Harissa-Paste auswählen
Je nach Produkt unterscheiden sich Schärfe, Salzgehalt und Konsistenz. Eine dicke Paste haftet gut unter der Haut und auf der Oberfläche.
Ganzes Geflügel, tunesisch gewürzt
Ganzes Hähnchen wird aufgeklappt, mit Harissa, Zitrone, Knoblauch und Gewürzen mariniert und zunächst indirekt, anschließend kurz direkt über Holzkohle gegrillt.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Harissa, Knoblauch, Kreuzkümmel, Koriander und Zitrone geben diesem geöffneten ganzen Hähnchen eine kräftige, tunesisch geprägte Würze. Durch das Aufklappen gart das Hähnchen auf dem Kugelgrill gleichmäßiger, während die indirekte Hitze das Fleisch saftig hält. Ein kurzes Finish über direkter Glut sorgt für Grillspuren und eine aromatische Haut.
Saftiges, kräftig gewürztes Geflügel mit rauchigen Grillnoten, aromatischer Harissa-Kruste, frischer Zitronensäure und einem kräuterigen Petersilien-Finish.
Schritt für Schritt
Nimm das Hähnchen aus der Verpackung, entferne Hals und Innereien, falls vorhanden, und tupfe es innen und außen gründlich trocken. Lege es mit der Brustseite nach unten auf ein Brett. Schneide mit einer Geflügelschere beidseitig am Rückgrat entlang und entferne es. Drehe das Hähnchen um und drücke kräftig auf das Brustbein, bis es flach aufliegt. Klappe die Flügelspitzen unter den Körper.
Daran erkennst du es: Das Hähnchen liegt flach und gleichmäßig auf dem Brett.
Wichtig: Rohes Geflügel getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln verarbeiten.
Verrühre Harissa-Paste, Olivenöl, Zitronenabrieb, Zitronensaft, Knoblauch, Tomatenmark, Kreuzkümmel, Koriander, Kümmel, Salz und Pfeffer zu einer dicken Marinade. Schiebe vorsichtig etwas Marinade unter die Haut der Brust und verteile den Rest gleichmäßig auf beiden Seiten des Hähnchens. Entsorge übrig gebliebene Marinade, die mit dem rohen Geflügel in Kontakt war.
Daran erkennst du es: Die Marinade ist gleichmäßig verrührt und haftet dick am Hähnchen.
Wichtig: Marinade nach Kontakt mit rohem Geflügel nicht weiterverwenden.
Lege das Hähnchen mit der Hautseite nach oben in eine verschließbare Form. Decke es ab und lasse es 4 bis 12 Stunden im Kühlschrank marinieren. Nimm es etwa 30 Minuten vor dem Grillen heraus, damit es nicht eiskalt auf den Rost kommt.
Daran erkennst du es: Das Hähnchen ist vollständig mariniert und vor dem Grillen nicht mehr eiskalt.
Wichtig: Das Hähnchen während der gesamten Marinierzeit gekühlt halten.
Zünde einen Holzkohlegrill mit Deckel an und richte eine Zwei-Zonen-Glut ein: Die Kohlen liegen auf einer Hälfte, die andere Hälfte bleibt frei. Warte, bis die Kohlen von einer grauen Ascheschicht überzogen sind. Die Temperatur am Rost sollte bei geschlossenem Deckel etwa 180 bis 200 °C betragen.
Daran erkennst du es: Die Kohlen sind grau überzogen und die Rosttemperatur liegt ungefähr bei 180–200 °C.
Wichtig: Beim Umgang mit glühender Holzkohle hitzebeständige Werkzeuge verwenden.
Lege das Hähnchen mit der Hautseite nach oben auf die indirekte Seite des Rosts. Schließe den Deckel und grille es zunächst 45 Minuten. Drehe das Hähnchen danach um 180 Grad, damit es gleichmäßig gart, und grille weitere 15 bis 25 Minuten. Halte die Temperatur möglichst konstant und lege bei Bedarf etwas Holzkohle nach.
Daran erkennst du es: Die Haut beginnt zu bräunen und das Fleisch gart gleichmäßig, ohne an der Oberfläche zu verbrennen.
Wichtig: Hähnchen und Grillrost nicht mit derselben ungewaschenen Fläche oder Zange für rohe und gegarte Lebensmittel berühren.
