Jamaikanisches Jerk-Porterhouse

Rindsteak · Jamaikanische Jerk-Art

Dickes Porterhouse-Steak vom Grill mit würziger Jerk-Paste aus PimentPiment, auch Nelkenpfeffer genannt, ist ein aromatisches Gewürz aus getrockneten Beeren mit Noten von Nelke, Muskat, Zimt und Pfeffer., Scotch BonnetSehr scharfe Chilischote aus der Art Capsicum chinense mit fruchtigem Aroma., Thymian, Limette und SojasauceEine salzige Würzsauce aus Sojabohnen, häufig ergänzt durch Weizen und traditionell fermentiert.. Es wird über Nacht mariniert, direkt angegrillt und anschließend indirekt bis zur gewünschten Garstufe gegart.

Zum Rezept
Kräftige Kruste, saftiger Kern
Vorbereitung 30 Minuten
Kochen / Backen 14 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 10 Std. 40 Min.
Gesamtzeit ca. 11 Std. 24 Min.
Menge 4 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Braten und Schmorbraten
Prägende Zutatenfamilie Fleisch, Kräuter und Gewürze
Prägende Zubereitungsverfahren Grillen
Würzanwendung Marinieren
Grill-Hitzeanordnung Direkte Grillzone, Indirekte Grillzone

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die lange Marinierzeit lässt Piment, Chili, Thymian, Limette und Sojasauce tief in die Oberfläche einziehen.
  • Das direkte Angrillen entwickelt eine kräftige, dunkle Kruste, während die indirekte Zone den dicken Steak-Kern schonender fertig gart.
  • Der Knochen unterstützt die charakteristische Porterhouse-Servierform und macht das aufgeschnittene Steak auf dem Brett besonders eindrucksvoll.

Jerk-Porterhouse vom Grill: Das kräftige Rindfleisch bleibt als einzelnes Stück am Knochen und erhält eine aromatische Paste mit Piment, Chili und Kräutern. Direkte Hitze sorgt für eine dunkle, würzige Kruste; in der indirekten Zone gart das Steak anschließend gleichmäßig und bleibt saftig.

Außen dunkel geröstet und würzig, mit fruchtiger Schärfe und warmen Pimentnoten. Innen bleibt das dicke Rindfleisch saftig und zart; der Knochen sorgt für eine rustikale, großzügige Präsentation.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Jerk-Paste und Marinieren

  1. Jerk-Paste mixen

    Piment, Frühlingszwiebeln, Knoblauch, Scotch-Bonnet-Chili, Thymian, braunen Zucker, Limettensaft, Sojasauce, Öl, Ingwer, Pfeffer, Muskatnuss, Nelken und Salz in einem Mixer zu einer groben, streichfähigen Paste verarbeiten.

    5 Minuten
    • Die Paste soll streichfähig bleiben und nicht vollständig glatt püriert werden.
  2. Steaks marinieren

    Die Porterhouse-Steaks mit Küchenpapier trocken tupfen. Die Jerk-Paste von allen Seiten auf dem Fleisch verteilen und leicht andrücken. Die Steaks abgedeckt 8 bis 12 Stunden im Kühlschrank marinieren.

    12 Stunden
    • Die Paste gleichmäßig verteilen, damit die Kruste später rundum würzig wird.

    Wichtig: Während der gesamten Marinierzeit abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren.

  3. Steaks temperieren

    Die Steaks 30 Minuten vor dem Grillen aus dem Kühlschrank nehmen. Überschüssige Paste vorsichtig abstreifen, damit sie über der direkten Hitze nicht zu dunkel verbrennt. Eine dünne Schicht Paste bleibt auf dem Fleisch.

    30 Minuten
    • Nicht die gesamte Paste entfernen; die dünne Schicht liefert die Würzkruste.

Grillen und Fertiggaren

  1. Grill vorbereiten

    Einen Grill mit Deckel auf etwa 240 °C vorheizen und eine direkte sowie eine indirekte Zone einrichten. Beim Gasgrill dafür einen Brenner ausschalten, beim Holzkohlegrill die Glut auf eine Seite schieben. Den Rost reinigen und mit dem neutralen Öl dünn einreiben.

    20 Minuten 240 °C
    • Die direkte und indirekte Zone müssen klar voneinander getrennt sein.

    Wichtig: Beim Reinigen und Einölen des heißen Grills auf ausreichenden Abstand zur Hitze achten.

  2. Direkt angrillen

    Die Steaks über der direkten Hitze auflegen und jeweils 2 1/2 bis 3 Minuten pro Seite grillen. Nicht ständig bewegen, damit die Jerk-Paste eine dunkle, würzige Kruste bildet. Bei aufflammendem Fett die Steaks kurz in die indirekte Zone ziehen.

    6 Minuten

    Daran erkennst du es: Eine dunkle, würzige Kruste hat sich gebildet.

    • Bei aufflammendem Fett nicht direkt über der Flamme weitergrillen.

    Wichtig: Steaks mit der Grillzange wenden; nicht mit einer Gabel einstechen.

  3. Indirekt fertig garen

    Die Steaks in die indirekte Zone legen, den Deckel schließen und bei etwa 180 bis 200 °C weitergrillen. Nach 4 Minuten die Kerntemperatur an der dicksten Stelle neben dem Knochen prüfen. Für medium-rare bei 54 bis 56 °C, für medium bei 58 bis 60 °C vom Grill nehmen. Je nach Steakdicke dauert diese Phase insgesamt etwa 4 bis 8 Minuten.

