Melasse für herbe Tiefe
Dunkle Melasse gibt der Sauce eine kräftige, leicht herbe Tiefe. Sie ist häufig im Biohandel, in gut sortierten Supermärkten oder bei Backzutaten erhältlich.
USA · moderne Grillvariante
Saftige, direkt gegrillte Hähnchenoberkeulen mit fruchtig-säuerlicher Heidelbeer-Barbecue-Sauce, Melasse und milder Schärfe.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Diese moderne US-Grillvariante verbindet saftige Hähnchenoberkeulen mit einer fruchtig-säuerlichen Heidelbeer-Barbecue-Sauce. Die Sauce wird erst in der letzten Grillphase aufgetragen, damit sie haftet und leicht karamellisiert, ohne zu verbrennen. Die zurückbehaltene Sauce wird zum Servieren gereicht.
Die Hähnchenoberkeulen entwickeln kräftige Röstaromen und eine leicht karamellisierte, glänzende Oberfläche. Die Sauce schmeckt fruchtig, säuerlich und würzig mit dunkler Melassetiefe und milder Chilinote.
Schritt für Schritt
Heidelbeeren, passierte Tomaten, Melasse, Apfelessig, Chilipulver, gelben Senf, das Saucensalz und den Saucenpfeffer in den kleinen Topf geben. Bei mittlerer Hitze unter gelegentlichem Rühren 7–8 Minuten köcheln lassen, bis die Beeren weich sind und die Sauce leicht eindickt.
Daran erkennst du es: Die Heidelbeeren sind weich und die Sauce beginnt leicht einzudicken.
Die Sauce kurz abkühlen lassen, mit dem Stabmixer fein pürieren und wieder in den Topf geben. Weitere 2–3 Minuten köcheln lassen, bis etwa 350–400 ml Sauce entstanden sind. 100 ml für das Servieren in die kleine Schüssel geben. Die restliche Sauce vollständig abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist glatt und leicht eingedickt.
Den Grill für direkte mittlere bis hohe Hitze auf etwa 220 °C vorbereiten. Den Rost gründlich reinigen und dünn mit dem neutralen Öl bestreichen. Die Hähnchenoberkeulen trocken tupfen und rundum mit dem Fleischsalz und dem Fleischpfeffer würzen.
Wichtig: Rohes Geflügel und gegarte Speisen getrennt behandeln; Hände und Arbeitsflächen nach dem Würzen reinigen.
Die Oberkeulen direkt über der Hitze auflegen und 4 Minuten grillen. Wenden und weitere 4 Minuten grillen. Bei besonders dicken Stücken die Hitze etwas reduzieren oder die Stücke kurz an den Rand legen, damit sie gleichmäßig durchgaren.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist gebräunt und das Fleisch beginnt deutlich durchzugaren.
Die Oberseite dünn mit der abgekühlten Heidelbeer-Barbecue-Sauce bestreichen, wenden und 1–2 Minuten grillen. Die zweite Seite ebenfalls bestreichen, erneut wenden und 1–2 Minuten grillen. Die Sauce soll haften und leicht karamellisieren, aber nicht dunkel verbrennen.
Daran erkennst du es: Die Sauce haftet und zeigt leichte Karamellisierung ohne schwarze, verbrannte Stellen.
Die dickste Stelle eines Stücks prüfen; sie sollte mindestens 74 °C erreichen. Die Hähnchenoberkeulen vom Grill nehmen und 5 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Die dickste Stelle erreicht mindestens 74 °C.
Wichtig: Geflügel erst servieren, wenn die dickste Stelle mindestens 74 °C erreicht hat.
Die gegrillten Hähnchenoberkeulen mit der zurückbehaltenen Heidelbeer-Barbecue-Sauce servieren.
Gut zu wissen
Dunkle Melasse gibt der Sauce eine kräftige, leicht herbe Tiefe. Sie ist häufig im Biohandel, in gut sortierten Supermärkten oder bei Backzutaten erhältlich.
Beide Varianten eignen sich. Tiefgekühlte Heidelbeeren können etwas mehr Flüssigkeit abgeben, weshalb die Sauce eventuell geringfügig länger einkochen muss.
Der gelbe Senf unterstützt die würzige Barbecue-Note und ist zugleich ein kennzeichnungspflichtiger Allergenkandidat.
Die Sauce wird etwas runder und weniger rauchig-herb.
Die Melasse im gleichen Mengenverhältnis durch Zuckerrübensirup ersetzen und die Sauce wie beschrieben einkochen.
Die Sauce kann etwas mehr Flüssigkeit enthalten und benötigt gegebenenfalls eine leicht verlängerte Reduktion.
Die Heidelbeeren ohne vollständiges Auftauen in den Topf geben und die Sauce bis zur beschriebenen Konsistenz einkochen.
Das Fleisch zunächst ohne Sauce grillen und erst in der letzten Grillphase dünn bestreichen.
Verbrannte Stellen vorsichtig entfernen und die Oberkeulen mit der zurückbehaltenen Sauce servieren.
Die dickste Stelle mit dem Kerntemperaturmesser prüfen und bei Bedarf länger oder am kühleren Rand des Grills garen.
Die Oberkeulen bei reduzierter Hitze weitergrillen, bis die dickste Stelle mindestens 74 °C erreicht.
Die pürierte Sauce bis zur leicht eingedickten Konsistenz weiterköcheln lassen.
Die Sauce vor dem Glasieren noch einige Minuten im Topf einkochen.
Den Rost reinigen und dünn mit neutralem Öl bestreichen, bevor das Fleisch aufgelegt wird.
Das Fleisch einige Augenblicke weitergrillen, bis es sich leichter lösen lässt, statt es gewaltsam abzureißen.
Eine etwas rundere, weniger herb-rauchige Sauce entsteht durch den Austausch der Melasse.
Die milde Schärfe wird durch eine kräftigere Chili-Note intensiviert.
Hautbehaftete Oberkeulen können verwendet werden und entwickeln eine stärker geröstete Oberfläche.
Die Heidelbeer-Barbecue-Sauce kann bis zu 24 Stunden im Voraus gekocht, püriert und vollständig abgekühlt werden. Abgedeckt kühlen und vor dem Grillen bereitstellen. Das Hähnchen erst kurz vor dem Grillen würzen und garen.
Gegarte Hähnchenoberkeulen und Sauce innerhalb von zwei Stunden kühlen und im Kühlschrank aufbewahren. Das Fleisch vor dem Lagern vollständig abkühlen lassen und getrennt von rohem Geflügel halten.
Reste nicht längere Zeit bei Raumtemperatur stehen lassen.
Das Einfrieren ist hier nicht vorgesehen, weil die Frucht-Barbecue-Sauce und die gegrillte Oberfläche nach dem Auftauen an Konsistenz und Glanz verlieren können.
Häufig gefragt
Ja. Beide Varianten eignen sich. Tiefgekühlte Heidelbeeren können etwas mehr Flüssigkeit abgeben, sodass die Sauce gegebenenfalls geringfügig länger einkochen muss.
Zuckerrübensirup eignet sich als Ersatz. Die Sauce wird dadurch etwas runder und weniger herb-rauchig.
Melasse und Heidelbeeren enthalten Zucker, der bei direkter Grillhitze schnell dunkel werden kann. Das späte Auftragen lässt die Sauce leicht karamellisieren, ohne dass sie verbrennt.
Die dickste Stelle eines Stücks sollte mindestens 74 °C erreichen. Bei besonders dicken Stücken kann die Hitze reduziert oder das Fleisch kurz an den Rand des Grills gelegt werden.
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