Prüfe die dickste Stelle der Keule und der Brust mit einem Einstichthermometer. Sobald die dickste Stelle etwa 70 bis 72 °C erreicht, lege das Hähnchen für 2 bis 4 Minuten mit der Hautseite nach unten über direkte, mittlere Glut. Bleibe dabei am Grill, denn die Harissa-Marinade kann schnell dunkel werden. Nimm das Hähnchen herunter, sobald die dickste Stelle mindestens 74 °C erreicht.
Daran erkennst du es: Die Haut ist gebräunt, die Marinade nicht verbrannt und die dickste Stelle erreicht mindestens 74 °C.
Wichtig: Die Kerntemperatur an der dicksten Stelle von Brust und Keule prüfen.
Lege die Zitronenhälften mit der Schnittfläche nach unten für 2 bis 3 Minuten über die direkte Glut, bis sie deutliche Grillspuren zeigen. Lass das Hähnchen anschließend 10 bis 15 Minuten locker abgedeckt ruhen. Streue die Petersilie darüber, teile das Hähnchen in Brust- und Keulenstücke und serviere es mit der gegrillten Zitrone.
Daran erkennst du es: Die Zitronen zeigen Grillspuren und das Hähnchen lässt sich nach der Ruhezeit sauber portionieren.
Gut zu wissen
Je nach Produkt unterscheiden sich Schärfe, Salzgehalt und Konsistenz. Eine dicke Paste haftet gut unter der Haut und auf der Oberfläche.
Die erste Zitrone würzt die Marinade mit Abrieb und Saft. Die zweite Zitrone wird separat gegrillt und zum Servieren verwendet.
Das Salz wird vollständig in die Marinade eingearbeitet und ist von späterem Abschmecken getrennt.
Die Würzung wird meist weniger komplex und kann je nach Chilipaste schärfer oder milder ausfallen.
Chilipaste und Paprikapulver gründlich mit den übrigen Marinadenzutaten verrühren. Den Salzgehalt der Paste berücksichtigen.
Die Säure bleibt erhalten, aber das frische Zitronenaroma und der Abrieb fehlen.
Nur den Saft ersetzen. Für das fehlende Zitronenaroma kann etwas fein abgeriebene Schale einer unbehandelten Zitrusfrucht verwendet werden.
Das Hähnchen nach dem Entfernen des Rückgrats mit der Brustseite nach oben vollständig flach drücken und die Flügel unterlegen.
Während des indirekten Grillens vorsichtig nachjustieren, bevor die Haut stark bräunt.
Das direkte Finish auf 2 bis 4 Minuten begrenzen und am Grill bleiben.
Das Hähnchen sofort in die indirekte Zone zurücklegen und stark verkohlte Hautstellen vor dem Servieren entfernen.
Die Kohlen vollständig mit grauer Asche überziehen lassen und das Hähnchen etwa 30 Minuten vorher aus dem Kühlschrank nehmen.
Bei stabiler Temperatur indirekt weitergrillen und die Kerntemperatur an mehreren Stellen prüfen.
Das Hähnchen 10 bis 15 Minuten locker abgedeckt ruhen lassen.
Die ausgetretenen Säfte über die portionierten Stücke geben und mit gegrillter Zitrone servieren.
Eine mildere Variante mit weniger Schärfewirkung und weiterhin kräftigem Gewürzaroma.
Für mehr Schärfe eine deutlich schärfere Harissa-Paste einsetzen.
Mehr gegrillte Zitrone und ein stärkerer frischer Säureeindruck beim Servieren.
Das Hähnchen kann bis zu 12 Stunden vor dem Grillen vorbereitet, mariniert und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden.
Übrig gebliebenes gegartes Hähnchen nach dem Abkühlen zügig in einen verschlossenen Behälter geben und im Kühlschrank aufbewahren.
Nicht länger als nötig bei Raumtemperatur stehen lassen und vor dem Verzehr gründlich erhitzen.
Häufig gefragt
Mindestens 4 Stunden, idealerweise bis zu 12 Stunden im Kühlschrank. Vor dem Grillen etwa 30 Minuten temperieren lassen.
Das Hähnchen gart zunächst indirekt und gleichmäßig neben der direkten Glut. Zum Schluss wird die Haut kurz über direkter Glut gebräunt.
Ja. Verwende eine mildere oder schärfere Harissa-Paste und prüfe deren Schärfe vor dem Marinieren.
Die dickste Stelle von Brust und Keule wird mit einem Einstichthermometer geprüft. Zusätzlich soll die Haut gebräunt und das Fleisch vollständig durchgegart sein.
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