Costela suína mit Goiabada-Barbecuesauce

Brasilianisches Churrasco

Saftige Schweinerippchen vom Holzkohlegrill mit würziger Kruste und glänzender Goiabada-Barbecuesauce aus brasilianischer Guavenpaste, Senf, Ketchup und Sojasauce.

Zum Rezept
Costela suína mit Goiabada-Barbecuesauce
Vorbereitung 35 Minuten
Kochen / Backen 2 Std. 15 Min.
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 40 Minuten
Gesamtzeit ca. 3 Std. 10 Min.
Menge Für 4 bis 6 Personen
Gerichtsform und Gerichtsart Braten und Schmorbraten
Prägende Zutatenfamilie Fleisch
Prägende Zubereitungsverfahren Grillen
Würzanwendung Glasieren, Trocken einreiben, Während des Garens bestreichen oder begießen
Vorgesehener Würzeinsatz Als Würzglasur vorgesehen
Servierrolle Als Hauptgericht vorgesehen
Grill-Hitzeanordnung Direkte Grillzone, Indirekte Grillzone

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das indirekte Grillen bei moderater Temperatur gart das dicke Rack gleichmäßig und hält das Fleisch saftig.
  • Goiabada bringt fruchtige Guavennoten und karamellisierende Süße in die würzige Barbecuesauce.
  • Das abschließende Glasieren über direkter Hitze erzeugt eine glänzende, leicht klebrige Kruste mit kräftigem Grillaroma.

Costela suína na brasa mit Goiabada-Barbecuesauce verbindet langsam indirekt gegrillte Schweinerippchen mit einer fruchtig-säuerlichen Glasur. Das Rack wird zunächst bei moderater Hitze gegart, während eine dickflüssige Sauce aus Goiabada, Senf, Ketchup, Sojasauce und Essig entsteht. Zum Schluss karamellisiert die Sauce kurz über direkter Hitze, bevor die Rippchen geteilt und mit zusätzlicher Sauce serviert werden.

Die Rippchen sind außen würzig, glänzend und leicht karamellisiert, innen weich und saftig. Die Sauce schmeckt fruchtig-süß, säuerlich und herzhaft zugleich; Goiabada sorgt für eine dichte, klebrige Textur und ein deutliches Guavenaroma.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Rack vorbereiten

    Löse die dünne Silberhaut auf der Knochenseite des Racks an einer Ecke mit einem stumpfen Messer an und ziehe sie vollständig ab. Schneide lose Fettstücke und überstehende Fleischreste ab. Tupfe das Rack mit Küchenpapier trocken.

    10 Minuten
    • Die Silberhaut lässt sich leichter abziehen, wenn du sie mit Küchenpapier greifst.

    Wichtig: Ein stumpfes Messer verwenden und beim Anlösen vom Körper weg arbeiten.

  2. Würzen und ruhen lassen

    Reibe das Rack mit dem Öl ein und würze es rundum mit Salz und schwarzem Pfeffer. Lass es 30 Minuten bei Raumtemperatur ruhen.

    30 Minuten
    • Während das Rack ruht, kannst du die Sauce vorbereiten.
  3. Goiabada-Sauce kochen

    Schmilz die Butter in einem kleinen Topf. Dünste die Zwiebel bei mittlerer Hitze 4 bis 5 Minuten, bis sie weich und glasig ist. Rühre Ketchup, Senf, Sojasauce, Goiabada, Wasser und Essig ein. Lass alles bei niedriger Hitze 12 bis 15 Minuten köcheln und zerdrücke die Goiabada dabei mit dem Kochlöffel, bis eine glatte, dickflüssige Sauce entsteht. Halte die Sauce warm.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Sauce ist glatt und dickflüssig, ohne sichtbare Goiabada-Stücke.

    • Rühre regelmäßig, damit die Goiabada am Topfboden nicht ansetzt.
  4. Grill vorbereiten

    Bereite einen Holzkohlegrill mit Deckel für zwei Zonen vor und stabilisiere die Temperatur am Rost auf etwa 170 bis 180 °C. Die Kohlen liegen auf einer Seite, damit das Rack zunächst indirekt garen kann. Reinige und öle den Rost.

