Saftige Rindersteaks aus dem chilenischen Zuschnitt Asado carnicero: zunächst direkt für kräftige Röstaromen grillen, anschließend indirekt bis zu einer Kerntemperatur von 54 °C nachziehen lassen und nach dem Ruhen bei etwa 57 °C servieren.
Von So schmeckt GrillenVeröffentlicht am 29. September 2026
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Was dieses Rezept zuverlässig macht
Die direkte Hitze erzeugt in kurzer Zeit eine kräftige, aromatische Kruste.
Das anschließende indirekte Grillen gart die etwa 3 cm dicken Steaks gleichmäßiger bis in den Kern.
Die Kerntemperatur von 54 °C und die achtminütige Ruhezeit führen zu einem saftigen Gargrad mit etwa 57 °C Endtemperatur.
Grobes Salz, schwarzer Pfeffer und neutrales Öl halten die Würzung bewusst zurück und lassen den Zuschnitt im Mittelpunkt.
Der Asado carnicero ist in Chile ein bekannter Rinderzuschnitt für die Parrilla und wird je nach Metzgerei unterschiedlich eingeordnet oder benannt. Für diese Fassung wird er in etwa 3 cm dicke Steaks geteilt. Zuerst sorgt direkte, starke Hitze für Röstaromen, anschließend gart das Fleisch indirekt bis zum saftigen Kern. So bleibt der charakteristische Zuschnitt im Mittelpunkt.
Außen kräftig gebräunt und aromatisch, innen saftig und zart mit einem warmen, rosigen Kern. Grobes Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer setzen klare Würznoten, ohne die ausgeprägte Rindfleischaromatik zu überdecken.
Schritt für Schritt
Zubereitung
Zubereitung
1
Steaks vorbereiten
Falls der Zuschnitt noch nicht portioniert ist, schneide ihn quer zur Faser in 4 gleichmäßige Steaks von etwa 3 cm Dicke. Entferne nur lose Häute und tupfe das Fleisch gründlich trocken.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist trocken getupft und in gleichmäßige Steaks portioniert.
Nur lose Häute entfernen, damit möglichst viel vom charakteristischen Zuschnitt erhalten bleibt.
2
Grill für zwei Zonen vorbereiten
Bereite den Grill für zwei Zonen vor. Erhitze die direkte Zone auf etwa 220–230 °C und halte die indirekte Zone bei etwa 180–200 °C. Reinige den Rost und öle ihn dünn ein.
225 °C
Daran erkennst du es: Der Rost ist sauber, dünn geölt und beide Grillzonen sind stabil eingestellt.
Der Deckel sollte sich schließen lassen, damit die indirekte Phase gleichmäßig gart.
3
Ölen und würzen
Bestreiche die Steaks sparsam mit dem Öl und würze sie unmittelbar vor dem Grillen mit Salz und Pfeffer.
Daran erkennst du es: Die Steaks sind dünn mit Öl überzogen und gleichmäßig gewürzt.
Erst unmittelbar vor dem Auflegen würzen, damit die Oberfläche trocken bleibt und gut bräunen kann.
4
Direkt angrillen
Lege die Steaks über die direkte Hitze und grille sie etwa 2 Minuten pro Seite, bis eine kräftige Kruste entstanden ist. Drehe sie nicht ständig, damit die Oberfläche gut bräunt.
4 Minuten225 °C
Daran erkennst du es: Auf beiden Seiten ist eine kräftige, gleichmäßig gebräunte Kruste entstanden.
Die Steaks nach etwa 2 Minuten einmal wenden und anschließend möglichst ruhig liegen lassen.
5
Indirekt nachziehen lassen
Ziehe die Steaks in die indirekte Zone und grille sie bei geschlossenem Deckel weiter. Wende sie nach etwa 4 Minuten und gare sie insgesamt ungefähr 6–10 Minuten indirekt, bis die Kerntemperatur 54 °C erreicht. Durch die Nachhitze steigt sie während der Ruhezeit auf etwa 57 °C.
10 Minuten190 °C
Daran erkennst du es: Die Kerntemperatur erreicht 54 °C; während der Ruhezeit steigt sie auf etwa 57 °C.
Die Kerntemperatur ist entscheidender als die genaue Zeit, da Dicke und Grillleistung variieren können.
