Scotch Bonnet dosieren
Scotch Bonnet liefert fruchtige Schärfe. Die entkernte Schote in der Marinade und die fein gehackte halbe Schote in der Glasur bringen die Schärfe an unterschiedliche Stellen des Rezepts.
Jamaikanische BBQ-Rinderrippen
Fleischige English-cut-Rinderrippen werden mit Limette, Piment, Thymian, Ingwer und Scotch Bonnet mariniert, indirekt gegrillt und zum Schluss mit einer dunklen Browning-Glasur karamellisiert.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Diese jamaikanisch inspirierte BBQ-Variante verbindet langsam indirekt gegrillte Rinderrippen mit einer würzigen Marinade und einer glänzenden Browning-Glasur. Das Rack bleibt zunächst schonend im indirekten Grillbereich, bevor direkte Hitze für Farbe, Röstaromen und eine leicht klebrige Oberfläche sorgt.
Die Rippchen werden weich und saftig, mit kräftigen Röstaromen und einer dunkel glänzenden Glasur. Limette und Essig setzen frische Säure, Piment und Thymian geben warme Würze, während Scotch Bonnet fruchtige Schärfe beisteuert.
Schritt für Schritt
Die Silberhaut auf der Knochenseite der Rinderrippen mit einem stumpfen Messer anheben und abziehen. Sehr dicke Fettauflagen dünn zurückschneiden, eine schützende Fettschicht aber stehen lassen.
Salz, Limettensaft, Öl, Frühlingszwiebeln, Knoblauch, Ingwer, Thymian, Scotch Bonnet, Piment, Pfeffer, Sojasauce, Essig und Wasser zu einer groben Paste mixen. Die Rinderrippen rundum damit einreiben, abgedeckt in den Kühlschrank legen und 8–12 Stunden marinieren.
Wichtig: Die marinierten Rinderrippen abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren.
Das Rack 45 Minuten vor dem Grillen aus dem Kühlschrank nehmen. Einen Grill mit Deckel für indirekte Hitze auf 150 °C einregeln. Beim Holzkohlegrill die Kohlen auf eine Seite schieben, beim Gasgrill nur einen Brenner einschalten.
Die Rinderrippen mit der Knochenseite nach unten in den indirekten Bereich legen und den Deckel schließen. Etwa 3½ Stunden grillen, nach ungefähr 2 Stunden einmal drehen. Anschließend alle 30 Minuten prüfen und weitere 30–60 Minuten garen, bis ein Holzspieß zwischen den Knochen leicht in das Fleisch gleitet.
Daran erkennst du es: Ein Holzspieß gleitet leicht zwischen den Knochen in das Fleisch.
Während der letzten Grillphase braunen Zucker, Ketchup, Limettensaft, Sojasauce, Browning-Sauce, Wasser und die halbe Scotch Bonnet in einem kleinen Topf verrühren. Bei mittlerer Hitze 8–10 Minuten köcheln lassen, bis die Glasur leicht dickflüssig ist.
Daran erkennst du es: Die Glasur ist leicht dickflüssig und haftet dünn am Löffel.
Die gegarten Rinderrippen mit einer dünnen Schicht Glasur bestreichen und über direkte mittlere bis hohe Hitze bei etwa 220–230 °C legen. 8–10 Minuten grillen, alle 2 Minuten wenden und jeweils erneut dünn glasieren. Sobald die Oberfläche dunkel glänzt, das Rack vom Grill nehmen; die Glasur darf nicht schwarz verbrennen.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist dunkel glänzend, aber nicht schwarz verbrannt.
Die Rinderrippen 15 Minuten ruhen lassen. Anschließend zwischen den Knochen in einzelne Stücke schneiden und mit der restlichen Glasur servieren.
Gut zu wissen
Scotch Bonnet liefert fruchtige Schärfe. Die entkernte Schote in der Marinade und die fein gehackte halbe Schote in der Glasur bringen die Schärfe an unterschiedliche Stellen des Rezepts.
Piment wird auch als Jamaikapfeffer oder Allspice verkauft. Ganze Körner geben der Marinade eine warme, würzige Note mit Anklängen an Nelke, Zimt und Pfeffer.
Jamaikanische Browning-Sauce sorgt für dunkle Farbe und eine herbe Karamellnote. Sie wird nur in der Glasur verwendet und sollte nicht zu dick aufgetragen werden.
Die fruchtige Schärfe bleibt erhalten, das Aroma wirkt meist etwas weniger charakteristisch als bei Scotch Bonnet.
Scotch Bonnet in Marinade und Glasur durch rote Habanero ersetzen und die Schärfe nach gewünschter Intensität dosieren.
Die Glasur wird etwas süßer und weniger dunkel.
Die jamaikanische Browning-Sauce durch 10 ml Zuckerrübensirup und 5 ml zusätzliche Sojasauce ersetzen.
Mehrere dünne Schichten auftragen, alle 2 Minuten wenden und die Oberfläche beobachten.
Die Rippen sofort in den indirekten Bereich legen und erst kurz vor dem Servieren sehr dünn nachglasieren.
Nach der ersten Grillphase regelmäßig prüfen und den Holzspießtest verwenden.
Die Rippen im indirekten Bereich weitergaren, bis der Holzspieß leicht zwischen den Knochen gleitet.
Das Rack frühzeitig marinieren und während der gesamten Marinierzeit abgedeckt kühlen.
Die Rinderrippen können 8–12 Stunden vor dem Grillen mit der Marinade eingerieben und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden.
Häufig gefragt
Vorgesehen ist ein fleischiges English-cut-Rack mit 3 bis 4 Knochen und einer schützenden Fettschicht.
Ein Holzspieß soll leicht zwischen den Knochen in das Fleisch gleiten. Die Zeit von etwa 3½ bis 4½ Stunden dient als Richtwert.
Scotch Bonnet bringt fruchtige, deutliche Schärfe in Marinade und Glasur. Für eine mildere Variante kann rote Habanero in ähnlicher Menge verwendet und insgesamt sparsamer dosiert werden.
Die dunkle jamaikanische Würzsauce gibt der Glasur Farbe und eine herbe Karamellnote. Sie kann durch 10 ml Zuckerrübensirup und 5 ml zusätzliche Sojasauce ersetzt werden, wodurch die Glasur süßer und weniger dunkel wird.
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