    15 Minuten 175 °C
    • Eine stabile Temperatur erleichtert die lange indirekte Grillphase.

    Wichtig: Den Grill auf einer standsicheren, feuerfesten Fläche betreiben und ausreichend Abstand zu brennbaren Gegenständen halten.

  5. Rack indirekt grillen

    Lege das Rack mit der Knochenseite nach unten in den indirekten Bereich und schließe den Deckel. Grille es zunächst 60 Minuten. Bestreiche die Fleischseite anschließend mit etwas geschmolzener Butter, wende das Rack und grille es weitere 45 bis 75 Minuten. Bepinsele es während dieser Phase etwa alle 25 Minuten dünn mit Butter.

    2 Stunden 175 °C

    Daran erkennst du es: Das Fleisch beginnt, sich an den Knochen leicht zurückzuziehen, ist aber noch nicht allein nach optischen Merkmalen fertig beurteilt.

    • Öffne den Deckel nur so oft wie nötig, damit die Grilltemperatur stabil bleibt.
    • Die Sauce kann während dieser Grillphase warm gehalten werden.

    Wichtig: Beim Wenden des heißen Racks Grillhandschuhe oder eine lange Grillzange verwenden.

  6. Garung prüfen

    Prüfe die Garung im dicksten Fleischstück zwischen zwei Knochen, ohne den Knochen zu berühren. Das Rack ist fertig, wenn dort etwa 88 bis 93 °C erreicht sind und sich das Fleisch weich anfühlt. Die genaue Zeit hängt von Dicke, Gewicht und der tatsächlichen Grilltemperatur ab.

    5 Minuten 90 °C

    Daran erkennst du es: Etwa 88 bis 93 °C im dicksten Fleischstück und deutlich weiches Fleisch.

    • Die Temperatur an mehreren Stellen prüfen, wenn das Rack unterschiedlich dick ist.
  7. Glasieren und karamellisieren

    Schiebe das Rack für die Glasur über die direkte Hitze. Bestreiche die Oberseite dünn mit der Goiabada-Barbecuesauce und grille sie 2 bis 3 Minuten. Wende das Rack, bestreiche auch die andere Seite und grille sie ebenfalls 2 bis 3 Minuten. Wiederhole das dünne Bestreichen noch ein- bis zweimal, bis die Sauce glänzt und karamellisiert. Bleibe dabei am Grill, denn die Goiabada kann schnell dunkel werden.

    12 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Sauce glänzt, haftet am Fleisch und ist karamellisiert, aber nicht schwarz verbrannt.

    • Mehrere dünne Schichten ergeben eine gleichmäßigere Glasur als eine dicke Schicht.

    Wichtig: Die Glasur wegen ihres Zuckergehalts ständig beobachten; sie kann über direkter Hitze sehr schnell verbrennen.

  8. Ruhen lassen und servieren

    Nimm das Rack vom Grill und lass es 10 Minuten ruhen. Schneide die Rippen zwischen den Knochen auseinander und serviere sie mit der restlichen Goiabada-Barbecuesauce.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Fleischsäfte haben sich nach der Ruhezeit verteilt und die Rippen lassen sich sauber zwischen den Knochen schneiden.

    • Die Sauce erst kurz vor dem Servieren auf die einzelnen Rippchen geben, damit die Oberfläche glänzend bleibt.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Glasur aufmerksam beobachten: Goiabada enthält viel Zucker und kann über direkter Hitze schnell dunkel werden. Trage deshalb mehrere dünne Schichten auf und bleibe während des Karamellisierens am Grill.
  • Zwei Hitzezonen einrichten: Das Rack gart zuerst indirekt neben den Kohlen und wird erst am Ende direkt über der Hitze glasiert. Diese Reihenfolge schützt die Sauce vor zu frühem Verbrennen.
  • Arbeiten parallel planen: Die Sauce lässt sich während der Ruhezeit des gewürzten Racks zubereiten und anschließend warm halten. So verlängert sich die Gesamtzeit nicht unnötig.

