Kaffeeauswahl
Fein gemahlener Röstkaffee bringt eine deutliche Röstnote in den Rub. Aromatisierte Kaffees können das Gewürzprofil unnötig verändern.
Steak, international
Kräftig gewürztes Rinder-StripsteakEin zartes Rindersteak aus dem Lendenbereich, meist ohne Knochen und gut zum Grillen geeignet. mit trockenem Rub aus Röstkaffee, Koriander, Paprika, Knoblauch, Zucker, Salz und Pfeffer. Durch indirektes Vorgaren und scharfes direktes Anrösten entsteht eine dunkle Kruste bei kontrolliert medium-rare gegartem Kern.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Dieses Kaffee-Koriander-Stripsteak verbindet die kräftige Röstnote fein gemahlenen Kaffees mit warmem Koriander, Paprika und Knoblauch. Die zweistufige Grillführung gart das etwa 3,5 cm dicke Steak zunächst sanft in der indirekten Zone und sorgt anschließend direkt über der Hitze für eine aromatische Kruste.
Außen dunkel und aromatisch geröstet, mit würzigem Kaffee- und Korianderduft. Innen bleibt das Steak saftig, zart und medium-rare mit kräftigem Rindfleischaroma, dezenter Süße und kontrollierter Schärfe.
Schritt für Schritt
Röstkaffee, KoriandersaatGetrocknete Korianderfrüchte, die ganz oder gemahlen als Gewürz dienen., beide Paprikapulver, braunen Zucker, Knoblauchpulver, Salz, schwarzen Pfeffer und Cayennepfeffer in einer kleinen Schüssel gründlich vermischen.
Die Steaks 30 Minuten vor dem Grillen aus dem Kühlschrank nehmen und mit Küchenpapier trocken tupfen. Rundum dünn mit dem Öl bestreichen und den Rub gleichmäßig andrücken.
Wichtig: Rohes Fleisch und Küchenutensilien danach hygienisch reinigen.
Den Grill für zwei Zonen vorbereiten. Bei einem Holzkohlegrill die Glut auf eine Seite schieben; beim Gasgrill nur eine Hälfte auf mittlere Stufe stellen. Die indirekte Zone auf etwa 120–130 °C mit geschlossenem Deckel einregeln und die direkte Zone später auf etwa 250–280 °C bringen.
Wichtig: Beim Öffnen des heißen Grills auf austretende Hitze achten.
Die Steaks auf die indirekte Seite legen und den Fühler seitlich bis in die Mitte des dicksten Bereichs stecken. Bei geschlossenem Deckel etwa 20–30 Minuten grillen, bis die Kerntemperatur 46–48 °C erreicht. Die genaue Zeit hängt von Steakdicke und Grill ab.
Daran erkennst du es: 46–48 °C Kerntemperatur im dicksten Bereich
Die Steaks auf die direkte, sehr heiße Grillzone legen. Je Seite 60–90 Sekunden grillen und für ein gleichmäßiges Muster einmal um 90 Grad drehen. Auch die schmalen Seiten kurz anrösten. Sobald 52–54 °C Kerntemperatur erreicht sind, die Steaks vom Grill nehmen. Den Kaffee-Rub aufmerksam beobachten, damit er nicht verbrennt.
Daran erkennst du es: 52–54 °C Kerntemperatur vor dem Ruhen
Wichtig: Grillzange und Thermometerspitze nicht mit verzehrfertigen Zutaten verwenden, ohne sie zu reinigen.
Die Steaks locker mit Aluminiumfolie abdecken und 8 Minuten ruhen lassen. Die Kerntemperatur steigt dabei noch etwas an und sollte anschließend etwa 54–57 °C betragen.
Daran erkennst du es: Nach dem Ruhen etwa 54–57 °C Kerntemperatur
Das Fleisch quer zur Faser in Tranchen schneiden und sofort servieren.
Daran erkennst du es: Quer zur Faser geschnittene, saftige Tranchen
Gut zu wissen
Fein gemahlener Röstkaffee bringt eine deutliche Röstnote in den Rub. Aromatisierte Kaffees können das Gewürzprofil unnötig verändern.
Frisch gemahlene Koriandersaat wirkt aromatischer und passt besser zur kräftigen Kaffee- und Paprikanote als lange vorgemahlenes Gewürz.
Steaks mit ähnlicher Dicke garen in der indirekten Phase gleichmäßiger und lassen sich besser gemeinsam auf den gewünschten Gargrad bringen.
Das Röstprofil bleibt weitgehend erhalten, während der Koffeingehalt reduziert wird.
Den entkoffeinierten Kaffee in gleicher Menge verwenden und wie im Rub vorgesehen mit den übrigen Gewürzen mischen.
Das Aroma kann etwas weniger frisch und komplex ausfallen.
Gemahlenen Koriander direkt mit den übrigen Rub-Zutaten vermischen; die separate Mahlstufe entfällt.
Die direkte Phase kurz halten, das Steak wenden und den Rub während des Anröstens beobachten.
Verbrannte Oberflächen vorsichtig dünn abkratzen und das Steak in dünnere Tranchen schneiden; stark bitteres Fleisch lässt sich nicht vollständig retten.
Vor dem Anrösten die Kerntemperatur von 46–48 °C prüfen.
Das Steak zurück in die indirekte Zone legen und die Kerntemperatur schrittweise weiter anheben.
Beim direkten Anrösten frühzeitig messen und das Steak bei 52–54 °C vom Grill nehmen.
Das Steak ruhen lassen und quer zur Faser sehr dünn aufschneiden; ein zu hoher Gargrad lässt sich nicht zurücksetzen.
Die Oberfläche gründlich trocken tupfen und die direkte Zone vor dem Anrösten vollständig aufheizen.
Die Steaks kurz erneut direkt anrösten und dabei die Kerntemperatur eng kontrollieren.
Eine weniger scharfe Variante mit unverändertem Kaffee-, Koriander- und Paprikaprofil.
Eine intensivere Röstnote für Liebhaber dunkler Grillaromen.
Den trockenen Rub bis zu 12 Stunden vorher mischen und luftdicht lagern. Das Steak erst kurz vor der Zubereitung ölen, rubben und temperieren.
Für die Textur des fertig gegrillten Steaks wird Einfrieren nicht empfohlen.
Häufig gefragt
Das Steak wird bei etwa 52–54 °C vom Grill genommen und soll nach 8 Minuten Ruhezeit ungefähr 54–57 °C erreichen.
Das indirekte Vorgaren bringt das dicke Steak gleichmäßiger auf Temperatur. Die direkte Hitze am Ende dient vor allem der Krustenbildung.
Der Kaffee liefert vor allem eine dunkle Röstnote. Zusammen mit Koriander, Paprika, Knoblauch und Zucker entsteht ein kräftiger, würziger Rub.
Die Zeit hängt von Steakdicke, Ausgangstemperatur und Grill ab. Für den gewünschten Gargrad ist ein Einstichthermometer zuverlässiger als eine starre Zeitangabe.
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