Safranfäden statt stark gefärbtem Pulver
Safranfäden lassen sich für diese Sauce direkt im heißen Wasser ziehen und geben ein warmes, klares Aroma. Fäden sind dafür geeigneter als stark gefärbtes Pulver.
Iranisches Lammrippen-Kebab
Fleischige Lammrippen werden als zusammenhängende Partie mariniert, auf flache Metallspieße gesetzt und über mittlerer Holzkohlenglut gegrillt. Eine Würzsauce aus Tomatenmark, Zitrone und Safran wird während des Garens wiederholt aufgetragen.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Dandeh Kebab ist ein iranisches Lammrippengericht, das besonders mit Kermanshah im Westen des Landes verbunden ist. Für diese Variante bleibt eine fleischige Rippenpartie zusammen, wird auf mehrere flache Spieße gesetzt und über mittlerer Holzkohlenglut gegrillt. Die charakteristische Würzsauce aus Tomatenmark, Zitrone und Safran wird während des Grillens wiederholt aufgetragen. Serviert wird das Kebab mit Fladenbrot, gegrillten Tomaten, Zwiebel, Petersilie und Sumach.
Außen kräftig gebräunt und rauchig, innen saftig und zart mit charakteristischem Lammgeschmack. Die Würzsauce schmeckt tomatig, zitronig und warm-safranig; Sumach und frische Zwiebel setzen säuerliche Akzente.
Schritt für Schritt
Die Lammrippen mit Küchenpapier trocken tupfen. Lose Häute und besonders dicke, harte Sehnen entfernen, die Fettauflage jedoch belassen. In die dickeren Fleischstellen mehrere flache Einschnitte setzen, ohne die Rippen vollständig zu trennen.
Wichtig: Rohes Lammfleisch getrennt von verzehrfertigen Zutaten und Arbeitsflächen behandeln.
Zwiebeln, Knoblauch, schwarzen Pfeffer, 1 TL Sumach, 8 g Tomatenmark und 45 ml Olivenöl verrühren. Die Rippen rundum mit der Marinade einreiben, abdecken und 12 Stunden im Kühlschrank marinieren. Nach etwa 6 Stunden einmal wenden.
Wichtig: Die abgedeckten Rippen während der gesamten Marinierzeit im Kühlschrank aufbewahren.
Die Safranfäden mit dem heißen Wasser verrühren und 10 Minuten ziehen lassen. Das Öl in einem kleinen Topf erwärmen, 25 g Tomatenmark einrühren und 1 Minute anschwitzen. Zitronensaft, Safranwasser, Salz und Pfeffer einrühren und die Sauce 2–3 Minuten sanft eindicken lassen. Beiseitestellen und zum Bestreichen bereithalten.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist leicht eingedickt und lässt sich dünn verstreichen.
Einen Holzkohlegrill vorbereiten und warten, bis die Kohlen gleichmäßig glühen und keine offenen Flammen mehr zu sehen sind. Die Grillstelle auf mittlere Hitze bringen. Die Rippen sollen etwa 8–10 cm über der Glut liegen.
Daran erkennst du es: Die Kohlen glühen gleichmäßig und zeigen keine offenen Flammen.
Wichtig: Den Holzkohlegrill nur in gut belüfteter Umgebung und auf einer sicheren, hitzebeständigen Fläche betreiben.
Die Rippen aus der Marinade nehmen und überschüssige Zwiebelstücke abstreifen, damit sie nicht verbrennen. Die Rippen mit 3–4 stabilen flachen Metallspießen quer durch das Fleisch sichern. Vor dem Auflegen mit 1/2 TL Salz würzen.
Wichtig: Die Metallspieße werden heiß; beim Wenden hitzebeständige Grillhandschuhe verwenden.
Die aufgespießte Rippenpartie über die mittlere Holzkohlenglut legen. 5–8 Minuten grillen, dann wenden und die gebräunte Seite mit der Würzsauce bestreichen. Die Rippen weiter regelmäßig wenden und nach jedem Wenden dünn bestreichen. Je nach Dicke dauert das Garen insgesamt etwa 18–25 Minuten. Bei starkem Fettbrand die Rippen vorübergehend an den kühleren Rand legen.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist rundum gebräunt und die Rippen erreichen im dicksten Fleischbereich mindestens 63 °C.
Wichtig: Bei starkem Fettbrand die Rippen vom direkten Flammenbereich nehmen und erst weitergrillen, wenn die Flammen wieder unter Kontrolle sind.
