Griechisches Schmetterlingshuhn vom Holzkohlegrill

Ganzes Huhn, aufgeklappt gegrillt

Ein ganzes Huhn wird aufgeklappt, mit Zitrone, Olivenöl, Knoblauch und Kräutern mariniert und über Holzkohle direkt sowie indirekt gegrillt.

Zum Rezept
Griechisches Schmetterlingshuhn vom Holzkohlegrill
Vorbereitung 25 Minuten
Kochen / Backen 45 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 10 Minuten
Gesamtzeit ca. 11 Std. 35 Min.
Menge Personen
Gerichtsform und Gerichtsart Braten und Schmorbraten
Prägende Zutatenfamilie Geflügel
Prägende Zubereitungsverfahren Grillen
Würzanwendung Marinieren, Trocken einreiben
Grill-Hitzeanordnung Direkte Grillzone, Indirekte Grillzone

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das aufgeklappte Huhn liegt flach auf dem Rost und gart dadurch gleichmäßiger als ein ganzes, unverändertes Huhn.
  • Zitrone, Olivenöl, Knoblauch und Kräuter geben dem Geflügel ein klares griechisches Aroma.
  • Die Kombination aus direkter und indirekter Grillzone verbindet kräftige Hautbräunung mit kontrolliertem Durchgaren.
  • Das Ruhen vor dem Anschneiden hilft, die Säfte im Fleisch zu halten.

Kotópoulo petaloúda heißt wörtlich Schmetterlingshuhn: Ein ganzes Huhn wird entlang des Rückgrats geöffnet, flach gedrückt und als Einheit gegrillt. Die griechische Würzung verbindet frischen Zitronensaft, Olivenöl, Knoblauch, Oregano, Rosmarin, Thymian und Basilikum. Zuerst bekommt die Haut über direkter Glut kräftige Farbe, anschließend gart das Huhn mit geschlossenem Deckel über indirekter Hitze saftig bis zum sicheren Garpunkt.

Die Haut wird dunkelgolden und knusprig, während das Fleisch saftig und zart bleibt. Zitronensäure, Olivenöl und Knoblauch treffen auf würzigen Oregano sowie frische Noten von Rosmarin, Thymian und Basilikum.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Huhn vorbereiten

    Entferne, falls vorhanden, Hals und Flügelspitzen. Schneide das Huhn mit der Küchenschere entlang einer Seite des Rückgrats auf. Klappe es auf, drehe es mit der Brustseite nach oben und drücke das Brustbein kräftig nach unten, bis das Huhn flach aufliegt. Tupfe es gründlich trocken.

    Daran erkennst du es: Das Huhn liegt flach und gleichmäßig auf.

    • Eine trockene Haut bräunt auf dem Grill besser.

    Wichtig: Arbeitsflächen und Hände nach dem Kontakt mit rohem Geflügel gründlich reinigen.

  2. Würzen und Marinade anrühren

    Vermische Salz und Pfeffer und würze das Huhn von beiden Seiten. Verrühre Zitronensaft, Olivenöl, Knoblauch, Oregano, Rosmarin, Thymian und Basilikum zu einer Marinade.

    • Die Kräuter gleichmäßig in Öl und Zitronensaft verteilen.
  3. Marinieren

    Lege das Huhn mit der Marinade in eine flache, verschließbare Form. Wende es einmal, decke die Form ab und mariniere das Huhn 8–12 Stunden im Kühlschrank.

    8 Stunden
    • Das Huhn während der Marinierzeit einmal wenden, damit beide Seiten Kontakt mit der Marinade haben.

    Wichtig: Das Huhn während der gesamten Marinierzeit gekühlt halten.

  4. Huhn für den Grill vorbereiten

    Nimm das Huhn etwa 20 Minuten vor dem Grillen aus dem Kühlschrank. Streife überschüssige Marinade ab und entsorge die gebrauchte Marinade. Tupfe die Haut nochmals trocken.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Haut ist vor dem Auflegen möglichst trocken.

    • Gebrauchte Marinade nicht weiterverwenden.

    Wichtig: Die gebrauchte Marinade wegen des Kontakts mit rohem Geflügel entsorgen.

  5. Grill vorbereiten

    Zünde die Holzkohle an und schiebe sie nach dem Durchglühen auf eine Seite des Grills. So entstehen eine direkte und eine indirekte Zone. Setze den Rost ein und heize den Grill mit geschlossenem Deckel auf etwa 200 °C vor.

    200 °C

    Daran erkennst du es: Die Holzkohle ist durchgeglüht und die Zwei-Zonen-Glut steht bereit.

    • Die direkte Zone liegt über der Glut, die indirekte Zone daneben.

    Wichtig: Beim Umgang mit heißer Holzkohle und dem Grillrost hitzebeständige Handschuhe verwenden.

  6. Haut direkt angrillen

    Lege das Huhn mit der Hautseite nach unten über die direkte Hitze. Grille es 6–8 Minuten, bis die Haut kräftig gebräunt ist. Achte auf aufflammendes Fett und verschiebe das Huhn bei Bedarf kurzzeitig.

    7 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Haut ist kräftig gebräunt, ohne zu verbrennen.

    • Bei aufflammendem Fett das Huhn kurz aus der stärksten Hitze nehmen.

    Wichtig: Den Grill während der direkten Phase beobachten, da austretendes Fett Flammen verursachen kann.

