Tandoori-Gemüsespieße mit Paprika, Zucchini und roter Zwiebel

Indische Gemüsespieße

Würzige Gemüsespieße mit stichfester Joghurt-Besan-Marinade, Tandoori-Masala und direkter Grillhitze. Paprika, Zucchini und rote Zwiebel werden mariniert, kräftig gebräunt und bei Bedarf in einer indirekten Grillzone fertig gegart.

Zum Rezept
Tandoori-Gemüsespieße vom Grill
Vorbereitung 30 Minuten
Kochen / Backen 16 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 63 Minuten
Gesamtzeit ca. 110 Minuten
Menge Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Spießgerichte
Prägende Zutatenfamilie Gemüse, Hülsenfrüchte, Kräuter und Gewürze, Milchprodukte
Prägende Zubereitungsverfahren Grillen
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)
Würzanwendung Marinieren
Grill-Hitzeanordnung Direkte Grillzone, Indirekte Grillzone

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Stichfester Joghurt verbindet sich mit Besan zu einer haftenden Marinade, die gut am Gemüse bleibt.
  • Tandoori-Masala, Kashmiri-Chili, Chaat-Masala und die gemahlenen Gewürze sorgen für ein warmes, würziges und leicht säuerliches Aroma.
  • Die Kombination aus direkter und indirekter Grillzone ermöglicht kräftige Röststellen, ohne dass das Gemüse außen verbrennt, bevor es zart ist.
  • Zucchini, Paprika und rote Zwiebel bringen unterschiedliche Texturen und karamellisierte Kanten auf denselben Spieß.

Tandoori-Gemüsespieße mit Paprika, Zucchini und roter Zwiebel bringen eine würzige Joghurtmarinade direkt auf den heißen Grill. Besan und Tandoori-Masala geben der Marinade Halt und Tiefe, während direkte Hitze für gebräunte Kanten und saftiges Gemüse sorgt.

Außen zeigen die Spieße kräftige Röststellen und leicht rauchige Grillnoten, während das Gemüse innen saftig und zart bleibt. Die Marinade schmeckt würzig, mild pikant, leicht säuerlich und aromatisch nach Tandoori-Gewürzen.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Vorbereiten und marinieren

  1. Holzspieße einweichen

    Die Holzspieße 30 Minuten in kaltem Wasser einweichen. Bei Metallspießen entfällt dieser Schritt.

    30 Minuten
    • Die Spieße vollständig mit Wasser bedecken.

    Wichtig: Eingeweichte Holzspieße entzünden sich auf dem Grill weniger leicht.

  2. Besan rösten

    Das Besan in einer trockenen Pfanne bei niedriger Hitze 2–3 Minuten unter Rühren rösten, bis es leicht nussig duftet. Vollständig abkühlen lassen.

    Daran erkennst du es: Das Besan duftet leicht nussig, ohne dunkel zu werden.

    • Die Pfanne nicht fetten und das Mehl während des Röstens ständig bewegen.
  3. Marinade anrühren

    Joghurt, Zitronensaft, Senföl, geröstetes Besan, Ingwer-Knoblauch-Paste, Tandoori-Masala, gemahlenen Koriander, Kreuzkümmel, Kurkuma, Kashmiri-Chilipulver, Chaat-Masala und Salz glatt verrühren.

    Daran erkennst du es: Die Marinade ist glatt und gleichmäßig gewürzt.

    • Das abgekühlte Besan einarbeiten, damit der Joghurt nicht erwärmt wird.
  4. Gemüse schneiden

    Die Zucchini in etwa 3 cm dicke Halbmonde schneiden. Paprika entkernen und in etwa 3 cm große Stücke teilen. Die roten Zwiebeln schälen, vierteln und in einzelne, etwa 3 cm große Schichten teilen.

    Daran erkennst du es: Die Gemüsestücke sind ähnlich groß, damit sie gleichmäßig garen.

    • Ähnlich große Stücke erleichtern das gleichmäßige Garen auf den Spießen.
  5. Gemüse marinieren

    Das geschnittene Gemüse vollständig mit der Marinade vermengen. Abdecken und 60 Minuten im Kühlschrank marinieren.

