Natürliche Sidra
Asturische Sidra ist für dieses Adobo vorgesehen. Als im Rezept genannte Alternative funktioniert ein trockener, naturtrüber Apfelcider, der meist runder und weniger herb schmeckt.
Ganzes Lamm an der Holzglut
Ein ganzes, geöffnetes Lamm wird an einer Estaca neben kräftiger Holzglut langsam gegrillt, wiederholt gewendet und mit einem Adobo aus Knoblauch, Petersilie, Olivenöl, SidraSpanische Bezeichnung für Apfelwein, besonders verbunden mit der traditionellen Apfelweinkultur Asturiens., Apfelessig und Gewürzen bestrichen.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Cordero a la estaca ist ein rustikales asturisches Grillgericht für viele Personen. Das flach ausgebreitete Lamm gart seitlich an der Glut statt in offenen Flammen, wird während der langen Garzeit mehrfach gewendet und anschließend warm in Stücke geteilt.
Außen kräftig gebräunt und zunehmend knusprig, innen zart und saftig mit würzigen Kräuter-, Knoblauch- und Apfelnoten. Die Holzglut verleiht dem Lamm ein warmes, rauchig-herbes Grillaroma.
Schritt für Schritt
Lass das Lamm beim Metzger küchenfertig öffnen, sodass es flach ausgebreitet werden kann. Die Wirbelsäule und die großen Knochen bleiben dabei möglichst verbunden. Tupfe die Fleischseite und die Haut trocken und verteile die 60 g Salz gleichmäßig auf beiden Seiten.
Zerkleinere Knoblauch und Petersilie sehr fein. Vermische beides mit Olivenöl, Sidra, Apfelessig, Paprikapulver und Pfeffer. Rühre das Adobo gründlich durch und lass es 30 Minuten ziehen.
Streiche etwa ein Drittel des Adobos auf die Fleischseite. Lege das Lamm mit der gewürzten Seite nach oben in einen großen Bräter oder eine saubere Wanne, decke es ab und stelle es 8–12 Stunden kalt. Das übrige Adobo bewahrst du getrennt und ebenfalls gekühlt zum Bestreichen während des Grillens auf.
Wichtig: Das Lamm und das zurückbehaltene Adobo bis zur Verwendung gekühlt halten.
Entzünde 60–90 Minuten vor dem Auflegen ein Feuer aus trockenem Eichen- oder Buchenholz. Warte, bis keine hohen Flammen mehr stehen und eine breite, gleichmäßige Glut entstanden ist. Das Lamm wird nicht direkt in die Flammen gehalten, sondern seitlich über der Strahlung der Glut gegart.
Daran erkennst du es: Breite, gleichmäßige Glut ohne hohe offene Flammen
Wichtig: Die Feuerstelle und die Halterung müssen standsicher sein; offene Flammen vom Lamm fernhalten.
Spanne das Lamm mit der Fleisch- beziehungsweise Rippenseite zur Glut an die Estaca oder Kreuzhalterung. Achte darauf, dass die Halterung stabil steht und keine Seite näher als die andere an der Glut liegt. Für ein Lamm dieser Größe sind zunächst etwa 60–80 cm Abstand ein guter Ausgangspunkt.
Daran erkennst du es: Das Lamm sitzt fest und gleichmäßig ausgerichtet an der Halterung.
Wichtig: Vor dem Auflegen die Stabilität der Halterung und die sichere Befestigung des Lamms prüfen.
Gare das Lamm zunächst 2,5–3 Stunden mit der Fleischseite zur Glut. Wende oder korrigiere die Halterung alle 30–45 Minuten leicht, damit die Hitze gleichmäßig einwirkt. Bestreiche bei jedem Wenden sparsam die Fleischseite mit dem zurückbehaltenen Adobo. Halte die Glut ruhig und lege bei Bedarf einzelne Holzstücke nach, statt offene Flammen entstehen zu lassen.
Daran erkennst du es: Die Fleischseite beginnt gleichmäßig zu bräunen und das Lamm gart ohne direkte Flammen.
Wichtig: Offene Flammen vermeiden und beim Wenden hitzefeste Handschuhe verwenden.
Drehe das Lamm nach der ersten langen Garphase mit der Hautseite zur Glut. Gare es weitere 1–2 Stunden und bestreiche die Haut nur zurückhaltend, damit sie trocknen und knusprig werden kann. Wenn die Haut zum Schluss noch nicht kräftig gebräunt ist, rücke die Halterung für 10–15 Minuten etwas näher an die heiße Glut, ohne das Fleisch direkter Flamme auszusetzen.
