Polvilho doce
Polvilho doce ist süße Maniokstärke und bildet die Grundlage für die elastische Fladenstruktur. Sie ist in brasilianischen oder lateinamerikanischen Lebensmittelgeschäften erhältlich, teils auch in gut sortierten Asialäden.
Ungesäuerter Maniokfladen
Dünne brasilianische Maniokfladen aus hydrierter Tapiokastärke, direkt auf der heißen Grillplancha gebacken und warm mit einer saftigen Kokosfüllung gefaltet serviert.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Beiju de tapioca ist ein dünner brasilianischer Maniokfladen, der besonders im Norden und Nordosten des Landes verbreitet ist. Die feuchte Tapiokastärke verbindet sich auf der heißen Platte ohne Hefe zu einem elastischen Fladen. Auf der Grillplancha bekommt er eine feine Röstnote, während Kokos und Zucker für eine warme, aromatische Füllung sorgen. Hier wird der Beiju direkt auf der Plancha gebacken und frisch gefaltet serviert.
Die Fladen sind dünn, zart und elastisch mit einer feinen Röstnote von der heißen Plancha. Die warme Kokosfüllung schmeckt saftig, leicht süß und aromatisch; frisch gefaltet bleibt der Beiju angenehm weich.
Schritt für Schritt
Gib die Maniokstärke und das Salz in eine Schüssel. Füge das kalte Wasser nach und nach hinzu und verreibe die Mischung mit den Fingerspitzen, bis sie gleichmäßig feucht und krümelig ist. Die Masse soll zusammenhalten, wenn du sie zusammendrückst, aber nicht klebrig werden.
Daran erkennst du es: Die feuchte Stärke ist gleichmäßig krümelig und lässt sich zusammendrücken, ohne klebrig zu sein.
Decke die Schüssel ab und lasse die feuchte Stärke 20 Minuten ruhen. Eine Gehzeit ist nicht nötig, weil der Beiju ohne Hefe und ohne Backtriebmittel zubereitet wird.
Daran erkennst du es: Die Stärke bleibt feucht und krümelig und ist bereit zum Sieben.
Vermische während der Ruhezeit das geriebene Kokosfleisch mit Zucker und einer Prise Salz. Stelle die Füllung bis zum Backen bereit.
Daran erkennst du es: Kokos, Zucker und Salz sind gleichmäßig vermischt.
Lege die glatte Plancha auf den Grill und heize sie bei mittlerer direkter Hitze auf etwa 180–200 °C Garraumtemperatur vor. Die Platte soll gleichmäßig heiß sein, aber nicht rauchen. Gebacken wird der Fladen direkt auf der Plancha, nicht im Topf und nicht im Backofen.
Daran erkennst du es: Die Plancha ist gleichmäßig heiß und raucht nicht.
Wichtig: Beim Auflegen und Wenden nur hitzebeständige Werkzeuge verwenden und die heiße Plancha nicht berühren.
Siebe die feuchte Maniokstärke portionsweise durch ein feines Sieb. Streue für den ersten Fladen etwa 50 g davon auf die heiße Plancha und verteile sie mit einem Löffel zu einem gleichmäßigen Kreis von etwa 18 cm Durchmesser. Nicht festdrücken, damit der Fladen zart bleibt.
Daran erkennst du es: Die Stärke liegt als gleichmäßiger, nicht angedrückter Kreis auf der Plancha.
Wichtig: Die heiße Plancha nur mit dem Werkzeug bedienen und ausreichend Abstand zur Grillhitze halten.
Backe den Fladen 2–3 Minuten, bis die Oberfläche geschlossen ist und sich die Ränder leicht von der Plancha lösen. Verteile etwa 20 g Kokosfüllung auf einer Hälfte des Fladens.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist geschlossen und die Ränder lösen sich leicht von der Plancha.
Wichtig: Beim Verteilen der Füllung den Wender vorsichtig führen, da die Plancha sehr heiß ist.
Klappe den Fladen mit einem breiten Wender zur Hälfte zusammen und wärme ihn noch etwa 30–45 Sekunden auf der Plancha. Nimm ihn herunter.
Daran erkennst du es: Der Fladen ist gefaltet, warm und bleibt zart, ohne auszutrocknen.
Wichtig: Den gefalteten Fladen mit dem breiten Wender von der heißen Plancha nehmen.
Backe die übrigen fünf Fladen auf dieselbe Weise: jeweils etwa 50 g feuchte Stärke sieben und verteilen, 2–3 Minuten backen, etwa 20 g Kokosfüllung auf eine Hälfte geben, falten und nochmals 30–45 Sekunden erwärmen. Serviere die Beijus frisch und warm.
Daran erkennst du es: Alle sechs Fladen sind geschlossen, gefüllt, gefaltet und warm serviert.
Wichtig: Während des gesamten Backens auf die heiße Plancha und den heißen Wender achten.
Gut zu wissen
Polvilho doce ist süße Maniokstärke und bildet die Grundlage für die elastische Fladenstruktur. Sie ist in brasilianischen oder lateinamerikanischen Lebensmittelgeschäften erhältlich, teils auch in gut sortierten Asialäden.
Frisch geriebenes Kokosfleisch macht die Füllung saftiger und aromatischer. Frische Kokosnuss gibt es in größeren Supermärkten oder gut sortierten Obst- und Gemüseläden.
Die Füllung wird etwas trockener und weniger saftig.
Ersetze das frische Kokosfleisch durch ungesüßte Kokosraspel und mische sie wie beschrieben mit Zucker und Salz.
Das Wasser nach und nach hinzufügen und die Mischung nur mit den Fingerspitzen verreiben.
Die klebrige Masse vor dem Sieben noch einmal gründlich auflockern; zusätzliche Stärke ist nicht als belegte Korrekturmenge angegeben.
Die gesiebte Stärke nur zu einem gleichmäßigen Kreis verteilen und nicht andrücken.
Den nächsten Fladen lockerer sieben und verteilen.
Die Plancha auf etwa 180–200 °C Garraumtemperatur vorheizen und darauf achten, dass sie nicht raucht.
Die Hitze reduzieren und den nächsten Fladen kürzer beziehungsweise aufmerksam backen.
Etwa 20 g Füllung nur auf einer Hälfte verteilen und den Rand frei lassen.
Überschüssige Füllung vor dem Falten vorsichtig abnehmen.
Häufig gefragt
Polvilho doce ist süße Maniokstärke. Sie wird mit Wasser hydratisiert, durch ein feines Sieb gegeben und direkt auf der heißen Plancha zu einem dünnen Beiju gebacken.
Ja. Ungesüßte Kokosraspel sind eine mögliche Alternative. Die Füllung wird damit allerdings etwas trockener und weniger saftig.
Der Beiju ist ein Maniokfladen aus hydrierter Tapiokastärke. Die feuchte Stärke verbindet sich direkt auf der heißen Plancha, deshalb sind weder Hefe noch Backtriebmittel nötig.
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