Beiju de tapioca mit Kokos

Ungesäuerter Maniokfladen

Dünne brasilianische Maniokfladen aus hydrierter Tapiokastärke, direkt auf der heißen Grillplancha gebacken und warm mit einer saftigen Kokosfüllung gefaltet serviert.

Zum Rezept
Beiju de tapioca mit Kokos von der Grillplancha
Vorbereitung 30 Minuten
Kochen / Backen 18 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 20 Minuten
Gesamtzeit ca. 50 Minuten
Menge 6 Fladen mit etwa 18 cm Durchmesser
Gerichtsform und Gerichtsart Fladenbrote
Prägende Zutatenfamilie Nüsse und Samen, Wurzeln und Knollen, Zucker und Süßungsmittel
Prägende Zubereitungsverfahren Garen auf heißer Platte
Geprüfte Rezept-Eignung Vegan
Grill-Hitzeanordnung Direkte Grillzone

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die hydrierte Tapiokastärke bildet auf der heißen Plancha einen zarten, elastischen Fladen ganz ohne Hefe oder Backtriebmittel.
  • Die Kokosfüllung bringt saftige Textur, natürliche Süße und ein warmes Aroma in den neutralen Maniokfladen.
  • Das kurze Backen und Falten hält die Beijus weich und macht sie direkt aus der Plancha besonders aromatisch.

Beiju de tapioca ist ein dünner brasilianischer Maniokfladen, der besonders im Norden und Nordosten des Landes verbreitet ist. Die feuchte Tapiokastärke verbindet sich auf der heißen Platte ohne Hefe zu einem elastischen Fladen. Auf der Grillplancha bekommt er eine feine Röstnote, während Kokos und Zucker für eine warme, aromatische Füllung sorgen. Hier wird der Beiju direkt auf der Plancha gebacken und frisch gefaltet serviert.

Die Fladen sind dünn, zart und elastisch mit einer feinen Röstnote von der heißen Plancha. Die warme Kokosfüllung schmeckt saftig, leicht süß und aromatisch; frisch gefaltet bleibt der Beiju angenehm weich.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Stärke vorbereiten

  1. Stärke befeuchten

    Gib die Maniokstärke und das Salz in eine Schüssel. Füge das kalte Wasser nach und nach hinzu und verreibe die Mischung mit den Fingerspitzen, bis sie gleichmäßig feucht und krümelig ist. Die Masse soll zusammenhalten, wenn du sie zusammendrückst, aber nicht klebrig werden.

    Daran erkennst du es: Die feuchte Stärke ist gleichmäßig krümelig und lässt sich zusammendrücken, ohne klebrig zu sein.

    • Das Wasser langsam einarbeiten, damit die Stärke nicht zu feucht wird.
  2. Feuchte Stärke ruhen lassen

    Decke die Schüssel ab und lasse die feuchte Stärke 20 Minuten ruhen. Eine Gehzeit ist nicht nötig, weil der Beiju ohne Hefe und ohne Backtriebmittel zubereitet wird.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Stärke bleibt feucht und krümelig und ist bereit zum Sieben.

    • Die Ruhezeit gibt der Stärke Gelegenheit, die Flüssigkeit gleichmäßig aufzunehmen.
  3. Kokosfüllung mischen

    Vermische während der Ruhezeit das geriebene Kokosfleisch mit Zucker und einer Prise Salz. Stelle die Füllung bis zum Backen bereit.

    Daran erkennst du es: Kokos, Zucker und Salz sind gleichmäßig vermischt.

    • Die Füllung während der Ruhezeit vorbereiten, damit die Arbeitszeit sinnvoll genutzt wird.
  4. Plancha vorheizen

    Lege die glatte Plancha auf den Grill und heize sie bei mittlerer direkter Hitze auf etwa 180–200 °C Garraumtemperatur vor. Die Platte soll gleichmäßig heiß sein, aber nicht rauchen. Gebacken wird der Fladen direkt auf der Plancha, nicht im Topf und nicht im Backofen.

    Daran erkennst du es: Die Plancha ist gleichmäßig heiß und raucht nicht.

    • Eine gleichmäßig erhitzte Platte sorgt dafür, dass der Fladen geschlossen gart, ohne an einzelnen Stellen zu verbrennen.

    Wichtig: Beim Auflegen und Wenden nur hitzebeständige Werkzeuge verwenden und die heiße Plancha nicht berühren.

Beijus backen und füllen

  1. Fladen formen

    Siebe die feuchte Maniokstärke portionsweise durch ein feines Sieb. Streue für den ersten Fladen etwa 50 g davon auf die heiße Plancha und verteile sie mit einem Löffel zu einem gleichmäßigen Kreis von etwa 18 cm Durchmesser. Nicht festdrücken, damit der Fladen zart bleibt.

    Daran erkennst du es: Die Stärke liegt als gleichmäßiger, nicht angedrückter Kreis auf der Plancha.

    • Portionsweise sieben, damit keine feuchten Klumpen im Fladen bleiben.

    Wichtig: Die heiße Plancha nur mit dem Werkzeug bedienen und ausreichend Abstand zur Grillhitze halten.

