Kemirinüsse
Kemirinüsse geben der Bumbu eine cremige, nussige Tiefe. Sie sind häufig tiefgekühlt oder vakuumverpackt im Asienladen erhältlich.
Indonesischer Fisch vom Kohlegrill
Ganzer roter Schnapper wird mit einer aromatischen Bumbu bestrichen, über Holzkohle direkt angegrillt und in der indirekten Zone fertig gegart. Frisches Sambal Matah bringt zum Schluss Schärfe, Säure und Kräuteraromen auf den Tisch.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Ikan Bakar Jimbaran verbindet einen ganzen, aufgeklappten Fisch mit einer kräftigen indonesischen Würzpaste und dem rauchigen Aroma des Kohlegrills. Der rote Schnapper wird zunächst mit Limettensaft und Salz vorbereitet, mit Bumbu mariniert und anschließend in zwei Grillzonen gegart. Dazu passt frisch angemachtes Sambal Matah.
Die Haut wird aromatisch gebräunt, während das Fischfleisch saftig, zart und opak bleibt. Die Bumbu schmeckt würzig, leicht süß und säuerlich, mit warmen Ingwer- und Kurkumanoten. Das Sambal Matah bringt knackige Schalotten, frische Chili und eine helle Limettennote dazu.
Schritt für Schritt
Den Fisch kalt abspülen, sorgfältig trocken tupfen und auf der Hautseite mehrere flache Einschnitte setzen. Limettensaft und Salz rundherum einreiben und den Fisch 10 Minuten ruhen lassen.
Wichtig: Rohen Fisch getrennt von verzehrfertigen Zutaten verarbeiten und Arbeitsflächen anschließend gründlich reinigen.
Schalotten, Knoblauch, Chili, Ingwer, Kurkuma, Kemirinüsse, Koriandersaat und Terasi zu einer groben Paste mahlen oder mixen.
2 EL Öl in einem Topf erhitzen. Zitronengras und Kaffirlimettenblätter 1 Minute anrösten. Die Gewürzpaste dazugeben und bei mittlerer Hitze 6 bis 8 Minuten unter Rühren braten, bis sie aromatisch duftet und leicht dunkler wird.
Daran erkennst du es: Die Paste duftet intensiv und ist leicht dunkler geworden.
Palmzucker, Tamarindenpaste und Wasser einrühren. Die Bumbu 8 bis 10 Minuten einkochen lassen, bis sie dickflüssig ist. Zitronengras und Kaffirlimettenblätter entfernen, Kecap Manis einrühren und die Glasur abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Die Glasur ist dickflüssig und haftet am Löffel.
Etwa ein Drittel der Glasur für das spätere Bestreichen beiseitestellen. Den übrigen Teil auf beide Seiten des Fisches streichen. Den Fisch 20 Minuten im Kühlschrank marinieren und vor dem Grillen 10 Minuten temperieren lassen.
Wichtig: Den Fisch während der Marinierzeit gekühlt halten und erst kurz vor dem Grillen temperieren.
Den Kohlegrill für zwei Zonen vorbereiten: eine direkte Zone über der glühenden Kohle und eine indirekte Zone ohne Kohle. Die Grillrosttemperatur sollte bei etwa 200 bis 220 °C liegen. Den Rost gründlich reinigen und mit dem restlichen neutralen Öl einölen. Ein Fischgrillkorb erleichtert das Wenden.
Wichtig: Beim Umgang mit heißer Kohle, Grillrost und Öl vorsichtig arbeiten.
Den Fisch mit der Hautseite nach unten in den Grillkorb legen und zunächst 4 bis 5 Minuten direkt grillen. Vorsichtig wenden und die zweite Seite ebenfalls 4 bis 5 Minuten über direkter Hitze grillen.
Daran erkennst du es: Die Haut ist gebräunt und löst sich vorsichtig vom Rost.
Den Fisch in die indirekte Zone umsetzen. Mit der zurückbehaltenen Glasur bestreichen und bei geschlossenem Deckel weitere 8 bis 12 Minuten garen. Nach der Hälfte der Zeit erneut dünn bestreichen. Die Glasur erst gegen Ende auftragen, damit der Palmzucker nicht verbrennt.
