Brótola finden
Brótola bekommst du bei gut sortierten Fischhändlern oder auf Wochenmärkten mit Meerfischsortiment.
Fisch vom Grill · Rocha, Uruguay
Ein ganzer, im Schmetterlingsschnitt geöffneter Brótola wird direkt über kräftiger Glut gegrillt. Knoblauch, glatte Petersilie, Olivenöl und Zitrone würzen den Fisch, während die Haut knusprig bräunt. Ergibt 4 Portionen.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Brótola a la parrilla ist eine uruguayische Fischspezialität für die Feuerküche. Der flach aufgelegte Fisch gart zuerst auf der Hautseite, bis sich die knusprige Haut vom sauberen Grillrost löst. Eine kurze Marinierzeit mit Knoblauch, Petersilie, Olivenöl und Zitrone gibt dem saftigen Fleisch klares Aroma, ohne den Fischgeschmack zu überdecken.
Saftiges, vollständig undurchsichtiges Fischfleisch trifft auf eine goldbraune, knusprige Haut. Knoblauch und Petersilie sorgen für herzhafte Würze, während Zitrone einen frischen Abschluss gibt.
Schritt für Schritt
Falls der Fisch noch nicht vorbereitet ist, entferne Flossen und Kiemen. Öffne ihn entlang der Bauchseite bis zum Rücken, ohne ihn vollständig zu durchtrennen, und klappe ihn wie ein Buch auf. Tupfe die Brótola gründlich trocken. Der Schmetterlingsschnitt macht den Fisch flacher und unterstützt eine gleichmäßigere Garung.
Wichtig: Arbeite mit einem stabilen Schneidebrett und einem scharfen Messer.
Hacke Knoblauch und Petersilie fein. Vermische beides mit 45 ml Olivenöl und dem Saft einer halben Zitrone. Rühre 8 g vom groben Salz unter. Nimm 2 Esslöffel der Marinade ab und bewahre sie getrennt zum späteren Bestreichen auf.
Wichtig: Verwende für die spätere Marinade einen sauberen, getrennten Löffel oder Pinsel.
Reibe die Hautseite der Brótola mit dem restlichen groben Salz ein und würze die Fleischseite etwas zurückhaltender. Bestreiche nur die Fleischseite mit der übrigen Marinade. Decke den Fisch ab und lasse ihn 10 Minuten im Kühlschrank ziehen, während du die Glut vorbereitest.
Wichtig: Den marinierten Fisch bis zum Grillen gekühlt halten.
Zünde die Holzkohle an und warte, bis eine gleichmäßige graue Glut ohne offene Flammen entstanden ist. Reinige den Grillrost gründlich und öle ihn mit dem restlichen Olivenöl. Der Rost sollte etwa 20 cm über der Glut liegen. Gegart wird direkt über der Glut bei kräftiger, aber kontrollierter Hitze. Flammen dürfen den Fisch nicht berühren.
Daran erkennst du es: Gleichmäßige graue Glut ohne offene Flammen
Wichtig: Halte den Grill unter Aufsicht und lasse offene Flammen nicht an den Fisch schlagen.
Lege die Brótola mit der Hautseite nach unten auf den heißen Rost. Drücke sie während der ersten 30 Sekunden vorsichtig an, damit die Haut guten Kontakt bekommt. Grille die Hautseite 12 bis 16 Minuten, ohne den Fisch zu verschieben. Sobald die Haut goldbraun ist und sich der Fisch mit einem breiten Wender vom Rost lösen lässt, bestreiche die Fleischseite einmal mit der zurückbehaltenen Marinade.
Daran erkennst du es: Die Haut ist goldbraun und der Fisch lässt sich mit einem breiten Wender vom Rost lösen.
Wichtig: Nur die zurückbehaltene, nicht mit rohem Fisch in Kontakt gekommene Marinade verwenden.
Wende den Fisch vorsichtig nur einmal. Grille die Fleischseite weitere 6 bis 10 Minuten. Wird die Hitze zu stark oder schlagen Flammen hoch, ziehe den Fisch kurz an den Rand der Glut und schiebe ihn zurück, sobald die Flammen erloschen sind. Bei einem kleineren Fisch kann das Wenden entfallen, wenn das Fleisch bereits vollständig durchgegart ist.
Daran erkennst du es: Das Fleisch wird vollständig undurchsichtig und beginnt, sich in Lamellen zu teilen.
Wichtig: Bei hochschlagenden Flammen den Fisch an den Rand der Glut ziehen.
Prüfe die Garung an der dicksten Stelle. Der Fisch ist verzehrfertig, wenn das Fleisch vollständig undurchsichtig ist, sich leicht in Lamellen teilen lässt und im Kern mindestens 63 °C erreicht. Nimm ihn dann vom Grill und lasse ihn 3 Minuten ruhen.
Daran erkennst du es: Undurchsichtiges Fleisch, das sich leicht in Lamellen teilen lässt, und mindestens 63 °C im Kern.
Wichtig: Rohen Fisch nicht probieren; die Garung an der dicksten Stelle prüfen.
Träufle den Saft der zweiten Zitronenhälfte über den Fisch und serviere ihn direkt vom Rost. Die knusprige Haut lässt sich beim Anrichten leicht vom Fleisch lösen.
Gut zu wissen
Brótola bekommst du bei gut sortierten Fischhändlern oder auf Wochenmärkten mit Meerfischsortiment.
Eine Zitronenhälfte kommt in die Marinade, die zweite wird erst nach dem Grillen über den fertigen Fisch geträufelt.
Das Fleisch ist etwas fester und milder als Brótola.
Ersetze die Brótola durch einen ausgenommenen und entschuppten Wolfsbarsch ähnlicher Größe. Bereite ihn im selben Schmetterlingsschnitt zu und prüfe die Garung an der dicksten Stelle.
Die Brótola nach dem Auflegen nicht bewegen und erst wenden, wenn die Haut goldbraun ist und sich der Fisch mit einem breiten Wender lösen lässt.
Die verbliebenen Hautstücke vorsichtig mit dem Wender lösen und den Fisch behutsam fertig garen.
Erst bei grauer, gleichmäßiger Glut grillen und den Fisch bei hochschlagenden Flammen an den Rand der Glut ziehen.
Den Fisch vorübergehend an den Rand der Glut ziehen und erst zurückschieben, wenn die Flammen erloschen sind.
Vor dem Marinieren 2 Esslöffel in einem getrennten Gefäß zurückbehalten.
Die kontaminierte Marinade entsorgen und den Fisch nur mit sauberem Öl oder ohne weiteres Bestreichen fertig garen.
Häufig gefragt
Ja. Verwende einen ganzen Wolfsbarsch ähnlicher Größe. Sein Fleisch ist etwas fester und milder; die Zubereitung im Schmetterlingsschnitt bleibt gleich.
Das Fleisch ist vollständig undurchsichtig, lässt sich leicht in Lamellen teilen und erreicht an der dicksten Stelle mindestens 63 °C.
Die Haut bekommt so ausreichend Kontakt mit dem heißen, sauberen Rost, kann knusprig bräunen und löst sich leichter, bevor der Fisch gewendet wird.
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