Kalbsleber einkaufen
Kalbsleber bekommst du am zuverlässigsten beim Metzger oder an einer gut sortierten Frischetheke. Bitte die Scheiben möglichst frisch und gleichmäßig dick schneiden lassen.
Berliner Küche · Grillvariante
Kalbsleber Berliner Art vom Grill verbindet zarte Kalbsleber mit säuerlichen Plancha-Äpfeln und gebräunten Zwiebeln. Die Leber wird direkt auf der heißen Grillplancha gegart und erst nach dem Wenden gesalzen.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Kalbsleber Berliner Art gehört zur Berliner Küche: Die klassische Kombination verbindet Kalbsleber mit gebratenen Apfelscheiben und Zwiebeln. In dieser ausdrücklich als Grillvariante gekennzeichneten Fassung gart die Leber selbst auf der heißen Plancha; Äpfel und Zwiebeln werden dort ebenfalls zubereitet. So treffen milde Leber, fruchtige Säure und kräftige Röstaromen aufeinander.
Die Kalbsleber ist außen kräftig gebräunt und innen zart, während die Zwiebeln weich und dunkelgolden rösten. Die Äpfel bleiben leicht bissfest, bringen eine säuerliche Fruchtigkeit ein und werden von Butter, Majoran und Petersilie abgerundet.
Schritt für Schritt
Die Kalbsleber von sichtbaren Häuten und Sehnen befreien und mit Küchenpapier gründlich trocken tupfen. Die Scheiben 10 Minuten temperieren lassen.
Daran erkennst du es: Die Leberscheiben sind trocken getupft und nicht mehr kühlschrankkalt.
Den Grill für direkte Hitze vorbereiten und die Grillplancha auf etwa 200–220 °C vorheizen. Bei einem Holzkohlegrill die Kohlen gleichmäßig unter der Plancha verteilen.
Daran erkennst du es: Die Plancha ist vollständig aufgeheizt und bereit zum direkten Kontaktgaren.
Die Zwiebeln schälen und in feine Ringe schneiden. Die Äpfel vierteln, entkernen und in etwa 5 mm dicke Scheiben schneiden. Mit dem Zitronensaft vermengen, damit sie nicht schnell nachdunkeln.
Die Hälfte der Butter auf der heißen Plancha schmelzen lassen. Die Zwiebelringe mit einer kleinen Prise Salz daraufgeben und 6–8 Minuten unter gelegentlichem Wenden braten, bis sie weich und gebräunt sind. Die Apfelscheiben danebenlegen und 3–4 Minuten pro Seite grillen, bis sie Farbe bekommen, aber noch Form behalten. Beides an den kühleren Rand der Plancha schieben.
Daran erkennst du es: Die Zwiebeln sind weich und gebräunt, die Äpfel haben Grillfarbe und bleiben formstabil.
Die Leberscheiben dünn mit dem Öl bestreichen und mit Majoran und Pfeffer würzen. Noch nicht salzen, damit die Leber beim ersten Kontakt mit der Hitze möglichst saftig bleibt.
Die Leber auf die heiße Plancha legen und je nach Dicke etwa 2–3 Minuten grillen. Wenden, jetzt salzen und weitere 2–3 Minuten garen. Für eine vollständig durchgegarte Zubereitung die dickste Scheibe bis zu einer Kerntemperatur von 70 °C garen; die genaue Zeit hängt von Dicke und Plancha-Hitze ab.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist gebräunt; für vollständiges Durchgaren erreicht die dickste Scheibe 70 °C Kerntemperatur.
Wichtig: Bei vollständig durchgegarter Zubereitung die dickste Leberscheibe bis 70 °C Kerntemperatur garen.
Die restliche Butter auf der Plancha schmelzen lassen und die Leber kurz darin wenden. Anschließend 5 Minuten ruhen lassen. Die Kalbsleber mit den Plancha-Äpfeln und Röstzwiebeln anrichten und mit Petersilie bestreuen.
Daran erkennst du es: Die Leber hat 5 Minuten geruht und wird direkt mit Äpfeln, Zwiebeln und Petersilie serviert.
Gut zu wissen
Kalbsleber bekommst du am zuverlässigsten beim Metzger oder an einer gut sortierten Frischetheke. Bitte die Scheiben möglichst frisch und gleichmäßig dick schneiden lassen.
Säuerliche Äpfel bilden einen frischen Kontrast zur milden Leber. Der Zitronensaft verhindert außerdem, dass die geschnittenen Scheiben schnell nachdunkeln.
Getrockneter Majoran würzt die Leber während des Garens, während die frische Petersilie erst beim Anrichten für einen grünen, frischen Akzent sorgt.
Rinderleber schmeckt kräftiger und wird fester. Dadurch entsteht nicht dieselbe milde Variante wie mit Kalbsleber.
Die Rinderleber in ähnlich dicke Scheiben schneiden und auf der Plancha nach demselben Prinzip garen. Die Garzeit je nach Dicke anpassen und die Leber nicht länger als nötig auf der Hitze lassen.
Die Scheiben gleichmäßig schneiden und die Leber je nach Dicke nur etwa 2–3 Minuten pro Seite garen. Für vollständiges Durchgaren die dickste Scheibe kontrollieren.
Die Leber sofort von der Plancha nehmen, 5 Minuten ruhen lassen und mit den Butter-Äpfeln und Röstzwiebeln servieren.
Die Leber zunächst nur mit Öl, Majoran und Pfeffer würzen und erst nach dem Wenden salzen.
Die Äpfel etwa 5 mm dick schneiden und nur grillen, bis sie Farbe bekommen, aber noch formstabil sind.
Die weicheren Apfelstücke als fruchtige Beilage neben den Zwiebeln anrichten und beim nächsten Durchgang etwas kürzer grillen.
Die Plancha vor dem Auflegen der Zutaten auf etwa 200–220 °C vorheizen.
Die Zutaten an den Rand schieben, die Plancha weiter aufheizen und die Leber anschließend auf der heißesten Fläche fertig garen.
Für einen intensiveren Geschmack kann die Kalbsleber durch Rinderleber ersetzt werden. Die säuerlichen Äpfel und Röstzwiebeln bleiben als Berliner Begleitung erhalten.
Häufig gefragt
Die beschriebene Variante ist ausdrücklich für die heiße Grillplancha gedacht. Entscheidend ist eine sehr heiße, direkte Kontaktfläche, auf der die Leber, Äpfel und Zwiebeln separat gebräunt werden können.
Ja. Rinderleber eignet sich als Alternative, schmeckt jedoch kräftiger und wird fester. Verwende ähnlich dicke Scheiben und passe die Garzeit an.
Die Leber wird zunächst mit Öl, Majoran und Pfeffer gewürzt. Das Salz kommt erst nach dem Wenden dazu, damit sie beim ersten Kontakt mit der heißen Plancha möglichst saftig bleibt.
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