Zutatenwissen

Goiabada finden und ersetzen

Goiabada ist eine feste brasilianische Guavenpaste. Du findest sie in gut sortierten Supermärkten, lateinamerikanischen Lebensmittelgeschäften oder Feinkostläden. Feste Guavenpaste funktioniert ebenfalls, kann aber etwas weniger karamellig schmecken.

Butter getrennt bereitstellen

Die Butter für die Sauce und die geschmolzene Butter zum Bepinseln werden zu unterschiedlichen Zeitpunkten verwendet und sollten deshalb getrennt abgemessen werden.

Sinnvolle Alternativen

Feste Guavenpaste

Der Geschmack bleibt sehr ähnlich, die Sauce kann jedoch etwas weniger karamellig schmecken.

Die feste Guavenpaste wie Goiabada würfeln und zusammen mit Wasser, Ketchup, Senf, Sojasauce und Essig in der Sauce schmelzen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Sauce wird schwarz oder schmeckt bitter.

Mehrere dünne Schichten auftragen, die direkte Phase kurz halten und ständig am Grill bleiben.

Verbrannte Oberfläche vorsichtig abkratzen und mit einer frischen dünnen Schicht Sauce überziehen, sofern das Fleisch darunter nicht bitter schmeckt.

Das Fleisch wird trocken und zäh.

Die indirekte Temperatur bei etwa 170 bis 180 °C stabil halten und die Garung mit einem Thermometer prüfen.

Die Rippchen zwischen den Knochen schneiden und mit zusätzlicher warmer Goiabada-Sauce servieren.

Die Sauce bleibt stückig oder setzt am Topfboden an.

Bei niedriger Hitze köcheln lassen und während des Kochens häufig mit dem Kochlöffel rühren.

Etwas Wasser einrühren und die Sauce bei niedriger Hitze weiter erwärmen, bis sie wieder glatt wird.

Servieren und kombinieren

  • Mit zusätzlicher Sauce servieren: Die restliche Goiabada-Barbecuesauce separat reichen, damit jeder die fruchtig-würzige Note nach Geschmack ergänzen kann.
  • Als einzelne Rippchen anrichten: Das geruhte Rack zwischen den Knochen teilen und die glänzenden Rippchen auf einer großen Platte servieren.

Allergene und Nährwerte

  • Milch: enthält · Butter ist Bestandteil der Sauce und wird zusätzlich zum Bepinseln verwendet.
  • Soja: enthält · Sojasauce ist eine ausdrücklich aufgeführte Zutat.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Was ist Goiabada?

Goiabada ist eine feste brasilianische Guavenpaste. Für dieses Rezept wird sie gewürfelt und mit Wasser, Essig, Senf, Ketchup und Sojasauce zu einer dicken Barbecuesauce gekocht.

Warum wird das Rack zuerst indirekt und erst am Ende direkt gegrillt?

Die indirekte Hitze gart das dicke Rack gleichmäßig. Die direkte Hitze wird erst für die kurze Glasurphase eingesetzt, damit die Goiabada karamellisiert, ohne zu verbrennen.

Kann die restliche Sauce mitserviert werden?

Ja. Die restliche Goiabada-Barbecuesauce wird ausdrücklich zu den in einzelne Rippchen geschnittenen Stücken serviert.

Warum kann die Grillzeit variieren?

Die genaue Dauer hängt von Dicke und Gewicht des Racks sowie von der tatsächlichen Temperatur im Grill ab. Entscheidend sind die beschriebene Kerntemperatur und das weiche Fleisch.

Aus unserer Küche

Kommentare zum Rezept

Wie hat es dir geschmeckt? Teile deine Erfahrungen oder stelle eine Frage.

Kommentare werden geladen …

Schreib einen Kommentar