Chicken Marylands mit Zitronen-Kräutermarinade

Australische BBQ-Küche

Saftige Chicken Marylands mit Haut und Knochen, die in einer Zitronen-Kräutermarinade ziehen, zunächst indirekt und anschließend direkt gegrillt werden. Das Rezept ergibt vier Portionen und verbindet saftiges Fleisch mit knuspriger Haut und frischer Kräuterwürze.

Zum Rezept
Kräuterduft vom australischen BBQ
Vorbereitung 20 Minuten
Kochen / Backen 80 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 10 Minuten
Gesamtzeit ca. 2 Std. 10 Min.
Menge Für 4 Personen
Prägende Zutatenfamilie Geflügel, Kräuter und Gewürze
Prägende Zubereitungsverfahren Grillen
Würzanwendung Marinieren
Servierrolle Als Hauptgericht vorgesehen
Grill-Hitzeanordnung Direkte Grillzone, Indirekte Grillzone

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Haut und Knochen schützen das Fleisch beim längeren indirekten Garen vor dem Austrocknen.
  • Die Einschnitte lassen die Zitronen-Kräutermarinade tiefer einziehen und unterstützen ein gleichmäßigeres Garen.
  • Die Kombination aus indirekter Hitze und anschließendem direkten Grillen verbindet saftiges Fleisch mit knuspriger Haut.
  • Zitrone und frische Kräuter bringen eine helle, aromatische Würze, während Chili und schwarzer Pfeffer für zusätzliche Tiefe sorgen.

Diese Chicken Marylands bringen australische BBQ-Küche auf den Rost. Die am Stück verbundenen Hähnchenober- und -unterschenkel bleiben durch Haut und Knochen saftig, während Zitrone, Rosmarin, Thymian, Salbei und Oregano für frische Würze sorgen. Gegart wird zuerst indirekt bei geschlossenem Deckel, bevor die Haut direkt über der Hitze knusprig wird.

Die Haut wird beim direkten Grillen goldbraun und knusprig, während das Fleisch saftig und zart bleibt. Zitrone sorgt für frische Säure, die Kräuter für ein grünes, würziges Aroma; Chili und Pfeffer setzen einen leicht pikanten Akzent.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Vorbereiten und grillen

  1. Chicken Marylands vorbereiten

    Die Chicken Marylands mit Küchenpapier trocken tupfen. Die dicksten Stellen jeweils zwei- bis dreimal bis nahe an den Knochen einschneiden. So zieht die Marinade besser ein und die Stücke garen gleichmäßiger.

    • Nicht vollständig bis zum Knochen durchschneiden.
  2. Zitronen-Kräutermarinade anrühren

    Rosmarin, Thymian, Salbei und Oregano von den groben Stielen streifen und fein hacken. Mit Zitronenabrieb, Zitronensaft, Chiliflocken, Olivenöl, Salz und Pfeffer verrühren.

    • Die Kräuter möglichst fein hacken, damit sie sich gleichmäßig verteilen.
  3. Marinieren

    Die Marinade gründlich in die Haut und in die Einschnitte der Chicken Marylands einreiben. Abgedeckt mindestens 20 Minuten, für kräftigeren Geschmack bis zu 12 Stunden, im Kühlschrank ziehen lassen.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Mindestens 20 Minuten marinieren; bis zu 12 Stunden sind für kräftigeren Geschmack möglich.

    • Für eine längere Marinierzeit abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren.
  4. Grill vorbereiten

    Den Grill für indirekte Hitze auf etwa 150 °C vorheizen. Beim Holzkohlegrill die Glut an die Seiten schieben, beim Gasgrill die äußeren Brenner einschalten und die mittlere Zone frei lassen. Den Deckel schließen und die Temperatur stabilisieren.

    150 °C

    Daran erkennst du es: Die Temperatur im Grill liegt stabil bei etwa 150 °C.

    • Die direkte und indirekte Zone klar voneinander trennen.
  5. Indirekt garen

    Die Chicken Marylands mit der Hautseite nach oben über die indirekte Zone legen. Bei geschlossenem Deckel etwa 55 bis 65 Minuten grillen. Nach etwa 50 Minuten an der dicksten Stelle messen, ohne den Knochen zu berühren. Die Stücke bleiben in der indirekten Zone, bis sie dort etwa 70 bis 72 °C erreichen.

    150 °C

    Daran erkennst du es: Die dickste Stelle erreicht in der indirekten Zone etwa 70 bis 72 °C; beim Messen den Knochen nicht berühren.