Daran erkennst du es: Die Haut ist gleichmäßig gebräunt, trocken und zunehmend knusprig.
Wichtig: Die Halterung nur vorsichtig näher an die Glut rücken und direkte Flammen vermeiden.
Das Lamm ist fertig, wenn die Haut gleichmäßig gebräunt ist, sich die Gelenke leicht bewegen lassen und sich das Fleisch an den kräftigsten Stellen vom Knochen zu lösen beginnt. Kontrolliere zusätzlich die dickste Fleischpartie mit dem Thermometer; sie sollte mindestens 70 °C erreichen. Bei einem sehr großen oder kühlen Lamm kann die Garzeit bis zu 5 Stunden betragen.
Daran erkennst du es: Gleichmäßig gebräunte Haut, leicht bewegliche Gelenke und Fleisch, das sich an kräftigen Stellen vom Knochen zu lösen beginnt.
Wichtig: Beim Messen das Lamm sicher an der Halterung halten und das Thermometer anschließend reinigen.
Nimm das Lamm von der Halterung und lass es 20 Minuten locker ruhen. Teile es anschließend mit einem stabilen Messer oder Küchenbeil in rustikale Stücke. Serviere das Cordero a la estaca direkt und warm.
Daran erkennst du es: Das Lamm ist warm, die Stücke lassen sich stabil vom Gesamtstück teilen.
Wichtig: Beim Portionieren auf die heißen Knochen und die scharfe Klinge achten.
Gut zu wissen
Asturische Sidra ist für dieses Adobo vorgesehen. Als im Rezept genannte Alternative funktioniert ein trockener, naturtrüber Apfelcider, der meist runder und weniger herb schmeckt.
Trockenes, unbehandeltes Eichenholz liefert ein markantes Rauchprofil. Trockenes Buchenholz ist als mildere Alternative genannt. Harzhaltige Hölzer sollen nicht für das Grillfeuer verwendet werden.
Das Lamm sollte küchenfertig geöffnet und flach ausgebreitet werden, während Wirbelsäule und große Knochen möglichst verbunden bleiben.
Das Adobo schmeckt meist etwas runder und weniger herb als mit natürlicher asturischer Sidra.
Die Sidra im gleichen Volumen durch trockenen, naturtrüben Apfelcider ersetzen.
Das Rauchprofil wird milder und weniger markant.
Trockenes, unbehandeltes Buchenholz für Feuer und Glut verwenden.
Die Bestreichung wird etwas rustikaler, bleibt aber funktional.
Einen sauberen, unbehandelten Zweig als im Rezept genannte Alternative zum Pinsel verwenden.
Vor dem Auflegen hohe Flammen abwarten und nur mit breiter, gleichmäßiger Glut arbeiten.
Die Halterung weiter von der Glut abrücken und erst weitergaren, wenn die Glut wieder ruhig ist.
Die Hautseite nur zurückhaltend bestreichen und trocknen lassen.
Die Halterung für die Schlussphase etwas näher an die heiße Glut rücken, ohne direkte Flammen zuzulassen.
Vor dem Auflegen die Halterung standsicher aufstellen und das Lamm gleichmäßig befestigen.
Das Lamm nur mit hitzefesten Handschuhen und langer Zange sichern und die Halterung vor dem Weitergaren korrigieren.
Das Lamm vor dem Portionieren 20 Minuten locker ruhen lassen.
Die bereits geteilten Stücke kurz ruhen lassen und warm servieren.
Das Lamm kann nach dem Würzen 8–12 Stunden abgedeckt kalt gestellt werden. Das übrige Adobo getrennt und ebenfalls gekühlt bis zum Grillen aufbewahren.
Häufig gefragt
Im Rezept werden trockenes, unbehandeltes Eichen- oder Buchenholz genannt. Eiche liefert ein markanteres, Buche ein milderes Rauchprofil. Harzhaltige Hölzer sollen nicht verwendet werden.
Für ein Lamm von etwa 10–12 kg sind zunächst ungefähr 60–80 cm Abstand ein guter Ausgangspunkt. Während des Grillens wird die Halterung je nach Hitze und Bräunung angepasst.
Die Halterung wird während der ersten langen Garphase etwa alle 30–45 Minuten leicht gewendet oder korrigiert. Nach 2,5–3 Stunden wird das Lamm vollständig mit der Hautseite zur Glut gedreht.
Ja. Ein trockener, naturtrüber Apfelcider funktioniert als Ersatz, schmeckt meist aber etwas runder und weniger herb als natürliche asturische Sidra.
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