6
Ruhen lassen und servieren
Nimm die Steaks vom Grill und lasse sie 8 Minuten locker abgedeckt ruhen. Schneide sie bei Bedarf quer zur Faser auf und serviere sie sofort.
8 Minuten
Daran erkennst du es: Nach 8 Minuten Ruhezeit ist der Fleischsaft besser verteilt und die Kerntemperatur liegt bei etwa 57 °C.
Quer zur Faser schneiden, wenn die Steaks aufgeschnitten serviert werden.
Gut zu wissen
Hinweise zum Rezept
Trockene Oberfläche: Gründlich trocken getupftes Fleisch bräunt auf dem Rost besser und entwickelt schneller eine kräftige Kruste.
Kerntemperatur vor Grillzeit: Die angegebene Zeit für die indirekte Phase ist ein Richtwert. Entscheidend ist die Kerntemperatur von 54 °C vor dem Ruhen.
Ruhezeit einhalten: Die achtminütige Ruhezeit gehört zum Garprozess: Dabei steigt die Kerntemperatur noch auf etwa 57 °C und der Fleischsaft verteilt sich besser.
Zutatenwissen
Asado carnicero finden
Dieser chilenische Zuschnitt ist in Deutschland nicht überall unter demselben Namen bekannt. Frage in einer guten Metzgerei nach Asado carnicero oder nach einem stark marmorierten Rinderzuschnitt aus dem Schulterbereich und bestelle ihn als etwa 3 cm dicke Steaks.
Sinnvolle Alternativen
Rinderhüfte
Rinderhüfte ist magerer und dadurch meist weniger saftig als Asado carnicero.
Ersetze den Asado carnicero im gleichen Rohgewicht durch vier etwa 3 cm dicke Steaks aus der Rinderhüfte. Grille sie nach denselben Temperaturvorgaben und kontrolliere die Kerntemperatur besonders aufmerksam.
Typische Fehler und ihre Lösung
Die Steaks entwickeln keine kräftige Kruste.
Die Steaks etwa 2 Minuten pro Seite ruhig über der direkten Hitze liegen lassen.
Wenn die Oberfläche noch blass ist, die Steaks kurz weiter direkt grillen und erst bei ausreichender Bräunung in die indirekte Zone ziehen.
Der gewünschte Gargrad wird verfehlt.
Die Kerntemperatur prüfen und die Steaks bei 54 °C aus der indirekten Zone nehmen.
Bei zu niedriger Kerntemperatur die Steaks in kurzen Intervallen indirekt weitergaren und erneut messen.
Beim Anschneiden tritt viel Fleischsaft aus und die Steaks wirken weniger saftig.
Die Steaks locker abgedeckt 8 Minuten ruhen lassen.
Bereits angeschnittene Steaks sofort servieren und den austretenden Fleischsaft auffangen und darübergeben.
Servieren und kombinieren
Quer zur Faser aufschneiden: Nach der Ruhezeit die Steaks bei Bedarf quer zur Faser aufschneiden und sofort servieren, damit Kruste und saftiger Kern erhalten bleiben.
Häufig gefragt
Fragen zum Rezept
Welche Kerntemperatur soll das Steak erreichen?
Die Steaks werden aus der indirekten Zone genommen, sobald sie 54 °C im Kern erreicht haben. Während der achtminütigen Ruhezeit steigt die Temperatur auf etwa 57 °C.
Was kann ich statt Asado carnicero verwenden?
Als Ersatz eignet sich Rinderhüfte. Sie ist magerer und dadurch weniger saftig, kann aber im gleichen Rohgewicht in etwa 3 cm dicke Steaks geschnitten werden.
Wie dick sollen die Steaks sein?
Der Zuschnitt wird in vier gleichmäßige Steaks von etwa 3 cm Dicke geteilt.
Aus unserer Küche
Kommentare zum Rezept
Wie hat es dir geschmeckt? Teile deine Erfahrungen oder stelle eine Frage.
Unabhängig von Google Analytics verwenden wir eine cookielose, selbst betriebene Reichweitenstatistik mit Plausible. Sie erhält keine Kontodaten, Suchbegriffe oder URL-Parameter. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.
Aus unserer Küche
Kommentare zum Rezept
Wie hat es dir geschmeckt? Teile deine Erfahrungen oder stelle eine Frage.
Kommentare werden geladen …