Rotes Chao einkaufen
Rotes Chao findest du meist im Kühlregal oder bei den fermentierten Würzzutaten vietnamesischer und gut sortierter asiatischer Supermärkte. Die Flüssigkeit aus dem Glas wird für die Marinade mitverwendet.
Vietnamesisches Grillhähnchen
Saftige Hähnchenbrust mit einer würzigen Marinade aus rotem Chao, Schalotten, Knoblauch, Limette und Fischsauce, zunächst indirekt und anschließend direkt gegrillt.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Gà nướng chao ist ein vietnamesisches Grillhähnchen mit rotem fermentiertem Tofu, der sogenannten Chao. Diese Variante verwendet entbeinte Hähnchenbrust und kombiniert sanftes Vorgaren auf der indirekten Grillzone mit kräftigen Röstaromen über direkter Hitze.
Die Hähnchenbrust wird außen goldbraun und leicht geröstet, innen saftig und zart. Die Marinade schmeckt würzig, salzig, leicht süßlich, säuerlich und deutlich fermentiert; Gurke, Koriander und Limette wirken frisch und kühlend.
Schritt für Schritt
Hähnchenbrüste trocken tupfen und sichtbare Sehnen entfernen. Sehr dicke Stücke seitlich einschneiden und auf etwa 2,5 cm gleichmäßige Dicke aufklappen, damit sie auf dem Grill gleichmäßig garen.
Daran erkennst du es: Die Stücke sollen möglichst gleichmäßig dick sein.
Wichtig: Rohes Geflügel getrennt von verzehrfertigen Zutaten bearbeiten und Arbeitsflächen anschließend gründlich reinigen.
Rotes Chao, Chao-Flüssigkeit, Schalotten, Knoblauch, Zucker, Limettensaft, Fischsauce, Öl und weißen Pfeffer in einem hohen Gefäß zu einer möglichst glatten Marinade pürieren.
Daran erkennst du es: Die Marinade soll möglichst glatt und gleichmäßig vermischt sein.
Hähnchenbrüste mit der Marinade gründlich bedecken, in eine verschließbare Schale legen und im Kühlschrank 2 bis 4 Stunden marinieren. Nach der Hälfte der Zeit wenden. Vor dem Grillen 20 Minuten aus dem Kühlschrank nehmen.
Daran erkennst du es: Die Marinade soll alle Seiten gleichmäßig bedecken.
Wichtig: Während der gesamten Marinierzeit gekühlt halten.
Einen Grill für zwei Zonen vorbereiten. Bei einem Holzkohlegrill die Kohlen auf eine Seite schieben, bei einem Gasgrill nur eine Brennerseite stark erhitzen. Die indirekte Zone bei geschlossenem Deckel auf etwa 190–200 °C bringen; die direkte Zone soll deutlich heißer sein.
Wichtig: Beim Arbeiten mit Holzkohle oder Gas für ausreichende Belüftung sorgen und die Grillflächen nicht unbeaufsichtigt lassen.
Hähnchen aus der Marinade nehmen und überschüssige Paste abtropfen lassen. Die Stücke auf die indirekte Seite legen, den Deckel schließen und 12–16 Minuten grillen. Nach etwa 8 Minuten wenden.
Daran erkennst du es: Die dickste Stelle ist fast durchgegart, bevor das Hähnchen auf die direkte Zone wechselt.
Wichtig: Marinade, die rohes Hähnchen berührt hat, nicht ungekocht als Sauce verwenden.
Sobald die dickste Stelle fast durchgegart ist, die Hähnchenbrüste auf die direkte Zone legen und je Seite 2–3 Minuten grillen. Auf eine goldbraune, leicht geröstete Oberfläche achten. Das Fleisch ist fertig, wenn es an der dicksten Stelle eine Kerntemperatur von 74 °C erreicht.
Daran erkennst du es: Goldbraune, leicht geröstete Oberfläche und 74 °C Kerntemperatur an der dicksten Stelle.
Wichtig: Geflügel vollständig durchgaren und die Kerntemperatur an der dicksten Stelle prüfen.
Hähnchen vom Grill nehmen und 5 Minuten ruhen lassen. Anschließend quer zur Faser in Scheiben schneiden und mit Gurke, Limettenspalten und Koriander servieren.
Daran erkennst du es: Das Fleisch lässt sich nach der Ruhezeit sauber quer zur Faser schneiden.
Gut zu wissen
Rotes Chao findest du meist im Kühlregal oder bei den fermentierten Würzzutaten vietnamesischer und gut sortierter asiatischer Supermärkte. Die Flüssigkeit aus dem Glas wird für die Marinade mitverwendet.
Rotes Chao liefert eine cremige, salzige und intensiv fermentierte Würzbasis. Zusammen mit Zucker, Limette und Fischsauce entsteht eine kräftige Marinade mit süß-säuerlichem Ausgleich.
Die Marinade wird weniger cremig und weniger intensiv fermentiert, zugleich etwas salziger.
Rotes Chao und die Flüssigkeit aus dem Glas durch helle Misopaste und Sojasauce ersetzen. Die Konsistenz vor dem Marinieren prüfen und bei Bedarf mit wenig Wasser geschmeidiger machen.
Dicke Stücke auf etwa 2,5 cm gleichmäßige Dicke bringen und zunächst indirekt grillen.
Auf die indirekte Zone zurücklegen und bis 74 °C Kerntemperatur weitergaren.
Überschüssige Marinade abtropfen lassen und die direkte Zone erst zum abschließenden Bräunen verwenden.
Hähnchen auf die indirekte Zone verschieben und die Oberfläche bei Bedarf nur kurz erneut direkt anrösten.
Die Hähnchenbrüste 2 bis 4 Stunden gekühlt marinieren und nach der Hälfte der Zeit wenden.
Die fertigen Scheiben mit frischer Limette und den vorgesehenen Beilagen servieren; nachträgliches Marinieren ist nicht sinnvoll.
Kerntemperatur messen und das Fleisch vor dem Aufschneiden 5 Minuten ruhen lassen.
Dünn quer zur Faser schneiden und mit Gurke, Limette und etwas zusätzlicher Frische servieren.
Die Hähnchenbrüste können bis zu 4 Stunden vor dem Grillen mariniert werden. Während dieser Zeit verschlossen im Kühlschrank aufbewahren und nach der Hälfte der Zeit wenden.
Gegrilltes Hähnchen vollständig abkühlen lassen, luftdicht verschließen und im Kühlschrank aufbewahren. Innerhalb von 2 Tagen verzehren.
Nicht länger als nötig bei Raumtemperatur stehen lassen.
Das Einfrieren ist für dieses Rezept nicht beschrieben; die Marinade kann nach dem Auftauen an Textur und Oberflächenqualität verlieren.
Häufig gefragt
Rotes Chao ist fermentierter Tofu, der als cremige, salzige und intensiv fermentierte Würzzutat verwendet wird.
Ja. Als Alternative nennt das Rezept 50 g helle Misopaste mit 1 EL Sojasauce. Die Marinade schmeckt dann weniger intensiv fermentiert und wird etwas salziger.
Die indirekte Zone gart die relativ dicken Bruststücke gleichmäßiger. Erst anschließend sorgt die direkte Zone für die geröstete Oberfläche.
Die dickste Stelle soll eine Kerntemperatur von 74 °C erreichen. Zusätzlich sollte die Oberfläche goldbraun und leicht geröstet sein.
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