  2. Fladen backen und füllen

    Backe den Fladen 2–3 Minuten, bis die Oberfläche geschlossen ist und sich die Ränder leicht von der Plancha lösen. Verteile etwa 20 g Kokosfüllung auf einer Hälfte des Fladens.

    3 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist geschlossen und die Ränder lösen sich leicht von der Plancha.

    • Die Füllung nicht bis an den Rand verteilen, damit sich der Fladen sauber falten lässt.

    Wichtig: Beim Verteilen der Füllung den Wender vorsichtig führen, da die Plancha sehr heiß ist.

  3. Falten und erwärmen

    Klappe den Fladen mit einem breiten Wender zur Hälfte zusammen und wärme ihn noch etwa 30–45 Sekunden auf der Plancha. Nimm ihn herunter.

    1 Minute

    Daran erkennst du es: Der Fladen ist gefaltet, warm und bleibt zart, ohne auszutrocknen.

    • Den Beiju nur kurz nachwärmen, damit die Kokosfüllung warm wird und der Fladen elastisch bleibt.

    Wichtig: Den gefalteten Fladen mit dem breiten Wender von der heißen Plancha nehmen.

  4. Übrige Fladen backen

    Backe die übrigen fünf Fladen auf dieselbe Weise: jeweils etwa 50 g feuchte Stärke sieben und verteilen, 2–3 Minuten backen, etwa 20 g Kokosfüllung auf eine Hälfte geben, falten und nochmals 30–45 Sekunden erwärmen. Serviere die Beijus frisch und warm.

    Daran erkennst du es: Alle sechs Fladen sind geschlossen, gefüllt, gefaltet und warm serviert.

    • Die fertigen Beijus bis zum Servieren möglichst warm halten und nicht lange stapeln, damit sie zart bleiben.

    Wichtig: Während des gesamten Backens auf die heiße Plancha und den heißen Wender achten.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Richtige Feuchtigkeit: Die Stärke soll gleichmäßig feucht und krümelig sein. Wenn sie beim Zusammendrücken zusammenhält, aber nicht klebt, ist die Konsistenz passend.
  • Plancha nicht rauchen lassen: Die Plancha muss gleichmäßig heiß sein, aber nicht rauchen. Zu starke Hitze kann die dünnen Fladen außen zu schnell trocknen oder bräunen.
  • Frisch servieren: Beijus schmecken frisch und warm am besten. Die gefalteten Fladen deshalb möglichst direkt nach dem Backen servieren.

Zutatenwissen

Polvilho doce

Polvilho doce ist süße Maniokstärke und bildet die Grundlage für die elastische Fladenstruktur. Sie ist in brasilianischen oder lateinamerikanischen Lebensmittelgeschäften erhältlich, teils auch in gut sortierten Asialäden.

Frisches Kokosfleisch

Frisch geriebenes Kokosfleisch macht die Füllung saftiger und aromatischer. Frische Kokosnuss gibt es in größeren Supermärkten oder gut sortierten Obst- und Gemüseläden.

Sinnvolle Alternativen

ungesüßte Kokosraspel

Die Füllung wird etwas trockener und weniger saftig.

Ersetze das frische Kokosfleisch durch ungesüßte Kokosraspel und mische sie wie beschrieben mit Zucker und Salz.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Stärke wird klebrig und lässt sich nicht locker sieben.

Das Wasser nach und nach hinzufügen und die Mischung nur mit den Fingerspitzen verreiben.

Die klebrige Masse vor dem Sieben noch einmal gründlich auflockern; zusätzliche Stärke ist nicht als belegte Korrekturmenge angegeben.

Der Fladen wird kompakt und nicht zart.

Die gesiebte Stärke nur zu einem gleichmäßigen Kreis verteilen und nicht andrücken.

Den nächsten Fladen lockerer sieben und verteilen.

Der Fladen trocknet aus oder bräunt zu stark, bevor die Oberfläche geschlossen ist.

Die Plancha auf etwa 180–200 °C Garraumtemperatur vorheizen und darauf achten, dass sie nicht raucht.

Die Hitze reduzieren und den nächsten Fladen kürzer beziehungsweise aufmerksam backen.

Der Fladen lässt sich schlecht falten und die Füllung tritt aus.

Etwa 20 g Füllung nur auf einer Hälfte verteilen und den Rand frei lassen.

Überschüssige Füllung vor dem Falten vorsichtig abnehmen.

Servieren und kombinieren

  • Warm und frisch servieren: Die gefalteten Beijus direkt nach dem Backen warm servieren, damit der Fladen elastisch bleibt und die Kokosfüllung ihr Aroma entfaltet.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Was ist Polvilho doce?

Polvilho doce ist süße Maniokstärke. Sie wird mit Wasser hydratisiert, durch ein feines Sieb gegeben und direkt auf der heißen Plancha zu einem dünnen Beiju gebacken.

Kann ich frisches Kokosfleisch ersetzen?

Ja. Ungesüßte Kokosraspel sind eine mögliche Alternative. Die Füllung wird damit allerdings etwas trockener und weniger saftig.

Warum braucht der Beiju keine Hefe?

Der Beiju ist ein Maniokfladen aus hydrierter Tapiokastärke. Die feuchte Stärke verbindet sich direkt auf der heißen Plancha, deshalb sind weder Hefe noch Backtriebmittel nötig.

Aus unserer Küche

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