  7. Indirekt fertig grillen

    Lege das Huhn mit der Hautseite nach oben über die indirekte Zone. Die Brust sollte möglichst weit von der Glut entfernt liegen. Schließe den Deckel und grille das Huhn weitere 25–35 Minuten. Halte die Grilltemperatur möglichst zwischen 190 und 200 °C.

    30 Minuten 195 °C

    Daran erkennst du es: Das Huhn gart gleichmäßig weiter, ohne direkter Glut ausgesetzt zu sein.

    • Die Brust möglichst weit von der Glut entfernt positionieren, damit sie saftig bleibt.
  8. Garpunkt prüfen

    Prüfe die dickste Stelle der Brust und der Keule mit einem Kerntemperaturthermometer. Das Huhn ist fertig, sobald mindestens 74 °C erreicht sind. Für besonders knusprige Haut kannst du es zum Schluss noch 1–2 Minuten über die direkte Hitze legen.

    2 Minuten

    Daran erkennst du es: Brust und Keule erreichen mindestens 74 °C; die Haut ist knusprig gebräunt.

    • An mehreren dicken Stellen messen und das Thermometer nicht direkt am Knochen ansetzen.

    Wichtig: Geflügel erst vom Grill nehmen, wenn die dicksten Stellen mindestens 74 °C erreicht haben.

  9. Ruhen lassen und servieren

    Nimm das Huhn vom Grill und lasse es 10 Minuten locker abgedeckt ruhen. Schneide es anschließend entlang der Gelenke mit dem Küchenmesser in Stücke und serviere es warm.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Huhn ist nach der Ruhezeit warm und lässt sich entlang der Gelenke portionieren.

    • Das Huhn erst nach der Ruhezeit anschneiden, damit weniger Saft austritt.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Zwei-Zonen-Glut: Die direkte Zone sorgt für die kräftige Bräunung der Haut. In der indirekten Zone gart das Huhn anschließend mit geschlossenem Deckel kontrollierter weiter.
  • Gebrauchte Marinade: Die Marinade hatte Kontakt mit rohem Geflügel und wird nach dem Marinieren vollständig entsorgt.
  • Kerntemperatur messen: Die Grillzeit hängt von der Größe des Huhns und der tatsächlichen Grilltemperatur ab. Entscheidend ist die Messung an der dicksten Stelle von Brust und Keule.

Zutatenwissen

Aromatische Marinade

Zitrone und Kräuter geben dem Huhn ein frisches, würziges Aroma. Die Kräuter sollten fein gehackt beziehungsweise beim Oregano gleichmäßig in der Marinade verteilt werden.

Öl in der Marinade

Das Olivenöl verteilt die Kräuter und den Knoblauch auf der Haut und am Fleisch und unterstützt die Bräunung auf dem Grill.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Haut wird nicht knusprig.

Die Marinade vor dem Grillen abstreifen und die Haut gründlich trocken tupfen.

Das Huhn am Ende 1–2 Minuten vorsichtig über direkte Hitze legen und dabei aufflammendes Fett beobachten.

Flammen schlagen am Huhn hoch.

Das Huhn bei aufflammendem Fett sofort kurz aus der stärksten Hitze verschieben.

Das Huhn in die indirekte Zone legen, bis die Flammen zurückgehen.

Beim Anschneiden tritt viel Saft aus.

Das Huhn nach dem Grillen 10 Minuten locker abgedeckt ruhen lassen.

Brust und Keule sind nicht gleichzeitig fertig.

Das Brustbein kräftig flach drücken und die Brust in der indirekten Phase möglichst weit von der Glut entfernt platzieren.

Das Huhn weiter indirekt grillen und die Temperatur an Brust und Keule erneut prüfen.

Varianten

Extra knusprige Haut

Für eine besonders knusprige Haut wird das fertig gegarte Huhn am Ende noch kurz über die direkte Hitze gelegt.

Servieren und kombinieren

  • Warm in Stücke geschnitten: Das Huhn nach der Ruhezeit entlang der Gelenke in Stücke schneiden und warm servieren.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Das Huhn kann mit der Marinade abgedeckt 8–12 Stunden im Kühlschrank mariniert werden. Vor dem Grillen etwa 20 Minuten aus dem Kühlschrank nehmen, überschüssige Marinade abstreifen und entsorgen.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Was ist ein Schmetterlingshuhn?

Ein Schmetterlingshuhn ist ein ganzes Huhn, das entlang des Rückgrats geöffnet und flach gedrückt wird, damit es als Einheit gleichmäßiger grillt.

Warum wird das Huhn direkt und indirekt gegrillt?

Die direkte Zone sorgt für kräftige Bräunung der Haut. In der indirekten Zone kann das Huhn anschließend mit geschlossenem Deckel kontrolliert durchgaren.

Wie lange soll das Huhn marinieren?

Das Huhn mariniert abgedeckt 8–12 Stunden im Kühlschrank.

Woran erkenne ich, dass das Huhn fertig ist?

Die dickste Stelle von Brust und Keule sollte mit dem Kerntemperaturthermometer mindestens 74 °C erreichen.

Aus unserer Küche

Kommentare zum Rezept

Wie hat es dir geschmeckt? Teile deine Erfahrungen oder stelle eine Frage.

Kommentare werden geladen …

Schreib einen Kommentar