Frischen Meerrettich finden
Frische Meerrettichwurzel findest du meist in gut sortierten Gemüseabteilungen, auf Wochenmärkten oder im Hofladen. Sie wird für die Kruste fein gerieben.
Deutschland · moderne Grillküche
Saftige Hähnchenbrüste mit Haut und Knochen werden zweizonig gegrillt und zum Schluss mit einer würzigen Kruste aus frischem Meerrettich, Dill, Senf, Butter, Honig und Semmelbröseln überbacken.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Diese moderne deutsche Grillvariante verbindet saftige Hähnchenbrust mit der klaren Schärfe von frischem Meerrettich und dem frischen Aroma von Dill. Die Brüste werden zunächst direkt angegrillt und anschließend bei geschlossenem Deckel indirekt fertig gegart. Die Meerrettich-Dill-Kruste kommt erst in den letzten Minuten auf die Hautseite, damit sie aromatisch bleibt und leicht bräunt.
Die Kruste duftet frisch nach Dill und Zitrone, schmeckt würzig mit einer deutlich wahrnehmbaren, aber durch Butter und Honig abgerundeten Meerrettichschärfe und bildet einen leicht knusprigen Kontrast zum saftigen Fleisch.
Schritt für Schritt
Bereite den Grill für indirekte Hitze vor und stabilisiere ihn bei etwa 180 °C mit geschlossenem Deckel. Schiebe bei einem Holzkohlegrill die Kohlen auf eine Seite; beim Gasgrill schaltest du eine Brennerseite aus. Stelle eine Tropfschale unter den indirekten Bereich.
Wichtig: Achte auf einen standsicheren Grill und ausreichend Abstand zu brennbaren Materialien.
Tupfe die Hähnchenbrüste gründlich trocken. Vermische Salz und Pfeffer, reibe die Stücke rundherum damit ein und lasse sie 30 Minuten bei Raumtemperatur ruhen.
Vermische Meerrettich, Butter, Senf, Honig, Semmelbrösel, Dill und Zitronenabrieb zu einer streichfähigen Masse. Stelle die Kruste bis zum Gebrauch kühl, damit sie formstabil bleibt.
Daran erkennst du es: Die Masse ist gleichmäßig vermischt und lässt sich verstreichen.
Bestreiche die Haut der Hähnchenbrüste dünn mit dem Öl. Lege sie mit der Hautseite nach unten zunächst über direkte mittlere bis kräftige Hitze und grille sie 3–4 Minuten an. Sobald Fettflammen entstehen, ziehst du die Stücke sofort in den indirekten Bereich.
Daran erkennst du es: Die Haut ist angegrillt und leicht gebräunt, ohne dass sie verbrennt.
Wichtig: Bei aufflammendem Fett das Fleisch sofort aus der direkten Zone nehmen.
Lege die Hähnchenbrüste mit der Hautseite nach oben in den indirekten Bereich. Schließe den Deckel und grille sie bei etwa 180 °C zunächst 20–30 Minuten. Wende sie nicht ständig, sondern prüfe die Kerntemperatur an der dicksten Stelle.
Daran erkennst du es: Die Kerntemperatur steigt gleichmäßig an und das Fleisch bleibt in der indirekten Zone.
Wichtig: Miss die Temperatur an der dicksten Stelle, ohne den Knochen zu berühren.
Sobald das Fleisch etwa 60 °C Kerntemperatur erreicht hat, verteile die Meerrettich-Dill-Masse etwa 3–4 mm dick auf der Hautseite. Schließe den Deckel wieder und grille die Brüste weitere 8–12 Minuten indirekt, bis sie an der dicksten Stelle 74 °C erreichen und die Kruste leicht gebräunt ist.
Daran erkennst du es: Die Kerntemperatur beträgt an der dicksten Stelle 74 °C und die Kruste ist leicht gebräunt.
Wichtig: Prüfe die Kerntemperatur an der dicksten Stelle und nicht direkt am Knochen.
Nimm die Hähnchenbrüste vom Grill und lasse sie 5–8 Minuten locker ruhen. Serviere sie anschließend im Ganzen oder schneide sie entlang des Knochens in dicke Scheiben.
Daran erkennst du es: Das Fleisch hat sich kurz entspannt und lässt sich sauber vom Knochen lösen.
Gut zu wissen
Frische Meerrettichwurzel findest du meist in gut sortierten Gemüseabteilungen, auf Wochenmärkten oder im Hofladen. Sie wird für die Kruste fein gerieben.
Weiche Butter und Semmelbrösel geben der Meerrettich-Dill-Mischung genügend Struktur, damit sie auf der Haut haftet und beim Fertiggrillen leicht bräunt.
Die Kruste wird etwas milder und feuchter als mit frisch geriebenem Meerrettich.
Ersetze den frisch geriebenen Meerrettich durch 2 EL Meerrettich aus dem Glas und vermische ihn direkt mit den übrigen Zutaten der Kruste.
Die Kruste erst bei etwa 60 °C Kerntemperatur auftragen und anschließend ausschließlich indirekt weitergrillen.
Bei beginnender starker Bräunung die Hähnchenbrüste sofort in einen kühleren indirekten Bereich ziehen und den Deckel schließen.
Die Hähnchenbrüste nur kurz direkt angrillen und bei Flammen sofort in die indirekte Zone ziehen.
Das Fleisch aus der direkten Zone nehmen und den Deckel erst wieder schließen, wenn die Flammen abgeklungen sind.
Die Temperatur während der indirekten Phase prüfen und die Hähnchenbrüste nach dem Erreichen der Zieltemperatur ruhen lassen.
Die Brust in dicke Scheiben schneiden und mit der Kruste servieren, damit die Oberfläche möglichst viel Aroma beiträgt.
Für eine mildere und etwas feuchtere Kruste wird Meerrettich aus dem Glas verwendet.
Häufig gefragt
Frische Meerrettichwurzel findest du meist in gut sortierten Gemüseabteilungen, auf Wochenmärkten oder im Hofladen.
Ja. Ersetze den frischen Meerrettich durch 2 EL Meerrettich aus dem Glas. Die Kruste wird dadurch etwas milder und feuchter.
Die Kruste wird aufgelegt, sobald das Fleisch etwa 60 °C Kerntemperatur erreicht hat. Anschließend grillen die Hähnchenbrüste indirekt weiter, bis sie an der dicksten Stelle 74 °C erreichen.
Das kurze direkte Angrillen sorgt für Röstaromen. In der indirekten Zone gart die Hähnchenbrust anschließend gleichmäßiger und die Kruste kann zum Schluss kontrolliert bräunen.
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