    8 Minuten 190 °C

    Daran erkennst du es: Medium-rare bei 54–56 °C oder medium bei 58–60 °C Kerntemperatur neben dem Knochen.

    • Die Kerntemperatur an der dicksten Stelle neben dem Knochen messen, nicht direkt am Knochen.

    Wichtig: Die gewünschte Garstufe über die gemessene Kerntemperatur bestimmen.

Ruhen und Servieren

  1. Ruhen lassen und aufschneiden

    Die Porterhouse-Steaks auf ein Brett legen und 10 Minuten ruhen lassen. Danach das Fleisch auf beiden Seiten des Knochens auslösen und quer zur Faser in Scheiben schneiden. Den Knochen als Teil der Servierform auf dem Brett lassen.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Fleisch ist nach der Ruhezeit bereit zum Auslösen und Aufschneiden.

    • Quer zur Faser schneiden, damit die Scheiben zarter wirken.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Kruste vor dem indirekten Garen: Die direkte Hitze dient vor allem der dunklen, würzigen Jerk-Kruste. Bewege die Steaks möglichst wenig, solange keine Flammen hochschlagen.
  • Dicke bestimmt die Dauer: Die indirekte Phase kann je nach Dicke etwa 4 bis 8 Minuten dauern. Die Kerntemperatur ist aussagekräftiger als eine starre Zeitangabe.
  • Servieren mit Knochen: Das Fleisch wird nach dem Ruhen beidseitig vom Knochen gelöst und quer zur Faser geschnitten; der Knochen bleibt als Teil der Servierform auf dem Brett.

Zutatenwissen

Piment frisch mahlen

Frisch gemahlene Pimentkörner geben der Paste ein besonders kräftiges Aroma. Bereits gemahlener Piment kann im gleichen Gewicht verwendet werden, schmeckt aber meist weniger frisch.

Scotch Bonnet finden

Frische Scotch-Bonnet-Chilis sind häufig in karibischen Lebensmittelgeschäften, gut sortierten Märkten und manchen Gemüseabteilungen erhältlich.

Sojasauce

Sojasauce ist im Rezept eine prägende Würzkomponente und wird als Sojazutat geführt.

Sinnvolle Alternativen

gemahlener Piment

Das Aroma kann etwas weniger frisch und komplex wirken.

Die Pimentkörner durch gemahlenen Piment im gleichen Gewicht ersetzen.

Habanero

Die Schärfe bleibt ähnlich, das Aroma wirkt etwas weniger typisch fruchtig-karibisch.

Die Scotch-Bonnet-Chili durch eine Habanero ersetzen und die Paste wie beschrieben zubereiten.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Jerk-Paste verbrennt über der direkten Hitze.

Überschüssige Paste vor dem Grillen vorsichtig abstreifen und bei aufflammendem Fett kurz in die indirekte Zone wechseln.

Verbrannte Stellen nach dem Grillen vorsichtig entfernen; das Steak anschließend indirekt fertig garen.

Der Kern wird trockener als gewünscht.

Nach dem Anrösten in die indirekte Zone wechseln und die Kerntemperatur an der dicksten Stelle neben dem Knochen messen.

Das Steak ruhen lassen und möglichst dünn quer zur Faser aufschneiden.

Die Oberfläche bleibt blass und wenig würzig.

Den Grill auf 230–250 °C vorheizen und die Steaks während der direkten Phase möglichst ruhig liegen lassen.

Varianten

Medium-rare

Das Steak wird aus der indirekten Zone genommen, sobald es an der dicksten Stelle neben dem Knochen 54 bis 56 °C erreicht.

Medium

Das Steak wird etwas weiter gegart und bei 58 bis 60 °C Kerntemperatur vom Grill genommen.

Servieren und kombinieren

  • Auf dem Brett servieren: Das Fleisch beidseitig vom Knochen lösen, quer zur Faser aufschneiden und den Knochen als Teil der rustikalen Servierform auf dem Brett lassen.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Die Jerk-Paste vorbereiten, die Steaks damit bestreichen und abgedeckt 8 bis 12 Stunden im Kühlschrank marinieren. Die 30-minütige Temperierzeit erst unmittelbar vor dem Grillen einplanen.

Allergene und Nährwerte

  • Soja: enthält · Sojasauce ist ausdrücklich als Zutat angegeben.

Lebensmittelsicherheit

  • Kühlung während des Marinierens: Die mit Jerk-Paste bestrichenen rohen Steaks während der gesamten 8- bis 12-stündigen Marinierzeit abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Wie lange sollten die Steaks marinieren?

Die Steaks werden abgedeckt 8 bis 12 Stunden im Kühlschrank mariniert. Anschließend kommen sie 30 Minuten vor dem Grillen zum Temperieren heraus.

Welche Kerntemperatur gilt für die gewünschte Garstufe?

Für medium-rare die Steaks bei 54 bis 56 °C, für medium bei 58 bis 60 °C Kerntemperatur an der dicksten Stelle neben dem Knochen vom Grill nehmen.

Kann Scotch Bonnet ersetzt werden?

Ja. Habanero eignet sich als Alternative mit ähnlicher Schärfe, bringt aber ein etwas weniger typisches Aroma mit.

Aus unserer Küche

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