    60 Minuten

    Daran erkennst du es: Alle Gemüsestücke sind gleichmäßig mit Marinade überzogen.

    • Die Schüssel abdecken, damit das Gemüse im Kühlschrank keine Gerüche annimmt.

    Wichtig: Das marinierte Gemüse während der gesamten Marinierzeit gekühlt halten.

Grillen und servieren

  1. Grill vorbereiten

    Den Grill auf 220–240 °C vorheizen und eine direkte sowie eine kühlere indirekte Zone einrichten. Bei einem Holzkohlegrill die Glut auf eine Seite schieben, beim Gasgrill eine Brennerseite stärker und die andere schwächer einstellen. Den Rost sauber bürsten und mit dem neutralen Öl einpinseln.

    230 °C
    • Die kühlere Zone dient zum Fertiggaren, falls die Oberfläche bereits stark gebräunt ist.

    Wichtig: Den Grillrost nur bei geeigneter Hitze und mit einem hitzebeständigen Pinsel einölen.

  2. Gemüse aufspießen

    Das marinierte Gemüse dicht, aber nicht gepresst auf die vorbereiteten Spieße stecken. Überschüssige Marinade abtropfen lassen, damit sie auf dem Grill nicht unnötig verbrennt.

    Daran erkennst du es: Die Gemüsestücke sitzen stabil auf den Spießen und behalten etwas Abstand für die Hitzezirkulation.

    • Nicht zu eng stecken, damit die Hitze alle Seiten erreicht.
  3. Spieße grillen

    Die Spieße über direkter Hitze 12–16 Minuten grillen und alle 2–3 Minuten wenden. Sobald die Oberfläche kräftig gebräunt ist, das Gemüse aber noch nicht weich genug ist, die Spieße in die indirekte Zone legen und dort fertig garen.

    230 °C

    Daran erkennst du es: Das Gemüse ist zart und zeigt an den Kanten deutliche Röststellen.

    • Die Spieße regelmäßig wenden, damit die Marinade gleichmäßig bräunt.

    Wichtig: Die Spieße mit Grillzange oder hitzebeständigen Handschuhen wenden.

  4. Ruhen lassen und servieren

    Die Spieße 3 Minuten ruhen lassen. Mit frischem Koriander bestreuen und mit Zitronenspalten servieren.

    3 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Spieße sind servierbereit und die Röststellen bleiben sichtbar.

    • Die Zitronenspalten erst beim Servieren über die heißen Spieße geben.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Besan vollständig abkühlen lassen: Das geröstete Besan vor dem Verrühren mit dem Joghurt vollständig abkühlen lassen. So bleibt die Marinade glatt und der Joghurt wird nicht unnötig erwärmt.
  • Marinade gut abtropfen lassen: Überschüssige Marinade vor dem Grillen abtropfen lassen. Eine dünne, haftende Schicht bräunt besser und verbrennt weniger leicht.
  • Zwei Grillzonen nutzen: Die direkte Zone sorgt für Röststellen. Wenn das Gemüse außen bereits kräftig gebräunt, innen aber noch nicht zart ist, hilft die indirekte Zone beim Fertiggaren.
  • Holz- oder Metallspieße: Holzspieße 30 Minuten einweichen. Bei Metallspießen entfällt das Einweichen.

Zutatenwissen

Besan

Geröstetes Kichererbsenmehl gibt der Joghurtmarinade Halt und ein leicht nussiges Aroma. Es ist in indischen Lebensmittelgeschäften und gut sortierten Asia-Abteilungen erhältlich.

Tandoori-Masala

Tandoori-Masala liefert die charakteristische Gewürzbasis. Die Mischung ist im indischen Lebensmittelhandel oder im Gewürzregal größerer Supermärkte erhältlich.

Chaat-Masala

Chaat-Masala bringt eine säuerlich-würzige, leicht herbe Tiefe in die Marinade. Bei Bedarf kann es durch eine kleine Prise Salz und etwas fein abgeriebene Zitronenschale ersetzt werden.