Daran erkennst du es: Die Glasur haftet, ohne stark zu verbrennen, und das Fleisch beginnt, sich von der Mittelgräte zu lösen.
Wichtig: Die Glasur erst spät und dünn auftragen, weil der enthaltene Palmzucker bei zu langer direkter Hitze verbrennen kann.
Der Fisch ist verzehrfertig, wenn das Fleisch im dicksten Teil mindestens 63 °C erreicht hat, opak ist und sich leicht von der Mittelgräte lösen lässt. Den Fisch 5 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist opak und lässt sich leicht von der Mittelgräte lösen.
Wichtig: Den Fisch erst servieren, wenn der beschriebene Garzustand erreicht ist.
Schalotten, Chili, Zitronengras und Kaffirlimettenblätter in einer Schüssel mischen. Das heiße Kokosöl darübergeben, Limettensaft und Salz einrühren und 5 Minuten ziehen lassen.
Daran erkennst du es: Die Schalotten sind leicht weich geworden, bleiben aber aromatisch und frisch.
Wichtig: Heißes Öl langsam und vorsichtig über die Zutaten gießen.
Den Fisch vorsichtig aus dem Grillkorb lösen und mit dem Sambal Matah servieren.
Gut zu wissen
Kemirinüsse geben der Bumbu eine cremige, nussige Tiefe. Sie sind häufig tiefgekühlt oder vakuumverpackt im Asienladen erhältlich.
Die fermentierte Garnelenpaste bringt eine kräftige herzhafte Tiefe. Sie sollte nicht durch normale Garnelen ersetzt werden.
Frische oder tiefgekühlte Blätter duften besonders intensiv. Getrocknete Blätter funktionieren ebenfalls, schmecken aber zurückhaltender.
Tamarindenpaste sorgt für die säuerliche Balance der Glasur. Tamarindenkonzentrat kann deutlich saurer sein und sollte vorsichtiger dosiert werden.
Die Bumbu wird etwas milder und weniger typisch im Geschmack.
Die Kemirinüsse durch die gleiche Anzahl Macadamianüsse ersetzen und wie beschrieben mit den übrigen Bumbu-Zutaten mahlen oder mixen.
Das Zitrusaroma fällt weniger intensiv aus.
Getrocknete Blätter anstelle frischer oder tiefgekühlter Blätter verwenden; für das Sambal fein schneiden und für die Bumbu vor dem Entfernen mitrösten.
Die Säure kann deutlich kräftiger sein.
Zunächst etwas weniger als die angegebene Menge verwenden und die Glasur vor dem Einkochen abschmecken.
Den Fisch erst wenden, wenn die Haut gebräunt ist und sich vorsichtig vom Rost löst; einen Fischgrillkorb verwenden.
Gelöste Stücke vorsichtig in den Grillkorb zurücklegen und in der indirekten Zone fertig garen.
Die Glasur erst in der indirekten Phase dünn auftragen und gegen Ende erneut bestreichen.
Verbrannte Oberflächen vorsichtig entfernen und den Fisch mit der zurückbehaltenen, nicht verbrannten Glasur fertigstellen.
Bei mittlerer Hitze arbeiten und die Paste während des Anröstens regelmäßig rühren.
Nur den nicht angebrannten Teil in einen sauberen Topf umfüllen und dort mit den flüssigen Zutaten weiterarbeiten.
Die Garzeit an der Dicke des Fisches ausrichten und den Garzustand im dicksten Teil prüfen.
Den Fisch mit dem frischen Sambal Matah und etwas nicht verbrannter Glasur servieren.
Häufig gefragt
Ja. Eine andere feste Fischart eignet sich ebenfalls. Die Grillzeit hängt von Größe und Dicke des Fisches ab; deshalb den Garzustand im dicksten Teil prüfen.
Nein, der Fischkorb erleichtert jedoch das Wenden deutlich. Ohne Korb den Rost gründlich reinigen, gut einölen und den Fisch erst wenden, wenn die Haut stabil gebräunt ist.
Die Menge der roten Chilischoten kann reduziert werden. Für eine ausgewogenere Schärfe die Bumbu und das Sambal getrennt abschmecken.
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