    • Den Temperaturfühler in die dickste Stelle einführen, ohne den Knochen zu berühren.
  6. Haut direkt knusprig grillen

    Die Grilltemperatur auf etwa 180 °C erhöhen und die Chicken Marylands mit der Hautseite nach unten über die direkte Hitze legen. Zwei bis vier Minuten grillen, dann wenden und bei Bedarf kurz nachgrillen. Wegen des austretenden Fettes auf Flammen achten und die Stücke bei zu starker Hitze sofort in die indirekte Zone ziehen. Weitergrillen, bis die dickste Stelle mindestens 75 °C erreicht.

    180 °C

    Daran erkennst du es: Die dickste Stelle erreicht mindestens 75 °C; die Haut ist gebräunt und knusprig.

    • Die Hautseite aufmerksam beobachten, weil austretendes Fett Flammen verursachen kann.

    Wichtig: Bei aufflammendem Fett die Stücke sofort in die indirekte Zone ziehen.

  7. Ruhen lassen und servieren

    Die Chicken Marylands auf ein sauberes Brett oder eine saubere Platte legen und 5 bis 10 Minuten ruhen lassen. Danach als Hauptgericht direkt vom Grill servieren.

    Daran erkennst du es: Nach der Ruhezeit direkt servieren.

    • Eine saubere Servierfläche verwenden.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Marinierzeit: Die Marinade braucht mindestens 20 Minuten Kontaktzeit. Für kräftigeren Geschmack können die Chicken Marylands bis zu 12 Stunden abgedeckt im Kühlschrank marinieren.
  • Zwei Grillzonen nutzen: Das indirekte Garen hält das Fleisch saftig; das anschließende kurze Grillen über direkter Hitze sorgt für knusprige Haut.
  • Auf Flammen achten: Beim direkten Grillen kann austretendes Fett aufflammen. Die Chicken Marylands bei zu starker Hitze sofort in die indirekte Zone ziehen.

Zutatenwissen

Zuschnitt beim Metzger

Chicken Marylands sind Hähnchenober- und -unterschenkel am Stück, mit Haut und Knochen. Falls dieser Zuschnitt nicht erhältlich ist, können zwei einzelne Stücke verwendet werden; sie können je nach Größe etwas schneller garen.

Frische Kräuter vorbereiten

Die Kräuter von den groben Stielen streifen und fein hacken, damit sie sich gleichmäßig in der Marinade verteilen.

Sinnvolle Alternativen

Zwei einzelne Hähnchenober- und -unterschenkel

Die Stücke können je nach Größe etwas schneller garen und müssen früher auf die Kerntemperatur geprüft werden.

Die einzelnen Stücke mit Haut und Knochen verwenden, einschneiden, marinieren und nach demselben Prinzip indirekt und anschließend direkt grillen. Die Garzeit nicht unverändert übernehmen, sondern an Größe und Kerntemperatur anpassen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Haut verbrennt oder die Chicken Marylands flammen stark auf.

Die direkte Phase kurz halten, die Stücke beobachten und eine indirekte Zone bereithalten.

Die Chicken Marylands sofort in die indirekte Zone ziehen und dort fertig garen.

Das Fleisch gart ungleichmäßig.

Die dicksten Stellen zwei- bis dreimal bis nahe an den Knochen einschneiden und die Temperatur im geschlossenen Grill stabilisieren.

Die weniger garen Stücke in der indirekten Zone weitergrillen und einzeln an der dicksten Stelle prüfen.

Das Fleisch wird trocken.

Ab etwa 50 Minuten messen und die Stücke nach Erreichen der vorgesehenen Kerntemperatur aus der jeweiligen Hitzezone nehmen.

Die Stücke 5 bis 10 Minuten ruhen lassen und mit der vorhandenen Marinadenwürze servieren.

Servieren und kombinieren

  • Direkt vom Grill servieren: Die Chicken Marylands nach der Ruhezeit als Hauptgericht direkt vom Grill servieren.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Die Chicken Marylands können bis zu 12 Stunden vor dem Grillen mariniert werden. Während dieser Zeit abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Wie lange sollten die Chicken Marylands marinieren?

Mindestens 20 Minuten. Für kräftigeren Geschmack können sie bis zu 12 Stunden abgedeckt im Kühlschrank marinieren.

Wie richte ich direkte und indirekte Grillhitze ein?

Beim Holzkohlegrill die Glut an die Seiten schieben. Beim Gasgrill die äußeren Brenner einschalten und die mittlere Zone frei lassen. So entsteht eine indirekte Zone für das langsame Garen und eine direkte Zone zum abschließenden Knuspern.

Was kann ich verwenden, wenn ich keine Chicken Marylands finde?

Frage beim Metzger nach Hähnchenober- und -unterschenkeln am Stück, mit Haut und Knochen. Als Alternative funktionieren zwei einzelne Stücke, die je nach Größe etwas schneller garen können.

Aus unserer Küche

Kommentare zum Rezept

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