Senföl

Senföl prägt die Marinade mit einem charakteristischen, kräftigen Aroma. Rapsöl funktioniert ebenfalls, schmeckt aber deutlich milder.

Sinnvolle Alternativen

Kichererbsenmehl

Die Marinade bleibt funktionsfähig, schmeckt aber etwas weniger nussig.

Kichererbsenmehl wie das Besan in der trockenen Pfanne rösten, vollständig abkühlen lassen und anschließend in die Marinade rühren.

Garam Masala mit mildem Paprikapulver

Das Aroma wird etwas weniger rauchig und komplex.

Tandoori-Masala durch eine Mischung aus Garam Masala und mildem Paprikapulver ersetzen und die Marinade anschließend wie beschrieben anrühren.

Salz und fein abgeriebene Zitronenschale

Die typische herbe Tiefe des Chaat-Masala fällt milder aus.

Chaat-Masala durch eine kleine Prise Salz und etwas fein abgeriebene Zitronenschale ersetzen.

Rapsöl

Die Marinade schmeckt deutlich milder und weniger charakteristisch.

Das Senföl im gleichen Volumen durch Rapsöl ersetzen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Marinade verbrennt außen, bevor das Gemüse zart ist.

Die Marinade vor dem Aufspießen abtropfen lassen und die Spieße regelmäßig wenden.

Die Spieße in die indirekte Zone legen und dort fertig garen, sobald die Oberfläche kräftig gebräunt ist.

Einige Gemüsestücke sind weich, andere noch fest.

Zucchini, Paprika und Zwiebel in annähernd 3 cm große Stücke schneiden und nicht zu eng aufspießen.

Festere Spieße länger in der indirekten Zone garen.

Die Marinade wird nicht glatt oder der Joghurt wirkt verändert.

Das Besan vollständig abkühlen lassen, bevor die Marinade angerührt wird.

Die Marinade gründlich glatt rühren und vor dem Marinieren kurz kühlen.

Holzspieße verkohlen stark oder entzünden sich an den Enden.

Holzspieße 30 Minuten vollständig in kaltem Wasser einweichen oder Metallspieße verwenden.

Verkohlte Enden vom Grill nehmen und die Spieße in einer kühleren Zone fertig garen.

Varianten

Tandoori-Gemüse auf Metallspießen

Für wiederholtes Grillen oder eine besonders stabile Handhabung Metallspieße verwenden.

Servieren und kombinieren

  • Frisch mit Zitrone und Koriander servieren: Die heißen Spieße mit frischem Koriander bestreuen und mit Zitronenspalten reichen. Die Säure der Zitrone hebt die würzige Marinade und die Röstaromen hervor.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Das Gemüse kann bis zu 1 Stunde vor dem Grillen mit der Marinade vermengt und abgedeckt im Kühlschrank mariniert werden.

Allergene und Nährwerte

  • Milch: enthält · Der Naturjoghurt ist Bestandteil der Marinade.
  • Senf: enthält · Senföl ist als Zutat angegeben.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich Metallspieße verwenden?

Ja. Bei Metallspießen entfällt das 30-minütige Einweichen. Das Gemüse anschließend wie beschrieben aufspießen und grillen.

Was ist Besan?

Besan ist geröstetes Kichererbsenmehl. Es ist in indischen Lebensmittelgeschäften und gut sortierten Asia-Abteilungen erhältlich; Kichererbsenmehl ist eine passende Alternative.

Wo bekomme ich Tandoori-Masala?

Tandoori-Masala gibt es meist im indischen Lebensmittelhandel oder im Gewürzregal größerer Supermärkte. Alternativ kann Garam Masala mit mildem Paprikapulver verwendet werden.

Warum braucht der Grill eine direkte und eine indirekte Zone?

Die direkte Zone sorgt für kräftige Röststellen. In der indirekten Zone kann das Gemüse fertig garen, wenn die Oberfläche bereits gebräunt, das Innere aber noch nicht weich genug ist.

Aus unserer Küche

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