Ají de Color finden
Das milde chilenische Paprikapulver ist am ehesten in lateinamerikanischen Lebensmittelgeschäften, gut sortierten Gewürzläden oder im Onlinehandel erhältlich.
Chilenisches Schweinekostillar
Ganzes Schweinekostillar mit chilenisch gewürztem Adobo aus Ají de Color, Knoblauch, Oregano, Pfeffer und Kreuzkümmel. Nach mindestens zwei Stunden Marinierzeit wird das Fleisch bei indirekter Hitze und 160 °C auf dem geschlossenen Grill gegart.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Costillar de chancho bringt ein würziges Stück chilenischer Parrilla auf den Rost. Das ganze Schweinekostillar wird mit Ají de Color, Knoblauch, Oregano, Pfeffer und Kreuzkümmel mariniert und anschließend bei indirekter Hitze langsam gegart. Nach einer kurzen Ruhezeit lässt es sich sauber zwischen den Knochen teilen.
Würzig, knoblauchbetont und leicht erdig mit kräftigem Grillaroma. Die Oberfläche bräunt dunkel, während das Fleisch an den Knochen saftig bleibt und sich bei längerer Garzeit zunehmend weich löst.
Schritt für Schritt
Das Schweinekostillar trocken tupfen. Die dünne Haut auf der Knochenseite an einer Ecke mit einem kleinen Messer lösen und vollständig abziehen. Das Rack halbieren, damit es leichter in eine Schale und später auf den Grill passt.
Wichtig: Rohes Schweinefleisch getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln bearbeiten und Arbeitsflächen anschließend gründlich reinigen.
Ají de Color, Pfeffer, Kreuzkümmel, Oregano, Knoblauch, Olivenöl und Rotweinessig in einem hohen Gefäß pürieren. Das heiße Wasser nach und nach einarbeiten, bis ein flüssiger Adobo von ungefähr 240 ml entsteht. Den Adobo vollständig abkühlen lassen, bevor er das Fleisch berührt.
Daran erkennst du es: Der Adobo ist flüssig und vollständig abgekühlt.
Die beiden Costillar-Stücke in eine flache Schale legen und von allen Seiten mit dem abgekühlten Adobo bedecken. Abdecken und mindestens 2 Stunden im Kühlschrank marinieren. Über Nacht wird der Geschmack kräftiger.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist rundum mit Adobo bedeckt und mindestens zwei Stunden gekühlt mariniert.
Wichtig: Die Marinade im Kühlschrank aufbewahren und nicht bei Raumtemperatur marinieren.
Den Grill für indirekte Hitze vorbereiten und mit geschlossenem Deckel auf 160 °C einregeln. Bei einem Holzkohlegrill die Glut auf eine Seite schieben, bei einem Gasgrill nur die Brenner unter einer Seite einschalten. Das Fleisch aus der Marinade nehmen und überschüssige Marinade abtropfen lassen. Die Marinade nicht weiterverwenden.
Daran erkennst du es: Der Grill hält sich bei geschlossenem Deckel ungefähr auf 160 °C.
Wichtig: Marinade, die rohes Schweinefleisch berührt hat, nicht als Sauce verwenden und nicht weiterverwenden.
Das Costillar mit der Knochenseite nach unten in den indirekten Bereich legen und mit 6 g Salz würzen. Den Deckel schließen und 30 Minuten garen.
Daran erkennst du es: Die erste Garphase von 30 Minuten ist beendet.
Die Stücke einmal wenden und mit dem restlichen Salz würzen. Weitere 30–60 Minuten bei geschlossenem Deckel grillen. Wenn die Knochen oder Ränder zu stark bräunen, die Stücke weiter vom Feuer weglegen. Das Fleisch ist fertig, wenn es durchgegart ist, sich sichtbar von den Knochen löst und an der dicksten Stelle mindestens 63 °C erreicht. Für eine weichere Rippchentextur kann es bei gleicher Hitze etwas länger garen.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist durchgegart, löst sich sichtbar von den Knochen und erreicht an der dicksten Stelle mindestens 63 °C.
Wichtig: Die Kerntemperatur an der dicksten Stelle messen und nicht allein nach der Oberflächenfarbe entscheiden.
Das fertige Costillar auf eine Platte legen, locker abdecken und 10 Minuten ruhen lassen. Anschließend zwischen den Knochen in einzelne Rippen schneiden und sofort servieren.
Daran erkennst du es: Die zehnminütige Ruhezeit ist beendet und das Rack lässt sich zwischen den Knochen teilen.
Gut zu wissen
Das milde chilenische Paprikapulver ist am ehesten in lateinamerikanischen Lebensmittelgeschäften, gut sortierten Gewürzläden oder im Onlinehandel erhältlich.
Edelsüßes Paprikapulver kann die Farbe annähernd ersetzen, schmeckt aber weniger erdig und weniger typisch für diese chilenische Variante.
Ein ganzes Rack von etwa 2 kg kann je nach Dicke unterschiedlich schnell garen. Deshalb bleibt der beschriebene Garzustand zusammen mit der Messung an der dicksten Stelle entscheidend.
Die Farbe bleibt ähnlich, der Geschmack wird weniger erdig und weniger typisch chilenisch.
Ají de Color im Adobo durch die gleiche Menge edelsüßes Paprikapulver ersetzen und wie beschrieben mit den übrigen Adobo-Zutaten pürieren.
Den Adobo vor dem Marinieren vollständig abkühlen lassen.
Falls das Fleisch bereits mit heißem Adobo bedeckt wurde, die Marinade nicht weiterverwenden und den Ablauf mit frisch abgekühltem Adobo fortsetzen.
Das Fleisch im indirekten Bereich bei etwa 160 °C garen und bei starker Bräunung weiter vom Feuer weglegen.
Die Stücke in einen kühleren indirekten Bereich verschieben und bei geschlossenem Deckel weitergaren.
Das fertige Rack locker abdecken und zehn Minuten ruhen lassen.
Die bereits geschnittenen Rippen kurz ruhen lassen und den austretenden Saft beim Servieren auffangen.
Überschüssige Marinade abtropfen lassen und nicht weiterverwenden.
Das Costillar über Nacht im Kühlschrank marinieren, damit der Adobo kräftiger einziehen kann.
Das Costillar bei gleicher indirekter Hitze etwas länger garen, bis sich das Fleisch stärker von den Knochen löst.
Den Adobo vorbereiten und das Costillar abgedeckt im Kühlschrank marinieren. Die Marinierzeit beträgt mindestens 2 Stunden; über Nacht, etwa bis zum nächsten Tag, wird der Geschmack kräftiger.
Häufig gefragt
Ají de Color ist ein mildes chilenisches Paprikapulver. Es prägt Farbe und Würze des Adobos und kann durch edelsüßes Paprikapulver ersetzt werden, wenn es nicht erhältlich ist.
Mindestens 2 Stunden im Kühlschrank. Über Nacht wird der Geschmack kräftiger.
Das große Rack kann dadurch bei geschlossenem Deckel und etwa 160 °C gleichmäßiger garen, ohne dass Knochen oder Ränder zu schnell bräunen.
Das Fleisch ist durchgegart, löst sich sichtbar von den Knochen und erreicht an der dicksten Stelle mindestens 63 °C.
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