Die dickste Fleischstelle mit einem Thermometer prüfen. Die Rippen vom Grill nehmen, sobald mindestens 63 °C Kerntemperatur erreicht sind, und 3 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Das Thermometer zeigt mindestens 63 °C an; anschließend sind 3 Minuten Ruhezeit eingehalten.
Wichtig: Die Kerntemperatur an der dicksten Stelle kontrollieren, bevor das Fleisch serviert wird.
Während die Rippen ruhen, die Tomaten 6–8 Minuten über der Glut grillen und dabei mehrfach wenden. Die Fladenbrote am Rand des Grills kurz erwärmen. Zwiebel in feine Spalten schneiden und Petersilie grob zupfen.
Daran erkennst du es: Die Tomaten sind weich geworden und rundum leicht gebräunt.
Wichtig: Fladenbrote und Gemüse mit sauberem Geschirr oder sauberem Besteck vom rohen Fleisch getrennt halten.
Die Rippen mit den Grilltomaten, Fladenbroten, Zwiebelspalten, Petersilie, Zitronenspalten und dem restlichen Sumach servieren.
Gut zu wissen
Safranfäden lassen sich für diese Sauce direkt im heißen Wasser ziehen und geben ein warmes, klares Aroma. Fäden sind dafür geeigneter als stark gefärbtes Pulver.
Sumach ist meist in türkischen, persischen und arabischen Lebensmittelgeschäften sowie in gut sortierten Gewürzabteilungen erhältlich. Das säuerliche Gewürz bringt eine fruchtige Säure, die nicht vollständig durch Zitronensaft ersetzt wird.
Die zusammenhängende Rippenpartie lässt sich mit mehreren flachen Metallspießen stabilisieren und während des Grillens als ein Stück wenden.
Vor dem Aufspießen lose Zwiebelstücke abstreifen und die Würzsauce nach jedem Wenden nur dünn auftragen.
Verbrannte Zwiebelstücke vorsichtig entfernen und die Rippen an den kühleren Grillrand legen, bis die Flammen nachlassen.
Mittlere Glut verwenden, regelmäßig wenden und die Kerntemperatur im dicksten Bereich prüfen.
Die Rippen nach dem Grillen ruhen lassen und beim Servieren mit Zitronenspalten und der vorhandenen Würzsauce begleiten.
3–4 stabile flache Metallspieße verwenden und sie mit Abstand quer durch das Fleisch führen.
Die Rippen vor dem weiteren Wenden neu und stabiler aufspießen.
Die Rippen bei starkem Fettbrand sofort an den kühleren Rand legen und erst bei kontrollierter Glut weitergrillen.
Vom direkten Flammenbereich wegziehen und die Glut kurz beruhigen lassen.
Die Rippen können bis zu 12 Stunden vor dem Grillen mariniert werden. Abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren und vor dem Grillen einmal wenden. Die Würzsauce erst am Grilltag zubereiten.
Häufig gefragt
Die Rippen werden über mittlerer Holzkohlenglut gegrillt. Die Kohlen sollen gleichmäßig glühen, ohne offene Flammen zu zeigen; die Rippen liegen etwa 8–10 cm über der Glut.
Safranfäden sind für diese Sauce vorgesehen, weil sie sich im heißen Wasser ziehen lassen und ein klares Aroma geben. Stark gefärbtes Pulver ist dafür weniger geeignet.
Sumach gibt dem Gericht eine fruchtige Säure, die nicht vollständig durch Zitronensaft ersetzt wird. Du kannst zusätzlich Zitrone servieren, erhältst dadurch aber ein anderes Aromaprofil.
Die dickste Fleischstelle mit einem Thermometer prüfen. Die Rippen vom Grill nehmen, sobald dort mindestens 63 °C erreicht sind, und anschließend 3 Minuten ruhen lassen.
Tomaten und Fladenbrote können während der dreiminütigen Ruhezeit der Rippen am Grill vorbereitet beziehungsweise erwärmt werden. Zwiebel und Petersilie werden parallel geschnitten und gezupft.
Unabhängig von Google Analytics verwenden wir eine cookielose, selbst betriebene Reichweitenstatistik mit Plausible. Sie erhält keine Kontodaten, Suchbegriffe oder URL-Parameter. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.
Aus unserer Küche
Kommentare zum Rezept
Wie hat es dir geschmeckt? Teile deine Erfahrungen oder stelle eine Frage.
Kommentare werden geladen …