Französischer Zuschnitt
Beim Zuschnitt wird das Fleisch vom schmalen unteren Gelenkende gelöst und nach oben geschoben. Der freigelegte Knochen bleibt als Griff stehen.
Modernes australisches BBQ
Französisch zugeschnittene Hähnchenunterkeulen werden indirekt gegrillt und zum Schluss mit einer süß-scharfen Glasur aus Honig, Butter und Chilisauce überzogen.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Chicken Lollipops sind handliche Hähnchenunterkeulen, deren Fleisch vom unteren Knochenende nach oben geschoben wird. Durch das indirekte Grillen bleiben die Keulen saftig, während die Honig-Chili-Glasur in der Schlussphase glänzend karamellisiert.
Die Keulen sind außen glänzend und klebrig karamellisiert, innen saftig und würzig. Honig und brauner Zucker treffen auf Butter, rauchiges Paprikapulver und die fruchtig-scharfe Note der Chilisauce.
Schritt für Schritt
Die Hähnchenunterkeulen nicht waschen, sondern mit Küchenpapier trocken tupfen. Rundum etwa 2–3 cm oberhalb des schmalen unteren Gelenks durch Haut, Fleisch und Sehnen schneiden. Knorpel und Sehnen vom unteren Knochenende lösen und das Fleisch zum dickeren Ende nach oben streifen. Das untere Knochenstück bleibt als Griff stehen. Lose Fleischreste entfernen, ohne den Hauptteil der Keule zu beschädigen.
Wichtig: Rohes Geflügel nicht abwaschen und nach dem Arbeitsschritt Hände sowie Kontaktflächen gründlich reinigen.
Salz, braunen Zucker, Knoblauchpulver, Chiliflocken und geräuchertes Paprikapulver gründlich vermischen. Jede Keule rundum mit der Würzmischung einreiben. Die freiliegenden Knochenenden können später mit kleinen Stücken Alufolie geschützt werden, damit sie auf dem Grill nicht zu dunkel werden.
Den Grill für indirekte Hitze bei etwa 140 °C vorbereiten. Beim Kugelgrill die Kohlen seitlich anordnen, beim Gasgrill die Brenner unter dem Grillgut ausgeschaltet lassen. Eine Tropfschale unter den indirekten Bereich stellen und den Deckel schließen.
Die Keulen mit dem Fleisch nach oben auf den Rost setzen. Die Knochen zeigen nach oben; die Folie an den Griffen darf den Grillrost nicht berühren. Bei geschlossenem Deckel zunächst 60 Minuten indirekt grillen. Bei deutlichen Temperaturunterschieden die Positionen einmal tauschen.
Daran erkennst du es: Die Keulen sind vorgegart und die Oberfläche ist noch nicht dunkel glasiert.
Butter, Chilisauce, Honig, braunen Zucker und Salz in einen kleinen Topf geben. Bei mittlerer Hitze unter Rühren erhitzen, bis die Butter geschmolzen und der Zucker vollständig gelöst ist. Die Glasur 8–10 Minuten sanft einkochen lassen, bis sie leicht dickflüssig wird. Kurz abkühlen lassen, damit sie beim Bestreichen nicht zu dünn ist.
Daran erkennst du es: Die Glasur ist leicht dickflüssig und haftet am Löffel.
Die vorgegarten Keulen rundum mit der Glasur bestreichen. Weitere 15–25 Minuten indirekt grillen und nach etwa 10 Minuten nochmals bestreichen. Die Glasur soll glänzen und karamellisieren, aber nicht schwarz werden. An der dicksten Stelle des Fleisches, ohne den Knochen zu berühren, die Kerntemperatur messen. Das Geflügel ist fertig, sobald mindestens 75 °C erreicht sind.
Daran erkennst du es: Die Glasur glänzt und karamellisiert; die dickste Fleischstelle erreicht mindestens 75 °C.
Wichtig: Das Thermometer nicht am Knochen ansetzen, da dort die Messung verfälscht werden kann.
Die Chicken Lollipops vom Grill nehmen und 5 Minuten ruhen lassen. Vor dem Servieren die Folie von den Knochenenden entfernen. Für das fertige Geflügel einen sauberen Teller und sauberes Besteck verwenden, nicht die Utensilien vom rohen Hähnchen.
Daran erkennst du es: Die Glasur ist leicht gesetzt und die Keulen sind servierbereit.
Wichtig: Rohes Geflügel und fertiges Geflügel strikt mit getrennten beziehungsweise gereinigten Utensilien behandeln.
Gut zu wissen
Beim Zuschnitt wird das Fleisch vom schmalen unteren Gelenkende gelöst und nach oben geschoben. Der freigelegte Knochen bleibt als Griff stehen.
Die Schärfe der fertigen Glasur wird vor allem durch die verwendete Chilisauce und zusätzlich durch die Chiliflocken bestimmt.
Der braune Zucker wird einmal in der trockenen Würzmischung und zusätzlich in der Glasur verwendet. Beide Mengen bleiben getrennte Zutatenzeilen.
Die Keulen zuerst 60 Minuten vorgaren und erst in der Schlussphase glasieren.
Verbrannte Glasur vorsichtig abnehmen und die Keulen mit einer dünnen neuen Glasurschicht fertig grillen, ohne die Oberfläche weiter zu schwärzen.
Die Glasur 8–10 Minuten sanft einkochen und kurz abkühlen lassen.
Die Glasur etwas weiter einkochen und in einer weiteren dünnen Schicht auftragen.
An der dicksten Fleischstelle messen und den Knochen nicht berühren.
Die Messung an einer zweiten dicken Stelle wiederholen.
Für das fertige Geflügel einen sauberen Teller und sauberes Besteck bereitstellen.
Häufig gefragt
Rohes Geflügel wird nicht gewaschen, sondern mit Küchenpapier trocken getupft. So bleibt die Arbeitsfläche sauberer und die Würzmischung haftet besser an der Oberfläche.
Die Glasur soll glänzen und karamellisieren. Zusätzlich wird an der dicksten Stelle des Fleisches gemessen, ohne den Knochen zu berühren. Das Geflügel ist fertig, sobald mindestens 75 °C erreicht sind.
Beide Varianten sind möglich. Beim Kugelgrill liegen die Kohlen seitlich, beim Gasgrill bleiben die Brenner unter dem Grillgut ausgeschaltet. Entscheidend ist die indirekte Hitze bei etwa 140 °C.
Die Glasur zuerst leicht dickflüssig einkochen, kurz abkühlen lassen und erst auf die vorgegarten Keulen auftragen. Während der Schlussphase dünn bestreichen und darauf achten, dass sie nicht schwarz wird.
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