekt weitergaren, bis mindestens 74 °C erreicht sind.
Den sauberen, heißen Rost dünn mit neutralem Öl einreiben und erst wenden, wenn sich die Haut löst.
Mit der Grillzange vorsichtig unter die haftende Stelle fahren und die Oberkeule in die indirekte Zone umsetzen.
Knochenlose Hähnchenoberkeulen garen schneller und lassen sich leichter wenden, benötigen aber eine verkürzte indirekte Grillzeit.
Die Schärfe wird reduziert, während die fruchtig-salzige Glasur erhalten bleibt.
Eine glutenfreie Sojasaucenalternative ermöglicht eine glutenfreie Ausführung, sofern auch alle übrigen verarbeiteten Produkte entsprechend gekennzeichnet sind.
Die Marinade kann vorbereitet und das Hähnchen bis zu 4 Stunden darin im Kühlschrank mariniert werden. Die für die Glasur bestimmte Marinade vor dem Kontakt mit dem rohen Hähnchen separat abmessen.
Die Glasur und die Haut können nach dem Einfrieren an Glanz und Knusprigkeit verlieren.
Häufig gefragt
Dieser Teil bleibt frei von Kontakt mit rohem Hähnchen und kann später sicher aufgekocht, eingedickt und als Glasur verwendet werden. Die Marinade aus der Schüssel wird nach dem Marinieren entsorgt.
Die direkte Zone bräunt die Haut kräftig. In der indirekten Zone kann das Fleisch anschließend gleichmäßiger durchgaren, ohne dass die zuckerhaltige Glasur zu schnell verbrennt.
Erst wenn die Oberkeulen fast gar sind. Danach wird in den letzten Minuten ein- bis zweimal nachgeglasiert, damit die Oberfläche glänzt und karamellisiert, aber nicht verbrennt.
Die Temperatur an der dicksten Stelle ohne Knochenkontakt messen. Sie sollte mindestens 74 °C erreichen.
Unabhängig von Google Analytics verwenden wir eine cookielose, selbst betriebene Reichweitenstatistik mit Plausible. Sie erhält keine Kontodaten, Suchbegriffe oder URL-Parameter. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.
Aus unserer Küche
Kommentare zum Rezept
Wie hat es dir geschmeckt? Teile deine Erfahrungen oder stelle eine Frage.
Kommentare werden geladen …